PARSIFAL

 

 

Personajes

AMFORTAS

GURNEMANZ

TITUREL

PARSIFAL

KLINGSOR

KUNDRY

Gran Maestre de los Caballeros del Grial

Caballero del Grial

Antiguo Gran Maestre y Padre de Amfortas

Muchacho Puro y Casto

Enemigo de los Caballeros del Grial

Sensual Mujer al servicio de Klingsor

Barítono

Bajo

Bajo

Tenor

Bajo

Soprano

 

 

La acción se desarrolla en un lugar indeterminado de las montañas del norte de España, durante la Edad Media.

 

ERSTER AUFZUG                                                                       


(Ort der Handlung: Auf dem Gebiete und 
in der Burg der Gralshüter Monsalvat.
Gegend im Charakter der nördlichen 
ebirge des gotischen Spaniens. Wald,
schattig und ernst, doch nicht düster. 
Eine Lichtung in der Mitte. Links
aufsteigend wird der Weg zur Gralsburg
angenommen. Der Mitte des Hintergrundes
zu senkt sich der Boden zu einem tiefer
gelegenen Waldsee hinab. Tagesanbruch.
Gurnemanz, rüstig greisenhaft, und zwei
Knappen, von zartem Jünglingsalter,
sind schlafend unter einem Baume 
gelagert. Von der linken Seite, wie von 
der Gralsburg her, ertönt der feierliche
Morgenweckruf der Posaunen)

GURNEMANZ
(erwachend und die Knappen rüttelnd)
He! Ho! Waldhüter ihr,
Schlafhüter mitsammen,
so wacht doch mindest am Morgen.

(Die beiden Knappen springen auf.)

Hört ihr den Ruf? 
Nun danket Gott,
daß ihr berufen, ihn zu hören!

(Er senkt sich mit den Knappen auf 
die Knie und verrichtet mit ihnen
gemeinschaftlich stumm das 
Morgengebet; sobald die Posaunen
schweigen, erheben sie sich langsam)

Jetzt auf, ihr Knaben! Seht nach dem Bad.
Zeit ist's, des Königs dort zu harren.
Dem Siechbett, das ihn trägt, voraus
seh ich die Boten schon uns nahn.

(Zwei Ritter treten auf.)

Heil euch! 
Wie geht's Amfortas heut'?
Wohl früh verlangt' er nach dem Bade;
das Heilkraut, das Gawan
mit List und Kühnheit ihm gewann,
ich wähne, daß es Lind'rung schuf?

ZWEITER RITTER
Das wähnest du, der doch alles weiß?
Ihm kehrten sehrender nur
die Schmerzen bald zurück;
schlaflos von starken Bresten,
befahl er eifrig uns das Bad.

GURNEMANZ
(das Haupt traurig senkend)
Toren wir, auf Lind'rung da zu hoffen,
wo einzig Heilung lindert!
Nach allen Kräutern, allen Tränken forscht
und jagt weit durch die Welt;
ihm hilft nur eines - nur der Eine!

ZWEITER RITTER
So nenn' uns denn!

GURNEMANZ
(ausweichend)
Sorgt für das Bad!

(Die beiden Knappen haben sich dem
Hintergrunde zugewendet und blicken 
nach rechts.)

ZWEITER KNAPPE
Seht dort, die wilde Reiterin!

ERSTER KNAPPE
Hei!
Wie fliegen der Teufelsmähre die Mähnen!

ZWEITER RITTER
Ha! Kundry dort?

ERSTER RITTER
Die bringt wohl wicht'ge Kunde?

ZWEITER KNAPPE
Die Mähre taumelt.

ERSTER KNAPPE
Flog sie durch die Luft?

ZWEITER KNAPPE
Jetzt kriecht sie am Boden hin.

ERSTER KNAPPE;
Mit dem Mahnen fegt sie das Moos.

(Alle blicken lebhaft nach 
der rechten Seite.)

ZWEITER RITTER
Da schwingt sich die Wilde herab.

(Kundry stürzt hastig fast taumelnd herein.
Wilde Kleidung, hoch geschürzt: Gürtel 
von Schlangenhäuten lang herabhängend;
schwarzes, in losen Zöpfen flatterndes
Haar, tief braun rötliche Gesichtsfarbe;
stechende schwarze Augen, zuweilen wild
aufblitzend, öfters wie todesstarr und
unbeweglich. Sie eilt auf Gurnemanz zu und
dringt ihm ein kleines Kristallgefäß auf.)

KUNDRY
Hier! Nimm du! Balsam...

GURNEMANZ
Woher brachtest du dies?

KUNDRY
Von weiter her als du denken kannst.
Hilft der Balsam nicht,
Arabia birgt
dann nichts mehr zu seinem Heil.
Fragt nicht weiter.

(Sie wirft sich an den Boden.)

Ich bin müde.

(Ein Zug von Knappen und Rittern, die 
Sänfte tragend und geleitend, in welcher 
Amfortas ausgestreckt liegt, gelangt, 
von links  her, auf die Bühne. Gurnemanz 
hat sich, von Kundry ab sogleich den 
Ankommenden zugewendet.)

GURNEMANZ
(während der Zug auf die Bühne gelangt)
Er naht, sie bringen ihn getragen.
Oh weh! Wie trag' ich's im Gemüte,
in seiner Mannheit stolzer Blüte
des siegreichsten Geschlechtes Herrn
als seines Siechtums Knecht zu seh'n!
ACTO PRIMERO


(dominio y castillo del Grial, llamado
"Montsalvat", con el paisaje de las
montañas del norte de la España
gótica. Bosque de aspecto severo,
pero no lóbrego. Hay un claro en el
centro de la escena. A la izquierda,
un camino que asciende hacia el
castillo del Grial. Más allá el 
terreno desciende hacia una 
laguna. Amanece, Gurnemanz, 
vigoroso anciano, y dos escuderos
adolescentes yacen dormidos al pie
de un árbol. Del lateral izquierdo,
como si procedieran del castillo del
Grial, llegan los sonidos de unas
trompetas que tocan diana)

GURNEMANZ
(Despertando a los escuderos)
¡Ea! ¡Vamos! ¡Guardianes del bosque! 
¡Guardianes perezosos!
¡Levantaos, que ya ha llegado el día!

(los escuderos se levantan)

¿No escucháis la señal? 
¡Dad gracias a Dios 
por haberos permitido oírla!

(Se arrodilla junto a ellos y rezan,
en silencio, la oración de la 
mañana. En cuanto cesa el toque 
de las trompetas se levantan 
lentamente)

¡Vamos, muchachos, daos prisa!
Id a ver si está preparado el baño. 
Es hora de que esperéis allí al rey. 
¡Ya llegan los pajes que le preceden!

(Entran dos caballeros)

¡Salve! 
¿Cómo se encuentra hoy Amfortas? 
En temprana hora se dirige al baño. 
Las hierbas que Gawan 
con astucia y valor encontró para él 
espero que habrán mitigado su mal.

CABALLERO SEGUNDO
¿Eso crees tú, que todo lo sabes? 
El dolor le ha vuelto con más fuerza.
Atormentado por el largo insomnio 
ha querido ser trasladado al baño 
con premura.

GURNEMANZ
(Bajando tristemente la cabeza)
Estamos locos al pensar 
que podemos calmar sus males. 
Buscad hierbas y filtros, 
pero nada hallaréis en todo el mundo. 
¡Sólo hay un remedio, uno sólo!

CABALLERO SEGUNDO
¡Dínoslo, pues!

GURNEMANZ
(Evasivamente)
¡Cuidad del baño!

(Los dos escuderos se han dirigido 
al fondo y desde allí miran hacia la
derecha)

ESCUDERO SEGUNDO
¡Mirad allí! ¡La salvaje amazona!

ESCUDERO PRIMERO
¡Cómo sacude al viento sus trenzas,
la diabólica mujer!

CABALLERO SEGUNDO
¡Ah! ¿Kundry aquí?

CABALLERO PRIMERO
¿Nos traerá noticias?

ESCUDERO SEGUNDO
Su animal vacila.

ESCUDERO PRIMERO
¿Acaso viene volando?

ESCUDERO SEGUNDO
Al fin pisa la tierra.

ESCUDERO PRIMERO 
Sus crines fustigan la hierba.

(Todos miran hacia 
el lateral derecho)

ESCUDERO SEGUNDO
La salvaje se ha apeado de un salto.

(Entra Kundry bruscamente, con 
traje muy corto y cinturón de piel de
serpiente. Su cabellera negra flota en
mechones desordenados. Su rostro es
de color cobrizo y sus ojos, negros y
penetrantes, relampaguean de vez en
cuando con ferocidad. Se precipita
hacia Gurnemanz y le fuerza a que
coja un frasco que le presenta.)

KUNDRY
¡Toma! ¡El bálsamo! ¡Cógelo!

GURNEMANZ
¿De dónde lo has cogido?

KUNDRY
Más lejos de lo que puedas imaginar.
Si este bálsamo falla 
puedes jurar que Arabia 
no tiene nada para remediarle. 
No preguntes. 

(Se deja caer al suelo).

¡Estoy rendida!

(Aparece por la izquierda un cortejo
formado por escuderos y caballeros,
que acompañan y dan escolta a 
la litera donde yace Amfortas.
Gurnemanz se aparta de Kundry y 
se dirige hacia los recién llegados.)

GURNEMANZ
(En tanto que avanza el cortejo.)
Ya viene, conducido por los nuestros. 
¡Ay! Qué opresión siento en el alma 
al verle, en la flor de su edad viril,
señor de tan gran linaje,
siempre esclavo de su mal cruel. 
(Zu den Knappen)

Behutsam! Hört, der König stöhnt.

(Die Knappen halten an und stellen 
das Siechbett nieder.)

AMFORTAS
(erhebt sich ein wenig)
Recht so! Habt Dank! Ein wenig Rast.
Nachwilder Schmerzensnacht
nun Waldesmorgenpracht!
Im heil'gen See
wohl labt mich  auch die Welle;
Es staunt das Weh,
die Schmerzensnacht wird helle.
Gawan!

ZWEITER RITTER
Herr! Gawan weite nicht;
da seines Heilkrauts Kraft,
wie schwer er's auch errungen,
doch deine Hoffnung trog, 
hat er auf neue Sucht 
sich fort geschwungen.

AMFORTAS
Ohn' Urlaub? Möge das er sühnen,
daß schlecht er Gralsgebote hält.
Oh wehe ihm, dem Trotzig Kühnen,
wenn er in Klingsors Schlingen fällt!
So breche keiner mir den Frieden!
Ich harre des, der mir beschieden;
"Durch Mitleid wissend" -
War's nicht so?

GURNEMANZ
Uns sagtest du es so.

AMFORTAS
"Der Reine Tor"!
Mich dünkt, ihn zu erkennen;
dürft' ich den Tod ihn nennen!

GURNEMANZ
(indem er Amfortas das Fläschchen
Kundrys überreicht)
Doch zuvor versuch es noch mit diesem!

AMFORTAS
(es betrachtend)
Woher dies heimliche Gefäß?

GURNEMANZ
Dir ward es aus Arabia hergeführt.

AMFORTAS
Und wer gewann es?

GURNEMANZ
Dort liegt's, das wilde Weib.
Auf, Kundry, komm!

(Kundry weigert sich und bleibt am Boden.)

AMFORTAS
Du, Kundry?
Muß ich dir nochmals danken,
du rastlos scheue Magd?
Wohlan!
Den Balsam nun versuch' ich noch;
er sei aus Dank für deine Treue.

KUNDRY
(unruhig und heftig am Boden 
sich bewegend)
Nicht Dank! 
Haha! Was wird es helfen?
Nicht Dank! Fort, fort! Ins Bad!

(Amfortas gibt das Zeichen zum Aufbruch.
Der Zug entfernt sich nach dem tieferen
Hintergrunde. Gurnemanz, schwermütig
nachblickend, und Kundry, fortwährend auf
dem Boden gelagert, sind zurückgeblieben
Knappen gehen ab und zu.)

DRITTER KNAPPE
(junger Mann)
He, du da!
Was liegst du dort wie ein wildes Tier?

KUNDRY
Sind die Tiere hier nicht heilig?

DRITTER KNAPPE
Ja, doch ob heilig du,
das wissen wir grad' noch nicht.

VIERTER KNAPPE
(ebenfalls junger Mann)
Mit ihrem Zaubersaft, 
wähn' ich,
wird sie den Meister vollends verderben.

GURNEMANZ
Hm! Schuf sie euch Schaden je?
Wann alles ratlos steht,
wie kämpfenden Brüdern in fernste Länder
Kunde sei zu entsenden,
und kaum ihr nur wißt, wohin? -
Wer, ehe ihr euch nur besinnt,
stürmt und fliegt dahin und zurück,
der Botschaft pflegend mit Treu und Glück?
Ihr nährt sie nicht, sie naht euch nie,
nichts hat sie mit euch gemein;
Doch wann's in Gefahr der Hilfe gilt,
der Eifer führt sie schier durch die Luft,
die nie euch dann zum Danke ruft.
Ich wähne, ist dies Schaden,
so tät er euch gut geraten.

DRITTER KNAPPE
Doch haßt sie uns -
sieh nur, 
wie hämisch dort nach uns sie blickt!

VIERTER KNAPPE
Eine Heidin ist's, ein Zauberweib.

GURNEMANZ
Ja, eine Verwünschte mag sie sein.
Hier lebt sie heut' - 
vielleicht erneut,
zu büßen Schuld aus früherem Leben,
die dorten ihr noch nicht vergeben.
Übt sie nun Buss in solchen Taten,
die uns Ritterschaft um Heil geraten,
gut tut sie dann und recht sicherlich,
dienet uns - und hilft auch sich.
(A los escuderos.)

¡Con cuidado! ¡Ved que el rey sufre!

(Los escuderos se detienen y colocan
la litera en el suelo.)

AMFORTAS
(Incorporándose a medias.)
¡Basta! Descansemos un poco. 
Después de una noche espantosa 
nace la aurora en el bosque. 
Las ondas del lago sagrado 
me traerán consuelo
y calmarán el dolor 
que la negra noche ilumina. 
¡Gawan!

CABALLERO SEGUNDO
¡Señor! Gawan se ha marchado 
al ver que las hierbas, 
tan duramente logradas, 
carecían de virtud para ti, 
ha reemprendido su camino 
en busca de otro remedio.

AMFORTAS
¿Sin autorización? 
¡Infringiendo las leyes del Grial!
¡Ay de él si, por su audacia, 
cae en las redes de Klingsor! 
¡Que nadie turbe mi paz!
Espero al que me está predestinado. 
"Piedad engendra sabiduría"... 
¿No era así?

GURNEMANZ
Así nos lo dijiste.

AMFORTAS
" ... en el necio casto". 
Creo reconocerlo...
para mí será la muerte.

GURNEMANZ
(ofreciéndole el frasco que antes 
ha recibido de Kundry.)
Mas antes, prueba aún este bálsamo.

AMFORTAS
(Mirando el frasco.)
¿De dónde procede este jugo?

GURNEMANZ
Lo han traído de la Arabia para ti.

AMFORTAS
¿Y quién lo obtuvo?

GURNEMANZ
Allí está, la mujer salvaje. 
¡Eh! ¡Kundry! ¡Acércate! 

(Kundry se niega y sigue en el suelo.)

AMFORTAS
¿Tú, Kundry? 
¿Debo darte de nuevo las gracias, 
sirvienta infatigable? 
¡Pues bien! 
Probaré todavía este bálsamo 
para agradecer tu constancia.

KUNDRY
(Agitándose inquieta, tendida en 
el suelo.)
No me des las gracias. 
¡Ja, ja! ¿Crees que te servirá de algo?
¡Vete hacia el baño!

(Amfortas hace una señal para
reemprender la marcha. El cortejo se
aleja hacia el fondo. Gurnemanz, que
lo sigue con la mirada, y Kundry, aún
postrada, permanecen en la escena.
Los escuderos van y vienen.)

ESCUDERO TERCERO
(Un hombre joven.)
¡Eh! ¡Tú!
¿Por qué yaces aquí como un animal?

KUNDRY
¿No es aquí sagrado, un animal?

ESCUDERO TERCERO
Sí. Pero no estoy seguro 
que tú lo seas.

ESCUDERO CUARTO
(Hombre joven también.)
Temo que con sus mágicos filtros,
nuestro señor haya perdido la salud
para siempre.

GURNEMANZ
¿Os ha hecho ella daño alguna vez? 
Cuando nada sabemos 
de los hermanos que luchan lejos
¿quién sino ella, 
corre de un lado a otro 
y rauda regresa mensajera afortunada?
¿Acaso la mantenéis? 
¿Se mezcla con vosotros? 
Nada de común tenéis con ella. 
Pero cuando llega el peligro 
y necesitamos ayuda 
surca los aires con celo
sin ni siquiera pedir agradecimiento. 
Creo que si eso es un delito 
sacáis de él mucho provecho.

ESCUDERO TERCERO
Pero ella nos detesta...
¿No ves cómo nos dirige 
una mirada de desprecio?

ESCUDERO CUARTO
¡Es pagana y bruja, además!

GURNEMANZ
Sí, está maldita, ciertamente. 
Vive ahora aquí... 
y quizás de esta forma 
expía errores de otra vida 
reencarnada y aún no castigada. 
Hace penitencia con estas obras 
beneficiosas para nuestros caballeros. 
De esta forma, con su recto proceder, 
sabe hallar nuestro bien y el suyo.
DRITTER KNAPPE
So ist's wohl auch jen' ihre Schuld,
die uns so manche Not gebracht?

GURNEMANZ
(sich besinnend)
Ja, wann oft lange sie uns ferne blieb,
dann brach ein Unglück wohl herein.
Und lang' schon kenn' ich sie;
doch Titurel kennt sie noch länger.

(zu den Knappen)

Der fand, als er die Burg dort baute,
sie schlafend hier im Waldgestrüpp,
erstarrt, leblos, wie tot.
So fand ich selbst sie letztlich wieder,
als uns das Unheil kaum geschehn,
das jener Böse über den Bergen
so schmählich über uns gebracht.

(Zu Kundry)

He! Du! Hör' mich und sag;
wo schweiftest damals du umher,
als unser Herr den Speer verlor?

(Kundry schweigt düster)

Warum halfst du uns damals nicht?

KUNDRY
Ich... helfe nie.

VIERTER KNAPPE
Sie sagt's da selbst.

DRITTER KNAPPE
Ist sie so treu, so kühn in Wehr,
so sende sie nach dem verlorenen Speer!

GURNEMANZ
(düster)
Das ist ein andres;
Jedem ist's verwehrt.

(Mit größter Ergriffenheit)

O wunden-wundervoller
heiliger Speer!
Ich sah dich schwingen
von unheiligster Hand!

(In Erinnerung sich verlierend)

Mit ihm bewehrt, Amfortas, allzu kühner,
wer mochte dir es wehren
den Zaub'rer zu beheeren?
Schon nah dem Schloß 
wird uns der Held entrückt;
ein furchtbar schönes 
Wein hat ihn entzückt; 
in seinen Armen liegt er trunken,
der Speer ist ihm entsunken.
Ein Todesschrei! Ich stürm' herbei!
Von dannen Klingsor lachend schwand,
den heil'gen Speer hat er entwandt.
Des Königs Flucht gab kämpfend 
ich Geleite;
doch eine Wunde brannt' ihm in der Seite;
die Wunde ist's, die nie sich schließen will.

DRITTER KNAPPE
(zu Gurnemanz)
So kanntest du Klingsor?

GURNEMANZ
(zu den zurückkommenden 
beiden Knappen)
Wie geht's dem König?

ERSTER KNAPPE
Ihn frischt das Bad.

ZWEITER KNAPPE
Dem Balsam wich das Weh.

GURNEMANZ
(für sich)
Die Wunde ist's, die nie sich schließen will.

(Der dritte und vierte Knappe hatten 
ich zuletzt schon zu Gurnemanz' Füßen
niedergesetzt, die beiden anderen gesellen
sich jetzt gleicherweise zu ihnen unter dem
großen Baum.)

DRITTER KNAPPE
Doch, Väterchen, sag' und lehr' uns fein;
Du kanntest Klingsor - wie mag das sein?

GURNEMANZ
Titurel, der fromme Held,
der kannt' ihn wohl.
Denn ihm, da wilder Feinde List und Macht
des reinen Glaubens Reich bedrohten,
ihn neigten sich in heilig ernster Nacht
dereinst des Heilands selige Boten;
daraus der trank beim letzten Liebesmahle,
das Weihgefäß, die heilig edle Schale,
darein am Kreuz 
sein göttlich' Blut auch floß,
dazu den Lanzenspeer, der dies vergoß -
der Zeugengüter höchstes Wundergut -
das gaben sie in unsres Königs Hut.
Dem Heiltum baute er das Heiligtum.
Die seinem Dienst ihr zugesindet
auf Pfaden, die kein Sünder findet,
ihr wißt, daß nur dem Reinen
vergönnt ist, sich zu einen
den Brüdern, 
die zu höchsten Rettungswerken
des Grales Wunderkräfte stärken.
Drum blieb es dem, 
nach dem ihr fragt, verwehrt,
Klingsorn, 
wie hart ihn Müh' auch drob beschwert.
Jenseits im Tale war er eingesiedelt;
darüberhin liegt üpp'ges Heidenland;
unkund blieb mir, was dorten er gesündigt,
doch wollt'er büßen nun, ja heilig werden.
Ohnmächtig, 
in sich selbst die Sünde zu ertöten,
an sich legt' er die Frevlerhand,
Die nun, dem Grale zugewandt,
verachtungsvoll des' Hüter von sich stieß.
Darob die Wut nun Klingsorn unterwies,
wie seines schmäl'chen Opfers Tat
ihm gäbe zu bösem Zauber Rat;
den fand er nun - 
Die Wüste schuf er sich zum Wonnegarten,
drin wachsen teuflisch holde Frauen;
dort will des Grales Ritter er erwarten
zu böser Lust und Höllengrauen;
wen er verlockt, hat er erworben;
schon viele hat er uns verdorben.
Da Titurel, in hohen Alters Mühen,
dem Sohn die Herrschaft hier verliehen;
Amfortas ließ es da nicht ruhn,
der Zauberplag' Einhalt zu tun.
Das wißt ihr, wie es dort sich fand;
der Speer ist nun in Klingsors Hand,
kann er selbst Heilige mit dem verwunden,
den Gral auch wähnt' 
er fest schon uns entwunden!
ESCUDERO TERCERO
¿Pero no son también sus culpas 
las que tantos males nos acarrean?

GURNEMANZ
(Recordando)
Sí, cuando estaba lejos de nosotros 
nos acaeció más de una desgracia. 
Hace tiempo que la conozco, 
pero Titurel la conoció mucho antes.

(A los escuderos)

Cuando consagraba nuestro castillo 
la encontró, dormida, como muerta.
De esta forma la encontré yo también 
cuando sobrevino la calamidad 
que aquel malvado, 
de más allá de las montañas,
lanzó arteramente contra nosotros. 

(A Kundry)

¡Eh, tú! Atiende y dinos: 
¿por dónde te guiaba tu impulso 
cuando nuestro rey perdió su lanza?

(Kundry mantiene silencio.)

¿Por qué no nos prestaste ayuda?

KUNDRY
Yo... nunca ayudo.

ESCUDERO CUARTO
Ella misma lo dice.

ESCUDERO TERCERO
Si es tan fiel y entusiasta, 
¡mándala a recuperar la perdida lanza!

GURNEMANZ 
(Sombríamente.)
Eso es distinto, 
nos está prohibido a todos. 

(Con profunda emoción.)

¡Oh maravillosa, querida,
sagrada lanza! 
¡Que yo haya podido verte 
en manos impías! 

(Perdiéndose en sus recuerdos.)

Armado con ella, Amfortas, 
demasiado intrépido...
¿quién pudo protegerle 
contra el autor de los maleficios?
Cerca del castillo 
lo vimos perderse.
Lo cautivó una mujer,
terrible y de gran belleza,
embriagándole con sus abrazos.
La lanza resbaló de entre sus manos... 
¡Un grito mortal! Acudí como el rayo 
en tanto que Klingsor escapaba riendo 
con la sagrada lanza en sus manos.
Cubrí la retirada al rey que escapaba,
mas una herida sangraba en su costado,
herida grave, que nada pudo cerrar.

ESCUDERO TERCERO 
(A Gurnemanz.)
Así pues, ¿viste a Klingsor?

GURNEMANZ
(A los escuderos que 
este momento regresan)
¿Qué tal se encuentra el rey?

ESCUDERO PRIMERO
El baño le calma.

ESCUDERO SEGUNDO
El bálsamo disminuye su fiebre.

GURNEMANZ
(En un aparte.)
Herida grave que nada puede cerrar.

(Los Escuderos tercero y cuarto 
se han sentado a los pies de
Gurnemanz. Los otros les imitan. 
Se hallan todos debajo de un árbol
corpulento.)

ESCUDERO TERCERO
Cuéntanos, padre, todo lo que sepas. 
¿Viste a Klingsor? ¿Cómo pudo ser?

GURNEMANZ
Titurel, el piadoso héroe, 
lo conoció bien.
Cuando el vil pagano, astuto y fuerte,
ultrajaba el reino de los creyentes,
en la noche vio descender los ángeles 
que del cielo traían, como un mensaje,
sagradas reliquias, 
emblemas de la Pasión.
El Cáliz Sagrado de la Última Cena,
que en la Cruz recogió 
la Sangre Divina
así como la lanza que la vertió.
Tales recuerdos sagrados, en custodia,
a nuestro rey le fueron dados.
Edificó un templo para las reliquias.
Los que acudisteis a su servicio
por sendas que el pecador desconoce
bien sabéis que sólo los puros
podrán juntarse un día
a los hermanos que, 
para traer la salvación a los hombres,
fortalece el Grial con su virtud.
Klingsor, por sus actos,
se ha visto privado de todo ello
a pesar de sus obstinados esfuerzos...
Vivía solitario en el valle
cerca de la tierra de los paganos.
No sé cuales fueron sus pecados,
pero quiso purgarlos 
y vivir santamente como ermitaño...
Sin voluntad para dominarse, 
pecó por su propia mano
y hacia el Grial se dirigió,
pero el santo guardián lo rechazó.
Entonces la ira enseñó a Klingsor
que con el acto vil de mutilarse
podía aprender malignos hechizos...
Convirtió su desierto en jardín mágico
donde moran hermosas mujeres
esperando a los caballeros del Grial
para darles placeres condenables
y causarles luego, infernales horrores.
El seducido se convierte en esclavo.
Muchos de los nuestros han caído así.
Cuando Titurel, cansado por los años,
eligió a su hijo Amfortas por sucesor,
quiso, a cualquier precio,
poner término al maligno hechizo.
Ya sabéis lo que ocurrió luego:
la lanza cayó en manos de Klingsor.
Con ella puede herir a los santos 
y quizás, algún día ,
apoderarse del Grial.
(Kundry hat sich, in wütender 
Unruhe, oft heftig umgewandte)

VIERTER KNAPPE
Vor allem nun; 
der Speer kehr' uns zurück!

DRITTER KNAPPE
Ha! Wer ihm bracht'. 
Ihm wär's zu Ruhm und Gluck!

GURNEMANZ
Vor dem verwaisten Heiligtum
in brünst'gem Beten lag Amfortas,
ein Rettungszeichen bang erflehend;
ein sel'ger Schimmer da entfloß dem Grale;
en heilig' Traumgesicht
nun deutlich zu ihm spricht
durch hell erschauter Wortezeichen Male;
"Durch Mitleid wissend,
der reine Tor;
harre sein,
den ich erkor."

DIE VIER KNAPPEN
(in großer Ergriffenheit)
"Durch Mitleid wissend,
der reine Tor..."

(Vom See her vernimmt man Geschrei 
und das Rufen der Ritter und Knappen.
Gurnemanz und die vier Knappen fahren
auf und wenden sich erschrocken um.)

KNAPPEN
Weh! Weh!

RITTER
Hoho!

KNAPPEN
Auf!

RITTER
Wie ist der Frevler?

(Ein wilder Schwan flattert matten 
Fluges vom See daher.)

GURNEMANZ
Was gibt's?

VIERTER KNAPPE
Dort!

DRITTER KNAPPE
Hier!

ZWEITER KNAPPE
Ein Schwan!

VIERTER KNAPPE
Ein Wilder Schwan!

DRITTER KNAPPE
Er ist verwundet!

RITTER, KNAPPEN
Ha! Wehe! Wehe!

GURNEMANZ
Wer schoß den Schwan?

(Der Schwan sinkt, nach mühsamem
Fluges, matt zu Boden; der zweite Ritter
zieh ihm den Pfeil aus der Brust.)

ERSTER RITTER
Der König grüßte ihn als gutes Zeichen,
als überm See kreiste der Schwan,
da flog ein Pfeil.

(Knappen und Ritter führen 
Parsifal herein.)

RITTER
Der war's!

KNAPPEN
Der schoß!
Dies der Bogen!

(auf Parsifals Bogen hinweisend)

ZWEITER RITTER
(den Pfeil aufweisend)
Hier der Pfeil, den seinen gleich.

GURNEMANZ
(zu Parsifal)
Bist du's, der diesen Schwan erlegte?

PARSIFAL
Gewiß! Im Fluge treff'ich, was fliegt!

GURNEMANZ
Du tatest das? 
Und bangt' es dich nicht vor der Tat?

KNAPPEN, RITTER
Strafe dem Frevler!

GURNEMANZ
Unerhörtes Werk!
Du konntest morden, hier, 
im heil'gen Walde,
des Stiller Friede dich umfing?
Des Haines Tiere nahten dir nicht zahm?
Grüßten dich freundlich und fromm?
Aus den Zweigen was sangen 
die Vöglein dir?
Was tat dir der treue Schwan?
Sein Weibchen zu suchen flog er auf,
mit ihm zu kreisen über dem See,
den so er herrlich weihte zum Bad.
Dem stauntest du nicht? Dich lockt' es nur
zu wild kindischem Bogengeschoß?
Er war uns hold; was ist er nun dir?
Hier - schau her! - hier trafst du ihn,
da starrt noch das Blut, 
matt hängen die Flügel,
das Schneegefieder dunkel befleckt -
gebrochen das Aug', siehst du den Blick?

(Parsifal hat Gurnemanz mit wachsender
Ergriffenheit zugehört; jetzt zerbricht
er seinen Bogen und schleudert die 
Pfeile von sich.)

Wirst deiner Sündentat du inne?

(Parsifal führt die Hand über die Augen.)

Sag', Knab, 
erkennst du deine große Schuld?
Wie konntest du sie begehn?
(Kundry se ha vuelto en varias
ocasiones, nerviosa e inquieta)

ESCUDERO CUARTO
¡Es necesario que la lanza 
vuelva a nosotros!

ESCUDERO TERCERO
¡Ah! ¡Quien lo lograra 
tendría gloria y fortuna!

GURNEMANZ
Ante el templo expoliado 
se postra Amfortas con fervor, 
suplicando un signo de gracia. 
Entonces emana del Grial 
una luz divina 
y una sagrada aparición 
le habla de esta manera:
"El necio casto, 
iluminado por la compasión,
sabrá esperar 
a mi elegido".

LOS CUATRO ESCUDEROS 
(Con emoción.)
"El necio casto, 
iluminado por la compasión..."

(De las proximidades del lago llegan
llamadas y gritos. Gurnemanz y los
cuatro escuderos se levantan y miran
asustados.)

ESCUDEROS
¡Ay! ¡Ay!

CABALLEROS
¡Eh! ¡Eh!

ESCUDEROS
¡Aquí!

CABALLEROS
¿Quién es el malhechor?

(Por el lado del lago aparece volando
con dificultad, un cisne salvaje.)

GURNEMANZ 
¿Qué ocurre?

ESCUDERO CUARTO 
¡Allí!

ESCUDERO TERCERO 
¡Aquí!

ESCUDERO SEGUNDO 
¡Un cisne!

ESCUDERO CUARTO 
¡Un cisne salvaje!

ESCUDERO TERCERO 
¡Está herido!

CABALLEROS, ESCUDEROS 
¡Ay pobre! ¡Ay pobre!

GURNEMANZ
¿Quién le habrá herido?

(El cisne cae pesadamente al suelo.
El caballero segundo le arranca una
saeta del pecho.)

CABALLERO PRIMERO
El rey recibió como buen presagio 
el vuelo del cisne por encima del lago,
cuando de pronto una saeta... 

(Llegan otros caballeros y escuderos
conduciendo a Parsifal.)

CABALLEROS 
¡Él fue! ¡Él fue!

ESCUDEROS
¡Lo mató él!
¡Aquí está el arma.!

(Muestran el arco de Parsifal.)

CABALLERO SEGUNDO
(Mostrando la saeta.)
¡Y he aquí el dardo igual a los suyos!

GURNEMANZ
(A Parsifal.)
¿Eres tú quien mató al cisne?

PARSIFAL,
¡Cierto! Lo cacé cuando volaba.

GURNEMANZ
¿Tú hiciste esto? 
¿Y no te arrepientes?

CABALLEROS, ESCUDEROS
¡Castiga al impío!

GURNEMANZ
¡Inaudito crimen!
¿Cómo pudiste matar 
en este sagrado recinto,
donde todo es paz a tu alrededor?
¿Acaso no son mansas las bestias
y no acudían a ti dócilmente?
¿Qué te hizo el cisne fiel?
Volaba en busca de su compañera
para surcar con ella sobre el lago
y consagrar así sus nobles aguas.
¿No te contuvo esto? 
¿Sólo buscaste, cruel muchacho,
el placer de disparar tu arco?
El que fue nuestro cisne querido, 
¿Qué es ahora? ¿No te das cuenta? 
Lo has matado, su sangre se coagula 
y cuelgan sus alas...
Su blanco plumaje has manchado.
Se enturbian sus ojos; 
contempla su mirada.

(Parsifal ha escuchado hasta aquí a
Gurnemanz con creciente emoción.
De pronto, rompe el arco y tira las
saetas lejos de él.)

¿Te das cuenta de tu error?

(Parsifal cubre sus ojos )

¿Confiesas, muchacho, 
la gravedad de tu culpa? 
¿Cómo pudiste cometerlo?
PARSIFAL
Ich wußte sie nicht.

GURNEMANZ
Wo bist du her?

PARSIFAL
Das weiß ich nicht.

GURNEMANZ
Wer ist sein Vater?

PARSIFAL
Das weiß ich nicht.

GURNEMANZ
Wer sandte dich dieses Weges?

PARSIFAL
Das weiß ich nicht.

GURNEMANZ
Dein Name denn?

PARSIFAL
Ich hatte viele,
doch weiß ich ihrer keinen mehr.

GURNEMANZ
Das weißt du alles nicht?

(Für sich)

So dumm wie den
erfand bisher ich Kundry nur!

(Zu den Knappen, deren sich 
immer mehr versammelt haben)

Jetzt geht!
Versäumt den König im Bade nicht! 
Helft!

(Die Knappen heben den toten Schwan 
auf eine Bahre von frischen Zweigen und
entfernen sich mit ihm dann nach dem 
See zu. Schließlich blieben Gurnemanz,
Parsifal und - abseits - Kundry allein
zurück. Gurnemanz wendet sich wieder 
zu Parsifal.)

Nun sag'! 
Nichts weißt du, was ich dich frage;
jetzt meld', was du weißt;
denn etwas mußt du doch wissen.

PARSIFAL
Ich hab' eine Mutter, Herzeleide sie heißt.
Im Wald und auf wilder 
Aue waren wir heim.

GURNEMANZ
Wer gab dir den Bogen?

PARSIFAL
Den schuf ich mir selbst,
vom Forst die wilden Adler 
zu verscheuchen.

GURNEMANZ
Doch adelig scheinst du selbst 
und hochgeboren;
warum nicht ließ deine Mutter
bessere Waffen dich lehren?

(Parsifal schweigt.)

KUNDRY
(welche während der Erzählung des
Gurnemanz von Amfortas' Schicksal oft in
wütender Unruhe heftig sich umgewendet
hatte, nun aber, immer in der Waldecke
gelagert, den Blick scharf auf Parsifal
gerichtet hat, ruft jetzt, da Parsifal
schweigt, mit rauher Stimme daher.)
Den Vaterlosen gebar die Mutter,
als im Kampf erschlagen Gamuret;
vor gleichem frühen Heldentod
den Sohn zu wahren, waffenfremd
in Öden erzog sie zum Toren - 
die Törin!

(Sie lacht)

PARSIFAL
(der mit jäher Aufmerksamkeit 
zugehört hat)
Ja! Und einst am Waldessaume vorbei,
auf Schönen Tieren sitzend,
kamen glänzende Männer;
ihnen wollt' ich gleichen;
sie lachten und jagten davon.
Nun lief ich nach, 
doch konnt' ich sie nicht erreichen;
durch Wildnisse kam ich, bergauf, talab;
oft ward es Nacht, dann wieder Tag;
mein Bogen mußte mir frommen
gegen Wild und große Männer.

(Kundry hat sich erhoben und ist 
zu den Männern getreten.)

KUNDRY
Ja! Schächer und Riesen traf seine Kraft;
den freislichen Knaben lernten sie fürchten.

PARSIFAL
(verwundert)
Wer fürchtet mich? Sag!

KUNDRY
Die Bösen!

PARSIFAL
Die mich bedrohten, waren sie bös?

(Gurnemanz lacht.)

Wer ist gut?

GURNEMANZ
(wieder ernst)
Deine Mutter, der du entlaufen
und die um dich sich nun härmt und grämt.
PARSIFAL
No sabía nada.

GURNEMANZ
¿De dónde procedes?

PARSIFAL
Lo ignoro.

GURNEMANZ
¿Quién es tu padre?

PARSIFAL
No lo sé.

GURNEMANZ
¿Quién te enseñó el camino?

PARSIFAL
Lo ignoro.

GURNEMANZ
¿Cómo te llamas?

PARSIFAL
Tenía muchos nombres, 
pero ahora no recuerdo ninguno.

GURNEMANZ
¿No sabes nada de nada?

(Aparte.)

¡No he conocido a nadie 
tan bobo como él, salvo Kundry!

(A los escuderos, cada vez 
en mayor número.)

¡Marcharos!
¡Que el rey no quede solo en el baño!
¡Rápido!

(Los Escuderos retiran al cisne con
cuidado y lo trasladan hacia el lago
colocándolo sobre unas andas que
han hecho con ramas verdes.
Gurnemanz y Parsifal quedan solos.
Kundry sigue tumbada a un lado.
Gurnemanz se dirige a Parsifal.)

¡Veamos!
Si nada sabes de lo que pregunto,
cuéntame lo que sepas, 
puesto que alguna cosa deberás saber.

PARSIFAL
Yo tengo madre. Se llama Herzeleida.
En bosques y praderas 
teníamos nuestro hogar.

GURNEMANZ
¿Quién te dio el arco?

PARSIFAL
Yo mismo lo hice 
para alcanzar 
a las águilas salvajes.

GURNEMANZ
Pareces noble 
y de alto linaje; 
¿por qué tu madre no puso 
en tus manos mejores armas?

(Parsifal calla.)

KUNDRY
(Ha seguido tumbada en un rincón
del bosque. Mientras Gurnemanz ha
relatado la desgracia de Amfortas se
ha agitado por el suelo con furiosos
movimientos. Después ha fijado su
mirada en Parsifal y ahora, cuando 
él calla, grita ella con voz áspera.)
Huérfano lo parió su madre. 
Gamuret su padre, murió en la guerra. 
Para librar a su hijo de tal peligro 
lo trasladó al desierto 
y lo educó sin armas, 
como a un necio... ¡la loca! 

(Ríe.)

PARSIFAL
(Que la ha estado escuchando 
con atención.)
¡Sí! Un día pasaron cerca del bosque, 
cabalgando en hermosos animales,
unos hombres resplandecientes. 
Quise parecerme a ellos pero,
se burlaron y siguieron su camino. 
Quise alcanzarles, 
pero no pude lograrlo. 
Pasé por valles, montañas y yermos 
durante días y noches. 
El arco supo defenderme 
contra fieras y contra gigantes...

(Kundry se ha levantado para
aproximarse al grupo.)

KUNDRY
¡Sí! Derribó a gigantes y malvados,
el bravo joven se hizo temer de todos.

PARSIFAL
(Sorprendido.)
¿Quién me teme? ¡Di!

KUNDRY
¡Los malvados!

PARSIFAL
Los que me atacaron, ¿eran malvados?

(Gurnemanz ríe.)

¿Y a quién llamáis bueno?

GURNEMANZ
(Nuevamente serio.)
Lo es tu madre, de la que huiste 
y que tanto llora por ti.
KUNDRY
Zu End ihr' Gram; 
Seine Mutter ist tot.

PARSIFAL
(in furchtbaren Schrecken)
Tot? Meine - Mutter? Wer sagt's?

KUNDRY
Ich ritt vorbei und sah sie sterben;
dich Toren hieß sie mich grüßen.

(Parsifal springt wütend auf Kundry zu 
und faßt sie bei der Kehle. Gurnemanz
hält ihn zurück.)

GURNEMANZ
Verrückter Knabe! Wieder Gewalt?

(Nachdem Gurnemanz Kundry befreit, 
steht Parsifal wie erstarrt)

Was tat dir das Weib? 
Es sagte wahr;
denn nie lügt Kundry, doch sah sie viel.

PARSIFAL
(der in ein heftiges Zittern gerät)
Ich verschmachte!

(Kundry ist sogleich, als sie Parsifals
Zustand gewahrte, nach einem Waldquell
geeilt, bringt jetzt Wasser in einem Horne,
besprengt damit zunächst Parsifal
und reicht ihm dann zu trinken.)

GURNEMANZ
So recht! So nach des Grales Gnade;
das Böse bannt, wer's mit Gutem vergilt.

KUNDRY
(düster)
Nie tu' ich gutes; 
nur Ruhe will ich,
nur Ruhe, ach! Der Müden.

(Sie wendet sich traurig ab, und während
Gurnemanz sich väterlich um Parsifal
bemüht, schleppt sie sich, von beiden
unbeachtet, einem Waldgebüsche zu.)

Schlafen! O, daß mich keiner wecke!

(Scheu auffahrend)

Nein! Nicht schlafen! Grausen faßt mich!

(Sie verfällt in heftiges Zittern; dann 
läßt sie die Arme matt sinken, neigt
das Haupt tief und schwankt matt weiter.)

Machtlose Wehr! 
Die Zeit ist da.

(Vom See her gewahrt man Bewegung 
und endlich dem im Hintergrunde sich
heimwendenden Zug der Ritter und 
Kappen mit der Sanfte des Amfortas.)

Schlafen - schlafen - ich muß.

(Sie sinkt hinter dem Gebüsch zusammen 
und bleibt von jetzt an unbemerkt.)

GURNEMANZ
Vom Bade kehrt der König heim;
hoch steht die Sonne;
nun laß zum frommen Mahle 
mich dich geleiten;
denn bist du rein,
wird nun der Gral dich tränken und speisen.

(Er hat Parsifals Arm sich sanft um den
Nacken gelegt und dessen Leib mit seinem
eigenen Arme umschlangen; so geleitet er
ihn bei sehr allmählichem Schreiten.)

PARSIFAL
Wer ist der Gral?

GURNEMANZ
Das sagt mich nicht;
doch, bist du selbst zu ihm erkoren,
bleibt dir die Kunde unverloren.
Und sieh!
Mich dünkt, daß ich dich recht erkannt;
kein Weg führt zu ihm durch das Land,
und niemand könnte ihn beschreiten,
den er nicht selber möcht' geleiten.

PARSIFAL
Ich schreite kaum,
doch wähn' ich mich schon weit.

GURNEMANZ
Du siehst, mein Sohn,
zum Raum wird hier die Zeit.

(Allmählich, während Gurnemanz und
Parsifal  zu schreiten scheinen, hat sich
die Szene bereite immer merklicher
verwandelt; es verschwindet so der 
Wald, und in Felsenwänden öffnet 
sich ein Torweg, welcher die beiden 
jetzt einschließt. Durch aufsteigende 
gemauerte Gänge führend, hat die Szene 
sich vollständig verwandelt. Gurnemanz 
und Parsifal treten jetzt in den mächtigen 
Saal der Gralsburg ein.)

GURNEMANZ
(sich zu Parsifal wendend, 
der wie verzaubert steht)
Nun achte wohl und laß mich seh'n;
bist du ein Tor und rein,
welch Wissen dir auch mag 
beschieden sein.

(Szene; Säulenhalle mit Kuppelgewölbe,
den Speiseraum überdeckend. Auf beiden
Seiten des Hintergrundes werden die Türen
geöffnet; von rechts schreiten die Ritter 
des Grales herein und reihen sich um die
Speisetafeln.)

DIE GRALS RITTER
Zum letzten Liebesmahle
gerüstet Tag für Tag,

(Ein Zug von Knappen durchschreitet
schnelleren Schrittes die Szene nach 
hinten zu.)

gleich ob zum letzten Male
es heut uns letzten mag.
KUNDRY
Acabó su llanto, 
puesto que ha muerto.

PARSIFAL
(Con terrible espanto.)
¿Muerta? ¿Mi madre? ¿Quién lo dice?

KUNDRY
Yo la vi morir, cabalgando por allí. 
Para ti, necio, me dio sus recuerdos. 

(Parsifal se lanza, furioso, contra
Kundry y la agarra por la garganta.
Gurnemanz le retiene.)

GURNEMANZ
¡Insensato joven! ¡Siempre brutal!

(Cuando Gurnemanz libera a Kundry,
Parsifal permanece rígido.)

¿Qué te ha hecho esta mujer? 
Ha dicho la verdad. 
Kundry nunca miente y dice lo que vio.

PARSIFAL
(Agitado por un violento temblor.)
¡Me ahogo!

(Kundry, viendo desfallecer a
Parsifal, corre hacia una fuente del
bosque. Regresa con un cuerno lleno
de agua, con la que le salpica el
rostro y se la ofrece para beber.)

GURNEMANZ
¡Bien está! Así la gracia del Grial 
aparta el mal, contestando con el bien.

KUNDRY
(Sombría.)
Nunca hago el bien. 
Quiero descansar, sólo descansar.
¡Estoy agotada!

(Se aparta, triste, y en tanto que
Gurnemanz se ocupa paternalmente
de Parsifal se desliza, sin ser vista,
hacia un arbusto.)

¡Dormir! ¡Que nadie me despierte!

(levantándose asustada)

¡No! ¡Dormir, no! ¡Qué angustia!

(Comienza a temblar. Deja caer sus
brazos con debilidad, baja el rostro 
y se arrastra hacia la maleza.)

¡En vano resisto!
¡Ha llegado el momento!

(Por el fondo de la escena pasan 
los caballeros y escuderos
transportando la litera de Amfortas, 
de regreso hacia el castillo.)

Dormir... dormir... Lo necesito.

(Desaparece por la maleza y queda
invisible a partir de este momento.)

GURNEMANZ
El rey regresa ya del baño. 
El sol luce en el cenit. 
Quiero conducirte al ágape santo, 
pues si eres puro, 
el Grial deberá darte 
bebida y alimento. 

(Pasa suavemente el brazo de
Parsifal por su propio cuello, al
tiempo que le coge por la cintura 
y le guía pausadamente.)

PARSIFAL
¿Quién es el Grial?

GURNEMANZ
Es inútil decirlo.
Pero si has sido escogido por él 
pronto lo conocerás. 
¡Mira! 
Creo haberte conocido bien. 
Hacia él no conduce ningún camino 
y nadie puede encontrar su ruta 
si no lleva la guía dentro de sí.

PARSIFAL
Apenas he caminado 
y lejos me encuentro ya.

GURNEMANZ
¿Lo ves, hijo mío?
Aquí el espacio nace del tiempo.

(Mientras que Gurnemanz y 
Parsifal avanzan lentamente se 
va transmutando el decorado.
Desaparece el bosque sustituido por
grandes rocas en las que se abre un
amplío pasaje, por el que penetran.
Ascienden por galerías pétreas 
abiertas en la roca. La escena se ha
transformado del todo. Acaban de
entrar en la gran nave del templo 
del Grial.)

GURNEMANZ
(A Parsifal, que permanece
maravillado.)
Fíjate bien y demuéstrame, 
si eres necio y casto,
qué alto destino 
te ha sido elegido.

(Vasta sala iluminada por la luz 
de una alta cúpula. En el fondo y a
ambos lados sendas  puertas. Por la
de la derecha entran los caballeros
del Grial, que se alinean alrededor 
de las mesas sagradas.)

CABALLEROS DEL GRIAL
Preparémonos, día tras día,
para el ágape de amor,

(Un cortejo de escuderos cruza la
escena, con paso más rápido, para
colocarse al fondo.)

como si fuera éste el último
que celebraremos.
(Ein zweiter Zug von Knappen
durchschreiten den Saal.)

Wer guter Tat sich freut,
ihm wird des Mahl erneut;
der Labung darf er nah'n.
Die hehrste Gab' empfahn.

(Die versammelten Ritter stellen sich 
an den Speisetafeln auf. Hier wird von
Knappen und dienenden Brüdern durch 
die entgegengesetzte Türe Amfortas auf
einer Sänfte hereingetragen; vor ihm
schreiten die vier Knappen, welche den
verhängten Schrein des Grales tragen.
Dieser Zug begibt sich nach der Mitte des
Hintergrundes, wo ein erhöhtes Ruhebett
aufgerichtet steht, auf welches Amfortas
von der Sänfte herab niedergelassen wird;
hiervor steht ein länglicher Steintisch, auf
welchen die Knaben den verhängen
Gralsschrein hinstellen.)

JÜNGLINGE
(aus der mittleren Höhe der Kuppel)
Den sündigen Welten,
mit tausend Schmerzen,
wie einst sein Blut geflossen -
dem Erlösungshelden
sei nun mit freudigem Herzen
mein Blut vergossen.
Der Leib, den er zur Sühn' uns bot,
er lebt in uns durch seinen Tod.

KNABEN
(aus der äußersten Höhe der Kuppel)
Der Glaube lebt;
die Taube schwebt,
des Heilands holder Bote.
Der für  euch fließt,
des Weines genießt
und nehmt vom Lebensbrote!

(Nachdem alle ihre Stelle eingenommen
haben und ein allgemeiner Stillstand
eingetreten war, vernimmt man vom 
tiefsten Hintergrunde her aus einer
gewölbten Nische hinter dem Ruhebette 
des Amfortas die Stimme des alten Titurel
wie aus einem Grabe heraufdringend.)

TITUREL
Mein Sohn Amfortas, bist du am Amt?
Soll ich den Gral 
heut noch erschau'n und leben?
Muß ich sterben, vom Retter ungeleitet?

AMFORTAS
Wehe! Wehe mir der Qual!
Mein Vater, o! Noch einmal
verrichte du das Amt!
Lebe, leb' - und laß mich sterben!

TITUREL
Im Grabe leb' ich durch 
des Heilands Huld
Zu schwach doch bin ich, ihm zu dienen.
Du büß' im Dienste deine Schuld!
Enthülltet den Gral!

AMFORTAS
Nein! Laß ihn unhenthüllt! Oh!
Daß keiner, keiner diese Qual ermißt,
die mir der Anblick weckt, 
der euch entzückt!
Was ist die Wunde, ihrer schmerzen Wut,
gegen die Not, die Höllenpein,
zu diesem Amt - verdammt zu sein!
Wehvolles Erbe, dem ich verfallen,
ich, einz'ger Sünder unter allen,
des höchsten Heiligtums zu pflegen,
auf Reine herabzuflehen seinem Segen!
O Strafe, Strafe ohnegleichen
des - ach! - gekränkten Gnadenreichen! -
Nach ihm, nach seinem Weihegruße,
muß sehnlich mich's verlangen;
aus tiefster Seele Heilesbuße
zu ihm muß ich gelangen.
Die Stunde naht;
ein Lichtstrahl senkt sich 
auf das heilige Werk;
die Hülle fällt.

(vor sich hinstarrend)

Des Weihgefäßes göttlicher Gehalt
erglüht mit leuchtender Gewalt;
durchzuckt von seligsten 
Genusses Schmerz,
des heiligsten Blutes Quell
fühl' ich sie gießen in mein Herz;
des eig'nen sündigen Blutes Gewell'
in wahnsinniger Flucht
muß mir zurück dann fließen,
in die Welt der Sündensucht
mit wilder Scheu sich ergießen;
von neuem springt es das Tor,
daraus es nun strömt hervor,
hier, durch die Wunde, der seinem gleich,
geschlagen von desselben Speeres Streich,
der dort dem Erlöser die Wunde stach,
aus der mit blut'gen Tränen
der Göttliche weint' 
ob der Menschheit Schmach,
in Mitleids heiligem Sehnen -
und aus der nun mir, an heiligster Stelle,
dem Pfleger göttlicher Güter,
des Erlösungsbalsams Hüter,
das heiße Sündenblut entquillt,
ewig erneut aus des Sehnens Quelle,
das, ach! Keine Büßung je mir stillt!
Erbarmen! Erbarmen!
Du Allerbarmer! Ach, Erbarmen!
Nimm mir mein Erbe,
schließe die Wunde,
daß heilig ich sterbe,
rein Dir gesunde!

(Er sinkt wie bewußtlos zurück.)

KNABEN, JÜNGLINGE
(aus der mittleren Höhe)
"Durch Mitleid wissend,
der reine Tor;
harre sein;
den ich erkor!"

RITTER
So ward es dir verhießen;
harre getrost,
des Amtes walte heut!

TITUREL
Enthülltet den Gral!
(otro cortejo de escuderos cruza 
en dirección opuesta al primero.)

Quien en la bondad se complace
aquí encontrará paz y amor.
Podrá sentarse en el sacro convite
y recibir el don supremo.

(Los caballeros ocupan su lugar en
las mesas del ágape. Por la puerta de
la izquierda entra un nuevo cortejo de
escuderos y sirvientes que
transportan a Amfortas sobre su
litera. Cuatro pajes lo preceden, dos
de los cuales llevan la urna con el
Grial. Este cortejo  se dirige hacia el
fondo de la escena, donde figura una
cama en la que depositan a Amfortas,
que ha descendido de la litera. Ante
él figura una mesa de mármol,
oblonga. Los escuderos depositan en
ella la urna del Grial.)

JÓVENES
(desde la cúpula, a media altura.)
Así como para los hombres
Él vertió un día
su preciosa sangre,
hoy se vierta aquí mi sangre,
con gozoso júbilo,
por nuestro Salvador.
El cuerpo que Él por nosotros inmoló,
reviva hoy en nosotros por su muerte.

PAJES
(Desde lo alto de la cúpula.)
La Fe nos mantiene.
Ligera paloma
del cielo nos trae este mensaje:
como un don divino
bebed el vino
y gustad el pan de la vida.

(Todos han ocupado su sitio. De entre
el silencio general se eleva una voz
que proviene del fondo del teatro y
surge de un nicho en la bóveda,
situado tras el lecho de reposo de
Amfortas. Es la voz del viejo Titurel,
que parece proceder de un sepulcro.)

TITUREL
Hijo mío, Amfortas, ¿vas a oficiar?
¿Puedo contemplar el Grial y revivir?
¿O tengo que morir 
sin la ayuda del cielo?

AMFORTAS
¡Ay! ¡Ay de mí!
¡Padre mío: celebra tú, de nuevo,
el oficio sagrado!
¡Vive, vive y deja que yo muera!

TITUREL
Vivo en una tumba 
por la gracia de Dios,
mas estoy muy débil para su servicio.
¡Hazlo tú y purga tu pecado!
¡Descubrid al Grial!

AMFORTAS
¡No, dejadlo cubierto. ¡Ah!
Ningún ser humano, 
nadie comprende el tormento
que me embarga cuando 
contemplo lo que os maravilla.
¿Qué son la herida y el dolor
comparados con el castigo de estar
condenado a celebrar el Oficio?
Triste herencia la que me legaron.
Yo, el único culpable de los cofrades,
soy el guardián de este santuario.
¡Debo pedir la gracia para los puros!
¡Ah! Castigo sin igual
el que me manda el Señor, ofendido.
Hacia Él, hacia su sublime clemencia,
ansioso siempre me dirijo.
Desde el fondo del corazón pido perdón,
mi voz lo implora cerca de Él.
Se acerca la hora y un rayo de luz
desciende sobre el cáliz sagrado
y cae el velo que lo cubre.

(permanece pensativo)

El sacro contenido del cáliz divino
se enciende con luz radiante.
Entre la agonía y el éxtasis
noto la fuente de sangre divina
como se va vertiendo en mi pecho.
Mi propia sangre pecadora,
en oleadas delirantes,
refluye dentro de mí
para lanzarse al mundo del pecado.
Salvaje se desborda,
abre de nuevo la esclusa
y mana a borbotones
de esta herida, igual a aquella
que abrió la misma lanza, 
con golpe mortal,
en el costado del Salvador,
por donde, con rojas lágrimas,
el Altísimo lloró el oprobio humano
con inefable piedad amorosa.
Yo soy, en este templo
lleno de santas reliquias,
el guardián del bálsamo que redime
y siento brotar mi impura sangre,
de nuevo encendida por el ansia,
que ningún remordimiento puede calmar.
¡Piedad! ¡Piedad!
¡Rey de la clemencia, 
ten piedad de mí!
¡Quítame esta herencia!
¡Cierra mi herida!
¡Dame una santa muerte
para revivir, puro, en Ti!

(Cae, desfallecido.)

JÓVENES, PAJES
(Desde lo alto de la cúpula.)
"¡Iluminado por la compasión,
el necio casto
sabrá esperar
a mi elegido!"

CABALLEROS
Eso dijo la profecía.
¡Mantén la esperanza 
y celebra hoy el oficio!

TITUREL
¡Descubrid al Grial!
(Amfortas erhebt sich langsam und
mühevoll. Die Knaben nehmen die Decke
vom goldnen Schreine, entnehmen ihm 
eine antike Kristallschale, von welcher sie
ebenfalls eine Verhüllung hinwegnehmen,
und setzten diese vor Amfortas hin.)

STIMMEN AUS DER HÖHE
Nehmet hin meinen Leib,
nehmet hin mein Blut,
um unserer Liebe willen!

(Während Amfortas andachtsvoll in
stummem Gebet zu dem Kelche sich 
neigt, verbreitet sich eine immer 
dichtere Dämmerung über die Halle.
Eintritt der vollsten Dunkelheit)

KNABEN
(aus der Höhe)
Nehmet hin mein Blut,
nehmet hin meinem Leib,
auf daß ihr mein gedenkt!

(Hier dringt ein blendender Lichtstrahl 
von oben auf die Kristallschale herab;
diese erglüht sodann in leuchtender
Purpurfarbe, alles sanft bestrahlend.
Amfortas, mit verklärter Miene, erhebt 
den Gral hoch und schwenkt ihn sanft 
nach alles Seiten, worauf er damit Brot 
und Wein segnet. Alles ist auf Knien.)

TITUREL
O heilige Wonne!
Wie hell grüßt uns heute der Herr!

(Amfortas setzt den Gral wieder nieder,
welcher nun, während die tiefe Dämmerung
wieder entweicht, immer mehr erblaßt';
hierauf schließen die Knaben das Gefäß
wieder in den Schrein und bedecken diesen
wie zuvor. Hier tritt die frühere Tageshelle
wieder ein. Die vier Knaben verteilen
während des Folgenden aus den zwei
Krügen und Körben Wein und Brot.)

KNABEN
(aus der Höhe)
Wein und Brot des letzten Mahles
wandelt' einst der Herr des Grales
durch des Mitleids Liebesmacht
in das Blut, das er vergoß,
in den Leib, den dar er bracht'.

(Die vier Knaben, nachdem sie den 
Schrein verschlossen, nehmen nun die 
zwei Weinkrüge sowie die zwei Brotkörbe,
welche Amfortas zuvor durch das
Schwenken des Gralskelches über sie
gesegnet hatte, von dem Altartische,
verteilen das Brot  an die Ritter und füllen
die vor ihnen stehenden Becher mit Wein.
Die Ritter lassen sich zum Mahle nieder, 
so auch Gurnemanz, welcher einen Platz
neben sich leer hält und Parsifal durch 
ein Zeichen zur Teilnehmung am Mahle
einlädt; Parsifal bleibt aber starr und
stumm, wie gänzlich entrückt, zur Seite
stehen.)

JÜNGLINGE
(aus der mittlerem Höhe der Kuppel)
Blut und Leib der heil'gen Gabe
wandelt heut zu eurer Labe
sel'ger Tröstung Liebesgeist
in den Wein, der euch nun floß,
in das Brot, das heut ihr speist.

RITTER
(erste Hälfte)
Nehmet vom Brot,
wandelt es kühn
in Leibes Kraft und Stärke;
treu bis zum Tod;
fest jedem Mühn,
zu wirken des Heilands Werke!

RITTER
(zweite Hälfte)
Nehmet vom Wein,
wandelt ihn neu
zu Lebens feurigem Blute.
Froh im Verein,
brudergetreu
zu Kämpfen mit seligem Mute!

ALLE RITTER
Selig im Glauben!
Selig im Glauben und Liebe!

JÜNGLINGE, KNABEN
Selig im Liebe!
Selig im Glauben!

(Die Ritter haben sich erhoben und
schreiten von beiden Seiten aufeinander
zu,um während des Folgenden sich feierlich
zu umarmen. Während des Mahles, an
welchem er nicht teilnahm, ist Amfortas 
aus seiner begeisterungsvollen Erhebung
allmählich wieder herabgesunken; er neigt
das Haupt und  hält die Hand auf die
Wunde. Die Knaben nähen sich ihm, ihre
Bewegungen deuten auf das erneuerte
Bluten der Wunde; sie pflegen Amfortas,
geleiten ihn wieder auf die Sänfte, und,
während alle sich zum Aufbruch rüsten,
tragen sie, in der Ordnung wie sie kamen,
Amfortas und den heiligen Schrein wieder
von dannen. Die Ritter ordnen sich
ebenfalls wieder zum feierlichen Zug und
verlassen langsam den Saal. Verminderte
Tageshelle tritt ein. Knappen ziehen wieder
schnelleren Schrittes durch die Halle. Die
letzen Ritter und Knaben haben den Saal
verlassen; die Türen werden geschlossen.
Parsifal hatte bei dem vorangegangenen
stärksten Klagerufe des Amfortas eine
heftige Bewegung nach dem Herzen 
emacht, welches er krampfhaft eine
Zeitlang gefaßt hielt; jetzt steht 
er noch wie erstarrt, regungslos da. 
Gurnemanz tritt mißmutig an Parsifal 
heran und rüttelt ihn am Arme.)

GURNEMANZ
Was stehst du noch da?
Weißt du, was du sahst?

(Parsifal faßt sich krampfhaft am 
Herzen und schüttelt dann ein wenig 
mit dem Haupte.)
(Amfortas se incorpora pesadamente
y con lentitud. Los Pajes descubren 
la arqueta de oro de la que extraen
una copa de cristal antiguo, quitan
la envoltura que la cubre y la sitúan
delante de Amfortas.)

VOCES DESDE LA CÚPULA
¡Tomad mi cuerpo,
tomad mi sangre 
que mi amor os ofrece!

(En tanto que Amfortas se 
inclina devotamente ante el cáliz,
adorándolo en silenciosa plegaria,
una luz crepuscular va invadiendo la
sala hasta sumirla en la oscuridad.)

PAJES
(Desde lo alto de la cúpula.)
Tomad mi sangre,
tomad mi cuerpo
como recuerdo mío.

(Un rayo de luz desciende sobre el
cáliz haciéndole brillar por la sala
con suave resplandor. Amfortas,
transfigurado, eleva solemnemente 
el Grial y lo mueve lentamente a
derecha y a izquierda, consagrando
de esta forma el pan y el vino. Todos
se arrodillan)

TITUREL
¡Oh, gozo inefable! Sobre nosotros
brilla la gracia del Señor.

(Amfortas deposita el Grial sobre el
altar. Su luz se ha ido desvaneciendo
al tiempo que vuelve a iluminarse 
poco a poco la sala. Los pajes
guardan el cáliz en su arqueta y 
la cubren de nuevo.  Luego, ya con 
la luz restablecida del todo,
distribuyen entre los asistentes el 
pan y el vino con cestos y cántaros)

PAJES
(Desde lo alto de la cúpula.)
Pan y vino, supremo alimento,
transformado por el Señor.
Dulce poder de un amor sagrado
que hoy hace de su sangre 
nuestro rescate junto con su cuerpo.

(Los cuatro pajes, después de 
haber guardado la arqueta, 
cogen de encima del altar las 
dos cántaras de vino y las dos 
cestas del pan, consagrado 
todo por Amfortas y lo distribuyen
entre los caballeros. Estos se 
sientan para celebrar el ágape.
Gurnemanz deja un sitio vacío 
a su lado y, con un gesto, invita
a Parsifal a ocuparlo y 
participar del banquete. Pero
Parsifal permanece de pie a un 
lado, silencioso e inmóvil,
completamente extasiado.)

JÓVENES
(A media altura de la cúpula.)
Sangre y cuerpo, ofrendas santas,
que Él transmuta aquí para saciaros,
haciendo cambiar la fuente del amor
en este vino que bebéis
y en este pan que coméis.

CABALLEROS
(Primer grupo.)
¡Cojamos el pan
para que pueda darnos
fuerza y vigor en el cuerpo,
sed firmes hasta la muerte,
y redoblad vuestros sacrificios
para que Él nos asegure la gloria!

CABALLEROS
(Segundo grupo.)
Bebamos el vino
para que pueda darnos
sangre llena de vida.
Todos juntos
como buenos hermanos
lucharemos con santa fe.

TODOS LOS CABALLEROS
¡Gloria a los que creen!
¡Gloria a los que aman!

JÓVENES, PAJES
¡Gloria a los que aman! 
¡Gloria a los que creen!

(Los caballeros se levantan y
avanzan en dos grupos, unos hacia
otros, dándose solemnemente el
ósculo de la paz. Durante el ágape,
en el que no ha participado, Amfortas
salió de su éxtasis para caer de nuevo
en su postración. Baja la cabeza y
coloca la mano sobre su herida. Se le
acercan los pajes y, con sus gestos,
revelan que la herida vuelve a
sangrar. Le prestan su ayuda y lo
colocan nuevamente sobre la litera.
Todos se disponen para la salida y se
retiran en el mismo orden en que han
entrado, prestando escolta al rey y a
la sagrada arqueta. Los caballeros
abandonan la sala con paso solemne.
El cortejo de Amfortas desaparece.
Disminuye la claridad diurna. Los
escuderos atraviesan rápidamente 
la sala. Los últimos caballeros y
escuderos han desaparecido ya y se
cierran las puertas. Parsifal, que al
oír los gritos de dolor de Amfortas
había llevado la mano sobre su
corazón, apretándolo fuertemente 
un buen rato, permanece todavía en
el mismo sitio, inmóvil y pasmado.
Gurnemanz se acerca a Parsifal y 
le sacude del brazo.)

GURNEMANZ
¿Qué haces aquí?
¿Qué es lo que has visto?

(Parsifal aprieta de nuevo el pecho
con su mano y mueve la cabeza con
signos negativos.)
Du bist doch eben nur ein Tor!

(Er öffnet eine Schmale Seitentür.)

Dort hinaus, deine Wege zu!
Doch rät dir Gurnemanz;
laß du hier künftig die Schwäne in Ruh'
und suche dir, Gänser, die Gans!

(Er stößt Parsifal hinaus und schlägt
mürrisch hinter ihm die Türe stark zu.
Während er dann den Rittern folgt, 
schliesst auf dem letzten Takte mit der
Fermate sich der Vorhang.)

EINE ALTSTIMME
(aus der mittleren und höchsten Höhe)
"Durch Mitleid wissend,
der reine Tor.

STIMMEN
(aus der mittleren und höchsten Höhe)
Selig im Glauben!

(Glocken)
¡No eres más que un pobre tonto!

(Abre una puerta lateral.)

¡Sal de aquí y sigue tu camino!
Escucha el consejo de Gurnemanz: 
¡deja a nuestros cisnes en paz 
y dedícate a las ocas, ganso!

(Hace salir a Parsifal de un empujón
y cierra la puerta tras él. Se dirige a
la puerta por donde desaparecieron
los caballeros. El telón cae en el
último compás.)

UNA VOZ
(En lo alto de la cúpula.)
"Iluminado por la compasión 
el necio casto."

VOCES
(En lo alto de la cúpula.)
¡Gloria a los que creen!

(Suenan las campanas.) 

Acto II