| (Schlägt ihm die
kleine Tür vor der Nase zu. In diesem Augenblick tritt eine alte ammerfrau durch die gleich Türe ein. Der Baron zieht sich enttäuscht zurück. Zwei Lakaien kommen von rechts herein, bringen einen Wandschirm aus dem Alkoven. Die Marschallin tritt hinter den Wandschirm, die alte Kammerfrau mit ihr. Der Frisiertisch wird vorgeschoben in die Mitte. Lakaien öffnen die Flügeltüren rechts. Es treten ein der Notar, der Küchenchef, hinter diesen ein Küchenjunge, der das Menübuch trägt. Dann die Marchande de modes, ein Gelehrter mit einem Folianten und der Tierhändler mit winzig kleinen Hunden und einem Äffchen. Valzacchi und Annina, hinter diesen rasch gleitend, nehmen den vordersten Platz links ein. Die adelige Mutter mit ihren drei Töchtern, alle in Trauer, stellen sich an den rechten Flügel. Der Haushofm eister führt den Tenor und den Flötisten nach vorne. Baron rückwärts winkt einen Lakaien zu sich, gibt ihm den Auftrag, zeigt: "Hier durch die Hintertür") DIE DREI ADELIGEN TÖCHTER (schreiend) Drei arme, adelige Waisen... (Die adelige Mutter bedeutet ihnen, nicht so zu schreien und niederzuknien. Die drei adeligen Töchter niederkniend) Drei arme, adelige Waisen erflehen Dero hohen Schutz! MARCHANDE DE MODES (laut) Le chapeau Paméla. La poudre à la reine de Golconde DER TIERHÄNDLER Schöne Affen, wenn Durchlaucht schaffen, auch Vögel hab' ich da, aus Afrika DIE DREI WAISEN Der Vater ist jung auf dem Felde der Ehre gefallen, ihm dieses nachzutun, ist unser Herzensziel MARCHANDE DE MODES Le chapeau Paméla! C'est la merveille du monde! TIERHÄNDLER Papageien hätt' ich da aus Indien und Afrika. Hunderln so klein und schon zimmerrein (Die Marschallin tritt hervor, alles verneigt sich, Baron ist links vorgekommen) MARSCHALLIN (zum Baron) Ich präsentiere Euer Liebden hier den Notar (Der Notar tritt mit Verneigung gegen den Frisiertisch, wo sich die Marschallin niedergelassen, zum Baron links. Marschallin winkt die jüngste der drei Waisen zu sich, läßt sich vom Haushofmeister einen Geldbeutel reichen, gibt ihn dem Mädchen, indem sie es auf die Stirne küßt. Gelehrter will vortreten, seinen Folianten überreichen. Valzacchi springt vor, drängt ihn zur Seite) VALZACCHI (ein schwarzgerändertes Zeitungsblatt hervorziehend) Die swarze Seitung! Fürstlike Gnade! Alles 'ier ge'eim gesrieben! Nur für 'ohe Persönlikeite. Sie swarze Seitung! Eine Leikname in 'Interkammer von eine gräflike Palais! Eine Bürgersfrau mit der amante vergiften den Hehemann diese Nackt Und dreie Huhr! MARSCHALLIN Laß Er mich mit dem Tratsch in Ruh! VALZACCHI In Gnaden! Tutte quante Vertraulikeite aus die große Welt MARSCHALLIN Ich will nix wissen! La Er mich mit dem Tratsch in Ruh! (Valzacchi mit bedauernder Verbeugung springt zurück. Die drei Waisen, zuletzt die Mutter, haben der Marschallin die Hand geküßt) |
(Cierra la puerta
ante sus narices. En ese instante, hace su entrada el ama de llaves. Sorprendido, el barón retrocede. Dos criados entran con un biombo hacia la alcoba. La Mariscala se sitúa tras el biombo y el ama de llaves va a situarse junto a ella. El tocador es colocado en el centro. Los criados abren la puerta de la derecha, haciendo su entrada el notario, el cocinero y, tras ellos, un pinche con l menú del día. También entran un sastre, un sabio con varios libros y un vendedor de animales con un perro diminuto y un mono. Valzacchi y Anita se colocan a la izquierda en primer término. Una señora con sus tres hijas, todas ellas de luto, se colocan a la derecha. El mayordomo conduce a un tenor y a un flautista hacia la parte delantera. Al fondo, el barón hace señas a uno de sus criados, mientras le dice: "por la puerta de atrás") LAS TRES HUÉRFANAS (gritando) ¡Tres pobres huérfanas de noble cuna!... (La madre les indica que no griten demasiado y que se arrodillen. Sus tres hijas obedecen) ¡Tres pobres huérfanas de noble cuna imploran su noble protección! EL SASTRE (en voz alta) "Le chapeau Paméla. La poudre à la reine de Golconde" VENDEDOR DE ANIMALES Monos encantadores, para su alteza y también tengo pájaros de Africa LAS TRES HUÉRFANAS Nuestro padre murió joven en el campo del honor y deseamos seguir su ejemplo EL SASTRE "Le chapeau Paméla! C´est la merveille du monde!" VENDEDOR DE ANIMALES Traigo papagayos de la India y África. Cachorros domesticados (La Mariscala avanza, todos hacen una inclinación. El Barón vuelve) MARISCALA (dirigiéndose al Barón) Excelencia, os presento al notario. (El Notario, hace una inclinación a la Mariscala que ha tomado asiento, avanza hacia el Barón. La Mariscala llama a la más joven de las tres huérfanas, toma una bolsa con dinero y se lo da a la huérfana, a la vez que la besa en la frente. El sabio avanza para presentar sus documentos, cuando Valzacchi se le adelanta con un salto y le deja a un lado) VALZACCHI (exhibiendo las páginas de un periódico impreso en letras negras) ¡El "mesajero" negro, "Altessa"! ¡"Tos" los secretos "etán" aquí! Sólo "pa" personalidades ¡El "mesajero" negro! ¡Un muerto en la antecámara del palacio "dun" conde! ¡Una "señoa" burguesa y su amante han "envenenao" al "marío", a las tres "desta" noche! MARISCALA ¡Déjame en paz con tus chismes! VALZACCHI "Altessa" ¡"Tos" los secretos e intimidades del mundo de la nobleza! MARISCALA ¡No me interesan en absoluto! ¡Déjame en paz con tus chismes! (Valzacchi da un salto hacia atrás, ademán de disgusto. Las tres huérfanas y su madre, besan la mano de la Mariscala) |
| DIE DREI WAISEN (zum Abgehen bereit, etwas plärrend) Glück und Segen allerwegen Euer Gnaden hohem Sinn! Eingegraben steht erhaben er in unserm Herzen drin! (Gehen ab samt der Mutter. Der Friseur tritt hastig auf, der Gehilfe stürzt ihm mit fliegenden Rockschößen nach. Der Friseur faßt die Marschallin ins Auge: verdüstert sich, tritt zurück, er studiert ihr heutiges Aussehen. Der Gehilfe packt indessen aus, am Frisiertisch. Der Friseur schiebt einige Personen zurück, sich Spielraum zu schaffen. Der Flötist ist inzwischen vorgetreten und beginnt seine Cadenz. Die Lakaien haben rechts ganz vorne Stellung genommen, andere stehen im Hintergrund. Nach einer kurzen Überlegung hat der Friseur seinen Plan gefaßt, er eilt mit Entschlossenheit auf die Marschallin zu, beginnt zu frisieren. Ein Lauffer in Rosa, Schwarz und Silber tritt auf, überbringt in Billet. Haushofmeister mit Silbertablett ist schnell zur Hand, präsentiert es der Marschallin. Friseur hält inne, sie lesen zu lassen. Der Gehilfe reicht ihm ein neues Eisen. Friseur schwenkt es: es ist zu heiß. Gehilfe reicht ihm, nach fregendem Blick auf die Marschallin, die nickt, das Billet, das er lächelnd verwendet, um das Eisen zu kühlen. Der Sänger hat sich in Positur gestellt) DER TENOR (mit dem Notenblatt in der Hand) Di rigori armato il seno contro amor mi ribellai, ma fui vinto in un baleno in mirar due vaghi rai. Ahi! che resiste puoco cor di gelo a stral di fuoco Das Herz streng gewappnet, wehrte ich mich gegen die Liebe, wurde aber sofort besiegt bei dem Anblick zweier schöner Augen. Ach! Wie wenig kann ein Herz aus Eis dem Feuerstrahl widerstehen! (Der Friseur übergibt dem Gehilfen das Eisen und applaudiert dem Sänger. Dann fährt er im Arrangement des Lockenbaues fort. Ein Bedienter hat indessen bei der kleinen Tür den Kammerdiener des Barons, den Almosenier und den Jäger eingelassen. Es sind drei bedenkliche Gestalten. Der Kammerdiener ist ein junger, großer Lümmel, der dumm und frech aussieht. Er trägt unterm Arm ein Futteral aus rotem Saffian. Der Almosenier ist ein verwilderter Dorfkooperator, ein drei Schuh hoher, aber stark und verwegen aussehender Gnom. Der Leibjäger mag, bevor er in die schlecht sitzende Livree gesteckt wurde, Mist geführt haben. Der Almosenier und der Kammerdiener scheinen sich um den Vortritt zu streiten und steigen einander auf die Füße. Sie steuern längs der linken Seite auf ihren Herrn zu, in dessen Nähe sie Halt machen ) BARON (sitzend zum Notar, der vor ihm steht, seine Weisungen entgegennimmt. Halblaut) Als Morgengabe, ganz separatim jedoch und vor der Mitgift... bin ich verstanden, Herr Notar?... kehrt Schloß und Herrschaft Gaunersdorf an mich zurück! Von Lasten frei und ungemindert an Privilegien, so wie mein Vater selig sie besessen hat NOTAR (kurzatmig) Gestatten, hochfreiherrliche Gnaden, die submisseste Belehrung daß eine Morgengabe wohl vom Gatten an die Gattin, nicht aber von der Gattin an den Gatten (tief aufatmend) bestellet und stipuliert zu werden, fähig ist BARON Das mag wohl sein! NOTAR Das ist so BARON Aber im besondern Fall... (Nach längerer Rücksprache mit dem Haushofmeister beschäftigt sich die Marschallin mit der Abfassung des Menus und fertigt dann den Küchenchef ab) NOTAR Die Formen und die Präskriptionen kennen keinen Unterschied BARON (schreit) Haben ihn aber zu kennen! NOTAR (erschrocken) In Gnaden! BARON Wenn einer hochadeligen Blutes blühender Sproß sich herabläßt, im Ehebette einer so gut als bürgerlichen Mamsell Faninal, bin ich verstanden? acte de presence zu machen vor Gott und der Welt und sozusagen angesichts kaiserlicher Majestät... (der Flötist beginnt wieder zu präludieren) da wird, corpo di Bacco! von Morgengabe als geziemendem Geschenk dankbarer Devotion für die Hingab so hohen Blutes sehr wohl die Rede sein! (Der Sänger macht Miene, wieder anzufangen, wartet noch, bis der Baron still wird) NOTAR (zum Baron leise) Vielleicht, daß man die Sache separatim... BARON (leise) Er ist ein schmählicher Pedant; als Morgengabe will ich das Gütel! NOTAR (ebenso) Als einen wohl verklausulierten Teil der Mitgift BARON (halblaut) Als Morgengabe! Geht das denn nicht in Seinen Schädel? NOTAR (ebenso) Als eine Schenkung inter vivos oder... DER TENOR (während des Gesprächs der beiden) Ma sì caro è 'l mio tormento dolce è sì la piaga mia, ch'il penare è mio contento e 'l sanarmi è tirannia. Ahi! Che resiste puoco cor... BARON (schlägt wütend auf den Tisch, schreiend) Als Morgengabe! (Der Sänger bricht jäh ab. Die Marschallin winkt den Sänger zu sich, reicht ihm die Hand zum Kuß. Sänger nebst Flötist ziehen sich unter tiefen Verbeugungen zurück. Der Notar zieht sich erschrocken in die Ecke zurück. Baron tut, als ob nichts geschehen wäre, winkt dem Sänger leutselig zu, tritt dann zu seiner Dienerschaft; streicht dem Leiblakai die bäureisch in die Stirn gekämmten Haare hinaus; geht dann, als suchte er jemand, zur kleinen Tür, öffnet sie, spioniert hinaus, ärgert sich, schnüffelt gegen's Bett, schüttelt den Kopf, kommt wieder vor) |
LAS TRES
HUÉRFANAS (a punto de marcharse, gimoteando) ¡Que el cielo recompense a su alteza con dicha y fortuna! ¡Os guardaremos en nuestro corazón para siempre! (Se marchan con su madre. El peluquero avanza. Su ayudante va tras él sujetándole las faldas de la casaca. El peluquero observa a la Mariscala con detenimiento. Retrocede unos pasos y estudia el aspecto de aquélla. Entretanto, ha entrado el flautista que comienza a tocar una melodía. Después de un breve instante de reflexión, el peluquero toma una decisión. Resueltamente, avanza hacia la Mariscala y comienza a peinarla. Entra un mensajero vestido de rosa, negro y plata, y entrega una nota. Rápidamente, el mayordomo la recoge en una bandeja de plata y se la presenta a la Mariscala. El peluquero se detiene para que ella pueda leer. El ayudante le pasa un instrumento metálico. El peluquero lo agita: está demasiado caliente. Después de dirigir una mirada interrogadora a la Mariscala, que asiente con la cabeza, el ayudante entrega la nota al peluquero, quien, sonriendo, la usa para enfriar el instrumento metálico) EL TENOR (con una partitura en la mano) Di rigori armato il seno contro amor mi ribellai, ma fui vinto in un baleno in mirar due vaghi rai. Ahí! che resiste puoco cor di gelo a stral di fuoco Con pasión sufrió mi pecho rebelándose contra el amor, pero dos bellos ojos me conquistaron de nuevo. ¡Ay! ¡Un corazón de hielo no resiste una flecha inflamada! (El peluquero pasa el instrumento metálico a su ayudante y aplaude al tenor. Entretanto, uno de los criados deja que por la puerta pequeña entren el ayuda de cámara del Barón, el limosnero y el guarda de caza. Los tres son personajes de aspecto un tanto dudoso. El ayuda de cámara es un joven alto con aspecto insolente y rostro bobalicón. Bajo el brazo lleva un estuche de tafilete rojo. El limosnero es un cura de aldea desastrado, una especie de gnomo de tres pies de altura. El guarda de caza, además de vestir una librea que no es de su talla, parece que acaba de estar acarreando estiércol. El ayuda de cámara y el limosnero se pelean por conseguir un lugar preferente, pisándose mutuamente los pies hasta llegar a la altura de su señor) EL BARÓN (sentado junto al notario, que escucha sus instrucciones. A media voz) Como regalo de bodas, al margen de la dote... ¿me comprende, señor notario? ¡Volverá a mí el castillo de Gaunersdorf! Libre de cargas y sin privilegios, tal y como en su día perteneció a mi bendito padre. EL NOTARIO (con síntomas de asma) Permitidme, excelencia, que humildemente os explique que el regalo de bodas lo hace el novio a la novia... Por lo que si se hace al revés (Respirando profundamente) ... hay que estipularlo EL BARÓN ¡Tiene que poderse! EL NOTARIO Las cosas son así EL BARÓN Pero tratándose de un caso especial... (Después de una conversación con el mayordomo, la Mariscala se ocupa de confeccionar el menú, indicando, luego al jefe de cocina que se marche) EL NOTARIO Las formas y las normas no hacen distinciones EL BARÓN (gritando) ¡Pues tienen que hacerlas! EL NOTARIO (asustado) ¡Excelencia! EL BARÓN Cuando un exuberante retoño de la más noble sangre s e digna hacer acto de presencia en el lecho nupcial con una damisela de la familia burguesa de los Faninal ¿me comprende? ante Dios, ante el mundo y... cómo decirlo... ante los ojos de su majestad imperial... (El flautista comienza a tocar) entonces, ¡"corpo di Baco"! está claro que el regalo de bodas tiene que ser una especie de agradecimiento por el sacrificio de esa sangre tan noble (El tenor se dispone a cantar de nuevo, si bien espera a que el Barón guarde silencio) EL NOTARIO (dirigiéndose en voz baja al barón) Quizás, una separación de bienes... EL BARÓN (en voz baja) Es usted un pedante insoportable. ¡Quiero recibir esos bienes como dote! EL NOTARIO (insiste) Tal vez, como una cláusula significada... EL BARÓN (en tono algo más elevado) ¡He dicho que como regalo de bodas! ¿Es que no os entra eso en la cabeza? EL NOTARIO (insiste) Pudiera ser una donación "inter vivos"... EL TENOR (mientras prosigue la conversación) Ma sì caro è 'l mio tormento dolce è sì la piaga mia, ch'il penare è mio contento e 'l sanarmi è tirannia. Ahi! Che resiste puoco cor... EL BARÓN (golpea con furia en la mesa) ¡Como regalo de bodas! (El tenor se interrumpe. Con un gesto, la Mariscala le ofrece la mano para que se la bese. El tenor y el flautista se retiran. El notario, espantado, se refugia en una esquina. Como si nada hubiese ocurrido, el Barón hace un gesto amistoso dirigido al tenor con a intención de que éste entre a su servicio. Pasa su mano por la frente del ayuda de cámara, revolviéndole a cabellera. Después, se dirige hacia la puerta pequeña, la abre, echa una mirada a la zona donde está la cama, menea la cabeza y vuelve a su sitio) |
| MARSCHALLIN
(sieht sich in dem Handspiegel, halblaut) Mein lieber Hippolyte, heut' haben Sie ein altes Weib aus mir gemacht (Der Friseur, mit Bestürzung, wirft sich fieberhaft auf den Lockenbau der Marschallin und verändert ihn aufs neue. Das Gesicht der Marschallin bleibt traurig. Valzacchi, hinter ihm Annina, haben sich im Rücken aller rings um die Bühne hinübergeschlichen und präsentieren sich dem Baron mit übertriebener Devotion. Marschallin über die Schulter zum Haushofmeister ) Abtreten die Leut! (Die Lakaien, eine Kette bildend, schieben die aufwartenden Personen zur Tür hinaus, die sie dann verschließen. Nur der Gelehrte, vom Haushofmeister ihr zugeführt, bleibt noch im Gespräch mit der Marschallin, bis zum Schluß des Intermezzos zwischen Valzacchi, Annina und dem Baron) VALZACCHI (zum Baron) Ihre Gnade sukt etwas. Ik seh. Ihre Gnade at eine Bedürfnis. Ik kann dienen, ik kann besorgen BARON (tritt zurück) Wer ist Er, was weiß Er? VALZACCHI Ihre Gnade Gesikt sprikt ohne Sunge. Wie ein Hantike. Come statua di Giove BARON Das ist ein besserer Mensch VALZACCHI, ANNINA Erlaukte Gnade, attachieren uns an sein Gefolge (Valzacchi fällt auf die Knie) BARON Euch? ANNINA Nichte und Onkel VALZACCHI Onkel und Nickte: su sweien maken alles besser. Per esempio: Ihre Gnade at eine junge Frau... BARON Woher weiß er denn das, Er Teufel Er? VALZACCHI,, ANNINA Ihre Gnade ist in Eifersukt: dico per dire! Eut oder morgen könnte sein. Affare nostro! Jede Stritt die Dame sie tut, jede Wagen die Dame steigt, jede Brief die Dame bekommt... wir sind da! An die Ecke, in die Kamin, 'inter die Bette, in eine Schranke, in die Komode, unter die Dache, wir sind da! ANNINA Ihre Gnade wird nicht bedauern! (Halten ihm die Hände hin, Geld heischend, er tut, als bemerke er es nicht) BARON (halblaut) Hm! Was es alles gibt in diesem Wien. Zur Probe nur: kennt Sie die Jungfer Mariandel? ANNINA (halblaut) Mariandel? BARON Das Zofel hier im Haus bei Ihrer Gnaden VALZACCHI (leise zu Annina) Sai tu? Cosa vuole? ANNINA Niente! VALZACCHI (zum Baron) Sicker, sicker, meine Nickte wird besorgen, seien sicker, Ihre Gnade! VALZACCHI, ANNINA Wir sind da! BARON (die beiden Italiener stehen lassend, zur Marschallin) Darf ich das Gegenstück (diskret vertraulich) zu Dero sauberm Kammerzofel präsentieren? (Selbstgefällig) Die Ähnlichkeit soll, hör' ich, unverkennbar sein (Marschallin nickt. Baron laut) Leopold, das Futteral! (Der junge Kammerlakai, präsentiert linkisch das Futteral) MARSCHALLIN (ein bißchen lachend) Ich gratuliere Euer Liebden sehr BARON (nimmt dem Burschen das Futteral ab und winkt ihm zurückzutreten) Und da ist nun die silberne Rose (Wills aufmachen) MARSCHALLIN Lassen nur drinnen. Haben die Gnad' und stellens dorthin BARON Vielleicht das Zofel soll's übernehmen? Ruft man ihr? MARSCHALLIN Nein, lassen nur. Die hat jetzt keine Zeit. Doch sei Er sicher: den Grafen Octavian bitt' ich Ihm auf, er wird's mir zulieb schon tun und als Euer Liebden Kavalier vorfahren mit der Rosen zu der Jungfer Braut (Leichthin) Stellen indes nur hin. Und jetzt, Herr Vetter, sag ich Ihm Adieu Man retiriert sich jetzt von hier. Ich werd' jetzt in die Kirche gehn (Die Lakaien öffnen die Flügeltür) BARON Euer Gnaden haben heut durch unversiegte Huld mich tiefst beschämt (Macht die Reverenz, entfernt sich unter Zeremoniell. Der Notar hinter ihm, auf seinen Wink. Seine drei Leute hinter diesem, in mangelhafter Haltung. Die beiden Italiener, lautlos und geschmeidig, schließen sich unbemerkt an. Haushofmeister tritt ab. Die Lakaien schließen die Tür) MARSCHALLIN (allein) Da geht er hin, der aufgeblasene, schleckte Kerl, und kriegt das hübsche, junge Ding und einen Pinkel Geld dazu, (seufzend) als müßt so sein. Und bildet sich noch ein, daß er es ist, der sich was vergibt. Was erzürn' ich mich denn? 's ist doch der Lauf der Welt. Kann mich auch an ein Mädel erinnern, die frisch aus dem Kloster ist in den heiligen Ehstand kommandiert word'n (Nimmt den Handspiegel) |
MARISCALA
(mirándose en un espejo, a media voz) Mi querido Hipólito, me has peinado como a una anciana. (El peluquero, turbado, se inclina febrilmente sobre el peinado de la Mariscala y lo rehace de nuevo. El semblante de la Mariscala permanece sombrío. Valzacchi, seguido por Anita, se desliza hacia la parte trasera de la escena y se presenta al barón, ante quien se muestra en extremo servil. La Mariscala, por encima de su hombro, se dirige al mayordomo) ¡Que se vayan todos! (Los criados desplazan a los que estaban esperando, hacia la puerta, para luego, cerrarla. Tan solo el sabio, permanece en la habitación conversando con la Mariscala, hasta que concluye la charla entre Valzacchi, Anita y el Barón) VALZACCHI (al Barón) Creo que su "ecelencia" busca algo, Su "Ecelencia quié" algo. Yo lo "puo" conseguir EL BARÓN (retrocede) ¿Quién es usted?, ¿Qué es lo que sabe? VALZACCHI La cara de su "ecelencia" lo dice "to". "E" como una estatua de "Jupite". EL BARÓN Parece que eres una persona razonable VALZACCHI, ANITA Grandísima excelencia, acéptenos a su servicio (Ambos se arrodillan) EL BARÓN ¿A vosotros? ANITA Sobrina y tío VALZACCHI Tío y sobrina: "juntaos" trabajamos mejor. e"Po" ejemplo, su "Ecelencia" y una señorita... EL BARÓN Eres un diablo, ¿cómo lo ha sabido? VALZACCHI, ANITA Su "Ecelencia" es celoso: ¡"dico per dire"! Podría ser hoy o mañana. ¡"Affare nostro"! Cada paso que dé la señorita... Cada carroza en la que entre... Cada carta que reciba... ¡Ahí estamos nosotros! En una esquina, en la chimenea, dentro de la cama, en su armario, en la cómoda, debajo del tejado... ¡Ahí estamos nosotros! ANITA ¡Su "ecelencia" no se arrepentirá! (Ambos extienden su mano para pedir dinero, pero el Barón finge no verlo) EL BARÓN (a media voz) ¡Hm! Qué cosas suceden aquí en Viena. Hagamos una prueba. ¿Conocen ustedes a la joven Mariandel? ANITA (a media voz) ¿Mariandel? EL BARÓN La camarera que sirve a su alteza VALZACCHI (en voz baja a Anita) Sai tu? Cosa vuole? ANITA Niente! VALZACCHI (al Barón) "Siguro, siguro". Mi sobrina se ocupará. "Pue" estar tranquilo "ecelencia" VALZACCHI, ANITA ¡Ahí estaremos nosotros! EL BARÓN (deja plantados a los dos italianos y se dirige hacia la Mariscala) ¿Nos ocupamos ya, alteza, ... (Con discreción) de la pareja de su camarera? (Complacido) El parecido, he oído decir a todos, es innegable (La Mariscala asiente. El Barón grita) ¡Leopoldo, el estuche! (El joven criado trae el estuche con zafiedad) MARISCALA (sonriendo apenas) Estoy agradecida a vuestra excelencia EL BARÓN (toma el estuche de manos del criado, indicándole que se marche) ¡Y aquí está la rosa de plata! (Intenta abrir el estuche) MARISCALA Dejadla dentro. Tened la bondad de ponerla ahí EL BARÓN Quizás la camarera deba guardarla... ¿La llamamos? MARISCALA No, dejadla. Ella no tiene tiempo. Podéis estar tranquilo. Se lo encargaré al conde Octavio. Él me hará este servicio con sumo gusto. Y como heraldo de vuestra excelencia, llevará a la novia la rosa de plata. (A la ligera) Dejadla allí. Ahora, primo, tengo que deciros adiós. Es hora ya de retirarme. Debo ir a misa (Los criados abren la puerta doble) EL BARÓN Hoy, su alteza me ha colmado con infinitos favores (Hace una reverencia y ceremoniosamente se marcha. A una señal suya, el notario va tras él. Sus tres criados hacen lo mismo, con ademanes impropios. Los dos italianos, en silencio y con destreza, se unen al grupo sin hacerse notar) MARISCALA (sola) Ya se ha ido. Qué individuo más arrogante y fatuo. Pretende apoderarse de la dama y del botín (Suspirando) Como si tuviera que ser así. Y todavía cree que hay que agradecérselo. No sé porqué me irrito. Al fin y al cabo, así funciona el mundo. Aún me acuerdo de una muchacha, recién salida del convento, a la que se le ordenó casarse. (Tomando el espejo) |
Wo ist die jetzt? (Seufzend) Ja, such' dir den Schnee vom vergangenen Jahr (Ruhig) Das sag ich so: aber wie kann das wirklich sein, daß ich die kleine Resi war, und daß ich auch einmal die alte Frau sein werd... Die alte Frau, die alte Marschallin! "Siegst es, da geht, die alte Fürstin Resi!". Wie kann denn das geschehen? Wie macht denn das der liebe Gott? Wo ich doch immer die gleiche bin. Und wenn er's schon so machen muß, warum laßt er mich zuschau'n dabei, mir gar so klarem Sinn? Warum versteckt er's nicht vor mir? (Immer leise) Das alles ist geheim, so viel geheim, und man ist dazu da, (seufzend) daß man's ertragt. Und in dem "Wie" (sehr ruhig) da liegt der ganze Unterschied (Octavian tritt von rechts ein, in einem Morgenanzug mit Reitstiefeln. Marschallin ruhig, mit halbem Lächeln) Ah! Du bist wieder da! OCTAVIAN (zärtlich) Und du bist traurig! MARSCHALLIN Es ist ja schon vorbei. Du weißt ja, wie ich bin. Ein halb Mal lustig, ein halb Mal traurig. Ich kann halt meinen Gedanken nicht kommandiern OCTAVIAN Ich weiß, warum du traurig bist, mein Schatz. Weil du erschrocken bist und Angst gehabt hast. Hab ich nicht recht? Gesteh' mir nur: Du hast Angst gehabt, du Süße, du Liebe, um mich, um mich! MARSCHALLIN Ein bissel vielleicht, aber ich hab' mich erfangen und hab' mir vorgesagt: Es wird schon nicht dafür steh' n. Und wär's dafür gestanden? OCTAVIAN (heiter) Und es war kein Feldmarschall, nur ein spaßiger Herr Vetter und du gehörst mir, du gehörst mir MARSCHALLIN (ihn abwehrend) Taverl, umarm Er nicht zu viel. Wer allzuviel umarmt, der hält nichts fest OCTAVIAN (leidenschaftlich) Sag, daß du mir gehörst! Mir! MARSCHALLIN Oh, sei Er jetzt sanft, sei Er gescheit und sanft und gut (Octavian will lebhaft erwidern) Nein, bitt' schön, sei Er nur nicht wie alle Männer sind OCTAVIAN (mißtrauisch auffahrend) Wie alle Männer? MARSCHALLIN (schnell gefaßt) Wie der Feldmarschall und der Vetter Ochs OCTAVIAN (nicht dabei beruhigt) Bichette! MARSCHALLIN (mit Nachdruck) Sei Er nur nicht, wie alle Männer sind OCTAVIAN (zornig) Ich weiß nicht, wie alle Männer sind (Plötzlich sanft) Weiß nur, daß ich dich lieb hab. Bichette, sie haben dich mir ausgetauscht. Bichette, wo ist sie denn? MARSCHALLIN (ruhig) Sie ist wohl da, Herr Schatz OCTAVIAN Ja, ist sie da? Dann will ich sie halten, daß sie mir nicht wieder entkommt (Leidenschaftlich) Packen will ich sie, packen, daß sie es spürt, zu wem sie gehört...zu mir! Denn ich bin ihr und sie ist mein! MARSCHALLIN (sich ihm entwindend) Oh sei Er gut, Quinquin. Mir ist zu Mut, daß ich die Schwäche von allem Zeitlichen recht spüren muß, bis in mein Herz hinein, wie man nichts halten soll, wie man nichts packen kann. Wie alles zerläuft zwischen den Fingern, wie alles sich auflöst, wonach wir greifen, alles zergeht, wie Dunst und Traum OCTAVIAN Mein Gott, wie Sie das sagt. Sie will mir doch nur zeigen, daß Sie nicht an mir hängt (Er weint) MARSCHALLIN Sei Er doch gut, Quinquin! Sei Er doch gut, Quinquin! (Er weint stärker) Jetzt muß ich noch den Buben dafür trösten, daß er mich ?ber kurz oder lang wird sitzen lassen (Sie streichelt ihn) OCTAVIAN Über kurz oder lang? (Heftig) Wer legt dir heut die Wörter in den Mund... MARSCHALLIN Daß Ihn das Wort so kränkt! OCTAVIAN Bichette! (Er hält sich die Ohren zu) |
¿Dónde está ahora ella? (Suspirando) ¡Sí, buscando las nieves de años pasados! (Tranquila) Esa soy yo: Pero cómo ha podido ocurrir que yo, que era la pequeña Resi, me haya convertido en esta anciana. ¡Una anciana, la Mariscala! "Atención, ahí viene la vieja Mariscala, la vieja princesa Resi" ¿Cómo ha llegado a ocurrir? ¿Cómo lo consiente Dios? Yo soy siempre la misma. Y si Él debe hacerlo así, ¿por qué me permite verlo tan claro? ¿Por qué no me lo oculta? (Siempre en voz baja) Todo es un misterio, un gran misterio. Y precisamente existimos... (Suspirando) ... para soportarlo. Y en el "cómo"... (Muy suavemente) está la diferencia (Octavio entra con botas de montar. La Mariscala, tranquila y esbozando una media sonrisa) ¡Ah, ya estás de vuelta! OCTAVIO (con ternura) ¡Y tú estás triste! MARISCALA Ya ha pasado. Ya me conoces. La mitad de las veces alegre, la otra mitad triste. No puedo controlar mis sentimientos OCTAVIO Sé por qué estás triste, tesoro. Estás angustiada y tienes miedo. ¿Estoy en lo cierto?. Admítelo: tienes miedo. Tú, dulzura. Tú, amor mío, ¡por mí, por mí! MARISCALA Un poco, tal vez... Pero ya me he serenado y me digo a mí misma: "no merece la pena preocuparse". ¿Acaso no es verdad? OCTAVIO (contento) Y no se trataba del Mariscal. Sólo era un ridículo primo. Y tú me perteneces a mí, me perteneces a mí MARISCALA (rechazándole) No me abraces tanto, Taverl, Que quien mucho abraza poco aprieta OCTAVIO (con pasión) ¡Di que eres mía, mía! MARISCALA Oh, vamos, sé considerado... Sé sensato, considerado y bueno. (Octavio se dispone a responderle) No, por favor. No te comportes como todos los hombres OCTAVIO (con suspicacia) ¿Como todos los hombres? MARISCALA (controlándose con rapidez) Sí, como el mariscal y el primo Ochs OCTAVIO (todavía inquieto) ¡Bichette! MARISCALA (enérgicamente) No te comportes como los demás. OCTAVIO (enfadado) Yo no sé cómo se comportan los demás (Con repentina dulzura) Sólo sé cuánto te amo. Bichette, ¿te pasa algo?. ¿Dónde está mi Bichette? MARISCALA (con tranquilidad) Está aquí, tesoro OCTAVIO ¿De verdad está aquí? Entonces, quiero abrazarla, para que no se me vuelva a escapar (Con pasión) Quiero abrazarte, abrazarte, para que sepas a quién perteneces... ¡A mí! ¡Yo soy tuyo y tú eres mía! MARISCALA (zafándose) Oh, vamos, sé bueno Quinquin. Cuando veo lo frágiles que son las cosas tengo la impresión de que no seremos capaces de retener nada y de que nada podremos conseguir. Todo se nos escapa entre los dedos. Cualquier cosa se esfuma. Es como si todas las cosas no fueran sino una nube o un sueño OCTAVIO Dios mío, ¡qué cosas dices! Ahora estás tratando de decirme que no vas a corresponderme (Él llora) MARISCALA ¡Sé bueno, Quinquin! ¡Sé bueno, Quinquin! (Él llora con más fuerza) Ahora debo consolar a mi chico, que antes o después me abandonará (Ella le acaricia) OCTAVIO ¿Antes o después? (Impetuosamente) ¿Quién pone esas palabras en tu boca... MARISCALA ¿Tanto daño te hacen unas palabras? OCTAVIO ¡Bichette! (Él se tapa los oídos) |
MARSCHALLIN Die Zeit, im Grunde, Quinquin, die Zeit, die ändert doch nichts an den Sachen. Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding. Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar Nichts. Aber dann auf einmal, da spürt man nichts als sie. Sie ist um uns herum, sie ist auch in uns drinnen. In den Gesichtern rieselt sie, im Spiegel da rieselt sie, in meinen Schläfen fließt sie. Und zwischen mir und dir da fließt sie wieder. Lautlos, wie eine Sanduhr (Warm) Oh, Quinquin! Manchmal hör ich sie fließen... unaufhaltsam (Leise) Manchmal steh ich auf, mitten in der Nacht und laß die Uhren alle, alle stehn. Allein man muß sich auch vor ihr nicht fürchten. Auch sie ist ein Geschöpf des Vaters der uns alle erschaffen hat OCTAVIAN (mit ruhiger Zärtlichkeit) Mein schöner Schatz, will Sie sich traurig machen mit Gewalt? Wo Sie mich da hat, wo ich meine Finger in Ihre Finger schling, wo ich mit meinen Augen Ihre Augen suche, wo Sie mich da hat... gerade da ist Ihr so zu Mut? MARSCHALLIN (sehr ernst) Quinquin, heut oder morgen geht Er hin und gibt mich auf um einer andern willen, die Junger (etwas zögernd) und schöner ist als ich OCTAVIAN Willst du mit Worten mich von dir stoßen weil dir die Hände den Dienst nicht tun? MARSCHALLIN (ruhig) Der Tag kommt ganz von selber. Heut oder morgen kommt der Tag, Octavian OCTAVIAN Nicht heut, nicht morgen: ich hab dich lieb (gesteigert) Nicht heut, nicht morgen! Wenn's so einen Tag geben muß, ich denk ihn nicht! Solch schrecklichen Tag! Ich will den Tag nicht sehn (Sehr leidenschaftlich) Ich will den Tag nicht denken. Was quälst du dich und mich, Theres? MARSCHALLIN Heut oder morgen oder den übernachten Tag. Nicht quälen will ich dich, mein Schatz. Ich sag, was wahr ist, sag's zu mir so gut als wie zu dir... Leicht will ich's machen dir und mir. Leicht muß man sein mit leichtem Herz und leichten Händen halten und nehmen, halten und lassen... Die nicht so sind, die straft das Leben und Gott erbarmt sich ihrer nicht OCTAVIAN Sie spricht ja heute wie ein Pater. Soll das heißen, daß ich Sie nie mehr werde küssen dürfen, bis Ihr der Atem ausgeht? MARSCHALLIN Quinquin, Er soll jetzt gehn, Er soll mich lassen. Ich werd jetzt in die Kirchen geh'n und später fahr ich zum Onkel Greifenklau, der alt und gelähmt ist, und eß mit ihm: das freut den alten Mann. Und Nachmittag werd' ich Ihm einen Lauffer schicken, Quinquin, und sagen lassen, (zögernd) ob ich in den Prater fahr'. Und wenn ich fahr', und Er hat Lust so wird Er auch in den Prater kommen und neben meinem Wagen reiten... Jetzt sei Er gut und folg' Er mir OCTAVIAN (leise) Wie Sie befiehlt, Bichette! (Er geht ab.) MARSCHALLIN (fährt leidenschaftlich auf) Ich hab ihn nicht einmal geküßt! (Sie klingelt heftig. Lakaien kommen vorn rechts) Laufts dem Herrn Grafen nach und bittets ihn noch auf ein Wort herauf (Lakaien schnell ab. Die Marschallin sehr bewegt) Ich hab ihn fortgehn lassen und ihn nicht einmal geküßt! (Die vier Lakaien kommen zurück außer Atem) ERSTER LAKAI Der Herr Graf sind auf und davon... ZWEITER LAKAI Gleich beim Tor sind aufgesessen... DRITTER LAKAI Reitknecht hat gewartet VIERTER LAKAI Gleich beim Tor sind aufgesessen wie der Wind ERSTER LAKAI, ZWEITER, DRITTER, VIERTER Waren um die Ecken wie der Wind DRITTER LAKAI Wir haben geschrien ZWEITER LAKAI Sind nachgelaufen ERSTER LAKAI War umsonst DRITTER LAKAI Waren um die Ecken wie der Wind MARSCHALLIN Es ist gut. Geht nur wieder (Die Lakaien ziehen sich zurück. Marschallin ruft nach) Den Mohammed! (Der kleine Neger herein, klingelnd, verneigt sich) Das da trag'... (Neger nimmt eifrig das Saff anfutteral) Weißt ja nicht wohin. Zum Grafen Octavian. Gib's ab und sag': (sehr ruhig) da drin ist die silberne Rose Der Herr Graf weiß ohnehin... (Der Neger läuft ab. Die Marschallin stützt den Kopf in die Hand und bleibt so, in träumerischer Haltung bis zum Schluß. Der Vorhang beginnt hier langsam und geräuschlos zu fallen. Schluß des ersten Aufzuges |
MARISCALA No es más que el tiempo, Quinquin. El tiempo que todo lo cambia. El tiempo, ese fenómeno tan extraño. Diariamente no tiene importancia. Pero de pronto, un día, lo comenzamos a sentir implacable. Él nos rodea y al mismo tiempo está dentro de nosotros. Pasa delante de nuestros propios ojos, pasa por aquí, por el espejo, y acaricia mis sienes. Y también discurre entre tú y yo. En silencio, como un reloj de arena (Con calor) ¡Oh, Quinquin! A veces lo siento fluir... inexorable (En voz baja) A veces me levanto a medianoche, y mando que se paren todos los relojes. Pero no debo asustarme. También el tiempo es una creación del Padre, del que todo proviene. OCTAVIO (mostrando una serena ternura) Tesoro mío, ¿estás decidida a hacerte infeliz a la fuerza? Si tú me tienes aquí, si nuestras manos están entrelazadas, si mis ojos buscan tus ojos, si tú me tienes aquí..., ¿todavía sigues sintiendo lo mismo? MARISCALA (muy seria) Quinquin, hoy o mañana te marcharás y me dejarás en pos de una mujer más joven... (Titubeando) y más bella que yo OCTAVIO ¿Pretendes alejarme de ti con palabras, porque tus manos no quieren hacerlo? MARISCALA (con calma) Ese día ha de llegar por sí solo. Hoy o mañana. Pero llegará, Octavio OCTAVIO Ni hoy, ni mañana: ¡yo te amo! (Con énfasis) ¡Ni hoy, ni mañana! ¡Aunque ese día tenga que llegar, no quiero pensar en él! ¡Será un día maldito! No quiero presenciarlo (Apasionadamente) No quiero pensar en él ¿Por qué atormentarnos así, Teresa? MARISCALA Hoy, mañana o pasado mañana. No quiero hacerte sufrir, tesoro. Simplemente hablo de lo inevitable, tanto para ti como para mí. Pretendo que esté claro para ambos. Debemos tener claro, con corazón y manos sencillas, lo que es dar y tomar, tomar y dar... Si no lo asumimos, ni la vida ni Dios tendrán piedad de nosotros OCTAVIO Hoy estás hablando como un cura. ¿Significa esto que no debo volver a besarte, hasta que te quedes sin aliento? MARISCALA Quinquin, debes marcharte. Déjame. Tengo que ir a misa, y luego ir a casa de mi tío Greifenklau. Está viejo y paralítico, por eso almuerzo con él. El anciano lo agradece. Por la tarde te enviaré un mensajero, Quinquin, para decirte... (Vacilando) si he ido al Prater. Y si he ido y a ti te apetece, también tú puedes venir al Prater, y cabalgar junto a mi carroza... Ahora sé bueno y hazme caso OCTAVIO (en voz baja) ¡Cómo quieras, Bichette! (Él sale) MARISCALA (se pone en pie precipitadamente) ¡No le he dado un beso! (Sacude la campanilla. Los criados aparecen por la derecha) ¡Corred tras el señor conde, que he de decirle algo! (Los criados se precipitan hacia fuera. La Mariscala se muestra agitada) ¡He dejado que se marche sin darle siquiera un beso! (Los criados regresan casi sin aliento) PRIMER CRIADO ¡El Señor Conde ha salido a toda prisa! SEGUNDO CRIADO Al cruzar la puerta ha montado... TERCER CRIADO ¡El palafrenero le estaba esperando! CUARTO CRIADO ¡Al cruzar la puerta ha salido como el viento! EL PRIMER CRIADO, LOS OTROS TRES ¡Doblaron la esquina como el viento! TERCER CRIADO ¡Nosotros les gritamos! SEGUNDO CRIADO ¡Corrimos tras ellos! PRIMER CRIADO ¡Fue inútil! TERCER CRIADO ¡Doblaron la esquina como el viento! MARISCALA Está bien. Podéis iros (Los criados se retiran. La Mariscala llama) ¡Que venga Mohammed! (Tras el sonido de la campanilla, hace su entrada el niño negro. Se inclina) Llévalo... (El negro, solícito, toma el estuche) Espera, todavía no sabes dónde has de llevarlo. Al conde Octavio, dáselo y dile...: (Con mucha calma) "Aquí dentro está la rosa de plata" El conde ya sabe... (El negro sale a la carrera. La Mariscala apoya la cabeza entre sus manos y permanece quieta, en actitud ensoñadora, hasta el final. El telón comienza a caer despacio y en silencio. Concluye el acto primero) |