TRISTÁN E ISOLDA

 

Personajes

MARKE

TRISTÁN

ISOLDA

BRANGANIA

KURWENAL

MELOT

Rey de Cornualles

            Sobrino de Marke y Amante de Isolda         

Princesa Irlandesa y Esposa de Marke

Doncella de Isolda

Lugarteniente de Tristán

Caballero de Marke

Bajo

Tenor

Soprano

Mezzosoprano

Barítono

Barítono

 

La acción tiene lugar en Cornualles (Inglaterra) y Bretaña (Francia) durante la Edad Media.

 

ERSTER AUFZUG                       


(Zur See auf dem Deck von Tristans         
Schiff während der Überfahrt von 
Irland nach Kornwall)

Erster Auftritt

STIMME EINES JUNGEN SEEMANNS
Westwärts
schweift der Blick:
ostwärts
streicht das Schiff.
Frisch weht der Wind
der Heimat zu:
mein irisch Kind,
wo weilest du?
Sind's deiner Seufzer Wehen,
die mir die Segel blähen?
Wehe, wehe, du Wind!
Weh, ach wehe, mein Kind!
Irische Maid,
du wilde, minnige Maid!

ISOLDE
(jäh auffahrend)
Wer wagt mich zu höhnen?

(Sie blickt verstört um sich.)

Brangäne, du?
Sag - wo sind wir?

BRANGÄNE
Blaue Streifen
steigen im Osten auf;
sanft und schnell
segelt das Schiff:
auf ruhiger See vor Abend
erreichen wir sicher das Land.

ISOLDE
Welches Land?

BRANGÄNE
Kornwalls grünen Strand.

ISOLDE
Nimmermehr!
Nicht heut' noch morgen!

BRANGÄNE
(eilt bestürzt zu Isolde)
Was hör' ich? Herrin! Ha!

ISOLDE
(wild vor sich hin)
Entartet Geschlecht!
Unwert der Ahnen!
Wohin, Mutter,
vergabst du die Macht,
über Meer und Sturm zu gebieten?
O zahme Kunst
der Zauberin,
die nur Balsamtränke noch braut!
Erwache mir wieder,
kühne Gewalt;
herauf aus dem Busen,
wo du dich bargst!
Hört meinen Willen,
zagende Winde!
Heran zu Kampf
und Wettergetös'!
Zu tobender Stürme
wütendem Wirbel!
Treibt aus dem Schlaf
dies träumende Meer,
weckt aus dem Grund
seine grollende Gier!
Zeigt ihm die Beute,
die ich ihm biete!
Zerschlag es dies trotzige Schiff,
des zerschellten Trümmer verschling's!
Und was auf ihm lebt,
den wehenden Atem,
den laß ich euch Winden zum Lohn!

BRANGÄNE
(im äußersten Schreck, um Isolde 
sich bemühend)
O weh!
Ach! Ach
des Übels, das ich geahnt!
Isolde! Herrin!
Teures Herz!
Was bargst du mir 
so lang?
Nicht eine Träne
weintest du Vater und Mutter;
kaum einen Gruß
den Bleibenden botest du.
Von der Heimat scheidend
kalt und stumm,
bleich und schweigend
auf der Fahrt;
ohne Nahrung,
ohne Schlaf;
starr und elend,
wild verstört:
wie ertrug ich,
so dich sehend,
nichts dir mehr zu sein,
fremd vor dir zu stehn?
O, nun melde,
was dich müht!
Sage, künde,
was dich quält!
Herrin Isolde,
trauteste Holde!
Soll sie wert sich dir wähnen,
vertraue nun Brangänen!

ISOLDE
Luft! Luft!
Mir erstickt das Herz!
Öffne! Öffne dort  weit!

(Brangäne zieht eilig die Vorhänge 
in der Mitte auseinander.)
PRIMER ACTO


(En el mar, sobre la cubierta del                  
navío de Tristán, durante la travesía
desde Irlanda a Cornualles)

Primera Escena

VOZ DE UN JOVEN MARINERO
Hacia el occidente
vaga la mirada.
Hacia el oriente
navega el bajel.
El fresco soplo del viento
hacia la patria nos lleva:
mi niña irlandesa,
¿dónde estás?
¿Es el hálito de tus suspiros,
el que hincha las velas?
¡Sopla, sopla, tú, viento!
¡Ay de ti, que sufres, niña mía!
Hija de Irlanda,
tú, indómita, ¡amorosa doncella!

ISOLDA
(estremeciéndose.)
¿Quién se atreve a vejarme?

(Mira a su alrededor.)

Brangania, ¿tú?
Dime... ¿dónde estamos?

BRANGANIA
Franjas azules
se elevan al poniente;
suave y veloz
navega el navío.
Con mar tranquila, antes del ocaso
seguramente llegaremos a tierra.

ISOLDA
¿De qué país?

BRANGANIA
A las verdes costas de Cornualles.

ISOLDA
¡Jamás!
¡Ni hoy ni mañana!

BRANGANIA
(acercándose consternada a Isolda)
¿Qué oigo? ¡Señora! ¡Ah!

ISOLDA
(hablando consigo misma)
¡Raza degenerada!
¡Indigna de tus antepasados!
¿A quién, madre, 
cediste el poder de desencadenar 
la tormenta sobre el mar?
¡Oh manso arte
de la hechicera
que sólo sabe hacer bálsamos!
¡Despierta de nuevo,
poder intrépido,
resurge del seno
en que te ocultas!
¡Oíd mis deseos,
tímidos vientos!
¡Venid a la lucha
con estruendo tempestuoso!
En el furibundo torbellino
de la mas ruidosa borrasca!
¡Despertad de su sopor
al mar que duerme,
agitad en el abismo
sus rencorosas furias!
¡Mostradles la presa
que les ofrezco!
¡Destrocen la altiva nave,
que devoren sus rotos despojos!
Y cuanto en ella existe
y tiene un soplo de vida
te lo entrego viento, ¡en recompensa!

BRANGANIA
(con gran terror, se acerca 
tímidamente a Isolda)
¡Oh desdicha!
¡Ay! ¡Ah!
¡Desgracia que había presentido!
¡Isolda! 
¡Señora!
¡Corazón amado!
¿Qué me has ocultado tanto tiempo?
Ni una lágrima derramaste 
por tu padre ni tu madre;
apenas un saludo dirigiste 
a los que allí se quedaron.
De la patria te apartaste
muda y fría,
pálida y silenciosa
permaneciste durante la travesía
sin alimentarte,
sin dormir;
inmóvil y abatida,
y locamente perturbada.
¿Sabes cuanto he sufrido
al ver tu pena
sin que nada te consuele,
sintiéndome una extraña a tu lado?
¡Oh, descúbreme
cuanto te apena!
¡Habla, revélame
tu tormento!
¡Isolda, señora mía,
tan querida y hermosa,
si aún soy digna de ti,
confía en tu Brangania!

ISOLDA
¡Aire! ¡Aire!
¡Se me ahoga el corazón!
¡Abre! ¡Abre del todo!

(Brangania abre precipitadamente 
los tapices del centro.)

Zweiter Auftritt

STIMME DES JUNGEN SEEMANNS
Frisch weht der Wind
der Heimat zu:
mein irisch Kind,
wo weilest du?
Sind's deiner Seufzer Wehen,
die mir die Segel blähen?
Wehe, wehe, du Wind!
Weh, ach wehe, mein Kind!

ISOLDE
(deren Blick sogleich Tristan fand
und starr auf ihn geheftet blieb,
dumpf für sich)
Mir erkoren
mir verloren
hehr und heil,
kühn und feig!
Todgeweihtes Haupt!
Todgeweihtes Herz!

(zu Brangäne)

Was hältst du von dem Knechte?

BRANGÄNE
(ihrem Blicke folgend)
Wen  meinst du?

ISOLDE
Dort den Helden,
der meinem Blick
den seinen birgt,
in Scham und Scheue
abwärts schaut.
Sag, wie dünkt er dich?

BRANGÄNE
Frägst du nach Tristan
teure Frau
dem Wunder aller Reiche,
dem hochgepriesnen Mann,
dem Helden ohne Gleiche,
des Ruhmes Hort und Bann?

ISOLDE
(sie verhöhnend)
Der zagend vor dem Streiche
sich flüchtet, wo er kann,
weil eine Braut er als Leiche
für seinen Herrn gewann!
Dünkt es dich dunkel,
mein Gedicht?
Frag ihn denn selbst,
den freien Mann,
ob mir zu nahn er wagt?
Der Ehren Gruß
und zücht'ge Acht
vergißt der Herrin
der zage Held,
daß ihr Blick ihn nur nicht erreiche,
den Helden ohne Gleiche!
O, er weiß
wohl, warum!
Zu dem Stolzen geh',
meld' ihm der Herrin Wort!
Meinem Dienst bereit,
schleunig soll er mir nahn.

BRANGÄNE
Soll ich ihn bitten,
dich zu grüßen?

ISOLDE
Befehlen ließ
dem Eigenholde
Furcht der Herrin
Ich, Isolde!

(Auf Isoldes gebieterischen Wink
entfernt sich Brangäne und schreitet
verschämt dem Deck entlang dem
Steuerbord zu.)

KURWENAL
(der Brangäne kommen sieht, zupft,
ohne sich zu erheben, Tristan am 

Gewande)
Hab acht, Tristan!
Botschaft von Isolde.

TRISTAN
(auffahrend)
Was ist? Isolde?

(Er faßt sich schnell, als Brangäne
vor ihm anlangt und sich verneigt.)

Von meiner Herrin?
Ihr gehorsam, 
was zu hören
meldet höfisch
mir die traute Magd?

BRANGÄNE
Mein Herre Tristan,
Euch zu sehen
wünscht Isolde,
meine Frau.

TRISTAN
Grämt sie die lange Fahrt,
die geht zu End';
eh noch die Sonne sinkt,
sind wir am Land.
Was meine Frau mir befehle,
treulich sei's erfüllt.

BRANGÄNE
So mög' Herr Tristan
zu ihr gehn:
das ist der Herrin Will'.

TRISTAN
Wo dort die grünen Fluren
dem Blick noch blau sich färben,
harrt mein König
meiner Frau:
zu ihm sie zu geleiten,
bald nah ich mich der Lichten:
keinem gönnt' ich
diese Gunst.

BRANGÄNE
Mein Herre Tristan,
höre wohl;
deine Dienste 
will die Frau,
daß du zur Stell' ihr nahtest
dort, wo sie deiner harrt.

TRISTAN
Auf  jeder Stelle,
wo ich steh',
getreulich dien' ich ihr,
der Frauen höchster Ehr';
ließ ich das Steuer
jetzt zur Stund',
wie lenkt' ich sicher den Kiel
zu König Markes Land?

BRANGÄNE
Tristan, mein Herre!
Was höhnst du mich?
Dünkt dich nicht deutlich
die tör'ge Magd,
hör' meiner Herrin Wort!
So, hieß sie, sollt' ich sagen:
befehlen ließ
dem Eigenholde
Frucht der Herrin
sie, Isolde.

KURWENAL
(aufspringend)
Darf ich die Antwort sagen?

TRISTAN
Was wohl erwidertest du?

KURWENAL
Das sage sie
der Frau Isold'!
Wer Kornwalls Kron'
und Englands Erb'
an Irlands Maid vermacht
der kann der Magd
nicht eigen sein,
die selbst dem Ohm er schenkt.
Ein Herr der Welt
Tristan der Held!
Ich ruf's: 
du sag's, und grollten
mir tausend Frau Isolden!

(Da Tristan durch Gebärden ihm zu
wehren sucht und Brangäne entrüstet
sich zum Weggehen wendet, singt
Kurwenal der zögernd sich
Entfernenden mit höchster Stärke nach)

"Herr Morold zog
zu Meere her,
in Kornwall Zins zu haben;
ein Eiland schwimmt
auf ödem Meer,
da liegt er nun begraben!
Sein Haupt doch hängt
im Irenland,
als Zins gezahlt
von Engeland:
Hei! unser Held Tristan,
wie der Zins zahlen kann!"

(Kurwenal, von Tristan fortgescholten,
ist in den Schiffsraum hinabgestiegen;
Brangäne, in Bestürzung zu Isolde
zurückgekehrt, schließt hinter sich
die Vorhänge, während die ganze
Mannschaft außen sich hören läßt.)

ALLE MÄNNER
"Sein Haupt doch hängt
im Irenland,
als Zins gezahlt
von Engeland:
Hei! unser Held Tristan
wie der Zins zahlen kann!

Segunda Escena

VOZ DEL JOVEN MARINERO
El soplo fresco del viento
nos lleva hacia la patria,
mi niña irlandesa,
¿dónde estás?
¿Es acaso el hálito de tus suspiros,
el que hincha mis velas?
¡Sopla, sopla, viento!
¡Ay de ti, que sufres, niña mía!

ISOLDA
(cuya mirada ha encontrado enseguida
a Tristán. Mirándolo fíjamente habla
consigo misma)
¡Por mí elegido
por mí perdido,
noble y puro,
osado y cobarde!
¡Cabeza consagrada a la muerte!
¡Corazón consagrado a la muerte!

(a Brangania)

¿Qué piensas de aquel siervo?

BRANGANIA
(siguiendo su mirada)
¿A quién te refieres?

ISOLDA
A aquél héroe
que ante mi mirada
oculta la suya
y vergonzoso y tímido
baja los ojos.
Dime, ¿qué te parece?

BRANGANIA
¿Preguntas por Tristán
querida señora,
por la admiración de todos los reinos,
por el varón más enaltecido,
por el héroe sin par,
tesoro y asilo de la gloria?

ISOLDA
(irónicamente)
¡El que temeroso ante la lucha,
se desliza donde puede,
porque en vez de novia, un cadáver,
conquistó para su amo!
¿Te parece enigmático
lo que te cuento?
Interroga tú misma,
al valiente caballero,
si se atreve a acercarse a mí.
¡El saludo de homenaje
y las respetuosas atenciones
debidas a su señora, olvidó
el tímido héroe,
para no afrontar mi mirada...
el héroe sin igual!
¡Oh, él sabe
bien por qué!
¡Ve hasta el orgulloso
y comunícale el mandato de su reina!
Que dispuesto a servirme,
se acerque al instante.

BRANGANIA
¿He de rogarle
que venga a saludarte?

ISOLDA
¡Transmite la orden
a mi vasallo,
de que respete a su señora,
a mí, Isolda!

(A un ademán imperativo de Isolda,
Brangania se aleja pasando por 
delante
de los marineros, hasta la
popa.)


KURWENAL
(al ver acercarse a Brangania y
permaneciendo sentado, tira del
manto a Tristán)
¡Atención Tristán!
Mensaje de Isolda.

TRISTAN
(estremeciéndose)
¿Qué dices? ¿Isolda?

(se recobra cuando Brangania se
acerca y se inclina ante él)

¿De mi señora?
¿Qué cortés mensaje
trae la fiel doncella
para comunicar 
a este celoso servidor?

BRANGANIA
Mi señor Tristán,
veros
es el deseo de Isolda,
mi señora

TRISTAN
Si está triste por la larga travesía,
el viaje toca ya a su fin;
antes de ponerse el sol,
estaremos en tierra.
Cuanto ordene mi señora
será cumplido fielmente.

BRANGANIA
Entonces, señor Tristán
que vengáis a su presencia,
es la voluntad de mi señora.

TRISTAN
Allá, donde los verdes campos
se ven aún teñidos de azul,
espera mi soberano
a mi señora;
para acompañarla hasta él,
pronto me presentaré ante la bella;
a nadie cedería 
ese favor.

BRANGANIA
Señor Tristán,
escucha bien,
mi señora desea 
que le rindas pleitesía
presentándote al momento
allí donde ella te aguarda.

TRISTAN
En todo lugar
donde me halle,
he de servir fielmente
a la gloria de todas las mujeres;
pero si abandonara el timón
en este momento,
¿cómo podría guiar seguro el navío,
hacia las tierras del rey Marke?

BRANGANIA
¡Mi señor Tristán!
¿Te burlas de mí?
¡Si no te parecen claras las palabras
de la humilde criada,
escucha las de mi señora!
Así me mandó que te dijera:
"transmite la orden
a mi vasallo
de que respete a su señora,
a mí, Isolda."

KURWENAL
(alzándose)
¿Puedo darle respuesta?

TRISTAN
¿Qué contestarías?

KURWENAL
¡Que responda esto
a la señora Isolda!:
Quien la corona de Cornualles
y la herencia de Inglaterra
cede, a una hija de Irlanda,
no puede de ella ser vasallo,
pues él mismo, 
se la ha ofrecido a su tío.
¡Señor del mundo
es el héroe Tristán!
¡Yo lo pregono, repítelo tú,
aunque me guarden rencor
mil señoras Isoldas!

(Mientras Tristán trata de hacerle
callar y Brangania se dispone a
retirarse, Kurwenal canta
con rudeza a la doncella, que se
aleja azorada)

"El señor Morold fue
en su nave
a cobrar el tributo de Cornualles;
una isla flota
en el desierto mar
y allí esta sepultado.
Su cabeza cuelga
en tierras de Irlanda
cual tributo pagado
por Inglaterra:
¡Salve a nuestro héroe Tristán,
que supo como pagar el tributo!"

(Kurwenal, reprendido por Tristán,
baja a los camarotes de popa;
Brangania, muy turbada, corre hacia
Isolda, dejando caer tras de sí
los tapices que cierran el pabellón
donde ésta se encuentra.)

TODOS LOS HOMBRES
"Pero su cabeza cuelga
en tierras de Irlanda,
cual tributo pagado
por Inglaterra:
¡Salve a nuestro héroe Tristán,
que supo como pagar el tributo!

Dritter Auftritt

(Isolde und Brangäne allein. Isolde
erhebt sich mit verzweiflungsvoller
Wutgebärde. Brangäne stürzt ihr zu
FüBen)

BRANGÄNE
Weh, ach wehe!
dies zu dulden!

ISOLDE
(dem furchtbarsten Ausbruche nahe,
schnell sich zusammenraffend)
Doch nun von Tristan!
Genau will ich's vernehmen.

BRANGÄNE
Ach, frage nicht!

ISOLDE
Frei sag's ohne Furcht!

BRANGÄNE
Mit höf'schen Worten
wich er aus.

ISOLDE
Doch als du deutlich mahntest?

BRANGÄNE
Da ich zur Stell'
ihn zu dir rief:
wo er auch steh',
so sagte er,
getreulich dien' er ihr,
der Frauen höchster Ehr';
ließ' er das Steuer
jetzt zur Stund,
wie lenkt' er sicher den Kiel
zu König Markes Land?

ISOLDE
(schmerzlich bitter)
"Wie lenkt' er sicher den Kiel
zu König Markes Land."

(grell und heftig)

Den Zins ihm auszuzahlen,
den er aus Irland zog!

BRANGÄNE
Auf deine eignen Worte,
als ich, ihm die entbot,
ließ seinen Treuen Kurwenal...

ISOLDE
Den hab' ich wohl vernommen,
kein Wort, 
das mir entging.
Erfuhrest du meine Schmach,
nun höre, was sie mir schuf.
Wie lachend sie
mir Lieder singen,
wohl könnt' auch ich erwidern!
Von einem Kahn,
der klein und arm
an Irlands Küste schwamm,
darinnen krank
ein siecher Mann
elend im Sterben lag.
Isoldes Kunst
ward ihm bekannt;
mit Heilsalben
und Balsamsaft
der Wunde, die ihn plagte,
getreulich pflag sie da.
Der Tantris
mit sorgender List sich nannte,
als Tristan
Isold' ihn bald erkannte,
da in des Müß'gen Schwerte
eine Scharte sie gewahrte,
darin genau
sich fügt' ein Splitter
den einst im Haupt
des Iren-Ritter,
zum Hohn ihr heimgesandt,
mit kund'ger Hand sie fand.
Da schrie's mir auf
aus tiefstem Grund!
Mit dem hellen Schwert
ich vor ihm stund,
an ihm, dem Überfrechen
Herrn Morolds Tod zu rächen.
Von seinem Lager
blickt' er her,
nicht auf das Schwert,
nicht auf die Hand,
er sah mir in die Augen
Seines Elendes
jammerte mich;
das Schwert - ich ließ es fallen!
Die Morold schlug die Wunde, 
sie heilt' ich, daß er gesunde,
und heim nach Hause kehre,
mit dem Blick 
mich nicht mehr beschwere!

BRANGÄNE
O Wunder! 
Wo hatt' ich die Augen?
Der Gast, den einst
ich pflegen half?

ISOLDE
Sein Lob hörtest du eben:
"Hei! unser Held Tristan"
der war jener traur'ge Mann.
Er schwur mit tausend Eiden
mir ew'gen Dank und Treue!
Nun hör, wie ein Held
Eide hält!
Den als Tantris 
Unerkannt ich entlassen,
als Tristan
kehrt' er kühn zurück;
auf stolzem Schiff,
von hohem Bord,
Irlands Erbin
begehrt er zur Eh'
für Kornwalls müden König,
für Marke, seinen Ohm.
Da Morold lebte,
wer hätt' es gewagt
uns je solche Schmach zu bieten?
Für der zinspflicht'gen
Kornen Fürsten
um Irlands Krone zu werben!
Ach, wehe mir!
Ich ja war's,
Die heimlich selbst
die Schmach sich schuf.
Das rächende Schwert,
statt es zu schwingen,
machtlos ließ ich's fallen!
Nun dien' ich dem Vasallen!

BRANGÄNE
Da Friede, Sühn' und Freundschaft
von allen ward beschworen,
wir freuten uns all' des Tags;
wie ahnte mir da,
daß dir es Kummer schüf'?

ISOLDE
O blinde Augen!
Blöde Herzen!
Zahmer Mut,
verzagtes Schweigen!
Wie anders prahlte
Tristan aus,
was ich verschlossen hielt!
Die schweigend ihm
das Leben gab,
vor Feindes Rache
ihn schweigend barg;
was stumm ihr Schutz
zum Heil ihm schuf,
mit ihr gab er 
es preis!
Wie siegprangend
heil und hehr,
laut und hell
wies er auf mich:
"Das wär' ein Schatz,
mein Herr und Ohm.
Wie dünkt euch die zur Eh'?
Die schmucke Irin 
hol' ich her;
mit Steg und Wegen 
wohlbekannt,
ein Wink, ich flieg'
nach Irenland;
Isolde, die ist euer!
mir lacht das Abenteuer!"
Fluch dir, Verruchter!
Fluch deinem Haupt!
Rache! Tod!
Tods uns beiden!

BRANGÄNE
(mit ungestümer Zärtlichkeit auf
Isolde stürzend.)
O Süße! Traute!
Teure! Holde!
Goldne Herrin!
Lieb' Isolde!

(Sie zieht Isolde allmählich nach
dem Ruhebett.)

Hör' mich! Komme!
Setz' dich her!
Welcher Wahn!
Welch eitles Zürnen!
wie magst du dich betören,
nicht hell zu seh'n noch hören?
Was je Herr Tristan
dir verdankte,
sag', konnt' er's höher lohnen,
als mit der herrlichsten der Kronen?
So dient, 'er treu
dem edlen Ohm;
dir gab er der Welt
begehrlichsten Lohn:
dem eignen Erbe, 
echt und edel,
entsagt' er zu deinen Füßen,
als Königin dich zu grüßen!

(Isolde wendet sich ab.)

Und warb er Marke
dir zum Gemahl,
wie wolltest du die Wahl doch schelten,
muß er nicht wert dir gelten?
Von edler Art
und mildem Mut,
wer gliche dem Mann
an Macht und Glanz?
Dem ein hehrster Held
so treulich dient,
wer möchte sein Glück nicht teilen,
als Gattin bei ihm weilen?

ISOLDE
(starr vor sich hinblickend)
Ungeminnt 
den hehrsten Mann
stets mir nah zu sehen,
wie könnt'ich die Qual bestehen?

BRANGÄNE
Was wähnst du Arge?
Ungeminnt?

(Sie nähert sich schmeichelnd und
kosend Isolden.)

Wo lebte der Mann
der dich nicht liebte?
der Isolden säh',
und in Isolden 
selig nicht ganz verging?
Doch, der dir erkoren,
wär' er so kalt,
zög' ihn von dir
ein Zauber ab:
den bösen wüßt' ich
bald zu binden,
hin bannte der Minne Macht.

(Mit geheimnisvoller Zutraulichkeit
ganz zu Isolde.)

Kennst du der Mutter 
Künste nicht?
Wähnst du die alles 
klug erwägt,
ohne Rat in fremdes Land
hätt' sie mit dir mich entsandt?

ISOLDE
(düster)
Der Mutter Rat
gemahnt mich recht;
willkommen preis' ich
ihre Kunst -
Rache für den Verrat -
Ruh' in der Not dem Herzen!
Den Schrein dort bring' mir her!

BRANGÄNE
Er birgt, was Heil dir frommt.

(Sie holt eine kleine goldne Truhe
herbei, öffnet sie und deutet auf
ihren Inhalt.)

So reihte sie die Mutter,
die mächt'gen Zaubertränke.
Für Weh und Wunden
Balsam hier;
für böse Gifte
Gegengift.

(Sie zieht ein Fläschchen hervor.)

Den hehrsten Trank,
ich halt' ihn hier.

ISOLDE
Du irrst, ich kenn' ihn besser
ein starkes Zeichen
schnitt ich ihm ein.

(Sie ergreift ein Fläschchen und
zeigt es.)

Der  Trank ist's, der mir taugt!

BRANGÄNE
(weicht entsetzt zurück)
Der Todestrank!

SCHIFFSVOLK
(von außen)
Ho! He! Ha! He!
Am Untermast
die Segel ein!
Ho! He! Ha! He!

ISOLDE
Das deutet schnelle Fahrt.
Weh mir! Nahe das Land!1

Tercera Escena

(Isolda y Brangania solas. Isolda se
incorpora con expresión de cólera y
desesperación, mientras Brangania
se precipita a sus pies)

BRANGANIA
¡Desdicha, ah dolor!
¡Tolerar tales ofensas!

ISOLDA
(parece que va a liberar su cólera,
pero termina conteniéndose)
¡La respuesta de Tristán!
Quiero conocerla exactamente.

BRANGANIA
¡Oh, no me la pidas!

ISOLDA
¡Habla con franqueza y sin temor!

BRANGANIA
Con palabras corteses
contestó con evasivas.

ISOLDA
¿Y cuando le precisaste mi mandato?

BRANGANIA
Cuando a tu presencia
le dije que viniese al instante,
me respondió:
"Serviré fielmente
donde quiera que me encuentre,
a la gloria de todas las mujeres;
pero si abandonara el timón
en este momento,
¿cómo podría guiar seguro el navío,
hacia las tierras del rey Marke?"

ISOLDA
(con profunda amargura)
"Cómo podría guiar seguro el navío,
hacia las tierras del rey Marke."

(con tono agudo y vehemente)

¡Para llevarle el tributo
cobrado en Irlanda!

BRANGANIA
Y cuando tus propias palabras
le repetí, según me ordenaste,
permitió a su fiel Kurwenal...

ISOLDA
Escuché todo claramente
sin perder una palabra.
Si oíste mi afrenta,
escucha ahora cual fue su causa.
Burlándose de mí
entonan ellos sus canciones,
¡conoce lo que yo les replicaría!
En una barca
pequeña y frágil
que erraba por las costas de Irlanda,
yacía enfermo y debilitado, 
un hombre
desvalido y moribundo.
La ciencia de Isolda
le era conocida;
con unturas medicinales
y jugos balsámicos,
la herida que le hacía sufrir,
supo curarle piadosamente.
Tantris
se hizo llamar con cautelosa astucia,
pero en él, a Tristán
pronto reconoció Isolda,
porque la espada del mísero
presentaba una mella,
a la que justamente
se adaptaba un trozo,
encontrado con mano experta
en la cabeza
del caballero irlandés,
que mofándose enviaron a su patria.
¡Lancé un grito 
desde lo más hondo de mi alma!
Empuñando la reluciente espada
me presenté
ante él, el insolente,
para vengar la muerte de Morold.
Desde su lecho
el herido no miraba
el desnudo acero
ni mi mano...
miraba mis ojos.
¡Su miseria
me conmovió!
¡y la espada cayó de mis manos!
Del golpe asestado por Morold,
la herida yo sané,
para que el intruso, 
una vez curado,
regresara a su casa...
¡y no me afligiera más con su mirada!

BRANGANIA
¡Oh maravilla! 
¿Dónde tenía yo los ojos?
¿El huésped aquel a quien
yo te ayudé a curar?

ISOLDA
Acabas de oír los elogios que le hacen:
"Salve a nuestro héroe Tristán",
él era aquel hombre doliente.
Me prometió con mil juramentos,
¡eterna gratitud y lealtad!
¡Acabas de ver cómo un héroe
mantiene sus promesas!
Aquel desconocido Tantris
a quien yo despidiera,
regresó arrogante
en su personificación de Tristán
en una soberbia nave,
de alta borda,
y a la heredera de Irlanda
pidió para esposa
del caduco rey de Cornualles,
para Marke, su tío.
En vida de Morold,
¿quién se hubiese atrevido
a proponernos tal ultraje?
¡Para el tributario
príncipe de Cornualles
pedir la corona de Irlanda!
¡Ah, desventurada de mí!
¡Yo misma fui
la secreta causa
de semejante oprobio!
¡El acero vengador
en vez de blandirlo
lo dejé caer impotente!
Y, ¡ahora debo servir al vasallo!

BRANGANIA
Paz, concordia y amistad
fue jurada por todos
aquel día de regocijo general;
¿cómo había de presentir entonces
que esto te ocasionaría disgusto?

ISOLDA
¡Oh ciegos ojos!
¡Tímidos corazones!
¡Ánimo servil
y cobarde silencio!
¡Proclamaba con jactancia
el mismo Tristán, 
cuanto yo había mantenido oculto!
¡Yo, callando
le di la vida
y de la venganza 
de sus enemigos
mi silencio le sustrajo,
mi mudo amparo
fue su salvación
y a pesar de ello, 
me ofreció en premio!
Con vanidad de conquistador
radiante y altivo
con alta y clara voz,
diría así de mí:
"Es un verdadero tesoro,
mi tío y señor.
¿Qué os parece 
desposaros con ella?
Iré por la joya irlandesa,
conozco bien la ruta
una sola indicación vuestra
y volaré a Irlanda;
¡Isolda será vuestra!
¡La fortuna me sonríe!"...
¡Maldición sobre ti, perjuro!
¡Maldición sobre tu cabeza!
¡Venganza! ¡Muerte!
¡Muerte para ambos!

BRANGANIA
(acercándose llena de ternura e
impetuosidad a Isolda.)
¡Oh dulce! ¡Querida!
¡Amada! ¡Señora!
¡Preciosa reina!
¡Querida Isolda!

(Poco a poco va acercándola al lecho
donde Isolda descansaba.)

¡Escúchame! ¡Ven!
¡Reposa aquí!
¡Qué delirio!
¡Qué vano furor!
¿Cómo puedes ofuscarte
hasta el punto 
de no ver claro ni oír?
¿Pudo el señor Tristán
mejor agradecerte, dime,
que ofreciéndote con digna gratitud,
la más espléndida de las coronas?
Así ha servido fielmente
a su noble tío
y te ha dado en el mundo
la más envidiable recompensa.
¡Con legítima hidalguía, a su propia 
herencia renunció a tus pies,
para saludarte como reina!

(Isolda se gira.)

Y si para Marke
te pidió por esposa,
¿cómo podrías censurar su elección?
¿No es acaso digno de ti?
De noble linaje
y corazón magnánimo,
¿quién iguala a ese hombre,
en esplendor y poderío?
Al más sublime héroe
tiene además por fiel servidor.
¿Quién, para compartir su dicha,
no envidiaría ser su esposa?

ISOLDA
(con la mirada vaga, fija en el vacío.)
Sin amor, 
al más sublime de los hombres
¡verlo siempre cerca de mí!
¿cómo podría sufrir tal tormento?

BRANGANIA
¿Qué sueñas maliciosa?
¿Sin amor?

(Aproximándose a Isolda, la halaga y
la acaricia.)

¿Dónde existirá un hombre,
que pueda no amarte?
¡Que viendo a Isolda,
no cayera anonadado por completo
por los encantos de Isolda!
Pero si tu elegido
fuera insensible y frío
porque de ti, 
lo apartase algún hechizo
yo sabría disipar su apatía
para encadenarle pronto
con el influjo de poderoso amor.

(Misteriosa y confidencialmente,
se va acercando a Isolda.)

¿No conoces acaso, 
las artes de tu madre?
¿Cómo crees que ella,
que piensa con tanta prudencia,
sin consejo a tierra extraña
me hubiese enviado contigo?

ISOLDA
(sombría)
Los consejos de mi madre
recuerdo exactamente;
¡aplaudo y elogio
sus artes...!
¡venganza para la traición!
¡Reposo para el corazón angustiado!
¡Tráeme aquel cofre!

BRANGANIA
Él encierra cuanto te conviene.

(ella trae un cofrecito de oro,
lo abre y muestra su contenido
a Isolda)

Tu madre dispuso en él
poderosos brebajes mágicos.
Para dolores y heridas
he aquí el bálsamo;
para ponzoñas malignas
este es el antídoto.

(tomando un pomo y mostrándoselo)

Pero el más precioso filtro
aquí lo tengo.

ISOLDA
Te engañas, yo conozco otro mejor,
una generosa porción
separé de él.

(toma una pequeña ampolla y se
la muestra)

¡Este es el filtro que utilizaré!

BRANGANIA
(retrocediendo espantada)
¡El brebaje de muerte!

MARINEROS
(desde el exterior)
¡Ho! ¡He! ¡Ha! ¡He!
Al palo mayor,
¡recoged las velas!
¡Ho! ¡He! ¡Ha! ¡He!

ISOLDA
Esto indica que apresuran la travesía.
¡Ay de mí! ¡La tierra está próxima!

Vierter Auftritt

KURWENAL
Auf! Auf! 
Ihr Frauen!
Frisch und froh!
Rasch gerüstet!
Fertig nun, hurtig und flink!

(gemessener)

Und Frau Isolden
soll' ich sagen
von Held Tristan
meinem Herrn:
Vom Mast der Freude Flagge
sie wehe lustig ins Land;
in Markes Königschlosse
mach' sie ihr Nah'n bekannt.
Drum Frau Isolde
bät' er eilen,
fürs Land sich zu bereiten,
daß er sie könnt' geleiten.

ISOLDE
(nachdem sie zuerst bei der Meldung
in Schauer zusammengefahren, gefaßt
und mit Würde)
Herrn Tristan bringe
meinen Gruß
und meld' ihm, was ich sage.
Sollt' ich zur Seit' ihm gehen,
vor König Marke zu stehen,
nicht möcht' es nach Zucht
und Fug geschehn,
empfing ich Sühne 
nicht zuvor
für ungesühnte Schuld:
drum such er meine Huld!
Du merke wohl, 
und meld' es gut!
Nicht woll' ich mich bereiten,
ans Land ihn zu begleiten;
nicht werd' ich zur Seit' ihm gehen,
vor König Marke zu stehen;
begehrte Vergessen
und Vergeben nach Zucht und Fug
er nicht zuvor
für ungebüßte Schuld:
die böt' ihm meine Huld!

KURWENAL
Sicher wißt,
das sag' ich ihm'
nun harrt, wie er mich hört!

(Er geht schnell zurück. Isolde eilt auf
Brangäne zu und umarmt sie heftig.)

ISOLDE
Nun leb' wohl, Brangäne!
Grüß mir die Welt,
grüße mir Vater und Mutter!

BRANGÄNE
Was ist? 
Was sinnst du?
Wolltest du fliehn?
Wohin soll ich dir folgen?

ISOLDE
(faßt sich schnell)
Hörtest du nicht?
Hier bleib' ich,
Tristan will ich erwarten.
Getreu befolg' 
was ich befehl',
den Sühnetrank
rüste schnell;
du weißt, den ich dir wies?

(sie entnimmt dem Schrein
das Fläschchen)

BRANGÄNE
Und welchen Trank?

ISOLDE
Diesen Trank!
In die goldne Schale 
gieß' ihn aus;
gefüllt faßt sie ihn ganz.

BRANGÄNE
(voll Grausen das Fläschchen
empfangend)
Trau ich dem Sinn?

ISOLDE
Sei du mir treu!

BRANGÄNE
Den Trank - für wen?

ISOLDE
Wer mich betrog. -

BRANGÄNE
Tristan?...

ISOLDE
Trinke mir Sühne!

BRANGÄNE
(zu Isoldes Füßen stürzend)
Entsetzen!
Schone mich Arme!

ISOLDE
(sehr heftig)
Schone du mich,
untreue Magd!
Kennst du der Mutter 
Künste nicht?
Wähnst du, die alles 
klug erwägt,
Ohne Rat in fremdes Land
hätt' sie mit dir mich entsandt?
Für Weh und Wunden
gab sie Balsam,
für böse Gifte
Gegengift;
für tiefstes Weh,
für höchstes Leid,
gab sie den Todestrank.
Der Tod nun 
sag ihr Dank!

BRANGÄNE
(kaum ihrer mächtig)
O tiefstes Weh!

ISOLDE
Gehorchst du mir nun?

BRANGÄNE
O höchstes Leid!

ISOLDE
Bist du mir treu?

BRANGÄNE
Der Trank?

KURWENAL
(eintretend)
Herr Tristan!

(Brangäne erhebt sich erschrocken 
und verwirrt, Isolde sucht mit 
furchtbarer Anstrengung sich zu 
fassen.)


ISOLDE
(zu Kurwenal)
Herr Tristan trete nah!

Cuarta Escena

KURWENAL
¡Arriba! ¡Arriba! 
¡Doncellas!
¡Con alegría y presteza!
¡Preparaos de inmediato!
¡Acudid listas y diligentes!

(en tono más reposado)

Y a la señora Isolda debo decir
de parte del señor Tristán, mi señor:
que en el mástil más alto
ondea alegre el pabellón
que flameará jubiloso hacia tierra
anunciando, al castillo real de Marke,
la llegada de quien espera.
A la señora Isolda, 
por ello ruega que se apreste
para desembarcar a tierra,
a fin de que él, 
pueda acompañarla.

ISOLDA
(que después de haberse estremecido
de espanto, se repone y contesta con
dignidad)
Al señor Tristán 
lleva mis saludos
y comunícale cuanto voy a decirte.
Si ha de acompañarme
a comparecer ante el rey Marke,
ello no podrá ser, 
conforme al honor y al derecho,
sin antes recibir yo satisfacción
por una deuda no saldada,
por ella implore, pues, 
mi perdón.
¡Atiéndeme bien
y transmite fielmente mis palabras!
No he de prepararme
para acompañarle a tierra
ni a su lado iré
para presentarme ante el rey Marke,
si no implora olvido y perdón,
según el honor y el derecho
y con anticipación,
por esa deuda no saldada aún,
solicitando conseguir mi gracia!

KURWENAL
Perded cuidado, así lo diré.
¡Aguardad mientras tanto
para ver cómo acoge vuestra orden.!

(sale precipitadamente. Isolda cae
con efusión en brazos de Brangania)

ISOLDA
Ahora, ¡adiós Brangania!
Debo despedirme del mundo,
¡saluda a mi padre y a mi madre!

BRANGANIA
¿Qué dices? 
¿Qué piensas?
¿Quieres huir?
¿Adónde debo seguirte?

ISOLDA
(responde enseguida)
¿No has oído?
Aquí he de quedarme.
Quiero esperar a Tristán.
Cumple mis ordenes fielmente.
El filtro de reconciliación
prepara con rapidez;
ya sabes, 
¡el que te mostré antes!

(sacando la ampolla del
cofre)

BRANGANIA
¿Qué filtro?

ISOLDA
¡Este brebaje!
Viértelo 
en el cáliz de oro;
lo llenará por completo.

BRANGANIA
(aterrada, después de tomar
la ampolla)
¿Me engañan mis sentidos?

ISOLDA
¡Sé fiel!

BRANGANIA
El filtro...¿para quién?

ISOLDA
Para el que me engañó.

BRANGANIA
¿Tristán?...

ISOLDA
¡Qué lo beba conmigo!

BRANGANIA
(arrojándose a los pies de Isolda)
¡Qué horror!
¡Apiádate de mí, desventurada!

ISOLDA
(con furor)
¡Apiádate de mí,
doncella infiel!
¿Ignoras las artes de mi madre?
¿Cómo crees que ella,
que piensa en todo 
con tanta prudencia,
a tierra extraña, 
sin consejo,
me hubiese enviado contigo?
Para dolores y heridas
nos dio un bálsamo,
para ponzoñas malignas,
contravenenos;
para la más honda congoja,
para la suprema aflicción
dispuso el brebaje mortal.
¡Oh muerte, eterna gracia!

BRANGANIA
(apenas pudiendo sostenerse)
¡Oh, que honda pena!

ISOLDA
¿Me obedecerás?

BRANGANIA
¡Oh supremo dolor!

ISOLDA
¿Me serás fiel?

BRANGANIA
¿El filtro?

KURWENAL
(entrando)
¡El señor Tristán!

(Brangania se levanta confundida
y desconsolada. Isolda hace un 
violento esfuerzo para poder
dominarse)


ISOLDA
(a Kurwenal)
¡Qué entre el señor Tristán!

Fünfter Auftritt

(Kurwenal geht wieder zurück.
Brangäne, kaum ihrer mächtig, wendet
sich in den Hintergurnd. Isolde, ihr
ganzes Gefühl zur Entscheidung
zusammenfassend, schreitet langsam,
mit groBer Haltung, dem Ruhebett zu,
auf dessen Kopfende sich stützend sie
den Blickfest dem Eingange zuwendet.
Tristan tritt ein und bleibt ehrerbietig
am Eingange stehen. Isolde ist mit
fuchtbarer Aufregung in seinen Anblick
versunken. Langes Schweigen.)

TRISTAN
Begehrt, Herrin,
was Ihr wünscht.

ISOLDE
Wüßtest du nicht,
was ich begehre,
da doch die Furcht,
mir's zu erfüllen,
fern meinem Blick dich hielt?

TRISTAN
Ehrfurcht hielt mich in Acht.

ISOLDE
Der Ehre wenig 
botest du mir;
mit offnem Hohn
verwehrtest du
Gehorsam meinem Gebot.

TRISTAN
Gehorsam einzig
hielt mich in Bann.

ISOLDE
So dankt' ich Geringes
deinem Herrn,
riet dir sein Dienst
Unsitte
gegen sein eigen Gemahl?

TRISTAN
Sitte lehrt,
wo ich gelebt:
zur Brautfahrt
der Brautwerber
meide fern die Braut.

ISOLDE
Aus welcher Sorg'?

TRISTAN
Fragt die Sitte!

ISOLDE
Da du so sittsam
mein Herr Tristan,
auch einer Sitte 
sei nun gemahnt:
den Feind dir zu sühnen,
soll er als Freund dich rühmen.

TRISTAN
Und welchen Feind?

ISOLDE
Frag' deine Furcht!
Blutschuld
schwebt zwischen uns.

TRISTAN
Die ward gesühnt.

ISOLDE
Nicht zwischen uns!

TRISTAN
Im offnen Feld
von allem Volk
ward Urfehde geschworen.

ISOLDE
Nicht da war's,
wo ich Tantris barg,
wo Tristan mir verfiel.
Da stand er herrlich,
hehr und heil;
doch was er schwur,
das schwur, ich nicht:
Zu schweigen hatt' ich gelernt.
Da in stiller Kammer
krank er lag,
mit dem Schwerte stumm
ich vor ihm stund:
schwieg da mein Mund,
bannt' ich meine Hand -
doch was einst mit Hand
und Mund ich gelobt,
das schwur ich schweigend zu halten,
Nun will ich des Eides wallten.

TRISTAN
Was schwurt Ihr, Frau?

ISOLDE
Rache für Morold!

TRISTAN
Müht euch die?

ISOLDE
Wagst du zu höhnen?
Angelobt war er mir,
der hehre Irenheld;
seine Waffen hatt' ich geweiht;
für mich zog er zum Streit.
Da er gefallen
fiel meine Ehr':
in des Herzens Schwere
schwur ich den Eid,
würd, ein Mann
den Mord nicht sühnen,
wollt' ich Magd mich des erkühnen.
Siech und matt
in meiner Macht,
warum ich dich da nicht schlug?
Das sag' dir selbst mit leichtem Fug.
Ich pflag des Wunden,
daß den Heilgesunden
rächend schlüge der Mann,
der Isolden ihn abgewann.
Dein Los nun selber 
magst du dir sagen!
Da die Männer 
sich all' ihm vertragen,
wer muß nun Tristan schlagen?

TRISTAN
(bleich und düster)
War Morold dir so wert,
nun wieder nimm das Schwert,
und führ' es sicher und fest,
daß du nicht dir's entfallen läßt!

(Er reicht ihr sein Schwerter dar.)

ISOLDE
Wie sorgt' ich schlecht
um deinen Herren;
was würde König Marke sagen,
erschlüg' ich ihm
den besten Knecht,
der Kron' und Land ihm gewann,
den allertreusten Mann?
Dünkt dich so wenig,
was er dir dankt,
bringst du die Irin 
ihm als Braut,
daß er nicht schölte,
schlüg' ich den Werber,
der Urfehde-Pfand
so treu ihm liefert zur Hand?
Wahre dein Schwert!
Da einst ich's schwang,
als mir die Rache
im Busen rang:
als dein messender Blick
mein Bild sich stahl,
ob ich Herrn Marke
taugt als Gemahl:
das Schwert - 
da ließ ich's sinken.
Nun laß uns Sühne trinken!

(Sie winkt Brangäne. Diese schaudert
zusammen, schwankt und zögert in
ihrer Bewegung. Isolde treibt sie mit
gesteigerter Gebärde an. Brangäne laßt
sich zur Bereitung des Trankes an.)

SCHIFFSVOLK
Ho! He! Ha! He!
Am Obermast
die Segel ein!
Ho! He! Ha! He!

TRISTAN
(aus düsterem Brüten auffahrend)
Wo sind wir?

ISOLDE
Hart am Ziel!
Tristan, gewinn' ich Sühne?
Was hast du mir zu sagen?

TRISTAN
(finster)
Des Schweigens Herrin
heißt ich schweigen,
fass' ich, was sie verschwieg,
verschweig' ich, was sie nicht faßt.

ISOLDE
Dein Schweigen fass' ich,
weichst du mir aus.
Weigerst du die Sühne mir?

SCHIFFSVOLK
Ho! He! Ha! He!

(Auf Isoldes ungeduldigen Wink reicht
Brangäne ihr die gefüllte Trinkschale.)

ISOLDE
(mit dem Becher zu Tristan tretend,
der ihr starr in die Augen blickt)
Du hörst den Ruf?
Wir sind am Ziel: 
in kurzer Frist
stehn wir
vor König Marke.

(mit leisem Hohne)

Geleitest du mich,
dünkt dich's nicht lieb,
darfst du so ihm sagen
"Mein Herr und Ohm,
sieh die dir an:
ein sanft'res Weib
gewännst du nie.
Ihren Angelobten
erschlug ich ihr einst,
sein Haupt sandt' ich ihr heim;
die Wunde
die seine Wehr mir schuf,
die hat sie hold geheilt;
mein Leben lag
in ihrer Macht:
das schenkte mir
die milde Magd,
und ihres Landes
Schand', und Schmach,
die gab sie mit darein,
dein Ehgemahl zu sein.
So guter Gaben
holden Dank
schuf mir ein süßer
Sühnetrank;
den bot mir ihre Huld
zu sühnen alle Schuld."

SCHIFFSVOLK
Auf das Tau!
Anker Ab!

TRISTAN
(wild auffahrend)
Los den Anker!
Das Steuer dem Strom!
Den Winden Segel und Mast!

(Er entreißt ihr die Trinkschale.)

Wohl kenn' ich Irlands 
Königin
und ihrer Künste 
Wunderkraft
Den Balsam nützt' ich,
den sie bot:
den Becher nehm' ich nun,
daß ganz ich heut' genese.
Und achte auch 
des Sühne-Eids,
den ich zum Dank dir sage.
Tristan Ehre -
Höchste Treu'!
Tristans Elend -
kühnster Trotz!
Trug des Herzens!
Traum der Ahnung!
Ew'ger Trauer 
einz'ger Trost.
Vergessens güt'ger Trank,
dich trink, ich sonder Wank!

(Er setzt an und trinkt.)

ISOLDE
Betrug auch hier?
Mein die Hälfe!

(Sie entwindet ihm den Becher.)

Verräter! Ich trink' sie dir!

(Sie trink. Dann wirft sie die Schale fort.
Beide, von Schauer erfaßt, blicken sich
mit höchster Aufregung, doch mit starrer
Haltung, unverwandt in die Augen, in
deren Ausdruck der Todestrotz bald der
Liebesglut weicht. Zittern ergreift sie.
Sie fassen sich krampfhaft an das Herz
und führen die Hand wieder an die Stirn.
Dann suchen sie sich wieder mit dem
Blick, senken ihn verwirrt und heften
ihn wieder mit steigender Sehnsucht
aufeinander.)

ISOLDE
(mit bebender Stimme)
¡Tristan!

TRISTAN
(überströmend)
¡Isolde!

ISOLDE
(an seine Brust sinkend)
Treuloser Holder!

TRISTAN
(mit Glut sie umfassend)
Seligste Frau!

(Sie verbleiben in stummer
Umarmung. Aus der Ferne vernimmt
man Trompeten.)

RUF DER MÄNNER
Heil! König Marke Heil!

BRANGÄNE
(die, mit abgewandtem Gesicht, voll
Verwirrung und Schauder sich über
den Bord gelehnt hatte, wendet sich
jetzt dem Anblick des in
Liebesumarmung versunkenen Paares
zu und stürzt händeringend voll
Verzweiflung in den Vordergrund.)
Wehe! Weh!
Unabwendbar
ew'ge Not
für kurzen Tod!
Tör'ger Treue
trugvolles Werk
blüht nun jammernd empor!

(Tristan und Isolde fahren aus
der Umarmung auf.)

TRISTAN
(verwirrt)
Was träumte mir
Von Tristans Ehre?

ISOLDE
Was träumte mir
von Isoldes Schmach?

TRISTAN
Du mir verloren?

ISOLDE
Du mich verstoßen?

TRISTAN
Trügenden Zaubers
tückische List!

ISOLDE
Törigen Zürnens
eitles Dräu'n!

TRISTAN
Isolde!

ISOLDE
Tristan!

TRISTAN
Süßeste Maid!

ISOLDE
Trautester Mann!

BEIDE
Wie sich die Herzen
wogend erheben!
Wie alle Sinne
wonnig erbeben!
Sehnender Minne 
schwellendes Blühen,
schmachtender Liebe
seliges Glühen,
Jach in der Brust
jauchzende Lust!
Isolde! Tristan!
Welten-entronnen,
du mir gewonnen!
Du mir einzig bewußt,
höchste Liebeslust!

(Die Vorhänge werden weit
auseinandergerissen; das ganze Schiff
ist mit Rittern und Schiffsvolk bedeckt,
die jubelnd über Bord winken, dem Ufer
zu, das man, mit einer hohen Felsenburg
gekrönt, nahe erblickt. Tristan und
Isolde bleiben, in ihrem gegenseitigen
Anblicke verloren, ohne Wahrnehmung
des um sie Vorgehenden.)

BRANGÄNE
(zu den Frauen, die auf ihren Wink
aus dem Schiffsraum heraufsteigen)
Schnell, den Mantel,
den Königsschmuck!

(Zwischen Tristan und Isolde stürzend.)

Unsel'ge! Auf!
Hört, wo wir sind!

(Sie legt Isolden, die es nicht gewahrt,
den Königsmantel an.)

ALLE MÄNNER
Heil! Heil! Heil!
König Marke Heil!
Heil dem König!

KURWENAL
Heil Tristan!
Glücklicher Held!

ALLE MÄNNER
Heil König Marke!

KURWENAL
Mit reichem Hofgesinde,
dort auf Nachen
naht Herr Marke.
Hei! wie die Fahrt ihn freut,
daß er die Braut sich freit!

TRISTAN
(in Verwirrung aufblickend)
Wer naht?

KURWENAL
Der König!

TRISTAN
Welcher König?

(Kurwenal deutet über Bord.)

ALLE MÄNNER
(die Hüte schwenkend)
Heil! König Marke Heil!

(Tristan starrt wie sinnlos nach
dem Lande.)

ISOLDE
(in Verwirrung)
Was ist, Brangäne?
Welcher Ruf?

BRANGÄNE
Isolde! Herrin!
Fassung nur heut'!

ISOLDE
Wo bin ich? Leb' ich?
Ha! Welcher Trank?

BRANGÄNE
(verzweiflungsvoll)
Der Liebestrank.

ISOLDE
(starrt entsetzt auf Tristan)
Tristan!

TRISTAN
Isolde!

ISOLDE
Muß ich leben?

(Sie stürzt ohnmächtig an seine Brust.)

BRANGÄNE
(zu den Frauen)
Helft der Herrin!

TRISTAN
O Wonne voller Tücke!
O truggeweihtes Glücke!

ALLE MÄNNER
Kornwall Heil!

Quinta Escena

(Kurwenal se retira. Brangania, sin
fuerzas, anonadada, se aleja hacia
el fondo. Isolda, apelando a todas
sus energías para afrontar su
resolución extrema, camina lenta y
majestuosamente hacia el lecho y
apoyándose en él, mira fijamente la
entrada del pabellón, por donde
aparecerá Tristán. Este penetra en
escena y se detiene con respeto en la
entrada. Isolda, con violenta agitación
le mira fijamente. Silencio)

TRISTAN
Ordena, soberana;
dime cuales son tus deseos.

ISOLDA
¿Ignoras acaso
lo que te ordené,
cuando el temor
de cumplirlo
te retuvo apartado de mi vista?

TRISTAN
El respeto me contuvo.

ISOLDA
Pocos honores 
me has rendido;
con manifiesto desprecio
has rehusado
cumplir mis órdenes.

TRISTAN
Tan sólo la obediencia
me retuvo.

ISOLDA
¿Qué gratitud debería tener
a tu señor,
si el servicio le que prestas 
te aconseja ser tan descortés
con su propia prometida?

TRISTAN
Enseñan las buenas costumbres
allí, donde yo he vivido,
que al conducir una novia,
quien la pidió para esposa de otro
debe mantenerse apartado de ella.

ISOLDA
¿Por qué tal cuidado?

TRISTAN
¡Pregúntaselo a la costumbre!

ISOLDA
Si a las costumbres tienes apego,
mi señor Tristán,
recordad también 
este usual precepto:
"Reconcíliate con el enemigo,
si quieres que te ensalce como amigo."

TRISTAN
¿Con qué enemigo?

ISOLDA
¡Pregúntale a tu temor!
Una deuda de sangre
se cierne entre nosotros.

TRISTAN
Fue borrada.

ISOLDA
¡No entre nosotros!

TRISTAN
En campo abierto
ante el pueblo entero
la paz fue jurada.

ISOLDA
No fue allí
donde a Tantris oculté
y donde Tristán estuvo en mi poder.
Allí se mostró altivo
orgulloso y atrevido,
pero lo que entonces él juró
yo no lo juré...
Porque había aprendido a callar.
Cuando en la silenciosa cámara
yacía gravemente enfermo,
muda, espada en mano estuve yo, 
de pie ante él...
Calló mi boca, contuve mi mano...
Pero aquello que entonces, 
mi mano y mi boca, 
cual firme promesa,
juraron mantener en silencio,
ahora quiero cumplir.

TRISTAN
¿Qué jurasteis, señora?

ISOLDA
¡Vengar a Morold!

TRISTAN
¿Y esto os congoja?

ISOLDA
¿Te atreves a burlarte?
¡Era mi prometido
y el más augusto héroe de Irlanda!
Había yo bendecido sus armas
y por mí fue al combate.
Al caer él,
cayó mi honor.
Con mi corazón apesadumbrado
hice el juramento,
que si hombre alguno
no vengaba el crimen,
yo, doncella,
tendría valor para hacerlo.
Cuando herido y abatido
estabas en mi poder,
¿por qué no te quité la vida?
Voy a decirte con claridad la razón.
Yo te curé la herida
para que una vez bien sano,
el vengador pudiera abatir
al vencedor de Isolda.
¡Tu mismo puedes adivinar tu destino!
Puesto que todos los hombres
han pactado con él,
¿quién deberá herir a Tristán?

TRISTAN
(pálido y sombrío)
Puesto que Morold te era tan querido
toma otra vez la espada
y empúñala firme y segura,
¡sin dejarla caer!

(le alarga la espada.)

ISOLDA
¿Cómo podría comportarme tan mal
con tu señor?
¿Qué diría el rey Marke,
si yo hiriese de muerte
a su vasallo preferido,
a quien le conquistó tierras y corona,
al más fiel de sus súbditos?
¿Tan poco estimas
su agradecimiento
para quien le lleva
por esposa una irlandesa,
que no sospechas su enojo
si yo diera muerte al conquistador,
de la prenda de paz,
lealmente entregada en su mano?
¡Guarda tu acero!
Lo blandí un día sobre ti
cuando la venganza
embargaba mi pecho
mientras tu escrutadora mirada
se apoderó de mi imagen,
observando, si para el rey Marke
era yo esposa adecuada...
y dejé caer entonces la espada.
¡Bebamos el filtro 
de la reconciliación!

(Hace una señal a Brangania, la cual,
vacila, estremeciéndose aterrada y
perpleja. Isolda vuelve a ordenarle. En
tanto que Brangania prepara la bebida,
se oyen los gritos de la tripulación)

MARINEROS
Ho! He! Ha! He!
¡Al mastelero,
arriad la vela!
Ho! He! Ha! He!

TRISTAN
(volviendo de su meditación)
¿Dónde estamos?

ISOLDA
¡Próximos al fin! Tristán,
¿conseguiré que nos reconciliemos?
¿Qué respondes?

TRISTAN
(sombrío)
La reina del silencio
me ordena callar,
comprendo su secreto,
callaré aquello que ella no comprende.

ISOLDA
Comprendo tu silencio,
y tus evasivas.
¿Rehusas reconciliarte?

MARINEROS
Ho! He! Ha! He!

(A un ademán imperativo de Isolda,
Brangania le presenta la copa llena.)

ISOLDA
(Isolda recibe la copa y se la ofrece a
Tristán, cuyos ojos la miran)
¿Oyes esos gritos?
Llegamos al fin: 
dentro de breves instantes
nos hallaremos
ante el rey Marke.

(en tono de burla)

Al acompañarme
pienso que te será agradable
poder decirle:
"Mi tío y señor,
obsérvala detenidamente;
una mujer más apacible 
jamás lograrías.
A su prometido
le quité la vida un día
y a ella le envié su cabeza;
la herida
que su arma me causó,
ella me la curó en retribución,
mi vida tuvo
en su poder,
pero me la perdonó.
La suave doncella,
a su patria
trajo oprobio y humillación,
porque al concederme la vida,
consintió en ser tu esposa.
Por tales beneficios
con amable gratitud
me brindó un dulce brebaje 
de reconciliación
que me ofreció como gracia
para expiar todas las culpas."

MARINEROS
¡Largad el cabo!
¡Echad el ancla!

TRISTAN
(sobreexcitado)
¡Levad el ancla!
¡Dejad libre el timón a la corriente!
¡Velas y mástiles al viento!

(tomando la copa)

Conozco bien 
a la reina de Irlanda
y al maravilloso poder 
de sus artes.
Provechoso fue el bálsamo
que me ofreció:
ahora he tomado el cáliz
que hoy me dará salud completa.
Escucha el juramento 
de reconciliación,
que te prestaré 
en señal de gratitud:
¡El honor de Tristán
es la mayor lealtad!
El infortunio de Tristán...
¡su audaz porfía!
¡Engaño del corazón!
¡Ensueño del presentimiento!
Único consuelo del duelo eterno.
Propicio néctar de olvido...
¡yo te bebo sin titubear!

(lleva la copa a los labios y bebe.)

ISOLDA
¿Traición todavía?
¡La mitad para mí!

(arrebatándole la copa.)

¡Traidor! ¡Por ti la brindo!

(bebe y arroja lejos de sí la copa.
De ambos se apodera la más viva
emoción; contemplándose inmóviles
con creciente pasión. Sus fisonomías
cambian en un instante, pasando del
menosprecio por la muerte a la
expresión de un ardiente amor. Un
temblor les agita. Llevan sus manos
trémulas a la frente. Sus miradas se
busca, se bajan turbadas, pero
vuelven a elevarse fijándose en la
del otro con vehemente deseo.)

ISOLDA
(con voz temblorosa)
¡Tristán!

TRISTAN
(con amor)
¡Isolda!

ISOLDA
(cayendo en sus brazos)
¡Infiel amado!

TRISTAN
(estrechándola con pasión)
¡Mujer divina!

(Permanecen en silencio. Se oyen
las trompetas y los clarines de la
tripulación)

VOCES DE MARINEROS
¡Salve! ¡Salve al rey Marke!

BRANGANIA
(que había permanecido llena de
turbación y de terror, apoyada en
la borda del navío, con la vista
apartada de la escena, dirige la
mirada a los amantes, arrobados
en su apasionado abrazo y se
les aproxima precipitadamente.)
¡Oh pena! ¡Oh dolor!
¡Inevitable
sufrimiento eterno,
en vez de breve muerte!
¡Insensata fidelidad
de fruto engañoso
que florece ahora entre el dolor!

(Tristán e Isolda se estremecen y muy
turbados se deshacen en su abrazo.)

TRISTAN
(extraviado)
¿Qué había soñado yo
del honor de Tristán?

ISOLDA
¿Qué había soñado yo
de la reputación de Isolda?

TRISTAN
¿No te había perdido?

ISOLDA
¿Me rechazabas?

TRISTAN
¡Engañoso sortilegio,
pérfido engaño!

ISOLDA
¡Insensato encono,
vana amenaza!

TRISTAN
¡Isolda!

ISOLDA
¡Tristán!

TRISTAN
¡Dulcísima joven!

ISOLDA
¡El más fiel de los hombres!

AMBOS
¡Cómo los corazones
se elevan palpitantes!
¡Cómo los sentidos
se estremecen de placer!
¡Floración creciente 
de anhelante amor,
celestial ardor
de amorosa languidez!
¡Gozoso frenesí
colma mi pecho!
¡Isolda! ¡Tristán!
¡Lejos del mundo,
te poseo!
¡Por ti sólo vivo
suprema voluptuosidad de amor!

(las cortinas se abre en toda su
amplitud. Aparece el navío lleno de
caballeros y marineros, que saludan
con júbilo y hacen señales a tierra.
A poca distancia se ve un peñasco,
sobre el cual se levanta un castillo.
Tristán e Isolda se siguen
contemplando, extraviados, ajenos
a lo que pasa a su alrededor.)

BRANGANIA
(a las damas, que a una señal suya
salen del interior de la nave)
¡Pronto, el manto
y la diadema real!

(separando a Tristán e Isolda.)

¡Desventurados! ¡Alerta!
¡Escuchad, dónde estamos!

(Pone a Isolda, sin que esta lo
advierta, el manto real.)

TODOS LOS HOMBRES
¡Salve! ¡Salve! ¡Salve!
¡Salve al rey Marke!
¡Salve al rey!

KURWENAL
¡Salve Tristán!
¡Héroe afortunado!

TODOS LOS HOMBRES
¡Salve al rey Marke!

KURWENAL
Seguido de un brillante séquito,
en un barca,
se acerca el señor Marke.
¡Ved cómo navega lleno de júbilo
para acoger a su prometida!

TRISTAN
(levantando la mirada)
¿Quién viene?

KURWENAL
¡El rey!

TRISTAN
¿Qué rey?

(Kurwenal señala por la borda.)

TODOS LOS HOMBRES
(agitando sus gorras)
¡Salve! ¡Salve al rey Marke!

(Tristán mira fijamente hacia tierra,
como si no oyera nada.)

ISOLDA
(muy turbada)
¿Qué ocurre, Brangania?
¿A quién llaman?

BRANGANIA
¡Isolda! ¡Señora!
¡Conteneos por hoy!

ISOLDA
¿Dónde estoy? ¿Vivo aún?
¡Ah! ¿Qué brebaje me diste?

BRANGANIA
(desesperada)
¡El filtro de amor!

ISOLDA
(mirando aterrada a Tristán)
¡Tristán!

TRISTAN
¡Isolda!

ISOLDA
¿Debo vivir?

(se desmaya en brazos de Tristán.)

BRANGANIA
(a las damas)
¡Socorred a la reina!

TRISTAN
¡Oh, pérfidas delicias!
¡Oh, ventura consagrada al engaño!

TODOS LOS HOMBRES
¡Viva Cornualles!

Acto II