ZWEITER AUFZUG


(Saal bei Herrn von Faninal. Mitteltüre
nach dem Vorsaal. Türen links und rechts.
Rechts auch ein großes Fenster. Zu beiden
Seiten der Mitteltüre Stühle an der Wand.
In den abgerundeten Ecken jederseits eine
kleine unsichtbare Türe. Faninal, Sophie,
Marianne Leitmetzerin, die Duenna, der
Haushofmeister, Lakaien)

HERR VON FANINAL 
(im Begriff, von Sophie 
Abschied zu nehmen)
Ein ernster Tag, ein großer Tag,
ein Ehrentag, ein heilger Tag!

(Sophie küßt ihm die Hand)

MARIANNE 
(am Fenster)
Der Josef fahrt vor, mit der neuen Karo.
Hat himmelblaue Vorhäng,
vier Apfelschimmel sind dran

HAUSHOFMEISTER 
(nicht ohne Vertraulichkeit
zu Faninal)
Ist höchste Zeit, da Euer Gnaden fahren.
Der hochadelige Brautvater,
sagt die Schicklichkeit,
muß ausgefahren sein,
bevor der silberne Rosenkavalier vorfahrt.
Wär nicht geziemend,
da vor der Tür sie sich begegneten!

(Lakaien öffnen die Tür)

FANINAL
(zu Sophie)
In Gottesnamen. Wenn ich wiederkomm,
so führ ich deinen Herrn Zukünftigen 
bei der Hand

MARIANNE
Den edlen und gestrengen 
Herrn auf Lerchenau!

(Faninal geht. Sophie vorgehend, allein,
indessen Marianne am Fenster)

SOPHIE 
(vorgehend allein)
In dieser feierlichen Stunde der Prüfung,
da du mich, o mein Schöpfer, 
über mein Verdienst erhöhen
und in den heiligen Ehestand führen willst...

MARIANNE
Jetzt steigt er ein. Der Xaver und der Anton
springen hinten auf

SOPHIE 
(hat große Mühe, gesammelt zu bleiben)
opfer ich dir in Demut...
in Demut... mein Herz auf

MARIANNE
Der Stallpag' reicht dem Josef 
seine Peitschen,
alle Fenster sind voller Leut

SOPHIE
Die Demut in mir zu erwecken,
muß ich mich demütigen

MARIANNE 
(sehr aufgeregt)
Die halbe Stadt ist auf die Fuß!
Aus dem Seminar schaun die Hochwürdigen
von die Balkonen.
Ein alter Mann sitzt oben auf der Latern

SOPHIE 
(sammelt sich mühsam)
Demütigen und recht bedenken: die Sünde, 
die Schuld, die Niedrigkeit,
die Verlassenheit, die Anfechtung!
Die Mutter ist tot und ich bin ganz allein.
Für mich selber steh' ich ein.
Aber die Ehe ist ein heiliger Stand

(Die Stimmen der Lauffer zu dreien vor
Octavians Wagen unten auf der Gasse:
"Rofrano, Rofrano")

MARIANNE 
(entzückt ausrufend)
Er kommt, er kommt. In zwei Karossen.
Die erste ist vierspänning, die ist leer. 
In der zweiten, sechsspännigen,
sitzt er selber, der Rosenkavalier

SOPHIE 
(ziemlich fassungslos)
Ich will mich niemals 
meines neuen Standes überheben,
mich überheben...

(Sie hält es nicht aus)

Was rufen denn die?

DREI LAUFFER
Rofrano! Rofrano!

MARIANNE
Den Namen vom Rosenkavalier 
und alle Namen von deiner 
neuen fürstlichen Verwandtschaft rufens aus

(Mit lebhaften Gebärden)

Jetzt rangier'n sich die Bedienten.
Die Lakaien springen rückwärts ab!

SOPHIE
Werden sie mein' Bräutigam sein' Namen
auch so ausrufen, wenn er angefahren kommt!?

MARIANNE 
(ganz begeistert)
Sie reißen den Schlag auf! Er steigt aus.
Ganz in Silberstück ist er angelegt 
von Kopf zu Fuß.
Wie ein heil'ger Engel schaut er aus

(Sie schliesst eilig das Fenster)

DREI LAUFFER
Rofrano! Rofrano!

SOPHIE
Herrgott im Himmel!
Ich weiß, der Stolz ist eine schwere Sünd'.
Aber jetzt kann ich mich nicht demütigen.
Jetzt geht's halt nicht.
Denn das ist ja so schön, so schön!

(Lakaien haben schnell die Mitteltüre
aufgetan. Herein tritt Octavian, ganz 
in Weiß und Silber, mit bloßem Kopf, die
silberne Rose in der Hand. Hinter ihm seine
Dienerschaft in seinen Farben: Weiß mit
Blaßgrün. Die Lakaien, die Haiducken, mit
krummen, ungarischen Säbeln an der Seite,
die Lauffer in weißem, sämischem Leder 
mit grünen Straußenfedern. Dicht hinter
Octavian ein Neger, der Octavians Hut, und
ein anderer Lakai, der das Saffianfutteral
für die silberne Rose in beiden Händen
fröhlich tragen. Dahinter die Faninalsche
Livree. Octavian, die Rose in der Rechten,
geht mit adeligem Anstand auf Sophie 
zu, aber sein Knabengesicht ist von einer
Schuchternheit gespannt und gerötet.
Sophie ist vor Aufregung über seine
Erscheinung leichenblaß. Sie stehen
einander gegenüber und machen sich
wechselweise durch ihre Verlegenheit 
und Schönheit noch verwirrter)

OCTAVIAN 
(etwas stockend)
Mir ist die Ehre widerfahren,
da ich der hoch...
und wohlgeborenen Jungfer Braut,
in meiner Herrn Vetters Name
dessen zu Lerchenau Namen,
die Rose seiner Liebe überreichen darf

SOPHIE 
(nimmt die Rose)
Ich bin Euer Liebden sehr verbunden.
Ich bin Euer Liebden 
in aller Ewigkeit verbunden

(Eine Pause der Verwirrung, 
indem sie an der Rose riecht)

Hat einen starken Geruch wie Rosen, 
wie lebendige
ACTO SEGUNDO


(El salón del señor Faninal. En el
centro, una puerta conduce a la
antesala. A la derecha puede verse,
una amplia ventana. Varias sillas
están situadas junto a la pared. 
El señor Faninal, Sofía, Mariana
Leitzmetzerin - la gobernanta -, el
mayordomo y los criados.)

FANINAL 
(a punto de despedirse 
de Sofía)
¡Un día solemne, un gran día,
un día de gloria, un día sagrado!

(Sofía le besa en la mano)

MARIANA 
(junto a la ventana)
José llega con la carroza nueva.
Lleva cortinas azul cielo
y cuatro caballos tordos

MAYORDOMO 
(dirigiéndose a Faninal, 
no sin cierta familiaridad)
Ha llegado el importantísimo momento
de que Vuestra Gracia se marche.
El padre de la novia, según la tradición,
ha de marcharse antes de que llegue 
el caballero de la rosa de plata.
¡No sería correcto que ambos 
se encontrasen en la puerta!

(Los criados abren la puerta)

FANINAL
(a Sofía)
Por Dios. Cuando vuelva,
te conduciré de la mano 
hacia quien se convertirá en tu marido

MARIANA
¡Hacia el augusto y noble 
señor de Lerchenau!

(El señor Faninal se va. Sofía avanza,
Mariana sigue junto a la ventana)

SOFÍA 
(avanzando sola)
En el solemne momento de la prueba,
ahora que Tú, mi Creador, me elevas
por encima de mi deber, y me conduces
hacia el sagrado matrimonio...

MARIANA
¡Aquí llega! ¡Javier y Antón saltan 
desde la parte de atrás!

SOFÍA 
(haciendo esfuerzos para contenerse)
Te ofrezco con humildad...
con humildad... mi corazón

MARIANA
¡El caballerizo entrega el látigo a José,
todas las ventanas de los vecinos
están llenas de gente!

SOFÍA
Para alcanzar la humildad de mi espíritu,
ante Ti debo humillarme.

MARIANA 
(muy excitada)
¡Media ciudad se ha echado a la calle!
Hasta los seminaristas 
están en los balcones.
¡Un anciano se ha subido a un farol!

SOFÍA 
(concentrándose dificultosamente)
Meditar y humillarme: 
¡los pecados, la culpa, la malicia,
el desamparo, la tentación!
Mi madre murió y yo estoy sola.
Solo yo respondo de mí.
Pero el matrimonio es un estado sagrado

(Fuera, se oyen las voces de los que
corren delante del coche de Octavio:
"Rofrano, Rofrano")

MARIANA 
(gritando con entusiasmo)
¡Ya viene, ya viene! ¡En dos carrozas!
Una está vacía y lleva un tiro de cuatro,
en la segunda, que va tirada por seis,
va sentado él, el Caballero de la Rosa

SOFÍA 
(turbada sobremanera)
Jamás haré ostentación 
de mi nuevo estado,
nunca me vanagloriaré...

(No puede aguantar más)

¿Qué están gritando?

VOCES 
¡Rofrano, Rofrano!

MARIANA
El nombre del Caballero de la Rosa 
y todos los de 
tu nueva y noble familia.

(Con gesto vivo)

Ahora se está alineando el servicio
¡Los lacayos saltan de la carroza!

SOFÍA
¿Pregonarán así el nombre 
de mi prometido cuando llegue?

MARIANA 
(entusiasmada)
¡Ya abren las puertas! Él se baja
Va vestido de plata, 
de la cabeza a los pies.
¡Parece un ángel caído del cielo!

(Cierra la ventana apresuradamente)

VOCES 
¡Rofrano, Rofrano!

SOFÍA
¡Señor de los cielos!
Sé que el orgullo es un grave pecado.
Pero ahora no soy capaz de ser humilde.
Me resulta imposible.
¡Es todo tan maravilloso!

(Los criados han abierto la gran
puerta central. Entra Octavio, todo
vestido de blanco y plata, con la
cabeza descubierta, y llevando en 
la mano la rosa de plata. Tras él,
aparecen sus sirvientes con los
colores característicos: blanco y
verde pálido, los guardias húngaros
llevando sables curvados, los
acompañantes, con prendas
rematadas de plumas verdes de
avestruz. Tras Octavio, un negro
que lleva su sombrero, y otro criado
que con las dos manos sujeta el
estuche de tafilete de la rosa de 
plata. Octavio, llevando la rosa en 
su mano derecha, avanza hacia Sofía,
su juvenil rostro no puede ocultar el
sonrojo provocado la timidez. Sofía,
abrumada por la deslumbrante
escena, está pálida. Ambos quedan
uno frente al otro, turbados)

OCTAVIO 
(algo inquieto)
Me ha sido otorgado el honor
de presentar...
ante la nobilísima e ilustre prometida,
en nombre de mi primo,
de la familia Lerchenau,
la rosa que simboliza su amor

SOFÍA 
(tomando la rosa)
Quedo muy obligada a vuestra gracia.
Quedo muy obligada a vuestra gracia
por toda la eternidad.

(Un atisbo de confusión le embarga
mientras aspira el aroma de la rosa)

Realmente huele 
como si se tratase de una rosa auténtica.
OCTAVIAN
Ja, ist ein 
Tropfen persischen Rosenöls darein getan

SOPHIE
Wie himmlische, nicht irdische, 
wie Rosen vom hochheiligen Paradies. 
Ist Ihm nicht auch?

(Octavian neigt sich über die Rose, die sie
ihm hinhält, dann richtet er sich auf und
sieht auf ihren Mund )

Ist wie ein Gruß vom Himmel. 
Ist bereits zu stark,
als da man's ertragen kann.
Zieht einen nach, als lägen Stricke um das Herz

(Leise)

Wo war ich schon einmal
und war so selig?

OCTAVIAN 
(wie unbewußt und noch leiser)
Wo war ich schon einmal
und war so selig?

SOPHIE 
(mit Ausdruck)
Dahin muß ich zurück, dahin, 
und müßt ich völlig sterben auf dem Weg.
Allein ich sterb' ja nicht.
Das ist ja weit. Ist Zeit und Ewigkeit
in einem sel'gen Augenblick,
den will ich nie vergessen bis an meinen Tod

OCTAVIAN 
(zugleich mit ihr)
Ich war ein Bub,
da hab ich die noch nicht gekannt.
Wer bin denn ich?
Wie ich komm denn zu ihr?
Wie kommt denn sie zu mir?
Wär' ich kein Mann, 
die Sinne möchten mir vergehn.
Das ist ein sel'ger Augenblick,
den will ich nie vergessen bis an meinen Tod

(Indessen hat sich die Livree Octavians
links rückwärts rangiert, die Faninalschen
Bedienten mit dem Haushofmeister rechts.
Der Lakai Octavians übergibt das Futteral
an Marianne. Sophie schüttelt ihre
Versunkenheit ab und reicht die Rose 
der Marianne, die sie ins Futteral schließt.
Der Lakai mit dem Hut tritt von rückwärts
an Octavian heran und reicht ihm den Hut.
Die Livree Octavians tritt ab, während
gleichzeitig die Faninalschen Bedienten 
drei Stühle in die Mitte tragen, zwei für
Octavian und Sophie, einen rück- und
seitwärts für die Duenna. Zugleich trägt der
Faninalsche Haushofmeister das Futteral
mit der Rose durch die Türe rechts ab.
Sofort treten auch die Faninalschen
Bedienten durch die Mitteltüre ab. Sophie
und Octavian stehen einander gegenüber,
einigermaßen zur gemeinen Welt
zurückgekehrt, aber befangen. Auf 
eine Handbewegung Sophiens nehmen sie
beide Platz, desgleichen die Duenna, im 
selben Augenblick, wo der Haushofmeister
unsichtbar die Tür rechts von auen
zuschließt)

 SOPHIE
Ich kenn' Ihm schon recht wohl, mon cousin!

OCTAVIAN
Sie kennt mich, ma cousine?

SOPHIE
Ja, aus dem Buch, 
wo die Stammbäume drin sind.
Dem Ehrenspiegel Österreichs.
Das nehm' ich immer abends mir ins Bett
und such' mir meine zukünft'ge, gräflich' und
fürstlich' Verwandtschaft drin zusammen

OCTAVIAN
Tut Sie das, ma cousine?

SOPHIE
Ich weiß, wie alt Euer Liebden sind:
siebzehn Jahr und zwei Monat.
Ich weiß all Ihre Taufnamen: 
Octavian Maria Ehrenreich
Bonaventura Fernand Hyazinth

OCTAVIAN
So gut weiß ich sie selber nicht einmal

SOPHIE
Ich weiß noch was

(Errötet)

OCTAVIAN
Was weiß Sie noch, sag' Sie mir's, ma cousine

SOPHIE 
(ohne ihn anzusehen)
Quinquin

OCTAVIAN 
(lacht)
Weiß Sie den Namen auch?

SOPHIE
So nennen Ihn halt Seine guten Freunde
und schöne Damen, denk' ich mir,
mit denen Er recht gut ist

(Kleine Pause. Mit Naivität)

Ich freu' mich aufs Heiraten! 
Freut Er sich auch darauf?
Oder hat Er leicht noch gar nicht dran gedacht,
mon cousin?
Denk' Er: 
ist doch was andres als der ledige Stand

OCTAVIAN 
(leise)
Wie schön sie ist

SOPHIE
Freilich, Er ist ein Mann, 
da ist Er was Er bleibt.
Ich aber brauch' erst einen Mann, 
da ich was bin.
Dafür bin ich dem Mann dann 
auch gar sehr verschuldet.

OCTAVIAN 
(gerührt und leise)
Mein Gott, wie schön und gut sie ist.
Sie macht mich ganz verwirrt

SOPHIE
Ich werd ihm keine Schand' nicht machen
und meinem Rang und Vortritt

(Sehr lebhaft)

Täte eine, die sich besser dünkt als ich,
ihn mir bestreiten
bei einer Kindstaufe oder Leich',
so will ich, wenn es sein muß,
mit Ohrfeigen ihr beweisen,
da ich die vornehmere bin
und lieber alles hinnehme
wie Kränkung oder Ungebühr

OCTAVIAN 
(lebhaft)
Wie kann Sie denn nur denken,
da man Ihr mit Ungebühr begegnen wird,
da Sie doch immer die Schönste, 
die Allerschönste sein wird

SOPHIE
Lacht Er mich aus, mon cousin?

OCTAVIAN
Wie, glaubt Sie das von mir?

SOPHIE
Er darf mich auslachen, wenn Er will.
Von Ihm laß ich alles mir gerne geschehen,
weil mir nie noch ein junger Kavalier
von Nähe oder Weitem 
also wohlgefallen hat wie Er.
Jetzt aber kommt mein Herr Zukünftiger
OCTAVIO
Sí, tiene unas gotas 
de esencia de rosas de Persia

SOFÍA
Es como una rosa del cielo. 
Como del más sagrado de los paraísos. 
¿No le parece?

(Octavio se inclina sobre la rosa 
que sostiene Sofía. Después se 
yergue y contempla su boca)

Es como un saludo del cielo. 
Casi más de lo que uno puede soportar.
Te atrae como si te ataran un lazo
alrededor del corazón

(En voz baja)

¿Dónde y cuándo 
me he sentido yo tan dichosa?

OCTAVIO 
(acompañándola inconscientemente)
¿Dónde y cuándo 
me he sentido yo tan dichoso?

SOFÍA 
(para sí)
Debo regresar aunque ello suponga
morir por el camino.
Pero no moriré. Eso queda muy lejos.
Tenemos tiempo y la eternidad se funden
en este instante de felicidad 
que no podré olvidar mientras viva.

OCTAVIO 
(al mismo tiempo que ella)
Era un jovenzuelo
que ni siquiera la conocía.
Pero, ¿quién soy?
¿Cómo podría estar junto a ella?
¿Cómo podría traerla junto a mí?
Si no fuera un hombre
los sentidos me abandonarían.
Este instante de felicidad
no lo podré olvidar mientras viva.

(los criados de Octavio se han situado
detrás. Los de Faninal a la derecha.
El lacayo de Octavio entrega 
el estuche a Mariana. Sofía se
sobrepone a su aturdimiento y
entrega la rosa a Mariana. Desde 
el fondo, avanza hacia Octavio el
criado que sostiene su sombrero y 
se lo entrega. El servicio de Faninal
coloca tres sillas en el centro 
de la habitación. Dos de ellas para
Octavio y Sofía, y la tercera, detrás 
y a un lado, para la gobernanta. El
mayordomo de Faninal abandona 
la habitación por la puerta de la
derecha, llevándose el estuche con 
la rosa. El resto de los criados de
Faninal se retiran por la puerta del
centro. Sofía y Octavio permanecen
uno frente al otro, absortos y
absolutamente ajenos a todo lo 
que les rodea. Sofía hace una señal
con la mano y ambos toman asiento,
haciéndolo igualmente Mariana. En
ese instante, el mayordomo, sin ser
visto, cierra la puerta de la izquierda) 

SOFÍA
¡Yo os conozco muy bien, mon cousin!

OCTAVIO
¿Vos me conocéis, ma cousine?

SOFÍA
Sí. Por el libro en el que aparece 
vuestro árbol genealógico.
El de la aristocracia de Austria.
Lo leo todas las noches, en la cama,
para poder así contemplar a mi futura, 
noble y principesca parentela.

OCTAVIO
¿En verdad hacéis eso, ma cousine?

SOFÍA
Sé exactamente vuestra edad:
diecisiete años y dos meses.
También conozco vuestros nombres pila:
Octavio María Ehrenreich 
Bonaventura Fernand Hyazinth

OCTAVIO
¡Ni yo conozco tan bien mi nombre!

SOFÍA
Todavía conozco más cosas

(Ruborizándose)

OCTAVIO
¡Decidme qué sabéis, ma cousine!

SOFÍA 
(sin mirarle a la cara)
Quinquin...

OCTAVIO 
(riéndose)
¿También conocéis ese nombre?

SOFÍA
Así es como os dicen los amigos íntimos
y, supongo, las bellas damas 
con las que tenéis confianza

(Breve silencio. Ingenuamente)

¡El matrimonio me agrada mucho! 
¿Qué os parece a vos?
¿O quizás no habéis pensado 
todavía en él, mon cousin?
Pensad en ello. 
Es tan distinto a la soltería

OCTAVIO 
(en voz baja)
Qué bella es

SOFÍA
Por supuesto, vos sois un hombre 
y sois lo que sois.
Pero yo necesito un marido 
para poder ser cualquier otra cosa.
Por este motivo estoy en deuda 
con mi futuro marido

OCTAVIO 
(emocionado y en voz baja)
Dios mío, qué bella y adorable es.
Va a hacer que me vuelva loco

SOFÍA
No le causaré ninguna molestia,
y si alguna mujer me disputara...

(Con mucha vivacidad)

mi propio rango y preferencia, 
creyendo que ella está por encima mía,
ya sea en un bautizo o en un funeral,
si fuera necesario, 
le demostraría con un bofetón, 
que yo soy más noble 
y que aceptaría cualquier cosa 
antes que un agravio o un abuso

OCTAVIO 
(con fuerza)
Cómo podéis pensar que alguien
va a causaros alguna ofensa,
a vos que seréis siempre 
la más bella entre las bellas

SOFÍA
¿Os estáis riendo de mí, mon cousin?

OCTAVIO
¿Cómo? ¿Realmente pensáis eso de mí?

SOFÍA
Podéis reiros de mí, si os place.
Acepto con gusto 
cualquier cosa que hagáis,
porque ningún joven caballero 
me había hecho sentir nunca
tan bien como vos
(Die Türe rückwärts auf. Alle drei erheben
sich und treten nach rechts. Faninal führt
den Baron zeremoniös über die Schwelle
und auf Sophie zu, indem er ihm den
Vortritt läßt. Die Lerchenauische 
Livree folgt auf Schritt und Tritt: zuerst 
der Almosenier mit dem Sohn und
Leibkammerdiener. Dann folgt der
Leibjäger mit einem ähnlichen Lümmel, 
der ein Pflaster über der eingeschlagenen
Nase trägt, und noch zwei von der gleichen
Sorte, vom Rübenacker her in die Livree
gesteckt. Alle tragen, wie ihr Herr,
Myrtensträußchen. Die Faninalschen
Bedienten bleiben im Hintergrund)

FANINAL
Ich präsentiere Euer Gnaden Dero Zukünftige

BARON 
(mach die Reverenz, 
dann zu Faninal)
Deliziös! Mach' Ihm mein Kompliment

(Er küßt Sophie die Hand, 
gleichsam prüfend)

Ein feines Handgelenk. Darauf halt ich gar viel.
Ist unter Bürgerlichen eine seltne Distinktion

OCTAVIAN 
(halblaut)
Es wird mir heiß und kalt

FANINAL
Gestatten, da ich die getreue Jungfer
Marianne Leitmetzerin...

(Marianne präsentierend, 
die dreimal tief knixt)

BARON 
(indem er unwillig abwinkt)
La Er das weg
Begrüß Er jetzt mit mir 
meinen Herrn Rosenkavalier

(Er tritt mit Faninal auf Octavian zu, 
unter Reverenz, die Octavian erwidert. 
Das Lerchenauische Gefolgekommt 
endlich zum Stillstand, nachdem es Sophie
fast umgestoßen, und reinert sich um ein
paar Schritte)

SOPHIE 
(mit Marianne rechts stehend, halblaut)
Was sind das für Manieren? 
Ist da leicht ein Roßtäuscher
und kommt ihm vor, er hätt' mich eingetauscht

MARIANNE
Ein Kavalier hat halt ein ungezwungenes,
leutseliges Benehmen.
Sag dir vor, wer er ist
und zu was er dich macht,
so werden dir die Faxen gleich vergehn

BARON 
(zu Faninal)
Ist gar zum Staunen, wie der jung Herr 
jemand gewissem ähnlich sieht;
hat ein Bastardl, recht ein saubres, 
zur Schwester

(Plump, vertraulich)

Ist kein Geheimnis unter Personen von Stand.
Hab's aus der Fürstin eignem Mund,

(gemächlich)

und weil der Faninal sozusagen jetzo
zu der Verwandtschaft gehört...
mach' dir kein Depit darum, Rofrano,
da dein Vater ein Streichmacher war,
befindet sich dabei in guter Compagnie,

(lachend)

der sel'ge Herr Marchese.
Ich selber exkludier' mich nicht

(Der Haushofmeister tritt verbindlich auf
die Lerchenauischen Leute zu und führt 
sie ab. Desgleichen tritt die Faninalsche
Livree ab, bis auf zwei, welche Wein und
Süßigkeiten servieren)

FANINAL 
(zum Baron)
Belieben jetzt vielleicht - ist ein alter Tokaier

(Octavian und Baron bedienen sich)

BARON
Brav Faninal, Er weiß was sich gehört.
Serviert einen alten Tokaier 
zu einem jungen Mädel.
Ich bin mit Ihm zufrieden

(Zu Octavian)

Mußt denen Bagatelladeligen immer zeigen,
da nicht für unsresgleichen 
sich ansehn dürfen,
muß immer was von Herablassung dabei sein

OCTAVIAN 
(spitzig)
Ich muß Deine Liebden sehr bewundern.
Hast wahrhaft große Weltmanieren.
Könnt'st einen Ambassadeur 
vorstellen heut oder morgen

BARON 
(derb)
Ich hol' mir jetzt das Mädel her.
Soll uns jetzt Konversation vormachen,
damit ich seh, wie sie beschlagen ist

(Geht hinüber, nimmt Sophie 
bei der Hand, führt sie mit sich)

Eh bien! Nun plauder' Sie uns eins, 
mir und dem Vetter Taverl.
Sag' Sie heraus, auf was Sie sich halt 
in der Eh' am meisten freut

(Setzt sich, will sie halb 
auf seinen schoß ziehen)

SOPHIE 
(entzieht sich ihm)
Wo denkt Er hin?

BARON 
(behaglich)
Pah! Wo ich hindenk? 
Komm Sie da ganz nah zu mir,
dann will ich Ihr erzählen, wo ich hindenk

(Gleiches Spiel, Sophie entzieht 
sich ihm heftiger. Baron behaglich)

Wär Ihr leicht präferabel, da man gegen Ihrer
den Zeremonienmeister sollt' hervortun?
Mit "mill pardon" und "dévotion"
und "Geh da weg" und "hab' Respekt"?

SOPHIE
Wahrhaftig und ja gefiele mir das besser!

BARON 
(lachend)
Mir auch nicht! Da sieht Sie! 
Mir auch ganz und gar nicht!
Bin einer biedern offenherzigen 
Galanterie recht zugetan

(Er macht Anstalt, sie zu 
küssen, sie wehrt sich energisch)

FANINAL 
(nachdem er Octavian den zweiten Stuhl
angeboten hat, den dieser ablehnt, für sich)
Wie ist mir denn! 
Da sitzt ein Lerchenau
und karessiert ein Rofrano, 
grad' als müßt's so sein
ein Graf Rofrano, sonsten nix,-
der Bruder vom Marchese Obersttruchseß
(Se abre la puerta de atrás. Faninal
conduce ceremoniosamente al barón
hasta donde se encuentra Sofía,
cediéndole el paso. Los criados del
barón siguen sus pasos: primero, el
limosnero con el hijo y camarero
personal. Les sigue, con ademanes
groseros y descarados, el guarda 
de caza, que lleva un esparadrapo 
en su nariz fracturada, y todavía 
dos más del mismo jaez, aunque
embutidos en librea. Todos ellos, al
igual que su señor, llevan ramilletes
de mirto. Los criados de Faninal
permanecen detrás)

FANINAL
Os presento, excelencia, a la prometida.

EL BARÓN 
(hace una reverencia y 
dirigiéndose a Faninal,)
¡Deliciosa! Os felicito

(Besa la mano de Sofía, 
a la vez que la examina)

Una exquisita muñeca, me gusta.
Es una rara virtud entre los burgueses.

OCTAVIO 
(a media voz)
Me hierve la sangre.

FANINAL
Permitidme presentaros a la leal señora
Mariana Leitmetzerin...

(Presenta a Mariana, quien hace 
tres graves reverencias)

EL BARÓN 
(rechazándola con enojo)
Déjelo.
Saludemos ahora 
a mi Caballero de la Rosa

(El Barón, seguido por Faninal, se
acerca a Octavio, a la vez que hace
una reverencia, que es respondida 
por Octavio. El séquito del barón,
después de casi arrollar a Sofía, se
retira detrás unos dos pasos)

SOFÍA 
(a media voz a Mariana)
¿Pero qué modales?
Son propios de un mozo de cuadras.
¿Es así como piensa conquistarme?

MARIANA
Un caballero que se precie 
ha de ser informal y de carácter afable.
Piensa un momento en quién es él
y en lo que te convertirá,
pronto olvidarás sus modales

EL BARÓN 
(dirigiéndose a Faninal)
Resulta increíble el parecido que el joven
tiene con cierta persona.
Tiene una hermana, bastarda, 
que es un primor

(Con una tosca familiaridad)

Lo sé por boca de la Mariscala.
No hay secretos entre personas iguales,

(Con tranquilidad)

y teniendo aquí a Faninal, que, digamos,
es como de la familia, 
no os ofendáis Rofrano
si os digo que vuestro padre era un pillo
que supo buscar buena compañía,

(Riéndose)

yo, desde luego, 
no excluyo hacer lo mismo.

(El mayordomo se acerca hasta el
séquito del barón, acompañándolo
afuera. Al mismo tiempo, los criados
de Faninal salen, salvo dos de ellos
que sirven vino y dulces)

FANINAL 
(al barón)
Creo que os gustará... es un añejo Tokai

(Octavio y el barón se sirven)

EL BARÓN
Bravo, Faninal. Sabéis lo que es bueno.
Servís una joven doncella 
regada con un añejo Tokai.
Estoy encantado con vos

(Dirigiéndose a Octavio)

Hay que enseñar a estos nuevos ricos
no vayan a creerse 
que somos iguales a nosotros.
Hay que mostrar condescendencia.

OCTAVIO 
(sarcástico)
Vuestra excelencia me asombra.
Sois un hombre de mucho mundo.
Cualquier día de estos 
llegaréis a ser Embajador

EL BARÓN 
(con rudeza)
Ahora voy a por la muchacha.
Tendrá que darme conversación,
para que yo pueda ver lo que sabe

(Atraviesa el salón, coge a Sofía 
de la mano y se la lleva con él)

¡Y bien! Ahora charla 
conmigo y con el primo Taverl.
Cuéntanos que es lo que más 
te interesa del matrimonio.

(Se sienta, a la vez que trata de
introducir su mano por la falda)

SOFÍA 
(desasiéndose de él)
Pero, ¿qué os habéis creído?

EL BARÓN 
(sintiéndose a sus anchas)
¡Bah!, ¿que qué me he creído?
Ven aquí que ya te contaré yo 
lo que pienso.

(Repite la maniobra y Sofía se separa.
El barón está entusiasmado)

¿Tal vez te gustaría que actuase como 
si fuese un maestro de ceremonias,
diciendo: "mill pardon" y "dévotion"
y "por favor" y "tiene usted la bondad"?

SOFÍA
¡Por supuesto! ¡Eso sería mucho mejor!

EL BARÓN 
(riéndose)
¡A mí no me lo parece! 
¡A mí nada en absoluto! ¡Ya veis!
Siempre he estado a favor 
de los modales extrovertidos

(Él intenta besarla, pero ella 
le rechaza con energía)

FANINAL 
(para sí, después de ofrecer a Octavio
una segunda silla, que aquél rechaza)
Pero, ¿qué veo? 
Un Lerchenau acariciando sin pudor 
a mi pequeña Sofía,
como si ya estuviesen casados.
Y aquí un Rofrano, todo un conde,
hermano del excelentísimo marqués.
OCTAVIAN 
(für sich, zornig)
Das ist ein Kerl, dem möcht' ich wo begegnen
mit meinem Degen da,
wo ihn kein Wächter schreien hört.
Ja, das ist alles, was ich möcht'!

SOPHIE 
(zum Baron)
Ei, laß Er doch, 
wir sind nicht so vertraut!

BARON 
(zu Sophie)
Geniert Sie sich leicht vor dem Vetter Taverl?
Da hat Sie Unrecht. Hör' Sie, in Paris,
wo doch die hohe Schul' ist für Manieren,
gibts frei nichts,
was unter jungen Eheleuten geschieht
wozu man nicht Einladungen ließ ergehen
zum Zuschau'n, ja an den König selber

(Er wird immer zärtlicher, sie 
weiß sich kaum zu helfen)

FANINAL 
(für sich)
Wär' nur die Mauer da von Glas,
da alle bürgerlichen Neidhammeln von Wien
sie en famille beisammen so sitzen sehn!
Dafür wollt' ich mein 
Lerchenfelder Eckhaus geben, meiner Seel!

OCTAVIAN 
(wütend)
Da ich das Mannsbild sehen muß,
so frech, so unverschämt mit ihr.
Könnt ich hinaus und fort von hier!

BARON 
(zu Sophie)
La Sie die Flausen nur! 
Gehört doch jetzo mir!
Geht all's recht. Sei Sie gut! 
Geht all's so wie am Schnürl!

(Halb für sich, sie cajolierend)

Ganz meine Maen! 
Schultern wie ein Henderl!
Hundsmager noch...
das macht nichts, aber weiß,
weiß mit einem Glanz, wie ich ihn ästimier!
Ich hab' halt ja ein Lerchenauisch' Glück!

(Sophie reißt sich los und 
stampft auf. Baron vergnügt)

Ist Sie ein rechter Kapricenschädel!

(Auf und ihr nach)

Steigt Ihr das Blut gar in die Wangen,
da man sich die Hand verbrennt?

SOPHIE 
(rot und blaß vor Zorn)
La Er die Hand davon!

(Octavian, in stummer Wut, zerdrückt 
das Glas, das er in der Hand hält, und
schmeißt die Scherben zu Boden)

MARIANNE 
(läuft mit Grazie zu Octavian zurück, 
hebt die Scherben auf und raunt ihm 
mit Entzücken zu)
Ist recht ein familiärer Mann, der Herr Baron!
Man delektiert sich, 
was er all's für Einfälle hat!

BARON 
(dicht bei Sophie)
Geht mir nichts darüber!
Könnt' mir mit Schmachterei und Zärtlichkeit
nicht halb so glücklich machen, meiner Seel!

SOPHIE 
(scharf, ihm ins Gesicht)
Ich denk' nicht dran, 
da ich Ihn glücklich mach'!

BARON 
(gemütlich)
Sie wird es tun, 
ob Sie daran wird denken oder nicht

OCTAVIAN 
(vor sich, blaß vor Zorn)
Hinaus, hinaus und kein Adieu!
Sonst steh' ich nicht dafür,
da ich nicht was Verwirrtes tu!
Hinaus aus diesen Stuben! Nur hinaus!

(Indessen ist der Notar mit dem Schreiber
eingetreten, eingeführt durch Faninals
Haushofmeister. Dieser meldet ihn dem
Herrn von Faninal leise; Faninal geht 
zum Notar nach rückwärts hin, spricht 
mit ihm und sieht einen vom S chreiber
vorgehaltenen Aktenfascikel durch)

SOPHIE 
(zwischen den Zähnen)
Hat nie kein Mann dergleichen Reden 
nicht zu mir geführt!

(Wütend)

Möcht' wissen, 
was Ihm dünkt von mir und Ihm.
Was ist Er denn zu mir?

BARON 
(gemütlich)
Wird kommen über Nacht,
da Sie ganz sanft
wird wissen, was ich bin zu Ihr.
Ganz wie's im Liedel heißt. 
Kennt Sie das Liedel?
"La la la la la ...

(recht gefühlvoll)

wie ich dein Alles werde sein!
Mit mir, mit mir keine Kammer dir zu klein,
ohne mich, ohne mich jeder Tag dir so bang,

(frech und plump)

mit mir, mit mir keine Nacht dir zu lang"

(Sophie, da er sie immer fester an 
sich drückt, reißt sich los und stößt 
ihn heftig zurück)

MARIANNE 
(jetzt zu Sophie eilend)
Ist recht ein familiärer Mann, der Herr Baron!
Man delektiert sich, 
was er all's für Einfäll' hat!

(Krampfhaft in Sophie hineinredend)

Was er all's für Einfäll' hat! Der Herr Baron!

OCTAVIAN 
(ohne hinzusehen, und doch sieht er
auf alles, was vorgeht)
Ich steh auf glüh'nden Kohlen!
Ich fahr' aus meiner Haut!
Ich büß' in dieser einen Stund'
all' meine Sünden ab

BARON 
(für sich, sehr vergnügt)
Wahrhaftig und ja! 
Ich hab' halt ein Lerchenauisch' Glück!
Gibt gar nichts auf der Welt, 
was mich so enflammiert
und also vehement verjüngt als wie 
ein rechter Trotz!

(Faninal und der Notar, hinter ihnen 
der Schreber, sind an der linken Seite 
nach vorne gekommen. Baron sowie er 
den Notar erblickt, eifrig zu Sophie, ohne 
zu ahnen, was in ihr vorgeht)

Doch gibt's Geschäfte jetzt: 
muß mich dispensieren:
bin dort von Wichtigkeit. Indessen
der Vetter Taverl leistet Ihr Gesellschaft!
OCTAVIO 
(para sí, con enfado)
Esta es la clase de individuo al que 
me gustaría ensartar con mi espada,
donde nadie pudiera oír sus gritos.
¡Nada me gustaría más!

SOFÍA 
(dirigiéndose al Barón)
¡Eh, deténgase!. 
Aún no estamos casados

EL BARÓN 
(dirigiéndose a Sofía)
¿Te da vergüenza, delante de Taverl?
No te preocupes, escucha, en París, 
que es la mejor escuela de modales,
cualquier cosa que deseen 
unos jóvenes esposos, 
puede hacerse ante invitados,
incluso aunque se trate del mismo Rey.

(él se muestra cada vez más cariñoso,
para desesperación de ella)

FANINAL 
(para sí)
¡Si estas paredes fuesen de cristal, 
todos los envidiosos de Viena,
vendrían aquí para ver el espectáculo!
¡Daría mi alma a cambio de 
la casa de la esquina de Lerchenfeld!

OCTAVIO 
(furioso)
Que le tenga que contemplar
tan insolente y descarado con ella.
¡Ojalá pudiera marcharme!

EL BARÓN 
(a Sofía)
¡Déjate de bobadas! 
¡Ahora eres mía!
Estoy en mi derecho.
¡Sé buena, y todo irá bien!

(Cogiéndola, intentando convencerla)

¡Justo de mi talla! 
¡Hombros como los de una gallinita!
Aunque un poco grandes...
pero no importa.
¡Eso sí, blancos, como a mí me gustan!
¡Tengo la suerte de los Lerchenau!

(Sofía sufre un arrebato y empieza a
patalear. El barón la mira divertido)

¡Es verdaderamente caprichosa!

(Se pone en pie y la sigue)

Se le sube toda la sangre a las mejillas.
Acabará quemándose las manos

SOFÍA 
(indignada, con la cara roja y pálida)
¡Mantenga lejos sus manos!

(Octavio, con rabia contenida, hace
trizas la copa que sostiene en la mano
y arroja los pedazos al suelo)

MARIANA 
(corre graciosamente hacia 
Octavio, recoge los pedazos 
y le susurra con gozo)
¡El barón es un hombre cordialísimo!
¡Es tan divertido escuchar 
sus ocurrencias!...

EL BARÓN 
(acercándose a Sofía)
¡No me dejes, corazón mío!
No hay nada que me guste más que 
esta mezcla de desplantes y cariños!

SOFÍA 
(mirando al barón a la cara, 
con aspereza)
¡No lo hago pensando en agradarle!

EL BARÓN 
(jovialmente)
Lo cierto es que lo consigues, 
quieras o no

OCTAVIO 
(para sí, palideciendo por la ira)
¡Vete, vete, sin despedirte siquiera!
¡Si te quedas un segundo más,
acabarás haciendo algo de lo que
arrepentirte! ¡Vete, sal de esta casa!

(En ese momento, entran el Notario 
y su escribano, precedidos por el
mayordomo. Éste, en voz baja,
anuncia a ambos a Faninal, quien
sale a su encuentro, habla con ellos 
y examina varios documentos que 
le entrega el escribano)

SOFÍA 
(entre dientes)
¡Jamás un hombre me había tratado 
de este modo!

(Con furia)

Me gustaría saber qué es lo que se le
pasa por la cabeza sobre él y sobre mí.
¿Qué estará pensando sobre mí?

EL BARÓN 
(en tono jocoso)
Cuando llegue la noche, 
descubrirás lo encantador 
que puedo llegar a ser contigo.
Seré como dice la canción
¿la conoces?
"La, la, la, la, la...

(Poniéndose sentimental)

yo seré todo tuyo.
Junto a mí, ninguna alcoba será pequeña
Lejos de mí, los días serán tristes.

(Con descaro y grosería)

Junto a mí, ninguna noche te será larga"

(Sofía, a quien el barón trata de asir
cada vez con más fuerza, se libera y 
lo rechaza con energía)

MARIANA 
(corriendo hacia Sofía)
¡El barón es un hombre cordialísimo!
¡Es tan entretenido 
escuchar sus ocurrencias!

(trata de persuadir a Sofía)

¡Qué ocurrencias tiene el señor barón!

OCTAVIO 
(sin mirarles directamente, pero 
sin perder detalle)
¡Me estoy abrasando por momentos!
¡No voy a poder controlarme!
¡Estoy a punto de hacer algo terrible, 
algo de lo que pudiera arrepentirme!

EL BARÓN 
(divertido, para sí)
¡Tengo la suerte de los Lerchenau!
¡No hay nada en el mundo
que me encienda más 
y me haga sentir más joven
que tener en frente
a alguien obstinado de verdad!

(Faninal y el notario y el escribano,
avanzan desde el lado izquierdo. El
barón, al ver al notario, se muestra
más solícito con Sofía, sin sospechar
cuáles son los sentimientos de ella)

Ahora deben excusarme. 
Un negocio de suma importancia 
me reclama.
¡El primo Taverl te hará compañía!
FANINAL
Wenn es jetzt belieben tät', 
Herr Schwiegersohn!

BARON 
(eifrig)
Natürlich wird's belieben

(Im Vorbeigehen zu Octavian, 
den er vertraulich anfaßt)

Hab' nichts dawider
wenn du ihr möchtest Äugerln machen, Vetter,
jetzt oder künftighin.
Ist noch ein rechter Rühr-nicht-an.
Betrachts als förderlich, 
je mehr sie degourdiert wird.
Ist wie bei einem jungen ungerittenen Pferd.
Kommt all's dem Angetrauten 
letzterdings zugute,
wofern er sein eh'lich Privilegium
zu Nutz' zu machen weiß

(Er geht nach links. Der Diener, der den
Notar einließ, hat indessen die Tür links
geöffnet. Faninal und der Notar schicken
sich an, hineinzugehen. Der Baron mißt
Faninal mit dem Blick und bedeutet ihm,
drei Schritte Distanz zu nehmen. Faninal
tritt devot zurück. Der Baron nimmt den
Vortritt, vergewissert sich, da Faninal drei
Schritte Abstand hat, und geht gravitätisch
durch die Türe links ab. Faninal hinter ihm,
dann der Notar, dann der Schreiber. Der
Bediente schliesst die Tür links und geht ab,
Läßt aber die Flügeltür nach dem Vorsaal
offen. Der servierende Diener ist schon
früher abgegangen. Sophie, rechts, stehte
verwirrt und beschämt. Duenna neben ihr,
knixt nach der Tür hin, bis sie sich schliesst)

OCTAVIAN 
(mit einem Blick hinter sich, gewiß zu 
sein, da die andern abgegangen sind, 
tritt schnell zu Sophie hinüber, bebend 
vor Aufregung)
Wird Sie das Mannsbild da heiraten, 
ma cousine?

SOPHIE 
(einen Schritt auf ihn zu, leise)
Nicht um die Welt!

(Mit einem Blick auf die Duenna)

Mein Gott, wär' ich allein mit Ihm!
Da ich Ihn bitten könnt'! 
Da ich Ihn bitten könnt'!

OCTAVIAN 
(halblaut, schnell)
Was ist's, das Sie mich bitten möcht? 
Sag' Sie mir's schnell!

SOPHIE 
(noch einen Schritt näher zu ihm)
O mein Gott, da Er mir halt hilft! 
Und Er wird mir nicht helfen wollen, 
weil es halt Sein Vetter ist

OCTAVIAN 
(heftig)
Nenn' ihn Vetter aus Höflichkeit;
Gott sei Lob und Dank,
hab' ihn im Leben vor dem 
gestrigen Tage nie gesehn!

(Quer durch den Vorsaal flüchten einige
von den Mägden des Hauses, denen die
Lerchenauischen Bedienten auf den 
Fersen sind. Der Leiblakai und der mit 
dem Pflaster auf der Nase jagen einem
hübschen jungen Mädchen nach und
bringen sie fast an der Schwelle zum 
Salon bedenklich in die Enge)

DER FANINALS HAUSHOFMEISTER 
(kommt verstört hereingelaufen)
Die Lerchanau'schen 
sind voller Branntwein gesoffen
und geh'n auf's Gesinde los, 
zwanzigmal ärger als Türken und Kroaten!

MARIANNE
Hol Er von unseren Leuten, wo sind denn die?

(Läuft ab mit dem Haushofmeister; sie
entreißen den beiden Zudringlichen ihre
Beute und führen das Mädchen ab; alles
verliert sich, der Vorsaal bleibt leer)

SOPHIE 
(nun, da sie unbeobachtet 
ist, mit freier Stimme)
Zu Ihm hätt' ich ein Zutraun, mon cousin,
so wie zu Niemand auf der Welt,
da Er mir könnte helfen,
wenn Er nur den guten Willen hätt!

OCTAVIAN
Erst muß Sie sich selber helfen,
dann hilf ich Ihr auch.
Tu Sie das erst für sich,
dann tu ich was für Sie

SOPHIE 
(zutraulich, fast zärtlich)
Was ist denn das, was ich zuerst muß tun?

OCTAVIAN 
(leise)
Das wird Sie wohl wissen!

SOPHIE 
(den Blick unverwandt auf ihn)
Und was ist das, was Er für mich will tun?
Nun sag Er mir's!

OCTAVIAN 
(entschlossen)
Nun muß Sie ganz allein für uns zwei einsteh'n!

SOPHIE
Wie? Für uns zwei?
O sag' Er's noch einmal!

OCTAVIAN 
(leise)
Für uns zwei!

SOPHIE 
(mit hingegebenem Entzücken)
Ich hab' im Leben 
so was Schönes nicht gehört!

OCTAVIAN 
(stärker)
Für sich und mich muß Sie sich wehren
und bleiben, was Sie ist.

(Sophie nimmt seine Hand, beugt sich
darüber, küßt sie schnell, eh er sie ihr
entziehen kann; er küßt sie auf den 
Mund; indem er sie, die sich an ihn
schmiegt, in den Armen hält, zärtlich)

Mit Ihren Augen voll Tränen 
kommt Sie zu mir, damit Sie sich beklagt,
vor Angst muß Sie an mich sich lehnen,
Ihr armes Herz ist ganz verzagt.
Und ich muß jetzt als Ihren Freund mich zeigen
und weiß noch gar nicht, wie!
Mir ist so selig, so eigen,
da ich dich halten darf:
Gib Antwort, aber gib sie mit Schweigen:
Bist du von selber so zu mir gekommen?
Ja, oder nein? Ja, oder nein?
Du mußt es nicht mit Worten sagen...
hast du es gern getan?
Sag', oder nur aus Not?
Nur aus Not so alles zu mir hergetragen,
dein Herz, dein liebliches Gesicht?
Sag', ist dir nicht, da irgendwo
in irgendeinen schönen Traum
das einmal schon so war?
Spürst du's wie ich?
Sag': spürst du's so wie ich?
Mein Herz und Seel'
wird bei Ihr bleiben,
wo Sie geht und steht,
bis in alle Ewigkeit
FANINAL
¿Tiene la amabilidad, 
yerno?

EL BARÓN 
(atento)
Por supuesto que la tengo

(Al pasar junto a Octavio le coge del
 brazo, en ademán de familiaridad)

Querido primo, no tengo inconveniente
en que la eches un vistazo,
ahora o más adelante, 
aunque, como puedes ver,
ella es todo un "no me toques".
Creo que eso ayudaría a domarla.
Al fin y al cabo, ella es como 
una potranca salvaje.
De todos modos, al final, todo favorece
al marido, siempre que éste sepa 
cómo usar sus privilegios maritales.

(El barón se va. Faninal y el 
notario le siguen. El barón, con 
un vistazo, calcula la distancia que 
le separa de Faninal y le indica 
a éste que debe seguirle a tres 
pasos. Faninal atiende, sumiso, 
la indicación. El barón se pone 
en cabeza, comprueba que Faninal
está a tres pasos, y atraviesa la
puerta con gesto solemne. Faninal 
le sigue, y, tras él, el notario y su
escribano. El camarero y el criado
también salen. Sofía, permanece 
de pie, confusa y avergonzada. La
gobernanta, a su lado, después 
de hacer una reverencia, se retira,
cerrando la puerta)

OCTAVIO 
(mirando detrás de sí, para
asegurarse de que les han 
dejado solos, se acerca a Sofía,
embargado por la emoción)
¿Vais a casaros con este sujeto, 
ma cousine?

SOFÍA 
(retrocediendo un paso, en voz baja)
¡Por nada del mundo!

(mira a la gobernanta)

¡Dios, si pudiera estar a solas con vos!
¡para poder pediros!
¡para poder pediros!...

OCTAVIO 
(a media voz, agitado)
¿De qué se trata?
¿Qué me pediríais? ¡Decídmelo, rápido!

SOFÍA 
(da otro paso hacia atrás)
¡Oh, Dios mío! Si pudierais ayudarme.
Pero no querréis, 
puesto que sois su primo

OCTAVIO 
(impetuosamente)
Le llamo primo sólo por cortesía.
¡Pongo a Dios por testigo 
de que no le había visto nunca 
hasta el día de ayer!

(Por los cristales, se ve a varias 
de las criadas de la casa atravesar
corriendo la antesala, mientras son
perseguidas por los criados del barón.
El ayuda de cámara y el criado que
lleva un esparadrapo en la nariz,
están dando caza a una jovencita, 
a la que acorralan junto al salón)

MAYORDOMO DE FANINAL
(entra corriendo, descompuesto)
¡Los criados de Lerchenau 
se han bebido todo el aguardiente 
y están persiguiendo a las criadas 
como si fuesen turcos o croatas!

MARIANA
¿Dónde están nuestros criados?

(Sale corriendo junto con el
mayordomo. Ambos consiguen
rescatar a la jovencita. La
antecámara se queda vacía)

SOFÍA 
(ahora que no se siente observada,
habla con más libertad)
Mon cousin, antes que vos, 
nunca nadie había hecho
que me sintiese tan segura.
¡Ojalá sintieseis el deseo de ayudarme!

OCTAVIO
Sois vos misma 
quien debe ayudarse primero.
Después, yo podré ayudaros.
Hacedlo vos, y después yo lo haré.

SOFÍA 
(en tono de confidencia)
¿Y qué tengo que hacer en primer lugar?

OCTAVIO 
(en voz baja)
¡Seguro que lo sabéis!

SOFÍA 
(con su mirada fija en él)
¿Pero qué es?, ¿qué tengo que hacer?
¡Decídmelo!

OCTAVIO 
(con decisión)
¡Vos tenéis que responder por los dos!

SOFÍA
¿Cómo?, ¿por nosotros dos?
¡Oh, decídmelo de una vez!

OCTAVIO 
(en voz baja)
¡Por nosotros dos!

SOFÍA 
(entregada por completo)
¡Nunca en mi vida 
había escuchado palabras tan bellas!

OCTAVIO 
(con energía)
Por vos y por mí, debéis defenderos 
y manteneros tal y como sois

(Sofía toma su mano, se inclina 
sobre ella y la besa con rapidez, 
antes de que él pueda retirarla.
Octavio la besa en los labios. Ella 
se estrecha contra su pecho)

Bañada en lágrimas vienes a mí
y temerosa te apoyas en mí,
mientras tu pobre corazón desespera.
¡Y yo, obligado a entregarte mi amistad,
pero sin saber cómo!
Resulta para mí tan gozoso, tan extraño,
el poder estrecharte entre mis brazos.
Respóndeme, pero hazlo en silencio:
¿querrías unirte a mí?
¿sí o no?, ¿sí o no?
No me lo digas con palabras
¿Te gustaría?
Dime: ¿qué necesitas?
¿no es cierto que ha sido tu necesidad
la que me ha entregado tu corazón, 
tu bondadoso rostro?
Dime: ¿acaso lo que ahora sentimos, 
no lo hemos soñado con anterioridad, 
en algún lugar?
¿No sientes lo mismo que yo?
Dime: ¿sientes lo mismo que yo?
Mi corazón y mi alma 
te pertenecerán para siempre. 
Te seguirán allá donde vayas,
allá donde estés, por toda la eternidad
SOPHIE 
(zu ihm)
Ich möchte mich bei Ihm verstecken
und nichts mehr wissen von der Welt.
Wenn Er mich so in Seinen Armen hält,
kann mich nichts Häßliches erschrecken.
Da bleiben möcht' ich, da!
Und schweigen, und was mir auch gescheh',
geborgen wie der Vogel in den Zweigen,
stillstehn und spüren: Er ist in der Näh!
Mir müßte angst und bang im Herzen sein,
statt dessen fühl' ich nur Freud und Seligkeit
und keine Pein,
ich könnt' es nicht mit Worten sagen!
Hab ich was Unrechtes getan?
Ich war halt in der Not!
Da war Er mir nah'!
Da war es Sein Gesicht,
Sein Auge jung und licht,
auf das ich mich gericht',
Sein liebes Gesicht-
und seitdem weiß ich halt nichts,
nichts mehr von mir.
Bleib' Du nur bei mir,
o bleib' bei mir.
Er muß mir Seinen Schutz vergönnen,
was Er will, werd' ich können:
bleib' Er nur bei mir

(Aus den geheimen Türen in den
rückwärtigen Ecken gleiten links 
Valzacchi, rechts Annina lautlos spähend
heraus. Lautlos schleichen sie, langsam, 
auf den Zehen, näher. Octavian zieht 
Sophie an sich, küßt sie auf den Mund. 
In diesem Augenblick sind die Italiener 
dicht hinter ihnen, ducken sich hinter den
Lehnsesseln. Jetzt springen sie vor, Annina
packt Sophie, Valzacchi faßt Octavian)

VALZACCHI, ANNINA 
(zu zweien schreiend)
Herr Baron von Lerchenau! 
Herr Baron von Lerchenau!

(Octavian springt zur Seite nach rechts)

VALZACCHI 
(der Mühe hat, ihn zu halten, 
atemlos zu Annina)
Lauf' und'ol Seine Gnade.
Snell, nur snell! 
Ik muß ' alten diese 'err!

ANNINA
La ich die Fräulein aus, lauft sie mir weg!

ZU ZWEIEN
Herr Baron von Lerchenau!
Herr Baron von Lerchenau!
Komm zu seh'n die Fräulein Braut,
mit eine junge Cavalier!
Kommen eilig, kommen hier! Ecco!

(Der Baron tritt aus der Tür links. Die
Italiener lassen ihre Opfer los, springen 
zur Seite, verneigen sich vor dem Baron 
mit vielsagender Gebärde. Sophie 
schmiegt sich ängstlich an Octvian)

BARON 
(die Arme über die Brust gekreuzt,
betrachtet sich die Gruppe.
Unheilschwangere Pause)
Eh bien, Mamsell, was hat Sie mir zu sagen?

(Sophie schweigt. Baron, der 
durchaus nicht aus der Fassung ist)

Nun, resolvier Sie sich!

SOPHIE
Mein Gott, was soll ich sagen:
Er wird mich nicht versteh'n!

BARON 
(gemütlich)
Das werden wir ja seh'n

OCTAVIAN 
(einen Schritt auf den Baron zu)
Euer Liebden muß ich halt vermelden,
da sich in Seiner Angelegenheit
was Wichtiges verändert hat

BARON 
(gemütlich)
Verändert? Ei, nicht da ich wüsst'!

OCTAVIAN
Darum soll Er es jetzt erfahren!
Die Fräulein...

BARON
Ei, Er ist nicht faul! Er weiß zu profitieren,
mit Seinen siebzehn Jahr! 
Ich muß Ihm gratulieren!

OCTAVIAN
Die Fräulein...

BARON
Ei, sie ist wohl stumm und hat Ihn angestellt
für ihren Advokaten!

OCTAVIAN
Die Fräulein...

(Er hält abermals inne, wie 
um Sophie sprechen zu lasse

SOPHIE 
(angstvoll)
Nein! Nein! Ich bring' den Mund nicht auf,
sprech Er für mich!

OCTAVIAN 
(entschlossen)
Die Fräulein...

BARON 
(ihm nachspottend)
Die Fräulein! Die Fräulein, 
die Fräulein, die Fräulein!
Ist eine Kreuzerkomödi, wahrhaftig!
Jetzt echappier Er sich, 
sonst reißt mir die Geduld

OCTAVIAN 
(sehr bestimmt)
Die Fräulein, kurz und gut,
die Fräulein mag Ihn nicht

BARON 
(gemütlich)
Sei Er da auer Sorg'. 
Wird schon lernen mich mögen

(Auf Sophie zu)

Komm' Sie da jetzt hinein, 
wird gleich an Ihrer sein,
die Unterschrift zu geben

SOPHIE 
(zurücktretend)
Um keinen Preis geh' 
ich an Seiner Hand hinein!
Wie kann ein Kavalier 
so ohne Zartheit sein!

OCTAVIAN 
(der jetzt zwischen den beiden andern
und der Tür links steht, sehr scharf)
Versteht Er Deutsch? 
Die Fräulein hat sich resolviert
sie will Euer Gnaden ungeheirat' lassen
in Zeit und Ewigkeit!

BARON 
(mit der Miene eines, der es eilig hat)
Mancari! Jungfernred! 
Ist nicht gehau'n und nicht gestochen!
Verlaub Sie jetzt!

(Nimmt sie bei der Hand)

Komm Sie! 
Geh'n zum Herrn Vater dort hinüber!
Ist bereits der nähere Weg!
SOFÍA 
(a Octavio)
Quisiera ocultarme contigo
y olvidarme del mundo.
Nada puede inquietarme
cuando estoy entre tus brazos.
¡Y así quiero seguir, así!
En silencio, sana y salva,
como un pájaro en su nido,
sabiendo que tú estás cerca.
Mi corazón estaba angustiado,
pero ahora está lleno de gozo y dicha,
sin que nada pueda inquietarlo.
¡No puedo expresarlo con palabras!
¿He obrado mal?
¡Estoy muy necesitada!
¡Tú estabas muy lejos de mí!
Fue tu rostro,
fueron tus ojos juveniles y luminosos,
los que me atraparon.
Tu amable rostro...
Desde entonces, no conozco otra cosa.
No conozco nada de mí.
Sólo pienso en que estás junto a mí,
que estás junto a mí.
Debes brindarme tu amparo.
Todo lo que quieras, te lo daré:
tan sólo, permanece junto a mí

(Desde el fondo de la habitación, y 
a través de las puertas disimuladas,
entran Valzacchi por la izquierda, y
Anita por la derecha, sin hacerse 
oír. Sigilosa y lentamente, se van
aproximando. Octavio toma a Sofía 
y la besa en los labios. En ese
instante, los dos italianos, que
permanecían agazapados tras los
sillones, se lanzan sobre la pareja.)

VALZACCHI, ANITA 
(gritando a coro)
¡Señor barón von Lerchenau! 
¡Señor barón von Lerchenau!

(Octavio trata de zafarse)

VALZACCHI 
(casi sin aliento se 
dirige a Anita)
¡Corre, "tra aquí" a Su "Ecelencia"!
¡"Rápio, rápio". 
Yo tengo que "sujetá" a este hombre

ANITA
¡Si suelto a la señorita, se escapará!

AMBOS 
¡Señor barón von Lerchenau!
¡Señor barón von Lerchenau!
¡Venga corriendo para ver 
a su prometida con un joven caballero!
¡Venga pronto!, ¡venga aquí! ¡Ecco!

(El barón entra. Los italianos 
sueltan sus presas y se inclinan 
aduladoramente ante el barón.
Sofía, angustiada, se echa a los
brazos de Octavio)

BARÓN 
(Cruzado de brazos observa al 
grupo. Transcurre un silencio 
que hace presagiar lo peor)
Bien, señorita, ¿qué tiene que decirme?

(Sofía permanece en silencio. El
barón mantiene la compostura)

Bien, ¡decídase!

SOFÍA
¡Dios mío, qué puedo decir!
¡Jamás lo comprenderíais!

EL BARÓN 
(divertido)
Ya lo veremos

OCTAVIO 
(avanzando un paso hacia el barón)
Debo informar a su excelencia
que se ha producido 
un importante cambio en sus planes

EL BARÓN 
(divertido)
¿Un cambio?. ¡Oh, no entiendo!

OCTAVIO
Sí. Es conveniente que os enteréis.
La señorita...

EL BARÓN
¡No pierdes el tiempo! ¿eh?
¡Sabes aprovechar tus diecisiete años!
¡Debo felicitarte!

OCTAVIO
La señorita...

EL BARÓN
¡Me veo reflejado en ti!
¡Tiene gracia el bribonzuelo!

OCTAVIO
La señorita...

(Se interrumpe de nuevo, como
queriendo dar la palabra a Sofía)

SOFÍA 
(con mucho miedo)
¡No, no! ¡No puedo decir nada, 
hablad vos por mí!

OCTAVIO 
(con decisión)
La señorita...

EL BARÓN 
(en tono burlón)
¡La señorita, la señorita!...
¡La señorita, la señorita!...
¡Esto es una farsa!
¡Ahora, esfumaros, 
antes de que pierda la paciencia!

OCTAVIO 
(muy resuelto)
La señorita... en pocas palabras...
¡A la señorita no le gustáis!

EL BARÓN 
(divertido)
No tenéis que preocuparos. 
Pronto aprenderá a quererme

(Dirigiéndose a Sofía)

Ahora vamos adentro. 
Ya es hora de que 
estampes tu firma

SOFÍA 
(retrocediendo)
¡Ni por todo el oro del mundo 
entraría ahí con vos de la mano!
¿Cómo puede un caballero 
ser tan descortés?

OCTAVIO 
(interponiéndose entre los dos 
dice con aspereza)
¿Comprendéis el alemán?
¡La señorita ha decidido 
que no contraerá matrimonio con vos,
ni ahora ni nunca!

EL BARÓN 
(haciendo gestos de tener prisa)
¡Qué tontería!
¡Caprichos de una niña!
¡Ella ni pincha ni corta! ¡Ahora, vamos!

(La coge de la mano)

¡Venga, rápido!
¡Vamos donde tu padre!
¡Será sólo un momento!
OCTAVIAN
(zu baron)
Ich hoff', 
Er kommt vielmehr jetzt mit mir hinters Haus
ist dort ein recht bequemer Garten

BARON 
(setzt seinen Weg fort, mit gespielter
Unbefangenheit Sophie an der Hand 
nach jener Richtung zu führen bestrebt,
über die Schulter zurück)
Bewahre, wär' mir jetzo nicht genehm.
La um Alls den Notari nicht warten.
Wär' gar ein Affront für die Jungfer Braut!

OCTAVIAN 
(faßt ihn am Ärmel)
Beim Satan, Er hat eine dicke Haut!
Auch dort die Tür passiert Er mir nicht!
Ich schrei's Ihm jetzt in Sein Gesicht:
Ich acht' Ihn für einen Filou,
einen Mitgiftjäger
einen durchtriebenen Lügner 
und schmutzigen Bauer,
einen Kerl ohne Anstand und Ehr'!
Und wenn's sein muß, 
geb' ich Ihm auf dem Fleck die Lehr'!

(Sophie hat sich vom Baron losgerissen 
und ist hinter Octavian zurückgesprungen.
Sie stehen links, ziemlich vor der Tür)

BARON 
(steckt zwei Finger in den Mund und tut
einen gellenden Pfiff. Dann)
Was so ein Bub' in Wien mit siebzehn Jahr
schon für ein vorlaut' Mundwerk hat

(Er sieht sich nach der Mitteltür um)

Doch Gott sei Lob, man kennt in hiesiger Stadt
den Mann, der vor Ihm steht,
halt bis hinauf zu kaiserlicher Majestät!
Man ist halt, was man ist, 
und braucht's nicht zu beweisen.
Das laß ' Er sich gesagt sein 
und geb' mir den Weg da frei

(Die Lerchenauische Livree ist 
vollzählig in der Mitteltür aufmarschiert; 
er vergewissert sich dessen durch einen
Blick nach rückwärts. Er rückt jetzt gegen
die beiden vor, entschlossen, sich Sophiens
und des Ausganges zu bemächtigen)

Wär' mir wahrhaftig Leid, 
wenn meine Leut' dahinten...

OCTAVIAN 
(wütend)
Ah, untersteht' Er sich, seine Bedienten
hineinzumischen in unsern Streit.
Jetzt zieh' Er oder gnad' Ihm Gott!

(Er zieht. Die Lerchenauischen, die 
schon einige Schritte vorgerückt waren,
werden durch diesen Anblick einigermaßen
unschlüssig und stellen ihren Vormarsch
ein. Der Baron tut einen Schritt, sich
Sophiens zu bemächtigen. Octavian 
schreit ihn an)

Zum Satan, zieh' Er oder ich stech' Ihn nieder!

SOPHIE
Ach Gott! Was wird denn jetzt geschehn?

BARON 
(retiriert etwas)
Vor einer Dame, pfui! 
So sei Er doch gescheit!

(Octavian fährt wütend auf ihn los. Baron
zieht, fällt ungeschickt aus und hat schon
die Spitze von Octavians Degen im rechten
Oberarm. Die Lerchenauischen stürzen vor.
Baron indem er den Degen fallen läßt)

Mord! Mord! Mein Blut, zu Hilfe! 
Mörder! Mörder! Mörder!

(Die Diener stürzen alle zugleich auf
Octavian los. Dieser springt nach rechts
hinüber und hält sie sich vom Leib, indem 
er seinen Degen blitzschnell um sich kreisen
läßt. Der Almosenier, Valzacchi und Annina
eilen auf den Baron zu, den sie stützen 
und auf einen der Stühle in der Mitte
niederlassen. Der Baron von den 
Italienern und seinen Dienern umgeben 
und dem Publikum verstellt) 

Ich hab ein hitzig' Blut! 
Um Ärzt'! Um Leinwand!
Verband her! Um Polizei! Um Polizei!
Ich verblut' mich auf eins, zwei, drei!
Aufhalten den! Um Polizei! 
Um Polizei! Um Polizei!

DIE LERCHENAUISCHEN 
(indem sie mit mehr Ostentation 
als Entschlossenheit auf Octavian
eindringen)
Den hauts zsamm! Den hauts zsamm!
Spinnweb her! Feuerschwamm!
Reißt's ihm den Spadi weg!
Schlagt's ihn tot auf'm Fleck!

(Die sämtliche Faninalsche Dienerschaft,
auch das weibliche Hausgesinde,
Küchenpersonal, Stallpagen sind 
zur Mitteltür hereingeströmt)

ANNINA 
(auf sie zu harangierend)
Der junge Kavalier
und die Fräulein Braut, versteht's?
Waren im Geheimen
schon recht vertraut, versteht's?

(Valzacchi und der Almosenier ziehen 
dem Baron, der fortwährend stöhnt, 
seinen Rock aus)

DIE FANINALSCHE DIENERSCHAFT
G'stochen ist einer? Wer?
Der dort? Der fremde Herr?
Welcher? Der Bräutigam?
Packt's den Duellanten z'samm!
Welcher ist der Duellant?
Der dort im weißen G'wand!
Wer, der Rosenkavalier?
Wegen was denn? Wegen ihr?
Wegen der Braut?
Wegen der Liebschaft!
Angepackt! Niederg'haut!
Wütender Ha is!
Schaut's nur die Fräulein an,
schaut's wie sie blaß is!

SOPHIE 
(links vorn)
Alles geht durcheinand!
Furchtbar war's, wie ein Blitz,
wie er's erzwingen hat!
Ich spür' nur seinen Hand,
die mich umschlungen hat!
Ich verspür' nichts von Angst,
ich verspür' nichts von Schmerz,
nur das Feuer, seinen Blick,
durch und durch, bis ins Herz!

OCTAVIAN 
(indem er sich seinen 
Angreifer vom Leib hält)
Wer mir zu nah kommt,
der lernt beten!
Was da passiert ist,
kann ich vertreten!

DIE LERCHENAUISCHEN 
(lassen von Octavian ab und gehen 
auf die ihnen zunächst stehenden 
Mägde handgreiftich los)
Leinwand her! Verband machen!
Fetzen aus'm G'wand machen!
Vorwärts, keine Spanponaden,
Leinwand her für Seine Gnaden!

(Sie machen Miene, sich zu diesem Zweck
der Hemden der jüngeren und hübscheren
Mägde zu bemächtigen. Handgemenge, bis
Faninal beginnt. In diesem Augenblick
kommt die Duenna, die fortgestürzt war,
zurück, atemlos, beladen mit Leinwand;
hinter ihr zwei Mägde mit Schwamm und
Wasserbecken. Sie umgeben den Baron 
mit eifriger Hilfeleistung)
OCTAVIO
(al barón)
Más bien espero que me acompañéis 
a la parte trasera de la casa. 
Allí hay un jardín muy apropiado...

EL BARÓN 
(prosigue su marcha, esforzándose,
con una simulada desenvoltura, en
llevar a Sofía de la mano. Después, 
se gira y dice)
Aguardad. Ahora no es el momento.
No debemos hacer esperar al notario.
¡Sería un insulto para la joven novia!

OCTAVIO 
(le agarra de la manga)
¡Por Satán, que sois duro de mollera!
¡No habréis de pasar por esta puerta!
Os lo digo ante vuestra misma cara:
Os considero un granuja,
un cazadotes,
un astuto impostor 
y un sucio villano.
¡Sois un individuo sin decencia ni honor!
¡Y si es necesario, 
os daré una lección aquí mismo!

(Sofía, tras liberarse del barón, se
precipita detrás de Octavio. Ambos
permanecen frente a la puerta)

EL BARÓN 
(se lleva dos dedos a la boca y 
lanza un estridente silbido)
Jamás pensé que, en Viena,
un mozalbete pudiese ser tan insolente

(Se dirige hacia la puerta del centro)

Pero gracias a Dios, en esta ciudad,
todos me conocen 
incluso Su Majestad Imperial!
Uno es lo que es, 
y no necesita demostrarlo ante nadie.
Tenedlo presente, y ahora 
¡dejadme libre el paso!

(El séquito del barón se despliega al
completo por la puerta del centro. El
barón se asegura de ello, mirando 
por encima de su hombro. Entonces,
se dirige hacia la pareja, resuelto a
obtener dos cosas: Sofía y la salida)

Para mí sería muy desagradable 
que mis criados, aquí detrás, ...

OCTAVIO 
(con ira)
Ah, tenéis la osadía de entrometer 
a vuestros criados en nuestra disputa.
¡Desenvainad, y encomendaos a Dios!

(Octavio desenvaina. Los criados 
del barón, que habían avanzado
algunos pasos, vacilan ante la 
nueva situación y se detienen.
El barón se adelanta un paso 
con el propósito de coger a 
Sofía. Octavio le grita)

¡Por Satán, desenvainad u os atravieso!

SOFÍA
¡Oh Dios mío!, ¿qué va a pasar?

EL BARÓN 
(retrocediendo levemente)
¡Delante de una dama, qué barbaridad!
¡Sed más sensato!

(Octavio se lanza sobre el barón 
que saca su espada y da un traspiés,
pinchándose en su brazo derecho 
con la espada de Octavio. El barón
deja caer su espada)

¡Me asesinan, me asesinan!
¡Estoy sangrando!, ¡ayuda!

(Los criados se abalanzan sobre
Octavio que los mantiene a distancia,
blandiendo su espada en círculo.
El limosnero, Valzacchi y Anita
sostienen al barón y consiguen
sentarlo en una silla que hay en 
el centro. El barón se ve rodeado
por los italianos y sus criados,
quedando momentáneamente 
fuera de la vista del público)

¡Me estoy desangrando! 
¡que venga un médico!, ¡traed vendas!
¡Llamad a la Policía, a la Policía!
¡Me voy a desangrar en un santiamén!
¡Detenedle!
¡Policía, Policía, Policía!

CRIADOS DEL BARÓN 
(acechando a Octavio, más 
por aparentar que por 
convicción)
¡Derribémosle, derribémosle!
¡Tirémosle una red!, ¡quemémosle!
¡Arranquémosle la espada!
¡Matémosle en el acto!

(Todo el servicio de Faninal, incluidas
las doncellas, el personal de cocina y
los mozos de cuadra, irrumpen en la
estancia)

ANITA 
(dirigiéndose a los criados)
El joven caballero y la joven prometida,
¿comprendéis?,
se entendían en secreto...
¿comprendéis?

(Valzacchi y el limosnero tiran 
de la casaca del barón, quien
no deja de quejarse)

CRIADOS DE FANINAL 
¿Han herido a alguien?, ¿a quién?
¿Ha sido él, el señor que vino a casa?
¿A quién han herido?, ¿al novio?
¡Prendamos al duelista!
¿Quién es el duelista?
¡El que viste de blanco!
¿Quién, el caballero de la rosa?
¿Por qué motivo?, ¿por su causa?
¿Por causa del novio?
¡Por sus amoríos!
¡Apresadle!, ¡derribadle!
¡Hacedlo con furia!
¡Mirad a la señorita!
¡Mirad qué pálida está!

SOFÍA 
(avanzando hacia el lado izquierdo)
¡Todo es muy confuso!
¿Todo ocurrió en un instante!
¡Es terrible!. 
¡Él quiso abrazarme!
¡Yo noté su mano que me agarraba!
¡No siento ningún miedo!
¡No siento ningún remordimiento!
¡Sólo el fuego en su mirada,
atravesándome el corazón!

OCTAVIO 
(mientras sigue manteniendo a
distancia a sus perseguidores)
¡Quien se atreva a dar un paso,
sabrá lo que es rezar!
¡Yo respondo 
de lo que aquí ha ocurrido!

CRIADOS DEL BARÓN 
(renuncian a Octavio y se lanzan
sobre las doncellas intentando
arrebatarles los vestidos
¡Traed vendas, traed telas!
¡Rasgad vuestros uniformes!
¡Vamos, no os andéis con remilgos!
¡Vendas para su excelencia!

(Hacen ademán de ir a apoderarse 
de las camisas de las doncellas más
jóvenes y dulces. Se produce un
tumulto, hasta que Faninal 
interviene. En ese instante, aparece 
la gobernanta, sin aliento, y cargada
con vendas. Tras ella, dos doncellas
con jabón y una jofaina de agua.
Todos rodean al barón)
DUENNA
So ein fescher Herr! 
So ein groß Malheur!
So ein schwerer Schlag! 
So ein Unglückstag!

SOPHIE 
(Octavian verzweifelt zurufend)
Liebster!

OCTAVIAN 
(Sophie verzweifelt zurufend)
Liebste!

(Faninal kommt zur Tür links
hereingestürzt, hinter ihm der Notar 
und der Schreiber, die in der Tür 
ängstlich stehen bleiben)

BARON 
(man hört seine Stimme, 
ohne viel von ihm zu sehen)
Ich kann ein jedes Blut mit Ruhe seh'n,
bloß das meinige nicht! Oh! Oh!

(Die Duenna anschreiend)

So tu Sie doch was gescheidt's, 
so rett' sie doch mein Leben!
Oh! Oh!

(Sophie ist, wie sie ihres Vaters ansichtig
wird, nach rechts vorne hingelaufen, steht
neben Octavian, der nun seinen Degen
einsteckt)

ANNINA 
(knixend und eifrig zu Faninal, links vorn)
Der junge Kavalier
und die Fräulein Braut, Gnaden,
waren im Geheimen
schon recht vertraut, Gnaden!
Wir voller Eifer
für'n Herrn Baron, Gnaden,
haben sie betreten
in aller Devotion, Gnaden!

FANINAL 
(schlägt die Hände überm Kopf
zusammen und bricht aus)
Herr Schwiegersohn! Wie ist Ihm denn? 
Mein Herr und Heiland!
Da Ihm in mein' Palais 
das hat passieren müssen!
Gelaufen um den Medikus! Geflogen!
Meine zehn teuren Pferd' zu Tod gehetzt!
Ja, hat denn Niemand von meiner Livree
dazwischen fahren mögen?! Füttr' ich dafür
ein Schock baumlange Lackeln, 
da mir solche Schand'
passieren muß in meinem Stadtpalais?

(Auf Octavian zu, mit unterdrücktem Zorn)

Hätt' wohl von Euer Liebden 
eines and'ren Anstands mich verseh'n!

BARON 
(stöhnend)
Oh! Oh!

OCTAVIAN 
(höflich)
Er muß mich pardonnieren.
Bin auer Maen sehr 
betrübt über den Vorfall.
Bin aber auer Schuld. 
Zu einer mehr gelegenen Zeit
erfahren Euer Liebden wohl den Hergang
aus Ihrer Fräulein Tochter Mund

FANINAL 
(sich mühsam beherrschend)
Da möcht' ich recht sehr bitten!

SOPHIE 
(entschlossen)
Wie Sie befehlen, Vater. 
Werd' Ihnen Alles sagen.
Der Herr dort hat sich nicht so, 
wie er sollt', betragen

FANINAL 
(zornig)
Ei, von wem red't Sie da? 
Von Ihrem Herrn Zukünft'gen?
Ich will nicht hoffen, 
wär' mir keine Manier

SOPHIE 
(ruhig)
Ist nicht der Fall. 
Seh' ihn mit nichten an dafür

FANINAL 
(immer zorniger)
Sieht ihn nicht an?

SOPHIE
Nicht mehr. 
Bitt' Sie dafür um gnädigen Pardon

FANINAL 
(zuerst dumpf vor sich hin dann 
in helle Wut ausbrechend)
Sieht ihn nicht an. 
Nicht mehr. Mich um Pardon!
Liegt dort gestochen

(Höhnisch)

Steht bei ihr. Der Junge

(Ausbrechend)

Blamage! Mir auseinander meine Eh'.
Alle Neidhammeln von der Wieden 
und der Leimgruben auf! 
In der Höh! 
Der Medikus. Stirbt mir womöglich

(Auf Sophie zu, in höchster Wut)

Sie heirat ihn!

(Der Arzt tritt ein und begibt sich sofort
zum Baron, um ihn zu verbinden. Faninal 
auf Octavian zu, indem der Respekt vor
dem Grafen Rofrano seine Grobheit zu
einer knirschenden Höflichkeit
herabdämpft)

Möcht' Euer Liebden recht in aller Devotion
gebeten haben, 
schleunig sich von hier zu retirieren,
und nimmer wieder zu erscheinen!

(Zu Sophie)

Hör' Sie mich!
Sie heirat' ihn, 
und wenn er sich verbluten tät',
so heirat' Sie ihn als Toter!

(Der Arzt zeigt durch einen beruhigende
Gebärde, da der Verwundete sich in 
keiner Gefahr befindet. Octavian sucht
nach seinem Hut, der unter die Füße der
Dienerschaft geraten war. Eine Magd
überreicht ihm knixend den Hut. Faninal
macht Octavian eine Verbeugung,
übertrieben höflich, aber unzweideutig.
Octavian muß wohl gehen, möchte aber 
gar zu gern Sophie noch ein Wort sagen. 
Er erwidert zunächst Faninals Verbeugung
durch ein gleich tiefes Kompliment)

SOPHIE 
(beeilt sich das folgende noch zu sagen,
solange Octavian es hören kann. Mit 
einer Reverenz)
Heirat' den Herrn dort 
nicht lebendig und nicht tot!
Sperr' zuvor in meine Kammer mich ein

FANINAL 
(in Wut und nachdem er abermals eine
wütende Verbeugunggegen Octavian
gemacht hat, die Octavian prompt erwidert)
Ah! Sperrst dich ein! 
Sind Leut' genug im Haus,
die dich in Wagen tragen werden
LA GOBERNANTA 
¡Un hombre tan elegante!, 
¡Qué desdicha más grande!
¡Qué gran afrenta!
¡Qué día más infausto!

SOFÍA 
(gritando a Octavio)
¡Amado!

OCTAVIO 
(gritando a Sofía con desesperación)
¡Amada!

(El señor Faninal irrumpe 
por la puerta de la izquierda. 
Tras él, el Notario y el escribano,
espantados)

EL BARÓN 
(se oye su voz, aunque no se le ve)
¡Soporto perfectamente ver sangre,
salvo cuando es la mía! 
¡Oh, oh!

(La gobernanta sigue gritando)

¡Haced cuanto sea necesario 
para salvarme la vida!
¡Oh, oh!

(Sofía, al ver a su padre, corre 
hacia la derecha y se queda junto
a Octavio, que, finalmente, envaina
su espada)

ANITA 
(haciendo una inclinación a Faninal)
¡El joven caballero
y la joven novia, 
excelencia,
se veían en secreto!
¡Nosotros les sorprendimos,
con todos los respetos, 
en bien del barón, 
excelencia!

FANINAL 
(se golpea la cabeza con 
las manos y estalla)
¡Querido yerno!, ¡cómo os encontráis!
¡Dios bendito!
¡Cómo ha podido ocurrir esto 
en mi propia casa!
¡Corred en busca del médico, volad!
¡Reventad, si hace falta, 
a mis diez mejores caballos!
¿Cómo es que ninguno de mis criados 
se interpuso entre ellos?
¡Os doy de comer y no sois capaces
de impedir una desgracia como ésta!

(Se vuelve hacia Octavio con rabia)

¡Esperaba que vuestra visita
me resultase algo más grata!

EL BARÓN 
(gimiendo)
¡Oh, oh!

OCTAVIO 
(cortésmente)
Debe usted perdonarme.
Estoy consternado por este incidente,
pero no tengo ninguna culpa.
Cuando tengáis una oportunidad,
podréis oír
de labios de vuestra propia hija 
lo que en verdad ha ocurrido

FANINAL 
(conteniéndose con dificultad)
¡Estoy deseando escucharlo!

SOFÍA 
(con decisión)
Como usted quiera, padre. 
Se lo contaré todo.
El caballero no se ha comportado 
como debiera.

FANINAL 
(enojado)
¿De quién estás hablando? 
¿de tu futuro marido?
Espero que no sea así, 
no serían modales

SOFÍA 
(sosegadamente)
No es el caso. 
No tengo a ese caballero por tal

FANINAL 
(furibundo)
¿Que no lo tienes por tal?

SOFÍA
No, en absoluto. 
Y os ruego que me perdonéis

FANINAL 
(estallando de rabia y a la
vez con perplejidad)
¡Que no le consideras..., en absoluto...
y me pides que te perdone!
Ahí yace él, herido

(Con aspereza)

Y ahí está él. El joven

(Prorrumpiendo)

¡Qué desgracia!. La boda deshecha.
¡Y todos los envidiosos, 
desde Wieden hasta Leimgruben,
estarán encantados!
¡El médico!... ¡Quisiera morirme!

(Dirigiéndose a Sofía, muy irritado)

¡Te casarás con él!

(Entra el médico y se dirige a 
atender al barón. Faninal se gira
hacia Octavio, si bien el respeto
debido al conde Rofrano hace que 
su inicial rudeza se transforme en 
una artificial cortesía)

¡Ruego a su señoría,
con el mayor de los respetos, 
que abandonéis esta casa
y no volváis nunca más!

(Dirigiéndose a Sofía)

¡Ahora escúchame!
¡Te casarás con él!
¡Y si él muriese desangrado, 
te casarás con su cadáver!

(El médico hace un tranquilizador
gesto, dando a entender que el barón 
no corre peligro. Octavio busca su
sombrero, que está junto a los pies 
de la servidumbre. Una de las
doncellas se lo entrega, después de
hacer ante él una inclinación. Faninal
hace a Octavio una reverencia, muy
ceremoniosa pero de inequívoco
significado. Octavio debe marcharse,
obsequia a Faninal con una
reverencia igual de solemne)

SOFÍA 
(apresurándose a hablar, mientras 
Octavio aún pueda escucharle.
Haciendo una reverencia)
¡No me casaré con ese caballero 
ni viva ni muerta!
Antes me encerraré en mi habitación

FANINAL 
(muy enfadado, todavía hace una
nueva inclinación ante Octavio, que
rápidamente es respondida por éste)
¡Ah, enciérrate si quieres!
Estamos en casa suficientes personas
como para arrastrarte hasta el carruaje
SOPHIE 
(mit einem neuen Knix)
Spring' aus dem Wagen noch, 
der mich zur Kirche fährt!

FANINAL 
(mit dem gleichen Spiel zwischen ihm
und Octavian, der immer einen Schritt
gegen den Ausgang tut, aber von Sophie 
in diesem Augenblick nicht los kann)
Ah! Springst noch aus dem Wagen! 
Na, ich sitz' neben dir, 
und werde dich schon halten!

SOPHIE 
(mit einem neuen Knix)
Geb' halt dem Pfarrer am Altar
Nein anstatt Ja zur Antwort!

(Der Haushofmeister indessen macht 
die Leute abtreten. Die Bühne leert sich.
Nur die Lerchenauischen bleiben bei 
ihrem Herrn zurück)

FANINAL 
(mit dem gleichem Spiel)
Ah! Gibst Nein anstatt Ja zur Antwort.
Ich steck' dich in ein Kloster. Stante pede!
Marsch! Mir aus meinen Augen! 
Lieber heut' als morgen!
Auf Lebenszeit!

SOPHIE 
(erschrocken)
Ich bitt' Sie um Pardon! 
Bin doch kein schlechtes Kind!
Vergeben Sie mir nur dies eine Mal

FANINAL 
(hält sich in Wut die Ohren zu)
Auf Lebenszeit! Auf Lebenszeit!

OCTAVIAN 
(schnell halblaut)
Sei Sie nur ruhig, Liebste, um Alles!
Sie hört von mir!

(Die Duenna stößt Octavian, 
sich zu entfernen)

FANINAL
Auf Lebenszeit!

DUENNA 
(zieht Sophie mit sich nach rechts)
So geh' doch nur dem Vater aus den Augen!

(Zieht sie zur Tür rechts hinaus schliesst 
die Tür. Octavian ist zur Mitteltür
abgegangen. Baron, umgeben von seiner
Dienerschaft, der Duenna, zwei Mägden,
den Italienern und dem Arzt, wird auf 
einem aus Sitzmöbeln improvisierten
Ruhebett jetzt in ganzer Gestalt sichtbar)

FANINAL 
(schreit nochmals durch die Türe rechts,
durch die Sophie abgegangen ist)
Auf Lebenszeit!

(Eilt dann dem Baron entgegen)

Bin überglücklich! 
Muß Euer Liebden embrassieren!

BARON 
(dem er bei der Umarmung 
am Arm weggetan)
Oh! Oh! Jesus, Maria!

FANINAL 
(nach rechts hin, in neuer Wut)
Luderei! Ins Kloster!

(Nach der Mitteltür)

Ein Gefängnis!
Auf Lebenszeit!

BARON
Ist gut! Ist gut! 
Ein Schluck von was zu trinken

FANINAL
Ein Wein? Ein Bier? 
Ein Hyppokras mit Ingwer?

(Der Arzt macht eine ängstlich abwehrende
Bewegung. Faninal jammernd)

So einen Herrn zurichten miserabel,
in meinem Stadtpalais! 
Sie heirat' Ihn um desto früher!
Bin Manns genug!

BARON 
(matt)
Ist gut!

FANINAL 
(nach der Tür rechts, in 
aufflammender Wut)
Bin Manns genug!

BARON
Ist gut!

FANINAL 
(zum Baron)
Küss' Ihm die Hand für seine Güt' 
und Nachsicht.
Gehört alls Ihm im Haus. Ich lauf, 
ich bring' Ihm

(Nach rechts)

Ein Kloster ist zu gut

(Zum Baron)

Sei'n auer Sorg'

(Sehr devot)

Weiß, was ich Satisfaktion 
Ihm schuldig bin

(Stürzt ab. Ein Diener ist aufgetreten, 
eine Kanne Wein zu servieren)

DIE LERCHENAUISCHEN 
(gegen die Tür, durch die Octavian
abgegangen ist)
Wart', dich hau' i z'samm,
wällischer Filou,
wart', dich hau' i z'samm,
da dich Gott verdamm'!

BARON 
(zum Arzt gewandt)
Herr Medikus, verfüg' Er sich voraus!
Mach' Er das Bett

(etwas zögernd)

aus lauter Federbetten!
Ich komm', erst aber trink' ich noch! 
Marschier' Er nur indessen

(Der Arzt geht ab mit dem Leiblakai. Annina
ist durch den Vorsaal hereingekommen und 
schleicht sich verstohlen heran, einen Brief
in der Hand. Baron vor sich, den zweiten
Becher leerend)

Ein Federbett. 
Zwei Stunden noch zu Tisch. 
Werd' Zeitlang haben.
"Ohne mich, ohne mich, jeder Tag dir so bang,
mit mir, mit mir, keine Nacht dir zu lang"

(Annina stellt sich so, da der Baron sie
sehen muß, und winkt ihm geheimnisvoll
mit dem Brief)

Für mich?

ANNINA 
(näher)
Von der Bewußten
SOFÍA 
(haciendo una nueva reverencia)
¡Saltaré en marcha de la carroza 
cuando me lleve a la iglesia!

FANINAL 
(repite la misma escena entre él y
Octavio. Éste se dirige ya a la salida,
pero en ese instante se ve incapaz de
separarse de Sofía)
¡Así que saltarás de la carroza!
¡Ya me ocuparé yo de sentarme 
a tu lado y sujetarte!

SOFÍA 
(haciendo una nueva reverencia)
¡Pues entonces responderé al cura 
con un "no" en lugar de con un "sí"!

(El mayordomo hace salir a los restantes 
criados. El escenario va quedándose vacío. 
Sólo los criados del barón permanecen 
detrás de él)

FANINAL 
(repitiendo la escena)
¡Ah, de modo que responderás 
con un "no" en lugar de con un "sí"!
¡Te encerraré en un convento!
¡Vamos, fuera de mi vista cuanto antes!
¡No quiero verte nunca más!

SOFÍA 
(asustada)
¡Os pido perdón!
¡Me he portado como una mala hija!
¡Dadme una oportunidad!

FANINAL 
(enfadado, se tapa los oídos)
¡Nunca más, nunca más!

OCTAVIO 
(rápidamente y a media voz)
¡No os preocupéis, querida!
¡Escuchadme!

(La gobernanta insta a Octavio 
a que se marche)

FANINAL
¡Nunca más!

LA GOBERNANTA 
(se lleva a Sofía consigo)
¡Manténte fuera de la vista de tu padre!

(Saca a Sofía por la puerta de la 
derecha y, después, la cierra. Octavio 
abandona la escena por la puerta 
central. El barón, rodeado por su
cohorte de criados, la gobernanta, dos 
doncellas, los italianos y el médico, es 
ahora bien visible)

FANINAL 
(gritando en dirección a la puerta de
la derecha, por la que salió Sofía)
¡Nunca más!

(va hacia donde está el barón)

¡Estoy muy feliz!
¡Quisiera abrazar a su excelencia!

EL BARÓN 
(se duele en su brazo a causa 
del brazo de Faninal)
¡Ah, ah!, ¡Jesús, María y José!

FANINAL 
(en dirección a la derecha)
¡Eres un diablo! ¡Irás al convento!

(En dirección a la puerta del centro)

¡La cárcel!
¡Para siempre!

EL BARÓN
¡Está bien, está bien! 
Me vendría bien algo de beber.

FANINAL
¿Vino, cerveza?
¿Quizás un sirope de jengibre?

(El médico, súbitamente, hace 
un gesto de desaprobación.)

¡Y pensar que todo un caballero 
ha sido tratado así en mi propio palacio!
¡No os preocupéis! 
Ella se casará con vos ¡Os lo aseguro!

EL BARÓN 
(fatigado)
¡Está bien!

FANINAL 
(en dirección a la puerta 
de la derecha)
¡Os lo aseguro!

EL BARÓN
¡Está bien!

FANINAL 
(dirigiéndose al barón)
Quisiera besaros la mano 
en agradecimiento por vuestra bondad
y comprensión.
Todo cuanto tengo, es vuestro. 

(Hacia la derecha)

Un convento es demasiado liviano.

(Dirigiéndose al barón)

No estéis preocupado.

(Mostrando sumisión)

Sé muy bien que os debo 
una satisfacción.

(se precipita fuera. Entra un criado
llevando una jarra de vino)

CRIADOS DEL BARÓN 
(dirigiéndose a la puerta 
por la que salió Octavio)
¡Esperad un momento. 
¡Ahora nos ocuparemos de vos, bribón!
¡Ahora nos ocuparemos de vos. 
¡Que Dios os maldiga!

EL BARÓN 
(volviéndose al médico)
¡Doctor, disponeros a venir conmigo!
¡Preparad la cama...

(Titubeando)

con un edredón limpio!
Pero he de beber algo antes que nada!
Mientras tanto, ¡en marcha!

(El médico y los criados salen.
Anita, a hurtadillas, se ha colado
desde la antesala, llevando una carta
en la mano. El barón va por delante,
apurando ya el segundo vaso)

Un edredón. 
Todavía faltan dos horas para cenar,
¡qué eternidad!
"Lejos de mí, los días serán tristes.
Junto a mí, ninguna noche será larga"

(Anita se coloca de manera que 
el barón la vea con claridad,
y le hace señas con la carta)

¿Para mí?

ANITA 
(acercándose)
De parte de quien ya sabéis
BARON
Wer soll damit g'meint sein?

ANNINA 
(ganz nahe)
Nur eigenhändig insgeheim zu übergeben

BARON 
Luft da!

(Die Diener treten zurück, nehmen 
den Faninalschen ohne weiteres die
Weinkanne ab und trinken sie leer)

Zeig' Sie den Wisch!

(Reißt mit der Linken den Brief auf.
Versucht ihn zu lesen, indem er ihn 
sehr weit von sich weghält)

Such' Sie in meiner Tasch' meine Brillen

(Sehr mißtrauisch)

Nein! Such' Sie nicht. 
Kann sie Geschriebnes lesen? Da
!
ANNINA 
(nimmt den Brief und liest)
"Herr Kavalier! 
Den morgigen Abend hätt' i frei.
Sie ham mir schon g'fallen, nur g'schämt
hab i mi vor die fürstli'n Gnade,
weil i noch gar so jung bin. 
Das bewute Mariandel,
Kammerzofel und Verliebte.
Wenn der Herr Kavalier 
den Namen nit schon vergessen hat.
I wart' auf Antwort"

BARON 
(entzückt)
Sie wart' auf Antwort!
Geht all's recht am Schnürl, so wie zu Haus'
und hat noch einen andren Schick dazu

(Sehr lustig)

Ich hab' halt schon einmal 
ein Lerchenauisch' Glück

(Sehr vergnügt)

Komm' Sie nach Tisch, 
geb' Ihr die Antwort nachher schriftlich

ANNINA
Ganz zu Befehl, Herr Kavalier. 
Vergessen nicht die Botin?

BARON 
(sie überhörend, vor sich)
"Ohne mich, ohne mich, jeder Tag dir so lang"

ANNINA 
(dringlicher)
Vergessen nicht der Botin, Euer Gnade!

BARON
Schon gut.
"Mit mir, mit mir, keine Nacht dir zu lang
"
(Annina macht nochmals eine Gebärde des
Geldforderns. Baron zu Annina)

Das später. All's auf einmal. Dann zum Schluß.
Sie wart' auf Antwort. Tret' Sie ab indessen.
Schaff' Sie ein Schreibzeug 
in mein Zimmer hin dort drüben,
da ich die Antwort dann diktiere!

(Annina ab, nicht ohne mit einer 
drohenden Gebärde hinter des Barons
Rücken angezeigt zu haben, da sie sich
bald für sinnen Geiz rächen werde. Baron
tut noch einen letzten Schluck, im Abgehen,
von seinen Leuten begleitet, behaglich)

"Mit mir, mit mir, keine Nacht dir zu lang"

(Der Vorhang fällt langsam. Schluß 
des zweiten Aufzuges)
EL BARÓN
¿De quién me estáis hablando?

ANITA 
(todavía más cerca)
Tengo que entregarla en propia mano

EL BARÓN
¡Necesito aire!

(Los criados retroceden y con sus
habituales malos modos toman la
jarra de vino y beben de ella)

¡Mostradme ese papel!

(Con la mano izquierda abre la carta
con brusquedad, tratando de leerla
manteniéndola a cierta distancia)

¡Buscad las gafas en mi bolsillo!

(Con suspicacia)

¡No, dejadlo!
¿Podéis leerla vos misma?

ANITA 
(toma la carta y lee)
Señor caballero, 
mañana por la tarde "estó" libre.
"Mapetece" mucho verle, pero 
delante de Su "Altesa" la Princesa
me da vergüenza, porque 
"toavía" soy "mu" joven.
Ya sabéis que soy Mariandel, 
la camarera y estoy "enamorá".
Ojalá que no se haya "olvidao" de mí.
Espero respuesta

EL BARÓN 
(con encanto)
¡Ella espera una respuesta!
Todo marcha viento en popa.
No se puede negar que tiene estilo

(Muy alegre)

Desde luego, 
tengo la suerte de los Lerchenau

(Muy divertido)

Venid después de la cena. 
Os daré mi respuesta por escrito

ANITA
Se hará lo que gustéis, señor.
¿No os olvidáis de la recompensa?

EL BARÓN 
(para sí, fingiendo no oírla)
"Lejos de mí, los días serán tristes"

ANITA 
(con insistencia)
¡No os olvidéis de la recompensa!

EL BARÓN
Muy bien.
"Junto a mí, ninguna noche será larga"

(Anita hace gestos reclamando su
recompensa. El barón a Anita)

Al final, cuando todo haya terminado.
Ella espera una respuesta. 
Ocuparos de que haya pluma, tinta 
y papel en mi escritorio.
¡Así podré dictar mi respuesta!

(Anita se marcha, no sin antes hacer
un gesto amenazador detrás del 
barón que pone de manifiesto que 
por su avaricia se vengará en breve.
El barón bebe un último sorbo y,
lentamente, se marcha)

"Junto a mí, ninguna noche será larga"

(El telón cae despacio.
Concluye el acto segundo)

Acto III