TIERRA BAJA

 

 

Personajes 

PEDRO 
SEBASTIÁN
TOMÁS
MARTA
PEPA
ANTONIA
ROSALÍA
NURI
MORUCCIO
NANDO
Pastor
Rico Hacendado
Anciano
Amante de Sebastián
Muchacha
Muchacha
Muchacha
Amiga de Marta
Molinero
Pastor
Tenor
Barítono
Bajo
Soprano
Soprano
Mezzosoprano
Contralto
Soprano
Bajo
Tenor

 

La acción se desarrolla en un valle de los Pirineos españoles, en época indeterminada.

 

 VORSPIEL 


Erste Szene 

(Eine felsige Halde hoch oben in den Pyrenäen. Links 
eine primitive Sennhütte. Davor ein Brunnen und ein 
Trog. Rechts verliert sich der Abhang in Geröll. Hinter 
dem Hügel scheint eine tiefe Mulde zu liegen. Jenseits 
der Mulde erheben sich in bizarren, phantastischen 
Formen die schneebedeckten Spitzen der Pyrenäen. 
In der Mitte ein kolossaler Gletscher, an dessen Seite 
ein gewaltiger Steinkoloss. Etwa drei Uhr morgens. 
Sternenhimmel)

NANDO 
(hinter der Szene)
Ohe! 

PEDRO 
(hinter der Szene, antwortet)
Ohe! 

(Nando taucht auf und Pedro erscheint bei der Hütte)

Gelobt sei Jesus Christus! 

NANDO 
In Ewigkeit! 

PEDRO 
Gehst du mit deinen Tieren gegen Osten? 

NANDO 
Ich will zur Höhe.

PEDRO 
Hüte dich vor den Wölfen! 

NANDO 
Ich habe meine Schleuder und den Hund. 

PEDRO 
Und ich vertrau auf Gott! 

(Sie begegnen sich jetzt auf der Mitte der Anhöhe. 
Man hört das Geläut der Herdenglocken)

Ein schöner Tag wird kommen. 

NANDO 
Wenn erst die Nebel fallen! 

PEDRO 
Grüss mir die Hirten oben! 

NANDO 
Sahst du sie nicht? 

PEDRO 
Drei Monate sind's her, 
daß ich den letzten Menschen sah. 
Vor einem halben Jahr sprach ich zuletzt mit einem 
und wenn du jetzt dort hinterm Berg verschwindest, 
dann mag es wieder Wochen dauern, Monate, ein Jahr, 
bis ich den Mund zum Reden wieder öffne.

NANDO 
Ist dir die Einsamkeit nicht schrecklich? 

PEDRO 
Ach, herrlich ist sie mir! 
Ich träum des Nachts und träum 
des Tags und fühl mich glücklich. 
Gibt's ein andres Glück? 
Zwei Vaterunser bet ich vor dem Schlafengehn, 
das erste bet ich für die Eltern, ich kannt sie nie. 
Doch oben rechts und links von Gottes Thron, 
da stehen beide wachend über mich. 
Das zweite Vaterunser aber, 
das geht den lieben Herrgott selber an. 
Ich bitt ihn jede Nacht, 
daß er ein Weib dem Pedro schenke . 

NANDO 
Ein Weib! Haha! Kennst du die Weiber ? 
Hast du schon mal ein Weib gesehn? Gesprochen? 

PEDRO 
Noch nicht. Wie käme hier herauf ein Weib? 
Von ferne seh ich sie einmal im Jahre nur, 
wenn ich ins Tal hinab zur Kirche geh. 
Ich denk mir aber, daß wenn Gott nur will, 
ich auch einmal zu einem Weibe kommen werde. 

NANDO 
Hahaha! 

PEDRO 
Darüber lacht man nicht. Ich mein es ernst. 

(Er hat sich auf den Rücken gelegt)

Wie ich nun gestern abend in der Hütte liege 
und mit dem ersten Vaterunser fertig bin, 
fang ich das zweite an. 
Doch nach dem ersten Worte schlaf ich ein, 
und das Gebet bleibt mir im Munde liegen. 
Im Traume seh ich, wie mit einem Mal 
die Herde in die Tiefe flüchtet. 
Ich lauf ihr nach und nehm einen Stein 
auf meine Schleuder, 
werf ihn nach vorn, damit die Tiere stehen bleiben. 
Der Stein fällt in den See von Roccabruna, 
das Wasser siedet auf und wallt, 
als wär der See ein Kochtopf. 
Aus Dampf und Wellen ballt es sich zusammen, 
wie eine Wolke steigt es aus dem See empor. 
Ein leuchtendes Gewand, ein weißer Arm, 
ein Kopf mit langem blonden Haar - 
die Hexe, schrei ich auf, die Felsenhexe! 
Doch nein! So schön kann eine Hexe doch nicht sein. 

Und plötzlich wird der wilde See ein Spiegel, 
und die Gestalt kommt übers Wasser her 
und auf mich zu. 
Sie war so schön, ich kann dir's nicht beschreiben. 
Und wie sie ging, da neigten sich die Bäume, 
da dufteten die Blumen stärker, und die Vögel sangen, 
wie ich's nie gehört. 
Es war ein Jubeln, daß die Berge dröhnten, 
und das die ganze Welt zu füllen schien. 
Und die Erscheinung lächelte 
und kam zu mir ganz nah heran. 

Da kniet ich vor ihr nieder 
und sprach mein zweites Vaterunser nun zu Ende. 
Nun weiß ich auch, wer die Erscheinung war: 
die Mutter Gottes kam zu mir im Traum, 
um mir zu sagen, 
daß der liebe Gott mir Weib und Glück bescheren will.

NANDO 
Du glaubst am Ende, Weib und Glück sind eins? 
Ich aber sage dir, daß zwischen beiden 
ein Stückchen Himmel und die ganze Hölle liegt. 
Das wirst du auch noch lernen! Dessen sei gewiß. 

PEDRO 
Wenn ich nur wüßte, 
aus welcher Gegend sie wohl kommen wird? 

Paß auf: da leg ich einen Stein auf meine Schleuder 
und schwinge sie im Kreis! 
Die Augen hab ich zu. Wohin der Stein jetzt fällt, 
das ist der Weg, den sie wohl kommen wird. 

(Er wirft den Stein) 

SEBASTIANOS STIMME 
Verfluchte Kerle, seht ihr nicht, 
daß Menschen kommen? 
Beinah hätt mich der Kieselstein getroffen. 

NANDO 
Es kommt Besuch! 

PEDRO 
Was kümmert's mich! Zu mir kommt niemand. 

NANDO 
(in die Tiefe spähend)
Der Herr ist es! Herr Sebastiano! 
Kennst du den Herren nicht? 
So weit du schaust ist alles sein. 
Die Wiesen, Matten, Felder, 
die Herden, Hütten, Wald und Fluß, 
das Dorf da unten und die Mühle, 
alles was du dir denken kannst, ist sein. 
In seinem Dienste stehn wir alle, alle, 
die Hirten oben und die Hirten unten. 
Der mit ihm geht, das ist der Älteste aus unserm Dorfe. 
Neunzig Jahre trägt Tommaso schon 
auf seinem Buckel. 

PEDRO 
(unwillig aufstehend)
Zu meiner Hütte geh ich. 
Wollen die etwas von mir, so sollen sie mich holen. 

(Er geht langsam aufwärts 
und verschwindet in der Hütte)

NANDO 
(gespannt zur Tiefe blickend)
Und mit den beiden geht, ich irre nicht, 
ein Frauenzimmer. 
Was soll das bedeuten? 
Am Ende hält der Herrgott Wort 
und schickt ein Weibchen für den Pedro. 

Zweite Szene 

(Sebastiano, Marta und Tommaso treten auf)

SEBASTIANO 
Ist Pedro nicht hier? 

NANDO 
Er ist in seiner Hütte oben. 

SEBASTIANO 
Tommaso, geh und schaff ihn her. 

(zu Nando)

Du aber bring uns Milch und Brot und Käse. 
Der Weg war weit, und ich hab Hunger. 

(Tommaso und Nando gehen zur Hütte, 
in die Tommaso eintritt)

MARTA 
Warum schleppt Ihr mich hierher? 

SEBASTIANO 
Weil es mich freut! Und dann, mein Kind, 
hab ich einen Plan mit dir. 

MARTA 
Sagt mir, Herr, um Christi willen, 
was Ihr vorhabt. 

SEBASTIANO 
Fürchte nichts! Warst mir immer treu ergeben. 
Und du weißt, ich lohnte gut! 
Kamst als Bettelkind ins Land 
mit dem alten Vagabunden, deinem Vater. 
Du gefielst mir. 
Deinen Vater macht ich zum Müller, 
deiner schönen Augen willen. 
Jetzt bist du die Müllerin. 
Und den Pacht zahlst du in Liebe. 
Das ist doch nur recht und billig. 

MARTA 
Schrecklich ist es: 
Jeden Tag schrei ich's Euch ins Angesicht. 
Doch was hilft's, Ihr seid der Herr. 

SEBASTIANO 
Wohl, das bin ich! 
Und als Herr werd ich dir jetzt befehlen: 

(Oben erscheint Pedro)

Schau dir mal den Burschen an! 
Hübsch, nicht wahr, und jung und kräftig. 
Den bestimm ich dir zum Gatten. 

MARTA 
(entsetzt zurückweichend)
Lieber spring ich in die Tiefe! 

SEBASTIANO 
Tollkopf! Trotzkopf! Bleib doch nur! 
Warte, bis ich's dir erkläre! 
Keine Laune ist's von mir. 
Was geschieht, das muss geschehn. 

MARTA 
Habt Erbarmen! 

SEBASTIANO 
Darum eben, weil ich's gut und ehrlich meine, 
geb ich Pedro dir zum Manne. 

MARTA 
(reißt sich von Sebastiano, der ihr die Hand
gehalten, los)
Laßt mich, Herr, ich will nicht, will nicht! 

SEBASTIANO
Marta, schau ihn dir doch an! 

MARTA 
(gesprochen)
Nein! 

(Sie reißt sich los und läuft weg)

PEDRO 
(Er ist ganz nahe herangekommen,
schaut ihr mit offenem Mund nach)
Mutter Gottes! War die schön! 

Dritte Szene 

SEBASTIANO 
Na, mein Pedro, sag mir mal, bist du hier zufrieden? 

PEDRO 
Ei gewiß, mein gnäd'ger Herr! 

SEBASTIANO 
Möchtest du's nicht besser haben? 

PEDRO 
Wüsst nicht wie! 

SEBASTIANO 
Hirte sein, ist ja ganz schön, aber meinst du, 
daß es nicht doch noch etwas Bessres gibt! 
Schau, ich hab im Tale unten eine Mühle stehn. 
Willst du nicht der Müller sein? 

PEDRO 
Wenn es Korn zum Mahlen gibt, warum nicht? 

SEBASTIANO 
Und zur Mühle geb ich dir noch 
die Müllerin als Frau. 

PEDRO 
Wenn das Mädel mir gefällt und ich ihr, 
ich sag nicht nein. 

SEBASTIANO 
Sahst sie doch! Gelt, die ist schön? 

PEDRO 
Treibt Ihr euren Spaß mit mir, oder träum ich noch? 

SEBASTIANO 
Setz dich her und hör mich an. 
Meine Mühle ist verwaist, denn der Müller starb, 
da hab ich an dich gedacht. Paßt es dir, so komm herab,
nimm die Marta dir zum Weibe 
und ich nehme dich zum Müller. 

PEDRO 
Wie ein Bienenschwarm fliegen Eure Worte 
mir ums Ohr. 
Darf ich jubeln, darf ich jauchzen? 
Darf ich allen Heil'gen danken? 
Wird mein Traum zur Wirklichkeit? 

TOMMASO 
Ich wohne viele Meilen weit dort über dem Gebirge. 
Mich frug der Herr um Rat. 
Ich nannt ihm deinen Namen. 
Kam ich auch viele Jahre nicht hierher, 
ich kenn dich doch: Du bist ein wackrer Junge! 
Schlag ein, mein Sohn, und nimm's als Gottes Fügung. 
Dein Bestes will der Herr. Dank ihm dein Glück. 
Und Gott, der über Allem wacht und alles lenkt, 
wach über deinem Hause, 
lenke deinen Schritt zum Frieden. 

SEBASTIANO 
Schlag ein, mein Junge. 

PEDRO 
Soll ich? Darf ich? Wird sie mich denn wollen? 
Wird sie nicht finden, daß ich häßlich bin? 
Und wenn sie nein sagt? Wenn sie mich verschmäht? 

SEBASTIANO 
Laß das nur meine Sorge sein! 
Ich nehm's auf mich. 

PEDRO 
Sie floh, als sie mich sah. 

SEBASTIANO 
So sind und morgen wird die Hochzeit sein die Weiber. 
Mach dich nur fertig, komm herab ins Tal,
Für alles hab ich schon gesorgt. 

PEDRO 
Schon morgen? 
So viel Glück schon morgen? 

TOMMASO 
Das Glück kommt nie zu schnell! 
Nun ist es da, nun halt es fest. 

SEBASTIANO 
Es bleibt dabei: ich warte in der Mühle 
und führ dein Weib dir zu. 

PEDRO 
Ich komme! 

TOMMASO 
Gott segne deinen Weg! 

(Sebastiano und Tommaso gehen ab) 

Vierte Szene 

PEDRO 
Hast du's gehört? Ich krieg ein Weib, 
der Himmel schenkt es mir. Ich geh ins Tal. 

NANDO 
Ins Tiefland gehst du? 
Dort sind die Häuser dumpf, die Berge weit, 
die Menschen wohnen eng beisammen. 
Die Sonne selbst ist trüb, und grau ist alles. 
Dort gibt's Zank und Streit und Hader alle Tage. 
Ins Tiefland gehst du? 

PEDRO 
Meinem Glücke nach! 

Nimm dich der Herde an, bis unser Herr 
statt meiner einen neuen Hirten schickt 
Ich grüss noch einmal meine Berge. 
Ich kenn euch alle, kenne jeden Gipfel, 
kenn jeden Schlund und jede grüne Wiese. 
Hier war ich frei in deinem Strahle, o Sonne, 
nun leuchte mir auf meinem Weg zum Glück. 

(Er geht den Weg hinab)

Nimm dich der Herde an, sei wachsam, 
Nando, nimm vor dem Wolf dich in acht! 
Hei, wie sie kommen und sich um mich drängen! 
Lebt wohl, gewiß, ich will im Tal, 
im Tiefland eurer nicht vergessen! 
Auch deiner nicht, mein braver Hund. 
Lebt wohl, vergeßt auch meiner nicht! 

(Er verschwindet ganz. Seine Stimme klingt von unten, 
sich immer weiter entfernend)

Die Sonne leuchtet meinem Weg ins Tal, 
ins Tiefland geh ich!



ERSTER AUFZUG 

ZWISCHENSPIEL 

Erste Szene 

(Das Innere der Mühle. Links eine Tür, zu der zwei 
Treppen führen und die durch einen Vorhang verdeckt 
ist. Rechts eine kleine Tür. Im Hintergrund das sehr 
große Eingangstor, durch das im Hintergrund der 
Gletscher erkennbar ist. Kurz vor Sonnenuntergang. 
Moruccio ist damit beschäftigt, Korn zu sieben. Pepa, 
Antonia und Rosalia stürmen herein)

PEPA 
Sag uns doch, ist es wahr? 

ANTONIA 
Ist es wirklich wahr? 

ROSALIA 
Rede! Sprich! Gib Antwort! 

PEPA 
Also rasch, erzähle! 
Macht die Marta wirklich Hochzeit? 

(Moruccio leert unterdessen gleichmütig sein Sieb und 
füllt es dann wieder mit frischem Korn)

MORUCCIO 
»An der offenen Kirchentüre wartet schon die Braut!« 

PEPA 
Ha, dich ärgert's! Kann mir's denken, 
daß die Marta dich nicht nimmt. 
Müller wärst du gern geworden 
Seit der alte Müller starb, ist nun bald ein Jahr vorbei, 
aber Marta nimmt dich nicht. 

ANTONIA, ROSALIA 
Nimmt dich nicht. 

PEPA 
Bist zu alt, zu häßlich, bist ein Brummbär! 

ANTONIA 
Plump und mürrisch! 

ROSALIA 
(schmeichlerisch)
Wenn wir aber recht sehr bitten, 
wirst du endlich doch erzählen . 

MORUCCIO 
(wie vorher)
»An der offenen Kirchentüre wartet schon die Braut!« 

ANTONIA 
Du bist es, der wartet. 

PEPA 
Wo ist Marta? 

ROSALIA 
Ja, wo ist sie? 

ANTONIA 
Ist sie in der Mühle? 

(Moruccio zuckt die Achseln)

PEPA 
Laßt ihn laufen, diesen Starrkopf! 

Zweite Szene 

(Nuri tritt ein. Sie strickt an einer Jacke)

NURI 
Da bin ich! 
Alle Hühner hab ich in den Stall gebracht. 
Und sie schlafen schon. 
Darf ich herein? 

ANTONIA 
Komm nur, komm! 

NURI 
Und ihr werdet mich nicht schelten, wie ihr's immer tut, 
wenn ich Marta besuche. 
Mich hat sie lieb, lieber als euch. 

PEPA 
Weißt du was? 

ANTONIA 
Neuigkeiten? 

ROSALIA 
Rede! Sprich! Erzähle! 

NURI 
Was denn soll ich euch erzählen? 

PEPA 
Warst du bei Tommaso? 

NURI 
Bei Tommaso war ich. Und er hat mir viel erzählt. 
Ach so vieles und so schönes! 

PEPA, ANTONIA, ROSALIA 
Was denn? Was denn? Was? 

NURI 
Er sagte zu mir: 
»Schau, mein Kind, alles was du siehst hier, 
so weit dein Auge reicht, 
alles das gehört dem Herrn, 
unserm Herrn Sebastiano. 
Das Häuschen wo ihr wohnt, 
die Mühle dort am Fluß, 
mein Hüttchen, das am Berge klebt, 
und das Gehöft mit Turm und hohem Dach, 
das unser Herr bewohnt, 
das alles, alles, hoch hinauf den Berg 
und tief hinab ins Tal, 
alles das gehört dem Herrn, 
unserm Herrn Sebastiano«. 

PEPA 
Alles das wissen wir.

NURI 
Ich aber, ich wusst es nicht, 
und Tommaso, der vom Berge kam, 
und der nie es gesehn, der weiß das alles. 

PEPA 
Und wo ist Tommaso jetzt? 

NURI 
In die Berge ging er mit dem Herrn. 
Hoch hinauf, wo schon die Gletscher 
an die letzten Wiesen grenzen. 
Einen Hirten bringt er her, 
und der Hirte, denkt nur, denkt, 
der soll kommen, heut abend noch 
und Hochzeit machen mit der Marta. 

PEPA, ANTONIA, ROSALIA 
Gott sei Dank, jetzt wissen wir's! 

MORUCCIO 
(der alles gehört hat)
Hol der Teufel diese Hexen, 
haben sie es doch erfahren! 

ANTONIA 
Heute abend? Wer befahl's? 

NURI 
Wer's befahl? Ei unser Herr. 
Er befiehlt und es geschieht. 
So befahl er auch die Hochzeit 
der Marta und dem Hirten. 
Lang schon wusst ich, 
daß sie unserm Herrn gehöre, 
nur verstand ich's damals nicht. 

ANTONIA 
Was sagst du da? 

NURI 
Ich sag, was ich einmal hörte. 

PEPA 
Warum hast du's uns verschwiegen? 

NURI 
Weil ich mich schämte. Weiß selber nicht warum. 

PEPA, ANTONIA, ROSALIA 
So erzähle! Rede! Sprich! 

NURI 
An einem Abend war's, 
der Mond ging auf hinterm Weidenbusch 
und ich lag am Wiesenrand. 
Seht, da kam am Fluß entlang 
Marta mit dem Herrn. 
Und ich hörte Marta weinen, 
und ich hörte, wie sie sagte: 
»Ja, ich weiß, ich weiß es gut, daß ich dein bin. 
Nie komm ich von dir mehr los!« 
Ach, sie schluchzte, daß ich kaum 
recht verstand, was sie sagte. 
Darauf sprach der Herr: 
»Und wenn du einen andern nimmst zum Manne, 
und nehm ich mir ein and'res Weib, 
so bleib ich dein doch immer, immer Dein.« 
So hört ich's mit meinen Ohren. 
Marta weinte und der Herr sprach leise weiter. 
Aber sagt mir nur, was soll das heißen? 
Wie kann unser Herr der Marta sagen, 
daß er ihr gehöre? 
Daß sie sein ist, das versteh ich, 
ihm gehören wir ja alle. 
Doch was wollt er damit sagen, 
»Ich bleibe dein, doch immer dein!« 

PEPA 
Was kümmert's dich, was er auch sagen wollte? 

MORUCCIO 
Schweigt still, ihr Weiber, Marta kommt! 

Dritte Szene 

(arta tritt mit gesenktem Kopf durch die rechte Tür 
auf. Sie bemerkt die Frauen nicht. Sobald Marta ihrer 
ansichtig wird, eilt sie schnell durch die verhangene 
Tür ab)

NURI 
Oh, sie ist fort! 

PEPA 
Marta, Marta, hörst du nicht? Aber wart nur, warte! 
Dir zum Trotze kommen wir auf deine Hochzeit! 

ROSALIA 
Ist es möglich, daß sie's wagt, so in die Eh' zu treten? 
In die heilige Ehe? 

PEPA 
Und wir werden alle kommen als ein lustig Brautgeleit! 
Hahaha! Lustig, lustig soll es werden! 

ANTONIA 
Und wir werden alle kommen als ein lustig Brautgeleit! 
Hahaha! 

ROSALIA 
Hahaha! 

(Alle drei lachen)

MARTA 
(weinend und gereizt)
Geht alle fort! Ich will niemanden sehen. 

PEPA 
Aber Herzchen, süßer Liebling, sag uns doch, warum? 

ANTONIA 
Da wir nun schon alles wissen. 

MARTA 
Fortgehen sollt ihr, hört ihr, fort! 

ROSALIA 
Wir sind nur gekommen, Liebling...

MARTA
Geht nach Hause, packt euch, schnell! 

(Die Frauen rühren sich nicht. Marta faßt die 
Armkörbe, die die Weiber niedergesetzt hatten, 
und wirft sie zum Tor hinaus)

Hinaus damit und hinaus mit euch!

PEPA 
Heil'ge Jungfrau, hilf uns doch! 

(Die drei Frauen ab)

NURI 
Und ich, soll ich auch gehen, Marta? 
Ich bin ja die Nuri! 

MARTA 
Du bist es, Nuri, mein Kind? 
Komm, küsse mich! 

NURI 
Aber deine Wangen sind ja naß! 

MARTA 
Laß nur! 

NURI 
Sei doch lustig. 

MARTA 
Könnt ich doch lustig sein, 
wie ich einmal war als Kind! 
Niemals werd ich wieder froh! 
Niemals werd ich wieder lachen! 

NURI 
Aber Hochzeit machst du ja? 

MARTA 
Hochzeit mach ich... ja, so ist es. 
Warum blieb ich nicht bei meinem Nein? 
Ist nicht Wahnsinn, ein Verbrechen, diese Heirat? 
O wie unglücklich bin ich! 
Niemand hilft mir, niemand steht mir bei. 

NURI 
Mich hast du ja, Marta. Ich bin bei dir. 

MARTA 
(ohne sie gehört zu haben)
Niernand steht mir bei in meiner Not! 
Diesen Pedro, wie hass ich ihn! 
Er, mein Mann? Nein, nahn soll er mir nicht! 
Ruhe will ich! Nichts als Ruhe will ich! 

(Man hört draußen Lärmen)

Geh, mein Kind, das ist Sebastiano. 
Er soll mich nicht weinen sehn, 
sonst schlägt mich der Herr. 

NURI 
Das soll er nicht! 

MARTA 
Willst du ihn hindern? 
Wüsst ich ganz genau, daß er mich totschlägt, 
würd ich weinen, weinen, bis... 

NURI 
Ich versteh dich nicht! Wer darf dir was zu Leide tun? 

MARTA 
(sie hinausdrängend)
Geh, mein Schatz, und frage nicht. 

(Nuri geht ab)

Vierte Szene 

MARTA 
Sein bin ich, sein! 
Sein Eigentum! Jetzt und immer! 
Hätt er mich doch fortgejagt! 
Aber ich komm nicht los von ihm. 
Niemals werd ich frei! 
Heil'ge Jungfrau, schmerzensreiche! 
Warum straft mich Gott so hart? 
War ich sündig? War ich schlecht? 
Sein bin ich, sein! Sein Eigentum! 
Heil'ge Jungfrau, Mutter Gottes, 
hilf mir, wenn du helfen kannst! 

(ärm von draußen)

Kommen sie schon mich zu holen? 
Kommt der Tölpel schon, den Gott verdamme? 
Ich will ihn nicht sehen! 

(Sie geht in ihr Zimmer)

Fünfte Szene 

BAUERN, BÄUERINNEN 
(draußen, vor dem Tor Pedro erwartend)
Er kommt! 

NURI 
Wo kommt er? Wo? 

PEPA, ANTONIA, ROSALIA 
Den Berg herab, seht ihr ihn nicht? 

BAUERN, BÄUERINNEN 
Der Bräutigam! 

MORUCCIO 
(zieht Tommaso herein)
He, Tommaso, auf ein Wort! 

TOMMASO 
Was gibt's, mein Freund? 

MORUCCIO 
Seid Ihr das erste Mal in unsrer Gegend? 

TOMMASO 
Das erste Mal, mein Sohn. 
Hoch oben wohn ich auf des Berges Hang, 
in dieses Tal kam ich noch nie. 

MORUCCIO 
Doch Sebastiano, unsern Herrn, kennt Ihr den? 

TOMMASO 
Ein wack'rer Herr, ein edler Herr, Gott segne ihn. 

MORUCCIO 
Ihr wißt also nichts? 

TOMMASO 
Wovon denn? Sprich! 

MORUCCIO 
Die Frage bleibt nur offen, 
ob der Pedro solch ein Dummkopf ist 
oder bloß ein schlechter Kerl. 

TOMMASO
Was soll das heißen? Ah, ich verstehe dich!... 
Die Marta ist dir wohl entwischt? 
Du hattest wohl gehofft? 

MORUCCIO 
Daß Gott mich behüte! 

TOMMASO 
Erkläre mir doch! 

MORUCCIO 
Das ist bald getan. 
Mit ihrem Vater kam sie einmal bettelnd her. 
Der Teufel weiß es, ob es ihr Vater war. 
Ein schönes Kind, das muss ich sagen. 
Das sagte auch der gnäd'ge Herr, Herr Sebastiano. 
Die Mühle gab er hier dem alten Vagabunden, 
dem schönen Kind zuliebe. 
Und der und Marta... das weitre malt euch selber aus. 

TOMMASO 
Das ist erlogen! Muss erlogen sein! 

MORUCCIO 
Hört mich zu Ende an. Erfahren müßt Ihr auch, 
warum er einen Mann für sie jetzt braucht! 
Es geht ihm schlecht, dem Herrn Sebastiano, 
der große Herr hat Schulden. 
Er kann nicht aus noch ein. Die Pfändung droht. 
In alle Winde fliegt das Gut, 
wenn er nicht Hilfe schafft. 
Die Hilfe bringt ihm denn ein reiches Mädchen. 
Die aber kriegt er nicht, so lang er nicht 
die bösen Zungen hier zum Schweigen bringt. 
Die Sach' mit Marta muss ein Ende haben. 
So will's die Welt. 
Und darum, Ihr versteht, 
wird Marta dieses Dummkopfs Frau. 

TOMMASO 
Das ist erlogen. 

MORUCCIO 
Sucht einen hier im Tale, der es nicht weiß. 

TOMMASO 
Ich sage dir... 

MORUCCIO 
Seid Ihr ein Ehrenmann, 
müßt Ihr wie ich die drei verachten. 

TOMMASO 
Niederträcht'ger Lump! 

MORUCCIO 
So seid Ihr also kein Ehrenmann! 

(Als beide mit ihren Stöcken aufeinander losgehen 
wollen, hört man draußen das Geräusch der Menge 
und sie halten ein)

Sechste Szene 

(Pedro, Moruccio, Nuri, Antonia, Rosalia, Pepa, 
Männer und Frauen, Lärm und Gedränge. 
Die Dämmerung geht allmählich in Nacht über)

PEPA 
Da ist er, seht nur! 

ROSALIA 
Pedro kommt! 

ANTONIA 
Der Bräutigam! 

BAUERN, BÄUERINNEN 
Der Bräutigam! Er lebe hoch! 

PEDRO 
Ja, ich bin da! Wie ein Gemsbock schnell 
sprang ich herunter vom Berg ins Tal. 
Da bin ich! Aber wo ist sie? 
Wo ist mein Schätzchen, meine Braut? 

PEPA 
Marta! 

ANTONIA 
Komm doch heraus! Dein Bräutigam ist da! 

PEDRO 
O du mein Herrgott! Hier gibt's Menschen! 
Und alle Menschen sind hier lustig, 
man könnt fast glauben, wir heiraten alle! 
Kennt ihr die Marta? Nicht wahr, die ist schön? 
Ei Sapperlot! 

PEPA 
Schön und frisch! 

ANTONIA 
Wie eine Rosenknospe! 

PEPA 
Ich wünsche dir viel Glück! 

ROSALIA
Ich wünsche dir viel Glück!

BÄUERINNEN 
Wir wünschen dir viel Glück! 

PEDRO 
Ich dank euch sehr. Ich glaub mir's selber kaum, 
daß solches Glück mir winkt. 
Denkt euch nur: Marta wird mein Weib! 
Die ganze Welt tanzt wie 
in Feuerkreisen vor meinen Augen. 
Das Glück zersprengt mir noch die Brust. 
Marta ist mein, wird heute noch mein Weib. 

TOMMASO 
(zu Moruccio)
Wie konntest du glauben, daß Sebastiano... 

MORUCCIO 
Wenn du neugierig bist, so frag ihn doch, 
den Herrn Sebastiano. 
Schau, da kommt er selbst. 

NURI 
Der gnädige Herr kommt! Der Herr von uns allen! 

Siebente Szene 

(Sebastiano tritt ein)

SEBASTIANO 
Ist Pedro noch nicht da? 

PEDRO 
Da bin ich, Herr, da bin ich schon! 
Laßt mich Euch die Hände küssen. 

SEBASTIANO 
Laß sein! Und wo ist Marta? 

PEPA 
In der Kammer ist sie. 

SEBASTIANO 
So geh und hole sie. 

(Pepa geht ab. Zu Pedro)

Bereit ist alles schon! Der Pfarrer ist bestellt, 
in einer Stunde seid ihr Mann und Weib 
Ein Segensspruch, und alles ist vorüber. 

PEDRO 
Wie soll ich, Herr, für Eure Güte danken? 

PEPA 
(kommt aus der Kammer zurück)
Sie wird bald kommen, läßt die Marta sagen. 

SEBASTIANO 
Was soll das heißen? Bald wird sie kommen? 
Sie muss sofort zur Stelle sein, wenn ich sie rufe. 

(Er geht bis an den Fuß der Treppe
und ruft hinauf)

Marta! 

TOMMASO 
Ich muss Euch sprechen, Herr, 
es liegt mir auf dem Herzen wie Zentnerlast. 

SEBASTIANO 
Was kümmert's mich, was dir am Herzen liegt. 
Ein andermal. 

TOMMASO 
Es geht ums Seelenheil! Gleich muss es sein. 

(Marta erscheint auf der Treppe)

SEBASTIANO 
Ah, endlich! 

(unwillig zu Tommaso)

Später, später, 

MARTA 
Da bin ich, Herr, wie Ihr befahlt! 

(leise zu Sebastiano)

Erlaßt es mir! Um aller Heiligen Willen, 
habt Mitleid mit mir Armen! 

SEBASTIANO 
(laut)
Du bist nicht lustig, Marta! 
Schau dir den Pedro an, 
der weiß sein Glück zu schätzen! 

NURI 
Die arme Marta weint...

ROSALIA 
Sie weint, das arme Kind! 

PEPA, ANTONIA, ROSALIA 
Sie weint, das arme Kind! 

MARTA 
(sich rasch die Tränen abwischend)
Wer sagt das? Wer? Wer sah mich weinen? 
Der Herr befiehlt, und ich bin lustig! 
Seht, ich lache! 

(Sie lacht)

PEDRO 
So soll es sein! 
Nichts Lust'geres auf Erden als eine Hochzeit! 
Was, ihr Leute? 
Wie alles sich mit unserm Glücke freut! 
Du aber hast mir noch kein Wort gesagt, 
kein einzig Wort! 
Sag mir doch was! 

MARTA 
Wir wollen gehen! 

SEBASTIANO 
(auf Pedros Gewand zeigend)
So geht man nicht zur Kirche! 
Zerlumpt, zerrissen und in Fetzen. 
Ich hab ein Gewand für dich besorgt. 
Du mußt dich schön herausstaffieren! 
Ein feiner junger Herr, ein Stutzer mußt du sein. 
So schickt es sich für einen Bräutigam. 

PEPA, ANTONIA, ROSALIA, 
BAUERN, BÄUERINNEN 
Ein feiner junger Herr! 
Ein Stutzer gar! 

PEDRO 
Ein Stutzer, was ist das? 

ANTONIA 
Ein Stutzer ist ein Geck! 

ROSALIA 
Ein Stutzer ist ein Geck! 

BÄUERINNEN 
Ein Stutzer ist ein Geck! 

PEDRO 
Was ist ein Geck? 

BAUERN, BÄUERINNEN 
Hahaha! 

PEDRO 
Lacht ihr über mich? Ich rat es keinem! 
Mit diesen Fäusten hau ich jeden nieder, der es wagt. 
Was ist ein Geck? Gib Antwort! 

(Die Bäuerinnen schreien auf)

MARTA 
Die feigen Lümmel! 
Von diesem Tölpel lassen sie sich prügeln. 

SEBASTIANO 
Pedro! 

PEDRO 
(beruhigt sich plötzlich; das Durcheinander hört auf)
Jetzt wär ich bald in Wut geraten. 

SEBASTIANO 
Zieh dir dein neues Gewand an und mach dich fertig. 
Ich seh den Pfarrer kommen. 

PEDRO 
Kommt alle mit, helft mir mich schmücken. 
Wir wollen lachen und lustig sein. 
Heut ist ja mein Ehrentag, mein Freudentag. 
Freut euch mit mir! 

(Die Bauern mit Pedro ab)

PEPA 
(zu den Bäuerinnen)
Zum Fenster kommt, wir schauen zu. 

BÄUERINNEN 
Wir schauen zu. 

(Die Bäuerinnen ab) 

TOMMASO 
(zu Sebastiano)
Ich muss Euch sprechen, Herr. Es geht ums Leben! 

SEBASTIANO 
(ungeduldig)
Wenn's gar so dringend ist, erwart mich draußen. 
Ich komme gleich. 

TOMMASO 
Ich werde warten, Herr. 

(Er geht ab)

Achte Szene 

(Marta hat während der ganzen Szene teilnahmslos 
auf einem Mühlstein im Hintergrund gesessen. 
Nun betrachtet Sebastiano sie einen Augenblick 
schweigend)

SEBASTIANO 
Marta! 

MARTA 
Tu mit mir, was du willst, nur eines nicht, 
gib mich nicht diesem Menschen! 

SEBASTIANO 
(höhnisch)
Ein andrer wäre dir wohl lieber! 
Ein höfliches, zierliches Herrchen, 
das schmachtende Lieder singt und die Augen verdreht.
Und mich wärst du gerne los. Hab ich's erraten? 
Vergessen hast du längst, was ich dir Gutes getan. 
Das ist der Dank für meine Liebe! 

(Er will sie küssen, sie wendet sich unwillig ab)

Du kennst mich schlecht. Das laß ich mir nicht bieten! 
Mein bist du, mein bleibst du! 
Keinen andern Willen hast du als den meinen. 
Komm her! Komm her, sag ich dir! 

(Er macht eine drohende Gebärde)

Sag mir einmal, graut dir vor diesem Pedro? 

MARTA 
Ich kann's nicht schildern, wie's mir graut. 

SEBASTIANO 
So ist es recht, so will ich es haben. 
So geht alles nach meinem Wunsche. 
Würd ich die Heirat dulden, 
glaubst du, wenn er dir gefiele? 

MARTA 
Oh, daß es einen Menschen gibt, 
der weiß, wer ich bin und mich doch nimmt! 
Gekauft hast du ihn, den Elenden. Schmach über ihn! 

(zusammensinkend)

Schmach über mich! 

SEBASTIANO 
Die Liebe gleicht alles wieder aus. 
Die Liebe zu mir! Verstehst du wohl? 

MARTA 
Laß mich, ich hab Angst vor dir! 

SEBASTIANO 
Du weißt es, Marta, du weißt es gut, 
daß ich nichts lieb auf dieser Welt als dich. 
Niemals laß ich dich. 
Und wenn ich dich jetzt einem andern gebe, 
so tu ich das, weil ich's tun muss! 
Meine Liebe, mein Glück, 
das nennt die Welt ein Ärgernis! 
Der Welt zur Liebe geb ich dich dem Pedro, 
und alles bleibt beim alten. 
Ich laß dich nicht, ich werd dich niemals lassen! 
Ich liebe dich und werd dich immer lieben! 
Ich brauche dich, kann ohne dich nicht leben. 
Ich halte dich und nie entkommst du mir. 

MARTA 
Ich fürchte mich vor dir! 

SEBASTIANO 
Nicht fürchten sollst du mich. Du sollst mich lieben! 

MARTA 
(ihn abwehrend)
Sebastiano! 

SEBASTIANO 
Du kennst mich nicht! Gib acht, du kennst mich nicht! 
Ich dulde keinen Widerstand, ich hab ihn nie geduldet. 
Zur Kirche wirst du gehn? 

MARTA 
gesprochen 
Ja. 

SEBASTIANO 
Und du wirst Pedros Weib? 

MARTA 
(gesprochen)
Ja. 

SEBASTIANO 
Und bleibst mein Lieb? 

MARTA 
Nein, nein! 

(Lachen von draußen)

Hör, sie kommen schon, 
sie kommen schon mich holen! 

SEBASTIANO 
So ist es recht, das tut mir wohl, 
von ihm fliehst du zu mir. 

Neunte Szene 

(Pedro, Rosalia, Antonia, Pepa, Nuri, Bauern 
und Bäuerinnen treten auf)

BAUERN 
Er will kein Stutzer sein. 

BÄUERINNEN 
Von schönem Kleid will er nichts wissen. 

PEDRO 
Ich laß nicht einen Narren aus mir machen. 
Gebt, wem ihr wollt, den bunten Trödel, mir nicht. 
Die alte Jacke hier, die ist mir lieber! 

SEBASTIANO 
Mir ist es recht. 
Du wirst getraut so wie du bist. 
Marta, nimm die Mantille. 

MARTA 
Ja, ja, ich bin bereit. 

(leise zu Sebastiano)

Und zwischen uns ist alles aus. 

SEBASTIANO 
(leise zu Marta)
Glaubst du? Ich glaub es nicht. 
Heut nacht noch komm ich zu dir. 
Siehst du in deiner Kammer Licht, 
so weißt du, ich bin es. 

NURI 
Hier hast du die Mantille. 

(Tommaso tritt durchs Tor ein)

MARTA 
Und du bist es, mein liebes Kind, 
die mir die Mantille bringt! 

NURI 
Nicht wahr, Marta, 
du bist mir gut und bleibst mir gut. 

MARTA 
Ja, mein Kind... 

(zu Sebastiano)

Schau her, ein unschuldiges Kind 
wie Nuri war auch ich einmal. 
So kam ich her in diese Mühle. 

SEBASTIANO 
(zuckt die Achseln) 
Vorwärts, zur Kapelle! 

(Draußen vor dem Tor beginnt sich der Zug zu 
formieren. Marta geht, auf Nuri gestützt, dem 
Ausgang zu, wo Pedro sie erwartet. Bauern und 
Bäuerinnen drängen nach)

BAUERN, BÄUERINNEN 
Vorwärts, zur Kapelle! 

TOMMASO 
(zu Sebastiano)
Ich muss reden mit Euch. Sie dürfen nicht heiraten, 
eh Ihr mir nicht Antwort gegeben. 

SEBASTIANO 
Was wollt Ihr, Alter, denn von mir? 

PEDRO 
(im Hintergrund sich Bahn schaffend)
Ohe, fort mit euch! 

SEBASTIANO 
(zu den Abgehenden)
Geht nur, geht, ich komme nach. 

PEDRO 
Hü, meine Herde, macht Platz. 
Ich will neben meiner Marta gehn! 
Vorwärts, hü! 

(Alle gehen unter Lachen und Johlen in Unordnung ab)

Zehnte Szene 

SEBASTIANO 
(zu Moruccio, der zurückgeblieben ist)
Was suchst du noch, Moruccio? 
Kannst du nicht auch zur Hochzeit gehn? 

MORUCCIO 
Zu dieser Hochzeit geh ich nicht. 

SEBASTIANO 
Warum denn nicht? Laß hören. 

MORUCCIO 
Ich will nicht, das muss Euch genügen. 

SEBASTIANO 
So muss es dir genügen, wenn ich sage: 
Pack dein Bündel, und mach fort! 

MORUCCIO 
Das tu ich gern. 

(Er geht nach hinten, wo er seine Sachen 
zusammenpackt)

SEBASTIANO 
(zu Tommaso)
Und was willst du? 

TOMMASO 
So sonderbares ward mir erzählt von Euch und Marta, 
und ich kann's nicht glauben. 
Es wäre ja Betrug am armen Pedro, 
der keine Ahnung hat von all den Dingen. 

SEBASTIANO 
Was kümmerst du dich, Alter, um solche Reden? 
Die Leute schwatzen. Laß sie schwatzen. 
Kein Wort von alledem ist wahr. 

MORUCCIO 
(gegen Moruccio die Faust ballend)
Ich dacht mir's gleich, 
Verleumder du, du Schuft, du Lügner! 

SEBASTIANO 
Der also war's? Mach fort, sag ich. 
Hinaus mit dir, sonst gibt es Prügel! 
Ich jage dich wie einen Hund aus dieser Mühle.

MORUCCIO 
(mustert Sebastiano von oben bis unten)
Mich? Ich möcht doch sehn, ob Ihr euch traut! 

TOMMASO 
Mit deinem Herrn wagst du so zu reden? 

MORUCCIO 
Mein Herr? Er ist's nicht mehr. 
Ich wollt, er wär es nie gewesen. 

SEBASTIANO 
Hinaus! 

MORUCCIO 
Ich gehe schon! Doch eh ich gehe, 
will ich dir vor Tommaso noch die Wahrheit sagen, 
damit er wisse, wer von beiden hier der Lügner ist. 
Der Schuft seid Ihr! Glaubt Ihr, ich sah es nicht, 
wenn Ihr zur Marta in die Kammer schlicht 
Glaubt Ihr, ich wüsst nicht warum Ihr die Marta zwingt, 
daß sie jetzt den Dummkopf nimmt? 
Die Wahrheit sage ich. 
Hier heb ich die Hand und schwör's 
bei meiner armen Mutter Seele, 
daß ich die Wahrheit rede. 
Auch Eure Mutter liegt im Grab, 
so schwört gleich mir, wenn Ihr es wagt. 

SEBASTIANO 
Hör nicht auf ihn! 

TOMMASO 
Heilige Jungfrau, hilf! 
Nun ist mir's klar, es darf nicht sein. 
Ich laufe zur Kapelle und ich sag: Nein! 

(In diesem Augenblick hört man die Glocken 
in der Kapelle läuten)

Die Glocken läuten, ach, es ist zu spät! 
Was habt Ihr getan! Weh über Euch! 

SEBASTIANO 
Geschehen ist geschehen. 
Beruhige dich und gute Nacht! 

(Er geht ab)

TOMMASO 
O welche Schmach und Schande! 
Ich kann sie nicht sehen! 
Ich kann nicht, will nicht. Fort! 

(Tommaso und Moruccio ab Der Mond geht auf. 
Man hört von ferne den sich nähernden Festzug. 
Marta kommt) 

Elfte Szene 

(Pedro bleibt auf der Schwelle des Tores stehen 
und winkt den Vorübergehenden nach)

PEDRO 
Das Fest ist vorbei. Nun Bursche, 
geht nach Haus! Lebt wohl! 
Ein jedes Schaf in seinen Stall! 
Gut Nacht! Der Himmel sei mit euch. 

(Er schliesst das Tor und kommt nach vorne. 
Marta sitzt mit gesenktem Kopf beim Tisch)

Das Tor ist zu. Wir sind allein. 
So rede doch, sag ein Wort! Marta, mein Lieb! 
Ach, ich weiß ein bessres Kosewort: 
Marta, mein Weib! 

MARTA 
Was willst du? Laß mich in Frieden! 

PEDRO 
Was ist dir denn? Komm her, setz dich zu mir. 

(Er setzt sich auf die Erde und lacht)

Da sitzt sich's am besten. 

(Er sucht aus seinen Taschen Geld zusammen. Dann 
holt er aus seiner Brusttasche ein kleines Tüchlein, 
in dem sich Silberstücke befinden. Für sich)

Das soll eine Überraschung für sie werden! 
Das Häufchen wiegt was! 

(Er nähert sich Marta leise; als er sich hinter ihr 
befindet, berührt er mit einem Finger ihren Kopf)

Kuckuck! 

MARTA 
(fährt zusammen)
Was treibst du? Machst du immer solche Scherze? 

PEDRO 
Sei mir nicht bös! Willst du mir die Hand nicht geben? 
Marta, deine Hand! 

(Er bietet ihr das Geld)

MARTA 
(Sie beachtet seine Hand gar nicht und 
geht zur anderen Seite)
Laß deine Scherze! 
Ich bin nicht aufgelegt zum Lachen, 
es ist spät, geh schlafen, Pedro. 

PEDRO 
Du Trotzkopf, wart! 
Wie mach ich's nur? 

(Er breitet das Tuch auf der Erde aus)

Schau her, das ist ein Taler. 
Der erste, den ich mir verdiente. 
Mein Blut klebt dran. Haha! Der Herr, 
Herr Sebastiano, der gnäd'ge Herr gab mir den Taler. 
Gott segne ihn, den guten Herrn. 
So nimm den Taler doch! 
Hab keine Angst! 's ist gut verdientes Geld. 

MARTA 
(weist seine Hand zurück, diesmal 
aber ohne Widerwillen)
Nein, nein, ich mag nicht. 

PEDRO 
Du meinst wohl gar, ich hab ihn leicht verdient? 
Mein Leben gab ich drum, ja, ja, mein Leben! 
Es kam in jeder Nacht ein Wolf in unsern Stall 
und holt sich ein Böcklein. Den besten Hund zerriß er. 
Zum Rasendwerden war es! 
Ich war verzweifelt, war ganz krank vor Ärger, 
und ich sagte mir: den Wolf erleg ich, 
und kostet's mein Leben! 
So leg ich mich denn nachts ins Felsgestein 
auf die Lauer und wart auf ihn. 
Der graue Dieb, der schlimme Wolf, 
er sollt mir nicht entkommen. 

(Marta beginnt aufmerksam zu werden)

So lag ich da, ganz Aug und Ohr, 
versteckt in meinem Winkel. 
Die Zeit verstrich, und über mir, 
da wanderten die Sterne. 
Vom Schneefeld über mir 
hört ich das Wasser tropfen. 
Dann war es wieder still, ganz still. 
Auf einmal rauscht es leis im Gras 
und über mir in einem Satz da fliegt's hinweg. 
Ein heißer Atem streifte meinen Hals. 
Das war der Wolf. 
Der Hund schlägt an, die Schafe blöken 
Ich spring auf und zieh mein Messer. 
Und wie ich so im Wege stehe, 
da kommt auch schon mein Wolf vorbei. 
Der graue Dieb, der schlimme Wolf, 
ein blutend Lamm im Maul. 
Schnell spring ich ihn an und stoß ihm 
mit Macht das Messer ins Herz. 
Was dann geschah, ich weiß es nicht genau. 
Umklammert hielt ich ihn, so wie er mich. 
Er heulte und ich schrie, ich biß ihn und ich fühlte, 
wie seine Zähne sich ins Fleisch mir gruben. 
Umschlungen rollen wir den Berg hinab, 
verbissen ineinander, zwei wütende Bestien, 
die wild um ihr Leben kämpfen. 
So stürzen wir hinunter in den Giessbach. 
Man bracht mich heim in meine Hütte, 
verband mir meine Wunden, 
schlimm sah ich aus, 
und Wochen lag ich auf dem Stroh. 
Und eines Tages, ich konnt schon in der Sonne sitzen, 
da kommt der gnäd'ge Herr herauf zu mir
und schenkt mir diesen Taler. 
Und wie ich ihm dafür die Hand will küssen, 
schießt aus der schlecht vernarbten Wunde 
mein Blut hervor und färbt den Taler rot. 
Das war ein hart verdientes Geld, nicht wahr? 

MARTA 
(bewegt)
Es ist schon spät. Zur Ruhe müssen wir. 

PEDRO 
So nimm das Geld, ich schenk es dir. 

MARTA 
Nein, nein, ich nehm es nicht. 
Und nun gut Nacht! Dort hast du deine Kammer, geh. 

PEDRO 
In meine Kammer? 
Nun scherzest wohl du? 
Denn unsre Kammer, die ist dort. 

(Er zeigt nach links)

MARTA 
Ich scherze nicht, laß mich allein. 

PEDRO 
Du willst... daß ich... ist das dein Ernst? 

MARTA 
Zum Reden zwing mich nicht, sonst müßt ich sagen, 
was zentnerschwer mein Herz belastet. 
Ich will nicht reden, sonst müßt ich dir sagen, 
was du an mir getan, du weißt es ja: 
Schlecht warst du und schamlos! 

PEDRO 
(verblüfft)
Das sagst du mir? Was hab ich dir getan? 
Mit welchem Rechte sprichst du so zu mir? 
Was soll ich wissen? 

MARTA 
(voller Scham)
Was man dir sagte. 

PEDRO 
Gesagt? Man hat mir nichts gesagt. 

MARTA 
Soll ich zu meiner Schande es noch wiederholen? 
Du mußt es wissen, du mußtest wissen, was du tatst, 
als du zu deiner Frau mich nahmst. 

PEDRO 
Was ich tat? Ei ja, das weiß ich wohl. 
Mein Glück nahm ich in beide Hände. 
Ich will es halten, will es pflegen, 
ein ganzes Leben lang.
Auf Erden lieb ich nichts als dich allein. 
Und eine Sorge hab ich nur: 
Dir Glück zu bringen, dir Glück zu schaffen. 

(In diesem Augenblick erscheint ein Licht hinter
dem Vorhang, mit dem Martas Tür verhängt ist)

MARTA 
(entsetzt)
Mutter Gottes, steh mir bei! 
Er wagt es zu kommen. 

PEDRO 
(überrascht)
Ein Licht? In deinem Zimmer Licht? 
Wir sind nicht allein. 

MARTA 
(will ihren Schreck verbergen)
Niemand ist hier. 

PEDRO 
(sucht in seiner Brusttasche nach dem Messer 
und geht auf die Türe zu)
Und ich sage dir, ich irre mich nicht. 

MARTA 
(hält ihn auf)
Niemand ist da. Das Licht in meinem Zimmer, 
ich hab es selbst entzündet. 

PEDRO 
Das kann nicht sein. Es war nicht dort, 
als wir zur Mühle kamen. 

(Das Licht verschwindet)

Nun ward es ausgelöscht. 

MARTA 
Du träumst, du bist geblendet. 

PEDRO 
Hast du nicht selbst gesagt, 
daß früher ein Licht in deinem Zimmer war? 
Nun ist es fort. 

MARTA 
Du träumst, ich habe nichts gesehn. 

PEDRO 
Du sahst kein Licht? 

MARTA 
Nein, sag ich dir, du hast geträumt. 
Es war kein Licht in meinem Zimmer. 

PEDRO 
Geträumt hab ich? 

MARTA 
(für sich)
Er wagt es auch heute. 

PEDRO 
(verwirrt, im Selbstgespräch)
Ich hab kein Licht gesehn? Ich hab geträumt? 

MARTA 
(setzt sich auf einen Stuhl)
Ich werde hier die Nacht verbringen. 
Ich hab dir schon gesagt, geh schlafen. 

PEDRO 
Ich weiß schon, ich dort drüben? 
Und du? Aber ich geh noch nicht. 

(Er setzt sich auf die Erde und streckt 
sich langsam aus)

MARTA 
(für sich)
In meinem Kopf ist's wirr und wüst... 
herzlos war er immer und grausam. 
Doch nie hätt ich gedacht, 
daß er so schlecht sein könnte. 
Und dieser arme Kerl, er glaubt, 
ich seh ihn nicht und achte seiner nicht. 

PEDRO 
(traurig, fast weinend, aber resigniert)
Was soll ich tun? Ich weiß es nicht. 
Geduld! Geduld 
Ich denk mir, ich schlafe dort oben am Felsen. 
In deiner Nähe will ich sein. 

(Er kriecht verstohlen in Martas Nähe)

Jetzt bet ich ein Vaterunser für meine guten Eltern, 
die da droben stehen vor Gott. 
Das andre Vaterunser aber bet ich nicht, 
denn eine Frau, die hab ich jetzt. 
Der Himmel gab sie mir. 

MARTA 
O großer Gott im Himmel, 
wie schrecklich ist dein Strafgericht. 

PEDRO 
(im Halbschlaf)
Ringsum ist Ruhe. Still ist alles. 
Der Wolf kommt heute nicht. Heut nicht…
PRÓLOGO 


Escena Primera 

(Paraje montañoso en los Pirineos. A la 
izquierda una tosca cabaña. Delante un pozo 
y un pesebre. A la derecha la pendiente va hacia 
los peñascos. Detrás de la colina, se extiende 
un profundo vacío. Más allá, los picos de los 
Pirineos están cubiertos de nieve alzándose en 
formas fantásticas. En medio, un glaciar enorme, 
al lado del cual se ve una colosal piedra. Son las 
tres de la madrugada. Cielo estrellado) 

NANDO 
(Fuera de escena)
¡Ohe! 

PEDRO 
(responde fuera de escena)
¡Ohe! 

(Entra Nando y Pedro sale de la cabaña)

¡Alabado sea Jesucristo! 

NANDO
¡Por siempre!

PEDRO 
¿Llevas los animales hacia el este? 

NANDO 
Voy a las montañas. 

PEDRO 
¿No temes al lobo?

NANDO 
Tengo mi honda y el perro.

PEDRO 
¡Y yo confío en Dios! 

(Están ya a mitad de la subida. 
Se oyen las campanas) 

Vamos a tener un buen día. 

NANDO 
¡Siempre que desaparezca la niebla! 

PEDRO 
¡Saluda a los pastores de ahí arriba! 

NANDO 
¿No los has visto?

PEDRO 
Hace ya tres meses que no veo a nadie. 
Desde hace medio año no he hablado con nadie
y si tú desapareces ahora tras las montañas, 
como hizo el último, pasarán semanas, meses, 
un año, hasta que yo vuelva a abrir la boca 
para hablar con alguien.

NANDO 
¿Es la soledad tan terrible? 

PEDRO 
¡Para mí es maravillosa! 
Sueño noche y día, y me siento feliz. 
¿Hay otra suerte mayor? 
Rezo dos Padrenuestros antes de dormir. 
El primero por mis padres, a quienes no conocí. 
Pero allá arriba, 
a la derecha e izquierda del trono de Dios,
ambos me están vigilando.
El segundo Padrenuestro 
es para el mismo Dios, nuestro Señor. 
Ruego cada noche para
que le dé una esposa a Pedro. 

NANDO 
¿Una esposa? ¡Ja, ja! ¿Conoces a las mujeres? 
¿Has visto a alguna? ¿Les has hablado? 

PEDRO 
No aún. ¿Cómo podría venir una mujer aquí? 
Sólo desde lejos las veo una vez al año,
cuando bajo al valle, a la iglesia.
Creo, sin embargo, que, si Dios lo quiere,
también yo podría tener una mujer para mí. 

NANDO
¡Ja, ja, ja! 

PEDRO 
No hay por qué reírse. Lo digo muy en serio.

(Se vuelve de espaldas)

Ayer por la noche, en la cabaña, 
al acabar el primer Padrenuestro, 
empecé el segundo. 
A la primera palabra me quedé dormido, 
pero la oración quedó en mi boca. 
En sueños vi como repentinamente desaparecían 
los rebaños en las profundidades.
Los perseguí, puse una piedra en mi honda, 
y se la lancé para detenerlos. 
La piedra cayó en el lago de Rocabruna, 
El agua hervía y se derramaba, 
como si fuese una cacerola al fuego.
A través de la corriente y las olas 
salían como nubes procedentes del lago.
Vi una cabeza con largos cabellos rubios,
vestido luminoso, brazos blancos... 
¡Una bruja grité yo, la bruja de las rocas! 
¡Pero no! 
Tal belleza no puede ser una bruja. 

Repentinamente el lago se convirtió en un espejo
y esa forma salió del agua y vino hacia mí.
Era tan bella que no podría describirla. 
Y al caminar, los árboles se inclinaban, 
las flores emanaban sus aromas, 
y los pájaros cantaban como nunca.
Era maravilloso ver 
como las montañas 
caían con gran estruendo
abarcando el mundo entero. 
La aparición sonreía mientras se acercaba a mí. 

Me arrodillé ante ella 
y recé mi segundo Padrenuestro hasta el final. 
Entonces comprendí el significado del sueño: 
Era la Madre de Dios que venía a mí
para anunciarme que el Todopoderoso 
me haría feliz  otorgándome una esposa.

NANDO 
¿Crees que la mujer y la dicha vienen juntas? 
Sin embargo diría que en las dos hay 
algo de cielo y el infierno entero. 
¡También tú aprenderás eso! Tenlo por seguro. 

PEDRO 
¡Si supiera la región 
de donde ha de venir ella! 

Presta atención: 
lanzaré una piedra con mi honda 
y mantendré los ojos cerrados...
¡Donde caiga la piedra, de allí vendrá ella!

(Lanza la piedra) 

VOZ DE SEBASTIÁN 
¡Tú, estúpido!... 
¿Es que no ves quien viene? 
¡Por poco me das con la piedra!

NANDO 
¡Tienes visita! 

PEDRO 
¡Qué va!... Yo no veo a nadie. 

NANDO 
(mirando atentamente)
¡Es el amo! ¡El señor Sebastián! 
¿Conoces al amo? 
Todo lo que ves es suyo: prados, campos, 
hornos, cabañas, bosques y hasta el río.
Aquel pueblo de abajo y el molino, 
todo lo que puedas pensar, es suyo.
Todos estamos a su servicio, todos, 
los pastores de arriba y los de abajo. 
El que viene con él 
es el más viejo de todas las aldeas.
Tomás tiene ya 
noventa años a sus espaldas. 

PEDRO
(Levantándose indignado)
Me voy a mi cabaña. 
Si algo quieren de mí, que me busquen.

(Sube lentamente y desaparece dentro 
de su cabaña)

NANDO 
(mirando con ansiedad)
Si no me equivoco 
viene con ellos una muchacha. 
¿Qué podrá significar eso? 
Ojalá el Señor Dios cumpla su promesa 
y envíe una mujer a Pedro. 

Escena Segunda  

(Sebastián, Marta y Tomás aparecen)

SEBASTIÁN 
¿No está Pedro aquí? 

NANDO 
Está en la cabaña de arriba. 

SEBASTIÁN 
¡Tomás, ve a buscarlo!

(a Nando)

¡Tú, tráenos leche, pan y queso!
El camino ha sido largo y tengo hambre. 

(Tomás y Nando van hacia la cabaña. 
Tomás entra en ella) 

MARTA
¿Para qué me ha traído aquí? 

SEBASTIÁN 
¡Porque quiero! 
Además, muchacha, tengo planes para ti.

MARTA 
Dígame, señor, por los clavos de Cristo,
¿qué quiere de mí?

SEBASTIÁN 
¡No temas! ¡Tú me has sido siempre leal!
¡Y vas a tener una buena recompensa! 
Llegaste como una cualquiera a esta tierra
con el viejo mendigo de tu padre.
Me agradaste. 
Convertí a tu padre en molinero
pues tus hermosos ojos así lo deseaban. 
Ahora eres tú la molinera. 
Te pago y me alquilas tu amor. 
Es tu único deber... y barato. 

MARTA 
Es terrible: 
Me insultáis diariamente en plena cara. 
Nada puedo hacer, sois el amo.

SEBASTIÁN 
¡Efectivamente, ése soy yo! 
Y como amo te voy a dar mis órdenes: 

(Aparece Pedro)

¡Fíjate en ese muchacho! 
Agradable... no muy corriente, joven y fuerte. 
Pretendo que seas su esposa.

MARTA 
(retrocediendo horrorizada)
¡Antes me lanzo al vacío! 

SEBASTIÁN 
¡Loca! ¡Estúpida! ¡No te muevas! 
¡Quieres esperar a que te explique! 
No es agradable para mí. 
Lo que tiene que ser, debe de hacerse. 

MARTA 
¡Piedad! 

SEBASTIÁN 
Porque soy bueno y honrado.
En Pedro te doy a un hombre. 

MARTA 
(Se agarra a Sebastián y le sujeta 
las manos)
¡No me deje, amo, no quiero, no quiero! 

SEBASTIÁN
¡Marta, míralo al menos! 

MARTA 
(hablado) 
¡No! 

(Lo suelta y huye rápidamente)

PEDRO 
(Se acerca lentamente y 
se queda admirado)
¡Madre de Dios! ¡Qué hermosa es! 

Escena Tercera 

SEBASTIÁN 
Bien Pedro, ¿estás contento aquí?

PEDRO 
¡Ciertamente, amo! 

SEBASTIÁN 
¿Te gustaría mejorar? 

PEDRO 
¡Y a quién no! 

SEBASTIÁN 
¡Ser pastor es bonito pero eso 
no significa que no puedas ser algo mejor! 
Mira, poseo abajo un molino. 
¿Quieres ser el molinero? 

PEDRO 
Si hay grano que moler ¿por qué no? 

SEBASTIÁN 
Además del molino, 
te daría a la molinera como esposa.

PEDRO 
Si la chica está de acuerdo, sí,
si no, no. 

SEBASTIÁN 
¡Ya la has visto! ¿Te parece bella? 

PEDRO 
¿Está gastándome una broma o estoy soñando? 

SEBASTIÁN 
Siéntate aquí y escúchame. 
Mi molinera es huérfana, el molinero murió, 
por ello he pensado en ti. 
Si te conviene, baja, elige a Marta como esposa 
y quédate con el molino. 

PEDRO 
Como abejas zumbándome en el oído 
me suenan sus palabras. 
¿Puedo alegrarme? 
¿Puedo agradecer el bien que se me hace? 
¿Mis sueños convertidos en realidad? 

TOMÁS 
Vivo a muchas millas de las montañas. 
El amo me pidió consejo y le di tu nombre. 
A mí no me queda mucho tiempo de estar aquí, 
pero tú: ¡tú eres un muchacho vigoroso! 
Acepta y escoge el destino que Dios te concede. 
El amo quiere lo mejor para ti. 
Agradécele tu suerte. 
Y Dios, que está pendiente de todos, 
y todo lo gobierna, permanezca en tu casa 
y dirija tus paso por el camino de la paz.

SEBASTIÁN 
¡Vamos, muchacho! 

PEDRO 
¿Debería?... ¿Podría?... ¿Me querrá ella? 
¿No seré demasiado feo? 
¿Y si dice que no? ¿Se burlará de mí? 

SEBASTIÁN 
¡Eso sólo me concierne a mí! 
Déjalo de mi cuenta. 

PEDRO 
Ella escapó al verme. 

SEBASTIÁN 
Así son las mujeres. 
Prepárate, baja al valle, y mañana será la boda. 
Todo está preparado.

PEDRO 
¿Mañana, ya? 
¡Demasiada suerte que sea mañana!

TOMÁS 
¡La buena suerte no llega siempre tan rápido! 
Ahora está aquí, simplemente ha llegado.

SEBASTIÁN 
Lo sigues pensando...
Espera en el molino y te llevaré a tu mujer. 

PEDRO 
¡Iré! 

TOMÁS 
¡Dios bendiga tus pasos! 

(Sebastián y Tomás se van)

Escena Cuarta

PEDRO 
¿Lo has oído? ¡He conseguido una esposa! 
El cielo está conmigo. Bajaré al valle.

NANDO 
¿Vas a ir a las tierras bajas? 
En aquellas casas se vive fríamente, 
las montañas lejos, las personas demasiado cerca. 
El mismo sol está oscuro y todo es gris. 
Allí hay disputas y peleas cada día.
¿Vas a irte a la tierra baja? 

PEDRO 
¡Busco mi suerte!... 

Cuida los rebaños, 
el amo enviará un nuevo pastor en mi lugar.
Tú conoces todo, dominas bien el oficio,
conoces todas las cañadas y los prados.
Aquí fui feliz en mi libertad 
bajo los rayos del sol, 
ahora camino en busca de mi fortuna. 

(Empieza a descender)

¡Cuida los rebaños, vigílalos!
¡Nando, presta atención a los lobos! 
¡A veces me han rodeado! 
¡Seguro que te irá bien!
¡No te olvidaré allí, en el valle, 
en las tierras bajas! 
¡Cuida de mi buen perro! ¡Lo echaré de menos!

(Desaparece y su voz suena cada vez más 
lejana)

El sol ilumina el camino del valle.
¡Voy a las tierras bajas!  



ACTO PRIMERO 

INTERLUDIO

Escena Primera

(En el molino. A la izquierda una puerta que 
conduce a dos escaleras y que está cubierta por 
una cortina. A la derecha una puertecilla. Al 
fondo, la entrada desde la cual se distinguen los 
glaciares. Es poco antes del amanecer. Moruccio 
está atareado cerniendo el grano. Pepa, Antonia 
y Rosalía alborotan dentro)

PEPA 
¿Es una habladuría o es cierto? 

ANTONIA 
¿Es verdad? 

ROSALÍA
¡Habla! ¡Cuenta! ¡Responde!

PEPA 
¡Cuéntanos!
¿De verdad que Marta se va a casar?

(Moruccio vacía con calma su cedazo y lo llena 
otra vez con grano fresco)

MORUCCIO 
"¡Las puertas de la iglesia esperan a la novia!" 

PEPA 
¡Ja, estás atontado! 
¿Acaso Marta no te importa?
Tú serías el nuevo molinero, 
pues el viejo murió hace un año,
pero veo que no tienes interés por Marta.

ANTONIA, ROSALÍA 
¡A ti no te importa!

PEPA 
¡Las granjeras son todas viejas y feas! 

ANTONIA 
¡Tercas y hurañas! 

ROSALÍA 
(halagadora)
Si insistimos un poco más, 
seguramente acabarás diciéndonoslo.

MORUCCIO 
(como antes)
"¡Las puertas de la iglesia esperan a la novia!" 

ANTONIA 
Y tú, ¿a qué esperas?

PEPA 
¿Donde está Marta? 

ROSALÍA 
Sí, ¿dónde está? 

ANTONIA 
¿Estará en el molino? 

(Moruccio se encoge de hombros)

PEPA 
Déjalo estar, es un tozudo.

Escena Segunda  

(Entra Nuri)

NURI 
¡Aquí estoy! 
Llevé los pollos al gallinero. 
Ya están todos recogidos. 
¿Puedo entrar? 

ANTONIA 
¡Vamos, entra! 

NURI 
No me riñáis por llegar tarde...
Quise visitar a Marta 
pero no la encontré.

PEPA 
¿Qué hay de nuevo? 

ANTONIA 
¿Alguna novedad? 

ROSALÍA 
¡Cuéntanos! ¡Habla! 

NURI 
¿Qué puedo contaros? 

PEPA 
¿Viste a Tomás? 

NURI 
Sí, lo vi. Y me contó muchas cosas...
¡Oh, muchas cosas interesantes! 

PEPA, ANTONIA, ROSALÍA 
¿Cuáles? 

NURI 
Me dijo: 
"Observa, niña, todo lo que puedes ver, 
hasta donde te alcance la vista, 
todo ello pertenece
a nuestro amo Sebastián. 
La cabaña donde vives, 
la casa del molino junto al río,
mi cabaña lindante con la montaña,
y la granja con la torre
de elevados tejados, 
todo eso es del amo, todo.
Desde lo alto de la montaña
hasta lo más profundo del valle, 
todo pertenece al amo Sebastián"

PEPA
Eso ya lo sabíamos.  

NURI 
Pero yo no me lo creo.
No me creo todas las cosas 
que Tomás anda diciendo por ahí...

PEPA 
¿Y dónde está Tomás ahora? 

NURI 
Fue con el amo a las montañas.
Allí donde los glaciares
se encuentran con las praderas. 
Se trae de allá un pastor, 
y el pastor, fijaos, 
parece que viene 
para casarse esta noche con Marta. 

PEPA, ANTONIA, ROSALÍA 
¡Gracias a Dios, al fin nos hemos enterado! 

MORUCCIO 
(que lo ha oído todo)
¡Al infierno con estas brujas, 
ya se han enterado! 

ANTONIA 
¿Esta noche? ¿Y quién lo ha decidido? 

NURI 
¿Que quién?... Pues él, nuestro amo. 
Lo que ordena se cumple. 
Él ha decidido 
que Marta se case con el pastor.
Hace mucho que sospechaba 
que ella pertenecía al amo, 
pero ahora está totalmente claro.

ANTONIA 
¿Y tú, qué dices? 

NURI 
Eso ya lo había oído yo antes. 

PEPA 
¿Por qué te lo callabas? 

NURI 
No sé, no estaba segura...

PEPA, ANTONIA, ROSALÍA 
¡Cuéntanos! ¡Habla! 

NURI 
Sucedió una tarde.
La luna surgía detrás de la pradera
donde yo estaba...
Vi venir por el camino del río
a Marta con el amo. 
Marta hablaba en voz alta
y pude escuchar lo que decía:
"¡Sí, ya lo sé, sé bien que soy suya
y que nunca me alejaré de usted!"
¡Ay, sollozaba y apenas 
comprendí bien lo que decía! 
Entonces el amo habló: 
"Y si otro hombre te llevase
y te hiciese su mujer, 
yo permanecería siempre, siempre a tu lado"
Eso es lo que mis oídos oyeron. 
Marta lloraba y continuó hablando 
más bajo al amo.
¿Qué quiso decir el amo 
cuando le dijo a Marta
que podía pertenecer a otro? 
Pero eso fue lo que yo oí.
Todos le pertenecemos, pero él dijo:
"¡Yo seré siempre tuyo!"

PEPA 
¡Y qué importa lo que quiso decir! 

MORUCCIO 
¡Cállate, mujer, ahí llega Marta!

Escena Tercera 

(Entra Marta con la cabeza baja. No se fija 
en las mujeres. Cuando Marta se da cuenta 
de la situación sale corriendo a través de la 
puerta)

NURI 
¡Oh, se ha ido! 

PEPA 
Marta, Marta, ¿no oyes? ¡Te estamos esperando! 
¡Íbamos a comentar tu boda! 

ROSALÍA 
¿Es posible que se aventure a dar ese paso? 
¡El santo matrimonio!

PEPA 
¡Y nosotras seremos la corte de la novia! 
¡Ja, ja, ja! ¡Que divertido va a ser eso! 

ANTONIA 
¡Seremos un cortejo muy alegre! 
¡Ja, ja, ja! 

ROSALÍA 
¡Ja, ja, ja! 

(Ríen las tres)

MARTA 
(llorando y excitada)
¡Marchaos todas! No quiero ver a nadie. 

PEPA 
Pero querida, amable chiquilla, ¿dinos por qué?

ANTONIA 
Si nosotras ya lo sabemos todo. 

MARTA 
¡Dejadme, marchaos, fuera! 

ROSALÍA 
Nosotras sólo queremos, querida...

MARTA 
¡Marchaos a casa, fuera, rápido! 

(Las mujeres no se mueven. Marta coge 
el cesto que dejaron en el suelo, y lo arroja 
por la puerta) 

¡Fuera de aquí todas! 

PEPA 
¡Oh, Santa Virgen ayúdanos! 

(Las tres se van)

NURI 
¿También yo tengo que irme? 
¡Soy Nuri! 

MARTA 
¿Eres tú, Nuri, mi pequeña? 
¡Ven a darme un beso! 

NURI 
¡Tus mejillas están húmedas! 

MARTA 
¡No importa! 

NURI 
Estás alegre. 

MARTA 
¡No puedo estar alegre 
como cuando era niña! 
¡No volveré a ser feliz! 
¡Jamás volveré a reír! 

NURI 
¿Es por culpa de la boda? 

MARTA 
La boda... sí, eso es. 
¿Por qué no habré dicho que no? 
¿No es esta boda una locura, un crimen? 
¡Oh, qué desgraciada soy! 
Nadie me ayuda, nadie está a mi lado. 

NURI 
Me tienes a mi, Marta. Yo estoy contigo. 

MARTA 
(sin haberla oído)
¡Nadie me ayuda en mi situación! 
¡Cómo odio a ese Pedro!... ¿Y será mi marido? 
¡No debería ocurrir! ¡Quiero tranquilidad! 
¡Sólo necesito tranquilidad! 

(Fuera se oye un ruido)

Vete, niña, es Sebastián. 
No debería llorar, 
de lo contrario me pegará el amo.

NURI 
¡No debería de hacer eso! 

MARTA 
¿Quieres detenerlo? 
Me pegará hasta matarme.
Y yo llorare, y lloraré… 

NURI 
¡Oh, te comprendo! ¿Quién va a hacerte daño? 

MARTA 
(echándola fuera)
Vete, tesoro, y no preguntes.

(Nuri se va)

Escena Cuarta 

MARTA 
¡Soy suya! 
¡De su propiedad! ¡Ahora y siempre! 
¡Pero sin embargo me echa! 
Pero no estaré lejos de él. 
¡Nunca seré libre! 
¡Virgen Santa, seré rica en dolores! 
Dios, ¿por qué me castigas tan duramente? 
¿Soy una pecadora? ¿Soy mala? 
¡Soy suya! ¡De su propiedad! 
¡Virgen Santa, Madre de Dios, 
ayúdame si puedes hacerlo! 

(Se oye ruido fuera) 

¿Vienen ya a buscarme? 
¿Vienen ya esos mentecatos, el castigo de Dios? 
¡No quiero verlos! 

(Entra en la habitación) 

Escena Quinta

CAMPESINOS
(Pedro espera fuera, ante la puerta)
¡Ya llega! 

NURI 
¿De dónde viene? ¿De dónde? 

PEPA, ANTONIA, ROSALÍA 
Viene de las montañas, ¿no lo has visto? 

CAMPESINOS 
¡El novio! 

MORUCCIO 
(Tomás llega)
¡Eh, Tomás, una palabra! 

TOMÁS 
¿Qué sucede, amigo? 

MORUCCIO 
¿Fuiste por primera vez allá arriba? 

TOMÁS 
La primera vez, hijo. 
En este valle nunca he tenido la oportunidad 
de disfrutar de la montaña.

MORUCCIO 
El amo Sebastián, ¿lo sabe?

TOMÁS 
Un hombre bueno, el amo, que Dios lo bendiga.

MORUCCIO 
Entonces, ¿no sabes nada? 

TOMÁS 
¿Nada de qué? ¡Habla! 

MORUCCIO 
La duda es ésta:
Ese Pedro es un idiota 
o un ser sin escrúpulos.

TOMÁS 
¿Qué te puedo decir? 
¡Ah!... ¡Ya te comprendo!... 
¡Marta ha huido de ti! ¿Lo esperabas? 

MORUCCIO 
¡Qué Dios me proteja! 

TOMÁS 
¿Qué quieres decir?

MORUCCIO 
Está muy claro. 
Ella llegó aquí con su padre, mendigando. 
Bueno, eso suponiendo que fuera su padre.
Confieso que era un muchacha hermosa. 
El amo Sebastián también lo advirtió. 
Le cedió el molino al viejo vagabundo 
en busca de la chica.
Luego... Marta... Imagíneselo usted mismo. 

TOMÁS 
¡Cedió! ¡No le quedaba otra salida! 

MORUCCIO 
Escuche el final. 
¡Debe saber por qué necesita un hombre!
Las cosas van mal para el señor Sebastián.
El amo tiene grandes deudas.
Ya no puede más. 
El embargo se cierne sobre él.
Todo se lo llevan los intereses, 
las mercancías vuelan como si tal cosa. 
Necesita la ayuda de una rica casadera. 
Pero las malas lenguas no paran de hablar. 
Tiene que poner fin a lo de Marta. 
Así es el mundo. 
Está decidido, 
Marta será la esposa de ese idiota.

TOMÁS 
Y ella ha sucumbido. 

MORUCCIO 
Busque en el valle a uno sólo que no sepa esto. 

TOMÁS 
Y dices... 

MORUCCIO 
Usted es un hombre honrado 
y debe despreciar a esos tres.

TOMÁS
¡Un infame sinvergüenza! 

MORUCCIO 
Efectivamente, ¡no es un caballero! 

(Cuando están a punto de salir fuera 
cada uno apoyado en su bastón, se oye 
el murmullo de la gente y se detienen) 

Escena Sexta 

(Pedro, Moruccio, Nuri, Antonia, Rosalía, Pepa, 
hombres y mujeres, truenos y relámpagos.
Empieza a anochecer)

PEPA 
¡Está allí!... ¿Lo ves?

ROSALÍA 
¡Allí viene Pedro!

ANTONIA 
¡El novio! 

CAMPESINOS 
¡El novio! ¡Viva! 

PEDRO 
¡Sí, aquí estoy! Igual que una gamuza, 
vine saltando de la montaña al valle. 
¡Ya estoy aquí! Pero, ¿dónde está ella? 
¿Dónde está mi querida, mi novia? 

PEPA 
¡Marta!

ANTONIA 
¡Ven! ¡Tu novio está aquí! 

PEDRO 
¡Oh, Dios y Señor mío! ¡Cuánta gente!
Y todos están alegres.
¡Casi no lo creo!
¡Me voy a casar con Marta!
¿No es realmente hermoso? 

PEPA 
¡Bella y fresca! 

ANTONIA 
¡Como el capullo de una rosa! 

PEPA 
¡Te deseo mucha suerte! 

ROSALÍA
¡Te deseo mucha suerte!

UNA CAMPESINA
¡Y yo una gran dicha! 

PEDRO 
Os lo agradezco mucho. 
Apenas puedo creer en mi suerte. 
Y gracias sobre todo a ella: ¡Marta será mi mujer! 
El mundo entero da vueltas ante mis ojos 
como un círculo de fuego. 
La buena suerte me hace sentir orgulloso.
¡Marta es mía y hoy será mi mujer!

TOMÁS 
(a Moruccio)
Cómo puedes creer que Sebastián... 

MORUCCIO 
Si es usted tan curioso 
pregúntele a él.
¡Por allí viene Sebastián!

NURI 
¡Por allí viene el amo! ¡El amo de todos nosotros! 

Escena Séptima 

(Sebastián entra)

SEBASTIÁN 
¿No está Pedro aquí? 

PEDRO 
¡Estoy aquí señor!...¡Sí, estoy aquí! 
Permita que le bese las manos. 

SEBASTIÁN 
¡Sea! ¿Y dónde está Marta? 

PEPA 
En su habitación. 

SEBASTIÁN 
¡Ve a buscarla! 

(Pepa sale. A Pedro) 

¡Todo está preparado! Se ha llamado al cura 
para que bendiga a un hombre y a una mujer...
Dentro de una hora todo habrá acabado.

PEDRO 
¿Cómo podría agradecerle, señor, su bondad? 

PEPA 
(sale de la habitación)
Dice Marta que vendrá enseguida. 

SEBASTIÁN 
¿Qué sucede?... ¿Por qué no viene? 
¡Debe venir inmediatamente si yo la llamo!

(Va a los pies de la escalera y 
la llama con tono apremiante) 

¡Marta!

TOMÁS 
Tengo que hablarle, señor. 
Tengo en el corazón una pesada carga. 

SEBASTIÁN 
¡Qué me importa a mí lo que tienes en el corazón!
En otro momento. 

TOMÁS 
¡Concierne al bien de las almas! Debe ser ahora. 

(Marta aparece en la escalera)

SEBASTIÁN 
¡Al fin! 

(Indignado con Tomás) 

¡Luego, luego!

MARTA 
Aquí estoy, señor, como habéis ordenado.

(en voz baja a Sebastián)

¡Me da asco! 
¡Por lo que más quiera, tenga piedad de mí! 

SEBASTIÁN 
(en voz alta)
¿No estás contenta, Marta?
¡Fíjate en Pedro, 
él sabe apreciar su buena suerte! 

NURI 
La pobre Marta llora...

ROSALÍA 
¡Está llorando la pobre chica! 

PEPA, ANTONIA, ROSALÍA 
¡Está llorando la jovencita! 

MARTA 
(rápidamente se seca las lágrimas)
¿Quién dice eso? ¿Quién? ¿Quién me vio llorar? 
¡El amo manda y yo estoy contenta! 
¡Veis, ya río! 

(Ríe) 

PEDRO 
¡Así debe ser! 
¡No hay nada que desee más que esta boda! 
¿Y el pueblo? 
¡Todos disfrutarán con nuestra felicidad! 
¡Sin embargo aún no me has dicho ni una palabra, 
ni una sola palabra! 
¡Dime algo! 

MARTA 
¡Tenemos que irnos! 

SEBASTIÁN 
(señalando la ropa de Pedro)
¡Así no puedes ir a la iglesia! 
Harapiento y con la ropa hecha trizas. 
Te daré ropa nueva. 
¡Tienes que estar elegante! 
Debes parecer un caballero, un dandy.
Así es como debe estar un novio. 

PEPA, ANTONIA, ROSALÍA, 
CAMPESINOS 
¡Un caballero joven y elegante! 
¡Un completo dandy! 

PEDRO 
¡Un dandy!... ¿Qué es eso? 

ANTONIA 
¡Un dandy es un tipo fino! 

ROSALÍA 
¡Un dandy es un tipo fino! 

CAMPESINAS
¡Un dandy es un tipo fino! 

PEDRO 
¿Eso es un dandy? 

CAMPESINOS 
¡Ja, ja, ja! 

PEDRO 
¡Os reís de mí? ¡Supongo que no! 
Con estos puños pegaría al que se atreviese. 
¿Qué es un dandy? ¡Por favor, responded! 

(Las mujeres de los campesinos vociferan)

MARTA 
¡Patanes, cobardes! 
¡Idiotas que merecen ser apaleados!

SEBASTIÁN 
¡Pedro! 

PEDRO 
(se calma, escucha el jaleo)
¡Vamos o estallará mi furia!

SEBASTIÁN 
Ponte el traje nuevo y estarás listo. 
Ya veo venir por allí al cura.

PEDRO 
¡Vamos todos! ¡Debéis ayudarme a vestirme! 
Quiero que riáis y estéis alegres. 
Hoy es mi día grande, un día de felicidad. 
¡Estad alegres al igual que yo! 

(Los campesinos salen con Pedro)

PEPA 
(a las campesinas)
¡Venid a la ventana para poder verlos!

CAMPESINAS
¡Vamos a verlos!

(Las mujeres de los campesinos salen)

TOMÁS 
(a Sebastián)
Debo hablarle señor. ¡Es un asunto muy grave! 

SEBASTIÁN 
(impaciente)
Si es tan urgente, espérame fuera. 
Ahora salgo. 

TOMÁS 
Esperaré, señor.

(Sale)

Escena Octava

(Durante toda la escena anterior, Marta 
estaba sentada al fondo, sobre la piedra 
del molino. Ahora, Sebastián medita la 
situación silenciosamente)

SEBASTIÁN 
¡Marta!

MARTA 
¡Siempre hace conmigo lo que desea!
¡No quiero ver a esa gente! 

SEBASTIÁN 
(burlándose)
¡Probablemente preferirías a otro!
Un hombre culto, elegante, que cante 
lánguidas canciones entornando los ojos, 
y dejarme a mí a un lado. ¿Lo he adivinado? 
¿Has olvidado que eres de mi propiedad?
¡Este es el agradecimiento por mi amor! 

(Pretende besarla pero ella se aparta)

No me conoces. ¡Esto no se me hace a mí! 
¡Eres mía y permanecerás mía! 
No tendrás a otro más que a mí. 
¡Ven, ven aquí y te lo diré! 

(Él hace un gesto amenazador)

Dímelo una vez más, ¿te gusta Pedro? 

MARTA 
No puedo ni decir como le aborrezco. 

SEBASTIÁN 
Eso está bien, así podré tenerte cuando me plazca.
Todo irá según mis deseos. 
Si tolero este matrimonio, 
¿crees que es porque lo deseo? 

MARTA 
¡Oh, hay otros hombres, 
pero saben quien soy! 
¡Ha comprado a ese miserable! 

(desfalleciendo) 

¡Desgracia sobre mí!

SEBASTIÁN 
La convivencia lo equilibra todo. 
¡El amor para mí! ¿Lo comprendes?

MARTA 
¡Déjeme, le tengo miedo!

SEBASTIÁN 
Lo sabes, Marta, lo sabes bien.
Nada hay más querido en este mundo que tú.
Nunca nos separaremos,
y si te doy a otro ahora, 
¡es porque debe ser así! 
¡Mi amor, mi dicha!
Todos saben que te amo 
y que debo darte a Pedro.
Nada cambiará. 
¡No nos separaremos! 
¡Te amo y serás siempre mi amor! 
Te necesito y no puedo vivir sin ti. 
Te miro y pienso que nunca escaparás de mí. 

MARTA 
¡Le tengo miedo!

SEBASTIÁN 
No me temas. ¡Eres mi amor!

MARTA 
(rechazándolo)
¡Sebastián! 

SEBASTIÁN
¡No me conoces! ¡Escucha, no me conoces!.
No tolero el rechazo, nunca lo toleraré. 
¿Irás a la iglesia?

MARTA 
(hablado)
Sí.

SEBASTIÁN 
¿Te convertirás en la esposa de Pedro?

MARTA 
(hablado)
Sí. 

SEBASTIÁN 
¿Y seguirás siendo mi amante? 

MARTA 
¡No, no! 

(Risas fuera)

¡Escuche, ya vienen!
¡Vienen a buscarme! 

SEBASTIÁN 
Está bien, es lo que quiero...
De él vendrás a mí. 

Escena Novena 

(Aparecen Pedro, Rosalía, Antonia, Pepa, 
Nuri acompañados de los campesinos)

CAMPESINOS
No consigue estar elegante.

CAMPESINAS
Las buenas prendas no le sirven para nada.

PEDRO 
No dejo de parecer un bufón. 
¡Dad estos trapos de colores a quien sea, no a mí!
¡Mi vieja chaqueta, eso es lo que me va!

SEBASTIÁN 
Por mí, como quieras. 
Confiaba que te gustarían.
Para Marta, esta mantilla.

MARTA 
¡Sí, sí, estoy lista!

(En bajo, a Sebastián)

Entre nosotros todo ha terminado.

SEBASTIÁN 
(en bajo a Marta)
¿Eso crees?... Yo, no. 
Esta noche iré a verte. 
Si ves luz en tu habitación, 
sabrás quien es.

NURI 
Aquí tienes la mantilla.

(Aparece Tomás por la puerta)

MARTA 
¿Eres tú, mi querida niña, 
quien me regala la mantilla?

NURI 
No exactamente, Marta, 
pero eres muy buena conmigo.

MARTA 
Sí, mi niña...

(a Sebastián)

Hace tiempo, yo también fui
una niña inocente como Nuri.
Así llegué a este molino. 

SEBASTIÁN 
(encogiéndose de hombros)
¡Vamos a la capilla! 

(Fuera, delante de la entrada, empieza a 
formarse la procesión. Marta va delante, 
sostenida por Nuri, hasta donde la espera 
Pedro. Los campesinos los siguen)

CAMPESINOS
¡Adelante, a la capilla!

TOMÁS 
(a Sebastián)
¡Debo hablarle!... ¡No pueden casarse!
¡Présteme atención!

SEBASTIÁN 
¿Qué quieres de mí, anciano?

PEDRO 
(en el fondo se forma la procesión)
¡Ohe, fuera todos!

SEBASTIÁN 
(a la multitud)
¡Vamos, apartaros!

PEDRO 
¡Fuera, rebaño, dejad sitio!
¡Quiero ir con Marta! 
¡Apartaros, fuera!

(Todos continúan riendo y alborotando)

Escena Décima 

SEBASTIÁN 
(a Moruccio, que está aparte)
¿Qué piensas, Moruccio? 
¿No eres capaz de participar de la boda?

MORUCCIO 
A esa boda no quiero ir.

SEBASTIÁN 
¿Por qué? Dime.

MORUCCIO 
No creo que sea bastante para ella. 

SEBASTIÁN 
Así que crees que tú sí serías bastante...
¡Haz tu equipaje y vete!

MORUCCIO 
Con mucho gusto.

(Se va al fondo y comienza a recoger 
sus cosas)

SEBASTIÁN 
(a Tomás)
Y tú, ¿qué querías?

TOMÁS 
Se dicen cosas extrañas de usted y Marta...
Yo no puedo creerlas. 
Sería un engaño para el pobre Pedro 
si no se entera de nada...

SEBASTIÁN 
¿Y a ti qué te importan, viejo, esas habladurías? 
¡Si el pueblo habla, déjalo hablar!
Nada de lo que digan es verdad.

MORUCCIO 
(Moruccio golpeando un saco)
¡Creo que sois un calumniador, 
un canalla y un embustero!

SEBASTIÁN 
¿Así que eso opinas?... ¡Fuera, te digo!
¡Márchate de aquí, o te daré una paliza! 
Te expulso como a un perro de este molino.

MORUCCIO 
(Mira a Sebastián de arriba abajo)
¿A mí? ¡Me voy porque quiero!

TOMÁS 
¿Te atreves a hablar de ese modo a tu señor?

MORUCCIO 
¿Mi señor? Usted ya no lo es. 
Hubiese deseado no haberlo visto nunca.

SEBASTIÁN 
¡Fuera!

MORUCCIO 
¡Ya me voy! 
Pero antes quiero que Tomás sepa la verdad.
Va a saber quien es el embustero aquí.
¿Cree usted que no lo he visto entrar furtivamente
en la habitación de Marta
sin que ella se oponga?
¡Ella acepta el engaño!
Esa es la verdad. 
He levantado el telón y, 
por la memoria de mi madre,
que he dicho la verdad...
También su madre está en la tumba, 
¡jure que no es verdad lo que digo!

SEBASTIÁN 
¡No quiero escucharte!

TOMÁS 
¡Santa Virgen, ayuda! 
¡Ahora todo está claro!
Iré a la capilla y diré: ¡No!

(En este momento se oyen las campanas
de la capilla)

¡Las campanas!... ¡Demasiado tarde! 
¡Lo ha conseguido!... ¡A usted el infierno!

SEBASTIÁN 
Lo que tenía que ocurrir, ha ocurrido. 
¡Tranquilidad y buenas noches!

(Se va)

TOMÁS 
¡Qué desgracia y deshonor! 
¡No puedo presenciar esta ignominia!
¡No puedo, no! ¡Vámonos!

(Tomás y Moruccio salen mientras aparece la 
luna. Se oye acercarse a la comitiva. Llega 
Marta) 

Escena Undécima 

(Pedro se detiene en el umbral de la puerta 
y hace señas a los que le siguen)

PEDRO 
¡La ceremonia ha concluido!
¡Ahora muchachos, a casa! ¡Adiós!
¡Cada oveja a su establo! ¡Buenas noches! 
Que el cielo os proteja.

(Cierra la puerta y entra. Marta se sienta 
con la cabeza baja sobre la mesa) 

La puerta se cerró. Estamos solos. 
¡Hablemos, dime una palabra, Marta, querida!
¡Oh! diría un nombre más cariñoso:
¡Marta, esposa mía!

MARTA 
¿Qué quieres? ¡Déjame en paz!

PEDRO 
¿Qué te ocurre? Vamos, siéntate junto a mí. 

(Él se sienta en el suelo y ríe) 

Éste es el mejor sitio.

(Busca en sus bolsillos. Luego saca de su pecho 
un pañuelo donde tiene unas piezas de plata. 
Para sí)

¡Seguro que esto les sorprendería! 
¡Este montoncito pesa lo suyo! 

(Se acerca a Marta silenciosamente, cuando 
está detrás, le golpea la cabeza con un dedo)

¡Kuckuck! 

MARTA 
(apartándose)
¿Qué pretendes? ¿Gastas siempre estas bromas?

PEDRO 
¡No es nada malo! ¿Quieres darme la mano?
¡Marta, tu mano! 

(Le entrega dinero)

MARTA 
(No le presta ninguna atención y 
se va a otro lado)
¡Déjate de bromas! 
No estoy para risas...
Ya es tarde, me voy a dormir, Pedro.

PEDRO 
¡Espera, no seas obstinada! 
¿Cómo vas a hacer eso?

(Extiende el paño en el suelo) 

Mira esta moneda. 
La primera que gané. 
Mi sangre hierve al verla. ¡Ja, ja, ja! 
El señor Sebastián fue quien me la dio. 
Dios bendiga a ese buen hombre.
¡Coge la moneda, no me importa! 
No temas, es auténtica.

MARTA 
(aparta la mano, pero esta vez 
sin sentir aversión)
¡No, no, no quiero!

PEDRO 
¿Crees que la he ganado con facilidad?
Me jugué la vida, ¡Sí, sí, mi vida!.
Cada noche venía un lobo al establo 
y se llevaba un cabrito. 
Destrozó a mi mejor perro.
¡Se llamaba Furia! 
Me desesperé, estaba enfermo de rabia, 
y me dije a mí mismo que cazaría al lobo, 
¡aún a costa de mi vida!
Una noche me situé sobre un peñasco,
aterido de frío, lo esperé. 
El gran ladrón, el terrible lobo, no escaparía.

(Marta empieza a prestar atención) 

Así permanecí agazapado, 
aguzando ojos y oídos.
El tiempo transcurría y, a mi alrededor, 
bailaban las estrellas. 
En los campos helados oía 
el goteo del agua. 
Luego, todo quedó en completo silencio.
Repentinamente oí un ruido en el prado
y una oración salió de mi boca. 
Un nudo me apretaba la garganta.
Era el lobo. 
El perro lo acorraló, el cordero baló, 
y yo salté cuchillo en mano.
Y de esa manera, allí mismo,
me enfrenté con el lobo.
El lobo gris, el terrible lobo,
con un ensangrentado cordero en su boca. 
Con rapidez le clavé,
con todas mis fuerzas, el cuchillo en el corazón. 
Lo que luego ocurrió 
no lo sé con exactitud. 
Lo sujetaba, como él a mí. 
Él aullaba y yo gritaba, 
le mordía y yo notaba como sus dientes 
se clavaban en mis carnes.
Rodamos montaña abajo,
con los pulmones henchidos, 
uno contra otro, dos bestias feroces
que luchaban salvajemente por su vida.
Caímos en el torrente. 
Alguien me llevó a la cabaña
y curó mis heridas, estaba malherido.
Un día en ya pude sentarme al sol, 
vino el amo y me regaló esta moneda. 
Se lo agradecí y quise besarle las manos.
De mis mal curadas heridas
brotó sangre manchando la moneda.
Es una moneda bien ganada, ¿no crees?

MARTA 
(conmovida)
Es muy tarde. Debemos irnos a descansar.

PEDRO 
Toma el dinero, es tuyo.

MARTA 
No, no es mío. ¡Y ahora buenas noches! 
Allí está tu habitación, vete.

PEDRO 
¿Mi habitación? 
¿Eres tú la que está de broma ahora? 
Aquella es nuestra habitación, aquella.

(Señala a la izquierda)

MARTA 
No bromeo, déjame sola.

PEDRO 
Pero tú... yo... ¿hablas en serio? 

MARTA 
No me obligues a hablar, de lo contrario tendría
que contarte todo el peso que soporta mi corazón. 
No quiero hablar, no puedo decirte más.
Lo que me has hecho lo sabes bien.
¡Eres malo y no tienes dignidad! 

PEDRO 
(asombrado)
¿Me dices eso a mí? ¿Pero qué te he hecho yo? 
¿Con qué derecho me hablas así? 
¿Qué es lo que se supone que debo saber? 

MARTA 
(avergonzada)
Lo que cualquiera te haya contado.

PEDRO 
¿Contado? Nadie me ha contado nada. 

MARTA 
¿Voy a tener que contarte yo mi desgracia? 
Tú debes saberlo, tenías que saberlo 
cuando me tomaste por esposa. 

PEDRO 
¿Saber, qué?... ¡Oh sí, claro que lo sé!
He puesto mi suerte en tus manos. 
Quiero que lo nuestro dure, 
quiero que continúe toda una vida.
¡Cielos! No pretendo nada mejor que tú,
me conformo contigo. 
Quiero ser feliz y que tú lo seas también. 

(En este momento aparece una luz tras 
la cortina que cubre la puerta de Marta)

MARTA 
(aterrorizada, para sí)
¡Madre de Dios, está dentro! 
Se ha atrevido a venir...

PEDRO 
(sorprendido)
¿Esa luz?... ¿Una luz en tu habitación? 
¡No estamos solos!

MARTA 
(tratando de ocultar su pánico)
No hay nadie.

PEDRO 
(saca un cuchillo de su pecho y 
se dirige a la puerta)
Te lo aseguro, no estoy equivocado.

MARTA 
(lo detiene)
No hay nadie. 
Yo misma he encendido la luz de mi habitación. 

PEDRO 
No puede ser. 
No estaba encendida cuando hemos llegado. 

(La luz se apaga)

Y ahora se ha apagado... 

MARTA 
¿Sueñas o estás ciego?

PEDRO 
¿No has dicho tú misma 
que había una luz en tu habitación? 
Pues ahora no la hay...

MARTA 
Estás soñando... Yo no he visto nada.

PEDRO 
¿No viste una luz? 

MARTA 
No, te lo aseguro, estás soñando. 
No hay ninguna luz en mi habitación. 

PEDRO 
¿Estoy soñando?

MARTA 
(para sí)
Hasta en un día como hoy se atreve a venir...

PEDRO 
(confundido, para sí)
¿No he visto ninguna luz?... ¿Sueño?

MARTA 
(se sienta en una silla)
Pasaré aquí la noche. 
Ya te lo he dicho, vete a dormir. 

PEDRO 
Comprendo, yo arriba... ¿Y tú? 
Pero no me iré aún. 

(Se sienta en el suelo y se 
despereza lentamente)

MARTA 
(para sí)
Estoy confusa... 
Ese salvaje sin corazón...
Siempre fue muy cruel...
Nunca supuse
lo malo que podía llegar a ser.
Y este pobre chico... el cree que... y yo ni le miro.

PEDRO 
(Triste y a punto de llorar, para sí)
¿Qué debo hacer? No sé. 
¡Paciencia! ¡Paciencia! 
No deseo dormir allá arriba, sobre las rocas.
Quiero dormir junto a ella...

(Se arrastra furtivamente hacia Marta)

Rezaré un Padrenuestro por mis padres, 
que ven el rostro de Dios. 
Y luego otro más... pero no, no será necesario, 
pues ya tengo una esposa. 
El cielo me la ha concedido.

MARTA 
¡Oh, gran Dios de los cielos, 
qué terribles son tus designios!.

PEDRO 
(Durmiéndose)
Todo está en calma. Todo tranquilo.
Hoy no viene el lobo, hoy no...

Acto II