Vierte Szene

(Eva, reich geschmückt, in glänzend 
weißer Kleidung, etwas leidend und 
blaß, tritt zum Laden herein.

SACHS
Grüss Gott, mein Evchen! Ei, wie herrlich
und stolz du's heute meinst!
Du machst wohl Alt und Jung begehrlich,
wenn du so schön erscheinst!

EVA
Meister, 's ist nicht so gefährlich:
und ist's dem Schneider geglückt,
wer sieht dann, wo's mir beschwerlich,
wo still der Schuh mich drückt?

SACHS
Der böse Schuh! 's war deine Laun,
daß du ihn gestern nicht probiert.

EVA
Merkt wohl, ich hatt zu viel Vertraun;
im Meister hatt ich mich geirrt.

SACHS
Ei, 's tut mir leid! Zeig her, mein Kind,
daß ich dir helfe gleich geschwind.

EVA
Sobald ich stehe, 
will es gehn;
doch, will ich gehn, 
zwingt mich's zu stehn.

SACHS
Hier auf den Schemel streck den Fuß:
der üblen Not ich wehren muß. -

(Sie streckt einen Fuß auf 
dem Schemel am Verkitsch aus.)

Was ist mit dem?

EVA
Ihr seht, zu weit!

SACHS
Kind, das ist pure Eitelkeit;
der Schuh ist knapp.

EVA
Das sagt ich ja:
drum drückt er mich an den Zehen da.

SACHS
Hier links?

EVA
Nein, rechts.

SACHS
Wohl mehr am Spann?

EVA
Hier mehr am Hacken.

SACHS
Kommt der auch dran?

EVA
Ach, Meister! 
Wüßtet Ihr besser als ich,
wo der Schuh mich drückt?

SACHS
Ei! 's wundert mich,
daß er zu weit, und doch drückt überall!

(Walther, in glänzender Rittertracht, tritt
unter die Türe der Kammer. Eva stößt einen
Schrei aus und bleibt, unverwandt auf
Walther blickend, in ihrer Stellung, mit dem
Fuße auf dem Schemel. Sachs, der vor ihr 
niedergebückt steht, bleibt mit dem Rücken
der Türe zugekehrt. Walther, durch den
Anblick Evas festgebannt, bleibt ebenfalls
unbeweglich unter der Türe stehen.)

Aha! - hier sitzt's: nun begreif ich den Fall. -
Kind, du hast recht: 's stak in der Naht.
Nun warte, dem Übel schaff ich Rat:
bleib nur so stehn; ich nehm dir den Schuh
eine Weil auf den Leisten, 
dann läßt er dir Ruh!

(Sachs hat Eva sanft den Schuh vom Fuße gezogen; 
während sie in ihrer Stellung verbleibt, macht
er sich am Werktisch mit dem Schuh zu schaffen
und tut, als beachte er nichts anderes. 
Bei der Arbeit.)

Immer schustern, das ist nun mein Los;
des Nachts, des Tags, 
komm nicht davon los.
Kind, hör zu: ich hab mir's überdacht,
was meinem Schustern ein Ende macht:
am besten, ich werbe doch nun um dich;
da gewänn ich doch was als Poet für mich. 
Du hörst nicht drauf? So sprich doch jetzt;
hast mir's doch selbst in den Kopf gesetzt? 
Schon gut! - ich merk: - 
"mach deine Schuh!" 
Säng mir nur wenigstens einer dazu! 
Hörte heute gar ein schönes Lied: 
wem dazu wohl ein dritter Vers geriet? 

WALTHER 
(den begeisterten Blick 
unverwandt auf Eva)
"Weilten die Sterne im lieblichen Tanz?
So licht und klar
im Lockenhaar,
vor allen Frauen
hehr zu schauen,
lag ihr mit zartem Glanz
ein Sternenkranz."

SACHS
Lausch, Kind! Das ist ein Meisterlied.

Cuarta Escena

(Eva, ricamente vestida algo pálida 
y triste, entra en la tienda y avanza
unos pasos)

SACHS
¡Dios sea contigo, Evita! 
¡Qué señorial y altiva te muestras hoy!
¡Harás que todos, jóvenes y viejos
se enamoren de ti al verte tan bella!

EVA
¡Maestro! ¡No existe ese peligro!
Se debe al arte del sastre.
¿Mas quién verá dónde me incomoda
y me aprieta el zapato?

SACHS
¡Ese zapato! Pero tienes tú la culpa,
pues ayer no quisiste probártelos.

EVA
Pensad que me excedí en la confianza,
puesto que me equivoqué de maestro.

SACHS
¡Esto me apena! Dámelo, niña mía,
que te lo arreglaré inmediatamente.

EVA
Cuando estoy parada, 
parece que me obligan a andar,
pero en cuanto quiero andar, 
me obligan a detenerme.

SACHS
Pon el pie aquí, en el taburete:
vamos a ver cómo ahuyento el mal.

(Eva pone el pie, apoyándolo en el
taburete que hay junto a la mesa)

¿Qué es lo que pasa?

EVA
¡Vedlo, es demasiado grande!

SACHS
Niña, es pura imaginación tuya.
El zapato te está más bien estrecho.

EVA
Sí, esto es lo que yo digo:
por esto me aprieta los dedos.

SACHS
¿Aquí, a la izquierda?

EVA
No, a la derecha.

SACHS
¿Más hacia el empeine?

EVA
Aquí, más hacia el talón.

SACHS
¿También por aquí?

EVA
¡Ay, maestro! 
¿No sabéis vos mejor que yo
en dónde me aprieta el zapato?

SACHS
Me maravilla que sea ancho 
y que te oprima por todas partes.

(Walther, vistiendo ricas ropas,
aparece en la puerta. Eva deja
escapar un grito y queda, extasiada
en la contemplación de Walther, 
tal como estaba, con el pie en el
taburete. Sachs, que está doblado
ante ella, continúa dando la espalda
a la puerta. Walther, también fijo 
en Eva, continúa junto a la puerta)

¡Ajá! ¡Aquí está! ¡Lo he encontrado!
Niña, tienes razón: es la costura.
Aguarda, voy a arreglarla en seguida.
Estate así mientras me llevo 
el zapato a la horma unos instantes: 
¡después te dejará tranquila!

(retira el zapato; mientras Eva 
continúa en su posición, Sachs 
trabaja con él, en el banco, y hace 
como si no se enterase de nada más. 
Mientras trabaja:)

Hacer zapatos, éste es mi sino:
de noche y de día, sin darme reposo.
¡Niña, escucha! He pensado cómo
poner alguna vez fin a este remendar:
a lo mejor, aún intento pretenderte,
y algo ganaría como poeta para mí...
¿No me oyes? ¡Habla tú, entonces!
¿No me lo has metido en la cabeza?
¡Pero ya está bien! Yo sé aquello de:
"zapatero, a tus zapatos"!
Si al menos alguien cantase por mí...
Si escuchase hoy una bella canción...
¿No habrá quien quiera componer 
el tercer período?

WALTHER
(con la mirada
 fija en Eva)
"¿Detuvieron las estrellas 
su adorable danza?
Ahora, luminosa y clara,
para adornar la frente
de la mujer más hermosa,
la guirnalda de estrellas
en torno a sus cabellos resplandece."

SACHS
¡Eso es una canción magistral!
WALTHER
"Wunder ob Wunder nun bieten sich dar:
zwiefachen Tag
ich grüßen mag;
denn gleich zwei'n Sonnen
reinster Wonnen,
der hehrsten Augen Paar
nahm ich da wahr."

SACHS
Derlei hörst du jetzt bei mir singen.

WALTHER
"Huldreichstes Bild,
dem ich zu nahen mich erkühnt!
Den Kranz, von zweier Sonnen Strahl
zugleich geblichen und ergrünt,
minnig und mild
sie flocht ihn um das Haupt dem Gemahl:
dort Huldgeboren,
nun Ruhmerkoren
gießt paradiesische Lust
sie in des Dichters Brust 
im Liebestraum."

(Sachs hat den Schuh zurückgebracht 
und ist jetzt darüber her, ihn Eva wieder 
an den Fuß zu ziehen.)

SACHS
Nun schau, ob dazu mein Schuh geriet?
Mein' endlich doch, es tät mir gelingen?
Versuch's, - 
tritt auf! Sag, drückt er dich noch?

(Eva, die wie bezaubert, regungslos
gestanden, gesehen und gehört hat, 
bricht jetzt in heftiges Weinen aus, 
sinkt Sachs an die Brust und drückt ihn
schluchzend an sich. - Walther ist zu 
ihnen getreten; er drückt begeistert 
Sachs die Hand. - Sachs tut sich endlich
Gewalt an, reißt sich wie unmutig los und
läßt dadurch Eva unwillkürlich an Walthers
Schulter sich anlehnen.)

SACHS
Hat man mit dem 
Schuhwerk nicht seine Not!
Wär ich nicht noch Poet dazu,
ich machte länger keine Schuh!
Das ist eine Müh, ein Aufgebot!
Zu weit dem einen, dem andern zu eng;
von allen Seiten Lauf und Gedräng:
da klappt's,
da schlappt's;
hier drückt's,
da zwickt's; 
der Schuster soll auch Alles wissen,
flicken, was nur immer zerrissen:
und ist er gar Poet dazu,
da läßt man am End ihm auch da keine Ruh;
und ist er erst noch Witwer gar,
zum Narren hält man ihn fürwahr: 
die jüngsten Mädchen, ist Not an Mann,
begehren, er hielte um sie an;
versteht er sie, versteht er sie nicht, 
all eins: ob ja, ob nein er spricht, 
am End riecht er doch nach Pech,
und gilt für dumm, tückisch und frech. 
Ei! 's ist mir nur um den Lehrbuben leid,
der verliert mir allen Respekt
die Lene macht ihn nun nicht recht gescheit,
daß aus Töpf und Tellern er leckt.
Wo Teufel er jetzt nur wieder steckt!

EVA 
(indem sie Sachs zurückhält 
und von Neuem an sich zieht)
O Sachs! Mein Freund! Du teurer Mann!
Wie ich dir Edlem lohnen kann!
Was ohne deine Liebe,
was wär ich ohne dich, 
ob je auch Kind ich bliebe,
erwecktest du mich nicht?
Durch dich gewann ich,
was man preist;
durch dich ersann ich,
was ein Geist;
durch dich erwacht,
durch dich nur dacht
ich edel, frei und kühn;
du ließest mich erblühn!
Ja, lieber Meister, schilt mich nur;
ich war doch auf der rechten Spur.
Denn, hatte ich die Wahl,
nur dich erwählt ich mir;
du warest mein Gemahl,
den Preis reicht ich nur dir.
Doch nun hat's mich gewählt
zu nie gekannter Qual;
und werd ich heut vermählt,
so war's ohn alle Wahl:
das war ein Müssen, war ein Zwang!
Euch selbst, mein Meister, wurde bang.

SACHS
Mein Kind,
von Tristan und Isolde
kenn ich ein traurig Stück:
Hans Sachs war klug, und wollte
nichts von Herrn Markes Glück. 
's war Zeit, daß ich den Rechten fand,
wär sonst am End doch hineingerannt. 
Aha! Da streicht die Lene schon ums Haus:
nur herein! He! David! 
Kommst nicht heraus?

(Magdalena, in festlichem Staate, tritt
durch die Ladentüre herein. David,
ebenfalls im Festkleid, mit Blumen und
Bändern sehr reich und zierlich ausgeputzt,
kommt zugleich aus der Kammer heraus.)

Die Zeugen sind da, Gevatter zur Hand:
jetzt schnell zur Taufe! 
Nehmt euren Stand!

(Alle blicken ihn verwundert an.)

WALTHER
"Prodigio tras prodigio 
acaece en este instante.
Doy la bienvenida
a dos auroras,
pues dos bellísimos ojos
percibo allí
iguales a soles deliciosos."

SACHS
¡Al fin se oye cantar en mi casa!

WALTHER
"¡Amable imagen
aquélla a la que oso aproximarme!
La guirnalda, por los rayos solares,
al tiempo agostada y verdecida,
tejió dulce y deliciosamente la esposa
en torno a la cabeza del esposo.
Y allí, nacidos para la dicha,
elegidos para la gloria,
vertió ella paradisíaco placer
en el pecho del poeta,
en el sueño de amor."

(Sachs ha vuelto a traer 
el zapato y ahora se ocupa 
en calzárselo a Eva)

SACHS
Mira si el zapato ha quedado bien.
Pienso que lo he logrado.
¡Pruébalo! ¡Pisa con él! ...
¡Dime! ¿Aún te aprieta?

(Eva, que ha permanecido inmóvil 
y mientras veía y escuchaba, rompe
ahora a llorar y se refugia en el
pecho de Sachs. Walther ha avanzado
hasta ellos y estrecha emocionado la
mano de Sachs. Este, finalmente, se
fuerza a sí mismo, se aparta como
desalentado y con este movimiento
deja que Eva se recline sobre el
hombro de Walther involuntariamente)

SACHS
¡Ser zapatero sólo trae problemas!
¡Si a pesar de todo no fuera yo poeta,
ya hubiera dejado los zapatos!
¡Es una carga insoportable!
Que si el uno demasiado grande, 
que si el otro demasiado estrecho,
por todas partes prisas y apremios:
¡aquí no se ajusta y acá holgado;
aquí aprieta y allá pellizca!
El zapatero tiene que saber todo,
y remendar lo que se descose.
Si además el pobre se siente poeta,
nadie le deja jamás tranquilo;
y si por desdicha es viudo,
entonces procuran que se vuelva loco.
Cualquier jovencita casadera,
pretende que solicite su mano.
Él no la entiende, y ella tampoco a él; 
todo es igual, aunque él diga no o sí:
¡al final huele a pez y pasa por tonto,
malicioso y desvergonzado!
¡Ay, este aprendiz 
siempre me está dando disgustos,
me ha perdido todo el respeto!
¡Lena no le está haciendo 
más juicioso al permitirle que 
rebañe platos y pucheros!
¿En dónde diablos estará metido?

EVA
(deteniendo a Sachs y 
atrayéndole de nuevo)
¡Sachs, amigo, hombre incomparable!
¿Cómo podré pagarte tu nobleza?
¿Qué hubiera sido de mí
sin tu amor, sin tu presencia?
¿No hubiera sido siempre una niña
si tú no me hubieras despertado?
Por ti he alcanzado
lo que me hará dichosa.
Por ti he comprendido
lo que es el espíritu.
¡Gracias a ti he despertado,
y pienso con nobleza, libertad y valor,
porque me dejaste florecer!
¡Sí, maestro querido, reprendedme!
Estaba yo en el camino recto pues, 
si en mí estuviera el poder elegir,
solamente a ti te habría elegido:
tú serías mi esposo,
¡sólo a ti ofrecería el premio!
Pero ahora me ha invadido
un suplicio jamás antes conocido,
y si hoy hubiera de desposarme,
sería sin mi libre elección.
Sería un "tener que hacerlo", 
sería una coacción; y a vos mismo,
maestro mío, os causaría daño.

SACHS
Niña mía, conozco la triste historia
de Tristán e Isolda.
Hans Sachs es inteligente y no quiere
correr la suerte del rey Marke.
Ha sido una suerte encontrar 
a tiempo al que te conviene,
pues al final habría sucedido lo mismo.
¡Ya está ahí Lena, rondando la casa!
¡Entra, pues! 
¡Eh, David! ¿No sales?

(Magdalena, vestida de fiesta, entra
por la puerta de la tienda. David,
también con ropa de fiesta, adornado
profusa y rica mente con flores y
cintas, sale al tiempo de la cámara) 

Aquí están testigos y padrinos.
¡Ocupad vuestros puestos 
en el bautizo!

(Todos le miran, asombrados)
Ein Kind ward hier geboren:
jetzt sei ihm ein Nam' erkoren.
So ist's nach Meisterweis' und Art,
wenn eine Meisterweise geschaffen ward,
daß die einen guten Namen trag,
dran jeder sie erkennen mag. 
Vernehmt, respektable Gesellschaft,
was euch heut zur Stell schafft. 
Eine Meisterweise ist gelungen,
von Junker Walther gedichtet und gesungen:
der jungen Weise lebender Vater
lud mich und die Pognerin zu Gevatter.
Weil wir die Weise wohl vernommen,
sind wir zur Taufe hierher gekommen;
auss daß wir zur Handlung Zeugen haben,
ruf ich Jungfer Lene und meinen Knaben.
Doch da's zum Zeugen 
kein Lehrbube tut,
und heut auch den 
Spruch er gesungen gut,
so mach ich den Burschen 
gleich zum Gesell.
Knie nieder, David, 
und nimm diese Schell!

(David ist niedergekniet; Sachs 
gibt ihm eine starke Ohrfeige.)

Steh auf, Gesell, und denk an den Streich:
du merkst dir dabei die Taufe zugleich. -
Fehlt sonst noch was, uns keiner schilt;
wer weiß, ob's nicht gar einer Nottaufe gilt.
Daß die Weise Kraft behalte zum Leben,
will ich nur gleich den Namen ihr geben: 
Die "selige Morgentraum - Deutweise"
sei sie genannt zu des Meisters Preise. -
Nun wachse sie groß, 
ohn Schad' und Bruch.
Die jüngste Gevatterin spricht den Spruch.

EVA
Selig, wie die Sonne
meines Glückes lacht,
Morgen voller Wonne,
selig mir erwacht;
Traum der höchsten Hulden,
himmlich Morgenglühn:
Deutung euch zu schulden,
selig süß Bemühn! 
Einer Weise, mild und hebt,
sollt es hold gelingen,
meines Herzens süß Beschwer
deutend zu bezwingen.
Ob es nur ein Morgentraum?
Selig deut ich mir es kaum.
Doch die Weise,
was sie leise
mir vertraut,
hell und laut,
in der Meister vollem Kreis,
deute sie auf den höchsten Preis.

SACHS
Vor dem Kinde, lieblich hold,
mocht ich gern wohl singen:
doch des Herzens süß Beschwer
galt es zu bezwingen:
's war ein schöner Morgentraum;
dran zu denken wag ich kaum.
Diese Weise,
was sie leise
mir anvertraut,
im stillen Raum,
Sagt mir laut:
auch der Jugend ew'ges Reis
grünt nur durch des Dichters Preis.

WALTHER
Deine Liebe ließ mir es gelingen,
meines Herzens süß Beschwer
deutend zu bezwingen:
ob es noch der Morgentraum?
Selig deut ich mir es kaum!
Doch die Weise,
was sie leise
dir vertraut
im stillen Raum,
hell und laut
in der Meister vollem Kreis,
werbe sie um den höchsten Preis!

DAVID
Wach oder träum ich schon so früh?
Das zu erklären macht mir Müh:
's ist wohl nur ein Morgentraum?
Was ich seh, begreif ich kaum.
Ward zur Stelle
gleich Geselle?
Lene Braut? -
im Kirchenraum
wir gar getraut?
's geht der Kopf mir wie im Kreis,
daß ich Meister bald heiß

MAGDALENE
Wach oder träum ich schon so früh?
Das zu erklären macht mir Müh:
's ist wohl nur ein Morgentraum?
Was ich seh, begreif ich kaum.
Er zur Stelle
gleich Geselle?
Ich die Braut,
im Kirchenraum
wir gar getraut?
ja, wahrhaftig, 's geht! Wer weiß,
daß ich Meist'rin bald heiß?

SACHS 
(zu den Übrigen sich wendend)
jetzt alle am Fleck!

(zu Eva)

Den Vater grüss!
Auf, nach der Wies - schnell auf die Füss!

(Eva und Magdalene 
gehen zu Walther.)

Nun, Junker, kommt! 
Habt frohen Mut! -
David, Gesell: 
schliess den Laden gut!

(Sachs und Walther gehen ebenfalls 
auf die Straße und David macht sich 
über das Schließen der Ladentür her.)

"Un niño aquí ha nacido
y ha de serle impuesto el nombre.
Entre los maestros es costumbre
cuando un nuevo aire se consigue,
para que un buen nombre lleve
y pueda ser así de todos reconocido.
¡Sabed, respetable compañía,
lo que aquí os ha congregado!
Un aire magistral ha sido logrado,
escrito y cantado por 
el joven caballero Walther,
y el autor de la nueva melodía 
nos invita a Eva y a mí 
a ser sus padrinos.
Nosotros ya hemos oído la melodía
y preparados para el bautismo;
y para que también haya testigos,
llamo a la Lena y a mi discípulo.
Mas como un aprendiz 
no puede ser testigo,
y ha cantado él hoy bien su pregón,
voy a hacer al mozo "oficial":
¡arrodíllate, David, 
y recibe este coscorrón!"

(David se ha arrodillado: Sachs 
le da una fuerte bofetada)

En pie, oficial, y piensa en el cachete;
¡así tendrás este bautizo bien presente!
Y si algo falta, nadie nos reprenderá:
pues se trata de un bautizo urgente.
Mas para que el aire viva,
quiero darle su nombre en seguida:
"Feliz melodía del sueño matutino";
con este nombre alcanzará el premio.
Que crezca sin daño ni enfermedad.
Ahora, a la joven madrina
corresponde hablar.

EVA
Divina, sonríe el sol
de mi fortuna,
feliz me he despertado
esta deliciosa mañana.
¡Sueño de la suprema dicha,
celestial amanecer!
Buscaros explicación
es el más dulce deber.
A una deliciosa y noble melodía
estaba reservado
decirle a mi corazón
el sentido de su dulce carga.
¿Era sólo un feliz sueño matutino?
Apenas puedo interpretarlo.
Pero lo que la melodía
suavemente
me confió
con voz clara y potente,
ante el círculo de maestros
para lograr allí el supremo premio.

SACHS
Gustoso cantaría yo también
ante esta niña bella y divina,
mas habré de guardar en mi corazón
esta dulce carga.
Fue un hermoso sueño matutino,
pero apenas me atrevo a recordarlo.
Esta melodía,
tan suavemente
a mí confiada,
proclama ahora
en este apacible espacio
que sólo florece la eterna juventud
a través del canto del poeta.

WALTHER
Tu amor ha permitido
explicar a mi corazón
el sentido de su dulce carga.
¿Es todavía el sueño matutino?
Apenas puedo interpretarlo.
¡Pero lo que la melodía
suavemente
te confió
en este apacible espacio,
con voz clara y potente
ante el círculo de maestros
para lograr allí el supremo premio!

DAVID
¿Estoy despierto o aún sueño?
Aclararlo me resulta muy difícil.
¿Es sólo un sueño matutino?
¡Apenas entiendo lo que veo!
¿He llegado a ser
de verdad "oficial"?
¿Lena es mi novia?
¿Nos veremos casados, en la iglesia?
Me da vueltas la cabeza 
cuando pienso
que pronto me llamaré "maestro".

MAGDALENA
¿Estoy despierta o aún sueño?
Aclararlo me resulta muy difícil.
¿Es sólo un sueño matutino?
¡Apenas entiendo lo que veo!
¿Ha llegado a ser
de verdad "oficial"?
¿Soy yo la novia?
¿Nos veremos casados, en la iglesia?
¡Sí, es verdad! Todo va bien. 
¿Quién sabe
si pronto me llamaré "maestra"?

SACHS
(volviéndose a los otros)
¡Ahora, cada uno a su lugar!

(A Eva)

¡Saluda a tu padre!
¡Vamos, corramos a la pradera!

(Eva y Magdalena abandonan 
el taller. A Walther:)

¡Venid, pues, caballero! 
¡Templad el ánimo!...
¡David! ¡Oficial! 
¡Cierra bien la tienda!

(Sachs y Walther salen a la 
calle y David se ocupa en 
cerrar la puerta de la tienda)
Fünfte Szene 

(Nach dem Vorspiel ist die Bühne
verwandelt. Sie stellt jetzt einen freien
Wiesenplan dar, im ferneren Hintergrunde
die Stadt Nürnberg. Die Pegnitz schlängelt
sich durch den Plan. Buntbeflaggte Kähne
setzen unablässig die ankommenden,
festlich gekleideten Bürger der Zünfte, 
mit Frauen und Kindern, an das Ufer der
Festwiese über. Eine erhöhte Bühne, mit
Bänken und Sitzen darauf, ist rechts zur
Seite aufgeschlagen; bereits ist sie mit 
den Fahnen der angekommenen Zünfte
ausgeschmückt; im Verlaufe stecken die
Fahnenträger der noch ankommenden
Zünfte ihre Fahnen ebenfalls um die
Sängerbühne auf, so daß diese schließlich
nach drei Seiten hin ganz davon eingefaßt
ist. - Zelte mit Getränken und
Erfrischungen aller Art begrenzen 
im Übrigen die Seiten des vorderen
Hauptraumes. Vor den Zelten geht es
bereits lustig her: Bürger, mit Frauen,
Kindern und Gesellen, sitzen und 
lagern daselbst. - Die Lebrbuben der
Meistersinger, festlich gekleidet, mit
Blumen und Bändern reich und anmutig
geschmückt, üben mit schlanken Stäben, 
die ebenfalls mit Blumen und Bändern
geziert sind, in lustiger Weise das Amt 
von Herolden und Marschällen aus. Sie
empfangen die am Ufer Aussteigenden,
ordnen die Züge der Zünfte und geleiten
diese nach der Singerbübne, von wo aus,
nachdem der Bannerträger die Fahne
aufgepflanzt, die Zunftbürger und 
Gesellen nach Belieben sich unter den
Zelten zerstreuen. - Soeben, nach der
Verwandlung, werden in der angegebenen
Weise die Schuster am Ufer empfangen 
und nach dem Vordergrund geleitet)

DIE SCHUSTER 
(mit fliegender Fahne aufziehend)
Sankt Krispin,
lobet ihn!
War gar ein heilig Mann,
zeigt, was ein Schuster kann.
Die Armen hatten gute Zeit,
macht ihnen warme Schuh;
und wenn ihm keiner 's Leder leiht,
so stahl er sich's dazu.
Der Schuster hat ein weit Gewissen,
macht Schuhe selbst mit Hindernissen;
und ist vom Gerber das Fell erst weg,
dann streck, streck, streck!
Leder taugt nur am rechten Fleck.

(Die Stadtwächter ziehen mit Trompeten
und Trommeln den Stadtpfeifern,
Lautenmachern u.s.w. voraus.)

DIE SCHNEIDER 
(mit fliegender Fahne aufziehend)
Als Nüremberg belagert war
und Hungersnot sich fand,
wär Stadt und Land verdorben gar,
war nicht ein Schneider zur Hand,
der viel Mut hatte und Verstand.
Hat sich in ein Bocksfell eingenäht,
auf dem Stadtwall da spazieren geht,
und macht wohl seine Sprünge
gar lustig guter Dinge.
Der Feind, der sieht's und zieht vom Fleck:
der Teufel hol die Stadt sich weg,
hat's drin noch so lustige 
Meck-meck-meck!
Meck! Meck! Meck!
Wer glaubt's, 
daß ein Schneider im Bocke steck!

DIE BÄCKER 
(mit fliegender Fahne aufziehend)
Hungersnot! Hungersnot!
Das ist ein greulich Leiden:
gäb euch der Bäcker nicht täglich Brot,
müßt alle Welt verscheiden.
Beck! Beck! Beck!
Täglich auf dem Fleck,
nimm uns den Hunger weg!

DIE SCHUSTER
Streck! Streck! Streck!
Leder taugt nur am rechten Fleck!

DIE SCHNEIDER
Meck! Meck! Meck!
Wer meint, 
daß ein Schneider im Bocke steck!

(Ein bunter Kahn mit jungen Mädchen in
reicher bäuerischer Tracht kommt an. Die
Lehrbuben laufen nach dem Gestade.)

LEHRBUBEN
Herr Je! Herr Je! Mädel von Fürth!
Stadtpfeifer, spielt! 
Dass's lustig wird!

(Sie heben währenddessen die Mädchen 
aus dem Kahn. - Das Charakteristische 
des folgenden Tanzes besteht darin, daß 
die Lehrbuben die Mädchen scheinbar nur
an den Platz bringen wollen; sowie die
Gesellen zugreifen wollen, ziehen die Buben
die Mädchen aber immer wieder zurück, als
ob sie sie anderswo unterbringen wollten,
wobei sie meistens den ganzen Kreis, 
wie wählend, ausmessen und somit die
scheinbare Absicht auszuführen anmutig
und lustig verzögern.)

DAVID 
(vom Landungsplatz vorkommend)
Ihr tanzt: Was werden die Meister sagen?

(Die Lehrbuben drehen ihm Nasen.)

Hört nicht? - 
Laß ich mir's auch behagen.

(Er nimmt sich ein junges, schönes
Mädchen und gerät im Tanze mit 
ihr schnell in großes Feuer. Die 
Zuschauer freuen sich und lachen.)

EIN PAAR LEHRBUBEN 
(David winkend)
David! David! Die Lene sieht zu!

(David, erschrocken, läßt das Mädchen
schnell fahren; da er Lene nirgends
gewahrt, merkt David, daß er nur geneckt
worden, erfaßt sein Mädchen wieder und
tanzt nun noch feuriger weiter.)

DAVID
Ach! laßt mich mit euren Possen in Ruh!

(Die Buben suchen ihm das Mädchen 
zu entreißen; er wendet sich mit ihr
jedesmal glücklich ab)

GESELLEN 
(vom Ufer her)
Die Meistersinger!

LEHRBUBEN
Die Meistersinger!

(Sie unterbrechen schnell den 
Tanz und eilen dem Ufer zu.)

DAVID
Herr Gott! Ade, ihr hübschen Dinger!

Quinta Escena

(Tras el interludio el escenario ha
cambiado. Ahora es una amplia
pradera. En la distancia, en el foro,
la ciudad de Núremberg. El Pegnitz
serpentea por la pradera. Barquillas
adornadas con banderas traen a los
ciudadanos, con sus mujeres e hijos,
todos vestidos de fiesta, a la orilla.
En el lateral derecho está armado 
un escenario elevado, con bancos y
sitiales; aparece adornado con los
estandartes de los gremios que ya han
llegado. Durante lo que sigue, los
portaestandartes clavan las banderas
de los gremios que llegan alrededor
del escenario de canto, de manera
que éste queda así cerrado por tres
lados. Puestos de bebidas y refrescos
de todas clases limitan finalmente,
por los lados, el espacio principal.
ante los puestos hay gran algazara.
Ciudadanos con sus mujeres, niños y
oficiales están sentados o tumbados
por doquier. Los aprendices de 
los maestros, vestidos de fiesta,
adornados rica y variadamente con
flores y cintas, desempeñan con 
finas varas, también adornadas con
flores y cintas colgantes, y con aire
divertido, los cargos de heraldos y
mariscales. Reciben a los que saltan
a la orilla, ordenan la procesión de
los gremios y acompañan a éstos
hasta el escenario principal, donde,
mientras los abanderados plantan 
sus estandartes, los miembros de los
gremios y los oficiales se acomodan
en torno a los puestos. Entran los
zapateros, que son guiados hacia el
proscenio)

ZAPATEROS
(con las banderas al viento)
¡Alabad a San Crispín,
pues fue un hombre santo
que demostró lo que vale un zapatero!
Tuvieron con él suerte los humildes
pues les hacía zapatos abrigados,
y si nadie le vendía cuero
entonces lo robaba para ellos.
¡El zapatero tiene ancha conciencia;
hace zapatos incluso 
donde hay obstáculos:
y si el curtidor prepara primero la piel,
él, después, la estira y estira! 
El cuero sirve sólo si está bien tieso.

(Los guardias, con tambores y
trompetas, los pífanos, fabricantes 
de laúdes, etc, entran tocando)

SASTRES
(también con banderas desplegadas)
Cuando Núremberg estaba sitiada
y se abatía sobre ella el hambre,
pueblo y ciudad hubieran perecido
si no hubiera existido un sastre
lleno de valor y de buen juicio.
Cosió, quedando él dentro, 
un pellejo de macho cabrío,
y fue a pasear por el campo de batalla
dando saltos como una cabra,
que eran raros y muy divertidos.
El enemigo lo vio y levantó el sitio:
¡que el diablo asalte esa ciudad,
puesto que bala de esa forma!
¡Balad! ¡Balad! ¡Balad! 
¡Quién creyera que era 
un sastre la cabra!

PANADEROS
(igualmente)
¡Hambre! ¡Hambre!
¡Qué desdicha tan espantosa!
Si el panadero no os diera el pan 
de cada día todo el mundo se moriría.
¡Coced! ¡Coced! ¡Coced! 
¡Con nuestro trabajo diario
se ahuyenta el hambre!

ZAPATEROS
¡Estira! ¡Estira! ¡Estira!
¡El cuero sirve sólo si está bien tieso!

SASTRES
¡Balad! ¡Balad! ¡Balad!
¡Quien pensara que era 
un sastre la cabra!

(Llega una barca en la que 
vienen muchachas ataviadas 
con ricos trajes de campesinas)

APRENDICES
¡Caramba! ¡Chicas de Fürth!
¡Pífanos tocad!
¡Esto va a ser divertido!

(Toman a las muchachas de la 
barca. La característica del baile 
consiste en que los aprendices
pretenden ser los únicos en 
bailar con ellas; así, cuando los
oficiales quieren agarrarlas, los 
aprendices vuelven a recuperarlas,
como si quisieran salvarlas de los 
otros, con lo que todo el corro 
ofrece un ambiente de pugna y 
de constante elección muy 
divertido)

DAVID
(viniendo del muelle)
¿Bailáis? ¿Qué dirán los maestros?

(Los aprendices le hacen burlas)

¿No queréis oírme?... 
¡Pues yo también me divertiré!

(Coge a una joven y guapa 
muchacha y se mete con ella 
en el baile con gran ardor. 
Los espectadores ríen)

UN PAR DE APRENDICES
(avisando a David)
¡David! ¡David! ¡Te está viendo Lena!

(David suelta asustado a la
muchacha. Como no ve a Lena,
advierte que ha sido objeto de una
broma, toma de nuevo a su pareja 
y vuelve a bailar con mayor ardor)

DAVID
¡Dejadme en paz con vuestras burlas!

(Los aprendices tratan de quitarle 
a la muchacha, pero él consigue 
cada vez quedarse con ella)

OFICIALES
(en la orilla)
¡Los maestros cantores!

APRENDICES
¡Los maestros cantores!...

(Interrumpen el baile 
y corren a la orilla)

DAVID
¡Dios del cielo! ¡Adiós, preciosa!
(Er gibt dem Mädchen einen feurigen 
Kuß und reißt sich los. Die Lehrbuben
Reihen sich zum Empfang der Meister: 
das Volk macht ihnen willig Platz. - 
Die Meistersinger ordnen sich am
Landungsplatze zum festlichen Aufzuge.
Wenn Kothner im Vordergrunde ankommt,
wird die geschwungene Fahne, auf welcher
König David mit der Harfe abgebildet ist,
von allem Volk mit Hutschwenken begrüßt.
Der Zug der Meistersinger ist nun auf 
der Singerbühne, wo Kothner die Fahne
aufpflanzt, angelangt. - Pogner, Eva 
an der Hand führend, diese von festlich
geschmückten und reich gekleideten jungen
Mädchen, unter denen auch Magdalene,
begleitet, voran. Als Eva von den Mädchen
umgeben, den mit Blumen geschmückten
Ehrenplatz eingenommen und alle übrigen,
die Meister auf den Bänken, die Gesellen
hinter ihnen stehend, ebenfalls Platz
genommen haben, treten die Lehrbuben
dem Volke zugewendet, feierlich vor 
die Bühne in Reih und Glied.)

LEHRBUBEN
Silentium! Silentium!
Macht kein Reden und kein Gesumm!

(Sachs erhebt sich und tritt vor. Bei 
seinem Anblick stößt sich Alles an; 
Hüte und Mützen werden abgezogen: 
Alle deuten auf ihn.)

ALLES VOLK
Ha! Sachs! 's ist Sachs!
Seht, Meister Sachs!
Stimmt an! Stimmt an! Stimmt an!

(Alle Sitzenden erheben sich; die Männer
bleiben mit entblößtem Haupte. Außer
Sachs singen alle Anwesenden die folgende
Strophe mit.)

"Wacht auf, es nahet gen den Tag;
ich hör singen im grünen Hag
ein wonnigliche Nachtigall,
ihr Stimm' durchdringet Berg und Tal;
die Nacht neigt sich zum Okzident,
der Tag geht auf von Orient,
die rotbrünstige Morgenröt
her durch die trüben Wolken geht.-

(Das Volk nimmt wieder eine jubelnd
bewegte Haltung an. Der Chor des 
Volkes singt wieder allein; die Meister 
auf der Bühne sowie die anderen vorigen
Teilnehmer am Gesange der Strophe geben
sich dem Schauspiele des Volksjubels hin.)

Heil! Heil!
Heil dir, Hans Sachs!
Heil Nürnbergs Sachs!
Heil Nürnbergs teurem Sachs!
Heil! Heil!

(Sachs, der unbeweglich, wie
geistesabwesend, über die Volksmenge
hinweg geblickt hatte, richtet endlich 
seine Blicke vertrauter auf sie, und 
beginnt mit ergriffener, schnell aber 
sich festigender Stimme:)

SACHS
Euch macht ihr's leicht, 
mir macht ihr's schwer,
gebt ihr mir Armen zu viel Ehr.
Soll vor der Ehr ich bestehn,
sei's mich von euch geliebt zu sehn. 
Schon große Ehr ward mir erkannt,
ward heut ich zum Spruchsprecher ernannt.
Und was mein Spruch euch künden soll,
glaubt, das ist hoher Ehren voll. -
Wenn ihr die Kunst so hoch schon ehrt,
so galt es zu beweisen,
daß, wer ihr selbst gar angehört,
sie schätzt ob allen Preisen.
Ein Meister, reich und wohlgemut,
der will heut euch das zeigen:
sein Töchterlein, sein höchstes Gut,
mit allem Hab und Eigen,
dem Singer, der im Kunstgesang
vor allem Volk den Preis errang,
als höchsten Preises Kron
er bietet das zum Lohn. 
Darum, so hört, und stimmt mir bei:
die Werbung steh dem Dichter frei. 
Ihr Meister, die ihr's euch getraut,
euch ruf ich's vor dem Volke laut: 
erwägt der Werbung seltnen Preis,
und wem sie soll gelingen,
daß der sich rein und edel weiß
im Werben wie im Singen,
will er das Reis erringen,
das nie, bei Neuen noch bei Alten,
ward je so herrlich hoch gehalten,
als von der lieblich Reinen,
die niemals soll beweinen,
daß Nüremberg mit höchstem Wert
die Kunst und ihre Meister ehrt!

(Große Bewegung unter Allen. - Sachs 
geht auf Pogner zu, der ihm gerührt die
Hand drückt.)

POGNER
O Sachs, mein Freund! 
Wie dankenswert!
Wie wißt Ihr, was mein Herz beschwert! 

SACHS 
(zu Pogner)
's war viel gewagt; 
jetzt habt nur Mut! 

(Er wendet sich zu Beckmesser, der 
schon während des Einzuges und dann
fortwährend eifrig das Blatt mit dem
Gedicht herausgezogen, memoriert, genau
zu lesen versucht und oft verzweiflungsvoll
sich den Schweiß getrocknet hat.)

Herr Merker! 
Sagt, wie geht's? Gut?

BECKMESSER
O! Dieses Lied! ... 
Werd nicht draus klug,
und hab doch dran studiert genug.

SACHS
Mein Freund, 
's ist Euch nicht aufgezwungen.

BECKMESSER
Was hilft's? 
Mit dem meinen ist doch versungen:
's war Eure Schuld! 
Jetzt seid hübsch für mich:
's wär schändlich, ließt Ihr mich im Stich!

SACHS
Ich dächt, Ihr gäbt's auf.

BECKMESSER
Warum nicht gar?
Die Andren sing ich alle zu paar;
wenn Ihr nur nicht singt.

SACHS
So seht, wie's geht!

BECKMESSER
Das Lied, bin's sicher, 
zwar Niemand versteht;
doch hoff ich auf Eure Popularität.

SACHS
Nun denn, wenn's 
Meistern und Volk beliebt,
zum Wettgesang man den Anfang gibt.

(Da un fogoso beso a la muchacha 
y la suelta. Los aprendices se 
alinean en filas para recibir a los
maestros. El pueblo les hace sitio
espontáneamente. Los maestros
cantores se disponen, en el
desembarcadero, para iniciar la
procesión. Cuando Kothner llega al
proscenio, el estandarte que lleva, 
en el que está bordada la imagen del rey 
David con el arpa, es saludado por 
el pueblo con sombreros al aire. La
procesión llega a la tribuna de los
cantores, en donde Kothner planta 
la bandera. Pogner lleva de la mano
a Eva la cual avanza acompañada de
jóvenes ricamente vestidas para 
la fiesta, entre ellas Magdalena.
Cuando Eva ha ocupado el lugar 
de honor, adornado con flores, 
los maestros, en los bancos; los
oficiales, en pie tras ellos, avanzan
los aprendices, solemnemente
formados en filas)

APRENDICES
¡Silentium! ¡Silentium!
¡No habléis ni hagáis ruido!

(Sachs se pone en pie y se adelanta. 
A su vista, todos se arremolinan. 
Sombreros y gorros son lanzados a 
lo alto. Todos le señalan)

TODO PUEBLO
¡Ah, Sachs! ¡Es Sachs!
¡Ved al maestro Sachs!
¡Cantad! ¡Cantad! ¡Cantad!

(Todos  se ponen en pie; los 
hombres, con la cabeza descubierta.
A excepción de Sachs, todos los
presentes cantan la siguiente estrofa)

"Despertad, ya se acerca el día;
en el verde matorral oigo cantar
a un delicioso ruiseñor,
y su canto atraviesa valles y montañas.
La noche se pierde al occidente
y el día se eleva por oriente;
la resplandeciente aurora
rompe por entre las sombrías nubes"...

(El pueblo vuelve a adoptar 
un aire jubiloso y canta solo. 
Los maestros cantores y los otros 
participantes en el canto, que 
están en el escenario, contemplan
el júbilo popular)

¡Salve, Sachs!
¡Salve a ti, Sachs!
¡Salve a Sachs de Núremberg!
¡Salve al amado Sachs de Núremberg!
¡Salve! ¡Salve!

(Sachs, que inmóvil, como ausente,
miraba por encima de la multitud, 
se fija ahora afectuosamente en ella,
hace una reverencia y comienza con
voz tomada por la emoción, pero que
pronto se afirma)

SACHS
Me honráis en exceso,
a mí, a un pobre hombre,
para mí resulta excesiva carga.
Mi honra consiste, a decir verdad,
en saberme amado por vosotros.
Ya un alto honor me fue concedido
al permitirme recitar, hoy, el pregón.
Y lo que mi palabra puede anunciaros,
creedme, es algo digno de admiración.
Puesto que honráis tanto al arte,
sabréis que quien lo lleva dentro
lo estima por encima de todo.
Un maestro, rico y generoso,
quiere hoy darnos ejemplo de ello:
como supremo premio
ofrece entregar
su hijita, su mejor bien,
con todas sus propiedades,
al cantor que, con su artístico canto,
alcance el premio ante el pueblo.
Escuchadme, pues, todos:
el certamen está abierto a los poetas.
A vosotros, 
maestros, jueces del concurso, 
os demando ante el pueblo:
ponderad bien la grandeza del premio.
Quien haya de obtenerlo,
sea tan noble y puro
en su pretensión como en su canto,
pues alcanzará una recompensa
como jamás fue concedida hasta ahora
¡Esta purísima criatura 
que jamás deberá lamentar
cómo Núremberg honra 
con todo su aprecio
al arte y a sus maestros!

(Gran entusiasmo entre todos. Sachs
se va hacia Pogner, que le estrecha
con emoción la mano)

POGNER
¡Oh, Sachs! ¡Amigo mío! 
¡Cuán digno de gratitud!
Sabéis, ¡tengo el corazón oprimido!

SACHS
(a Pogner)
¡Habéis arriesgado mucho! 
¡Ahora, tened valor!

(Se vuelve hacia Beckmesser, quien
durante la procesión ha estado
ocupado en aprenderse de memoria 
el poema escrito en la hoja, lee de
nuevo en ella y a menudo se seca, 
con gesto desesperado, el sudor)

¡Señor marcador! ¡Decid! 
¿Qué tal estáis? ¿Bien?

BECKMESSER
¡Oh, esta canción!... 
¡La he estudiado a fondo,
pero no saco nada en limpio de ella!

SACHS
Amigo mío, 
nadie os ha obligado.

BECKMESSER
¡Vaya ayuda! 
¡Con ha mía no hay nada que hacer!
Ha sido por vuestra culpa. 
¡Mas sedme ahora propicio!
¡Espero que ahora no me abandonéis!

SACHS
Creí que desistiríais.

BECKMESSER
¡Ni hablar!
Cantando me tuteo con todos,
siempre que vos no lo hagáis.

SACHS
¡Ved, pues, cómo os va!

BECKMESSER
La canción, estoy seguro, 
no hay quien la entienda.
Pero confío en vuestra popularidad.

SACHS
Bien, si los maestros 
y el pueblo lo desean,
vamos a comenzar el certamen.
KOTHNER 
(hervortretend)
Ihr ledig' Meister! Macht euch bereit!
Der Ältest' sich zuerst anläßt!
Herr Beckmesser, Ihr fangt an: 's ist Zeit!

(Die Lehrbuben führen Beckmesser 
zu einem kleinen Rasenhügel vor der
Singerbühne, welchen sie zuvor
festgerammelt und reich mit Blumen
überdeckt haben.)

BECKMESSER 
(darauf strauchelnd, unsicher 
tretend und schwankend)
Zum Teufel! Wie wackelig! 
Macht das hübsch fest!

(Die Buben lachen unter sich 
und stopfen lustig an dem Rasen.)

DAS VOLK 
(sich gegenseitig anstoßend)
Wie? Der? Der wirbt
Scheint mir nicht der Rechte!
An der Tochter Stell ich den nicht möchte!
Ach, der kann ja nicht mal stehn!
Wie soll es mit dem gehn?
Seid still! 's ist gar ein tücht'ger Meister!
Stadtschreiber ist er, Beckmesser heißt er, -
Gott, ist der dumm!
Still! Macht keinen Witz!
Er fällt fast um! 
Der hat im Rate Stimm und Sitz.

(Viele lachen.)

DIE LEHRBUBEN 
Silentium! Silentium!
Macht kein Regen und kein Gesumm!

KOTHNER
Fanget an!

(Beckmesser, der sich endlich auf dem
Rasenhügel festgestellt bat, macht eine
erste Verbeugung gegen die Meister, 
eine zweite gegen das Volk, dann gegen
Eva, welche sich abwendet.)

BECKMESSER 
(nach einem Vorspiel auf der 
Laute, um sich zu ermutigen)
"Morgen ich leuchte 
in rosigem Schein
von Blut und Duft
geht schnell die Luft;
wohl bald gewonnen,
wie zerronnen;
im Garten lud ich ein
garstig und fein."

(Er richtet sich wieder ein, 
besser auf den Füßen zu stehen.)

DIE MEISTER 
(leise unter sich)
Mein! Was ist das? Ist er von Sinnen?
Woher mocht er solche 
Gedanken gewinnen?

DAS VOLK 
(leise unter sich)
Sonderbar! Hört ihr's? 
Wen lud er ein?
Verstand man recht? 
Wie kann das sein?

BECKMESSER 
(zieht das Blatt verstohlen 
hervor und lugt hinein; dann 
steckt er es ängstlich wieder ein.)
Wohn ich erträglich im selbigen Raum,
hol Geld und Frucht, -
Bleisaft und Wucht.

(Er lugt in das Blatt.)

Mich holt am Pranger
der Verlanger
auf luft'ger Steige kaum,
häng ich am Baum."

(Er wackelt wieder sehr: 
sucht im Blatt zu lesen.)

DAS VOLK
Schöner Werber! 
Der find't wohl seinen Lohn.
Bald hängt er am Galgen! 
Man sieht ihn schon!

DIE MEISTER
Was soll das heißen? 
Ist er nur toll?
Sein Lied ist ganz von Unsinn voll!

BECKMESSER 
(sich verzweiflungsvoll
und ingrimmig aufraffend)
"Heimlich mir graut,
weil es hier munter will hergehn:
an meiner Leiter stand ein Weib; 
sie schämt und wollt mich nicht besehn; 
bleich wie ein Kraut
umfasert mir Hanf meinen Leib;
mit Augen zwinkend -
der Hund blies winkend,
was ich vor langem verzehrt,
wie Frucht so Holz und Pferd
vom Leberbaum."

(Alles bricht in ein dröhnendes 
Gelächter aus.)

BECKMESSER 
(wütend den Hügel verlassend 
und auf Sachs zustürzend)
Verdammter Schuster, das dank ich dir! 
Das Lied, es ist gar nicht von mir:
vom Sachs, der hier so hoch verehrt,
von eurem Sachs ward mir's beschert.
Mich hat der Schändliche bedrängt,
sein schlechtes Lied mir aufgehängt.

(Er stürzt wütend fort und 
verliert sich unter dem Volke.)

VOLK
Mein! Was soll das sein? 
jetzt wird's immer bunter!
Von Sachs das Lied? 
Das nähm uns doch Wunder!

KOTHNER 
(zu Sachs)
Erklärt doch, Sachs!

NACHTIGALL 
(zu Sachs)
Welch ein Skandal!

VOGELGESANG 
(zu Sachs)
Von Euch das Lied?

ORTEL UND FOLTZ
Welch eigner Fall!

SACHS 
(der ruhig das Blatt, welches 
ihm Beckmesser hingeworfen,
aufgenommen hat)
Das Lied, fürwahr, ist nicht von mir:
Herr Beckmesser irrt, wie dort so hier.
Wie er dazu kam, mag selbst er sagen;
doch möcht ich nie mich zu rühmen wagen,
ein Lied, so schön, wie dies erdacht,
sei von mir, Hans Sachs, gemacht.

KOTHNER
(se adelanta)
¡Maestros solteros, prepararos!
¡El turno empezará por el más viejo!
¡Señor Beckmesser, comenzad!

(Los aprendices llevan a Beckmesser
hasta un pequeño túmulo cubierto 
de césped y adornado con flores, que
han instalado, delante del escenario
de canto)

BECKMESSER
(sube con paso vacilante 
y se tambalea)
¡Diablos! ¡Esto se mueve!
¡Aseguradlo bien!

(Los aprendices ríen y apelmazan
divertidos el césped)

PUEBLO
(dándose codazos)
¿Cómo? ¿Él? ¿Es ése el pretendiente?
¡No me parece el adecuado!
Si fuera yo la chica, no lo querría...
¡Ay, pero si no se puede ni sostener!
¿Qué va a ocurrir con él? 
¡Callad, es un maestro eminente!
Es escribano y se llama Beckmesser...
¡Dios, si está lelo!
¡Callad! ¡No hagáis chistes!
¡Casi se ha caído!
Tiene voz y voto en el Consejo.

(Muchos ríen)

APRENDICES
¡Silentium ¡ ¡Silentium!
¡No habléis ni hagáis ruido!

KOTHNER
¡Comenzad!

(Beckmesser, que, al final,  se ha
asegurado en el túmulo con esfuerzo,
hace una reverencia a los maestros,
al pueblo y a Eva, que se vuelve de
medio lado)

BECKMESSER
(tras un preludio con el 
laúd, para envalentonarse)
"Mañana brillo iluminado 
por rosado resplandor;
aromas y sangre
agitan ligero el aire;
tan pronto ganancioso
como desvanecido,
invité en el jardín,
desagradable y fino." 

(Intenta afirmarse mejor 
sobre los pies)

MAESTROS
(entre ellos, en voz baja)
¡Madre mía! ¿Qué es esto?
¿Está en su juicio?
¿De dónde habrá sacado esas ideas?

PUEBLO
(entre sí, en voz baja)
¡Qué raro! ¿Lo oís? 
¿A quién han invitado?
¿Hay quien lo entienda? 
¿Cómo puede ser eso?

BECKMESSER
(saca la hoja, disimuladamente, y
mira en ella a hurtadillas; después,
vuelve a guardarla, angustiado)
"Si vivo en el mismo espacio,
cojo oro y fruta...
zumo de plomo y brío.

(Mira en la hoja)

Me puso en la picota,
allí, el aspirante...
Sobre aéreos senderos
cuelgo del árbol"

(Vuelve a tambalearse y 
procura leer en la hoja)

PUEBLO
¡Vaya un pretendiente! 
¡Va a encontrar su premio!
Pronto va a colgar por el pescuezo; 
¡si ya se ve venir!

MAESTROS
¿Cómo puede calificarse esto?
¿Se ha vuelto loco?
¡Su canción es un puro desatino!

BECKMESSER
(aunque desesperado y furioso, 
saca fuerzas de flaqueza)
"Secretamente me asusta,
porque quiere venir aquí alegre.
En mi escalera estaba una mujer,
que se turbaba y no me quería ver...
Pálida como una col...
ciñe una cuerda a mi cuerpo...
Haciendo guiños...
ladraba el perro avisándome...
Lo que hace tiempo como,
fruta, madera y caballo...
del árbol del hígado." 

(Todos rompen en 
estruendosas carcajadas)

BECKMESSER
(se baja de la tarima, furioso, 
y arremete contra Sachs)
¡Condenado remendón! 
La canción no es en absoluto mía.
¡Me la regaló vuestro Sachs,
este Sachs a quien aquí honráis tanto!
¡Su pésima canción 
me ha traído este fracaso!

(Se precipita, furioso, fuera, y 
se pierde por entre el pueblo)

PUEBLO
¡Madre mía! ¿Qué es esto? 
¡Cada vez está esto más liado!
¿La canción, de Sachs? 
¡Pues parece mentira!

KOTHNER
(a Sachs)
¡Aclaradlo, Sachs!

NACHTIGALL
(a Sachs)
¡Qué escándalo!

VOGELGESANG
(a Sachs)
¿La canción, vuestra?

ORTEL, FOLTZ
¡Qué caso tan extraño!

SACHS
(ha recogido tranquilamente 
la hoja, que le arrojó a la cara
Beckmesser)
La canción no es mía:
¡El señor Beckmesser se equivoca!
Podría decir cómo llegó a su poder,
pero nunca me atrevería a decir
que una canción tan bella como ésta
haya sido compuesta por Sachs.
MEISTERSINGER
Wie? Schön? Dieser Unsinnswust?

VOLK
Hört! Sachs macht Spaß! 
Er sagt es nur zur Lust.

SACHS
Ich sag Euch Herrn, das Lied ist schön;
nur ist's auf den ersten Blick zu ersehn,
daß Freund Beckmesser es entstellt.
Doch schwör ich, daß es euch gefällt,
wenn richtig Wort und Weise
hier einer säng im Kreise;
und wer dies verstünd, zugleich bewies,
daß er des Liedes Dichter,
und gar mit Rechte Meister hieß,
fänd er gerechte Richter. -
Ich bin verklagt, und muß bestehn:
drum laßt mich meinen Zeugen ausersehn.
Ist jemand hier, der Recht mir weiß?
Der tret als Zeug in diesen Kreis!

(Walther tritt aus dem Volke hervor. 
Es entsteht eine angenehme Bewegung.)

So zeuget, das Lied sei nicht von mir;
und zeuget auch, daß, was ich hier
vom Lied hab gesagt,
zuviel nicht sei gewagt.

DIE MEISTER
Wie fein! Ei, Sachs, Ihr seid gar fein!
Doch mag es heut geschehen sein.

SACHS
Der Regel Güte daraus man erwägt,
daß sie auch mal'ne Ausnahm verträgt.

DAS VOLK
Ein guter Zeuge, stolz und kühn!
Mich dünkt, dem kann was Gut's erblühn.

SACHS
Meister und Volk sind gewillt
zu vernehmen, was mein Zeuge gilt.
Herr Walther von Stolzing, singt das Lied! 
Ihr Meister, lest, ob's ihm geriet.

(Er übergibt Kothner das 
Blatt zum Nachlesen.)

DIE LEHRBUBEN 
(in Aufstellung)
Alles gespannt! 
's gibt kein Gesumm:
da rufen wir auch nicht "Silentium!"

(Walther beschreitet festen Schrittes 
den kleinen Blumenhügel.)

WALTHER
"Morgenlich leuchtend 
im rosigen Schein,
von Blüt und Duft
geschwellt die Luft,
voll aller Wonnen,
nie ersonnen,
ein Garten lud mich ein, -

(An dieser Stelle läßt Kothner das Blatt,
in welchem er mit andren Meistern
nachzulesen begonnen, vor Ergriffenheit
unwillkürlich fallen.)

dort unter einem Wunderbaum,
von Früchten reich behangen,
zu schaun in sel'gem Liebestraum,
was höchstem Lustverlangen.
Erfüllung kühn verhieß,
das schönste Weib:
Eva im Paradies."

DAS VOLK 
(leise flüsternd)
Das ist was andres, 
wer hätt's gedacht;
was doch recht Wort 
und Vortrag macht!

DIE MEISTERSINGER 
(leise flüsternd)
Ja wohl, ich merk, 's ist ein ander Ding,
ob falsch man oder richtig sing.

SACHS
Zeuge am Ort,
fahret fort!

WALTHER
"Abendlich dämmernd 
umschloß mich die Nacht;
auf steilem Pfad
war ich genaht
zu einer Quelle
reiner Welle,
die lockend mir gelacht:
dort unter einem Lorbeerbaum,
von Sternen hell durchschienen,
ich schaut im wachen Dichtertraum,
von heilig holden Mienen,
mich netzend mit dem edlen Naß,
das hehrste Weib,
die Muse des Parnass!"

DAS VOLK 
(immer leiser, für sich)
So hold und traut, wie fern es schwebt,
doch ist es grad, 
als ob man selber Alles miterlebt!

DIE MEISTERSINGER
's ist kühn und seltsam, das ist wahr.
doch wohlgereimt und singebar.

SACHS
Zeuge, wohl erkiest!
Fahret fort, und schliesst!

WALTHER 
(sehr feurig)
"Huldreichster Tag,
dem ich aus Dichters Traum erwacht!
Das ich erträumt, das Paradies,
in himmlisch neu verklärter Pracht
hell vor mir lag,
dahin lachend nun der Quell 
den Pfad mir wies;
die, dort geboren,
den Ruhm erkoren,
der Erde lieblichstes Bild,
als Muse mir geweiht,
so heilig ernst als mild,
ward kühn von mir gefreit,
am lichten Tag der Sonnen,
durch Sanges Sieg gewonnen
Parnass und Paradies!"

DAS VOLK
Gewiegt wie in den schönsten Traum,
hör ich es wohl, doch faß es kaum.

(zu Eva)

Reich ihm das Reis;
sein sei der Preis!
Keiner wie er so hold zu werben weiß!

DIE MEISTER 
(sich erhebend)
Ja, holder Sänger, 
nimm das Reis;
dein Sang erwarb dir Meisterpreis!

POGNER
O Sachs! Dir dank ich Glück und Ehr
vorüber nun all Herzbeschwer!

(Walther ist auf die Stufen der Singerbühne
geleitet worden und läßt sich dort vor Eva
auf die Knie nieder.)

MAESTROS
¿Cómo? ¿Bella? ¿Qué es este galimatías?

PUEBLO
¡Oíd, Sachs bromea! 
¡Lo dice sólo para hacernos reír!

SACHS
Os digo que la canción es bella:
está claro y salta a la vista
que Beckmesser la ha desfigurado.
Pero os juro que os gustaría
si alguien, ante la asamblea, la cantase
con palabras y melodía correctas.
Y quien esto lograse demostraría que
es el poeta autor de esta canción
y podría llamarse maestro
si encontrase un juicio imparcial...
He sido acusado y me defenderé:
¡permitid que haga venir a mi testigo!
¡Si alguien sabe de mi derecho,
adelántese y hable ante la asamblea!

(Walther se adelanta de entre las 
filas del pueblo. General curiosidad)

Testificad que la canción no es mía,
y dad también testimonio 
de que lo dicho por mí 
sobre la canción no era exagerado.

MAESTROS
¡Qué sutil! ¡Sí, Sachs, sois muy sutil!
Lo permitiremos sólo hoy.

SACHS
La bondad de las reglas consiste
en soportar sin deterioro la excepción.

PUEBLO
¡Un testigo, orgulloso y arrogante!
De él quizás nazca algo bueno.

SACHS
Maestros y pueblo quieren comprobar
la valía de mi testigo.
Señor Walther von Stolzing, ¡cantad!
Vos, maestro, leed y comprobadlo.

(Pasa la hoja a Kothner, 
para que la coteje)

APRENDICES
(formados)
¡Están todos expectantes! 
¡No se oye el menor ruido!
No es necesario decir: "Silentium"

(sube con pasos firmes a 
la florida tarima)

WALTHER
"Iluminado por los rosados
tonos de la aurora,
inundando el aire
del aroma de sus flores,
lleno de delicias
jamás imaginadas,
un jardín me invitaba... 

(Kothner, asaltado por repentina
emoción, deja caer la hoja, en
la que, en unión de otros maestros,
había comenzado a leer)

Allí, bajo un árbol prodigioso,
de frutas ricamente ornado,
pude ver en divino sueño de amor
aquello que prometía satisfacción 
al atrevido anhelo:
la más bella mujer,
Eva, en el Paraíso".

PUEBLO
(en voz baja)
¡Esto es otra cosa! 
¿Quién lo hubiera pensado?
¡Lo que hacen has palabras exactas 
y una buena dicción!

MAESTROS
(en voz baja)
¡De acuerdo! ¡Ya lo veo! 
¡Es totalmente otra cosa!

SACHS
¡Testigo, a vuestro sitio!
¡Proseguid!

WALTHER
"Con crepusculares tonos 
vino sobre mí la noche.
Por escarpada senda
llegué junto 
a un manantial
de cristalinas aguas,
seductoras.
Allí, bajo un laurel,
de claros astros rodeada,
vi en el sueño del poeta,
en las ondas bellamente
reflejada,
a la mujer más sublime,
la musa del Parnaso".

PUEBLO
(siempre en voz baja, para sí)
A ha vez suena familiar y lejano,
pero es como si yo mismo 
lo hubiese vivido.

MAESTROS
Es atrevido y raro, no hay duda;
pero bien rimado y muy cantable.

SACHS
¡Escoged bien, testigo,
continuad y concluid!

WALTHER
(con gran ardor)
"¡Glorioso día
el de mi despertar 
del sueño del poeta!
Allí se mostraba
el Paraíso por mí soñado
en celestial y transfigurada majestad:
¡Su camino me indicó la fuente!
¡La allí nacida,
la elegida de mi corazón,
la más sublime imagen en la tierra,
tan divina como deliciosa,
fue por mi osadía cortejada,
y a la clara luz del sol
el canto victorioso
hizo suyos
Parnaso y Paraíso!"

PUEBLO
Mecido como en bello sueño, lo oigo,
y apenas puedo comprenderlo.

(A Eva)

¡Órnalo con la guirnalda!
¡Sea suyo el premio!
¡No hay mejor pretendiente!

MAESTROS
(poniéndose en pie)
¡Sí, divino cantor! 
¡Acepta la guirnalda!
¡Tu canto ha merecido el premio!

POGNER
¡Sachs, a ti debo fortuna y honra!
¡Ya no hay angustia en mi corazón!

(Walther ha sido conducido hasta el 
escenario de los cantores
y allí se arrodilla ante Eva)
EVA 
(zu Walther, indem sie ihn 
mit einem Kranz aus Lorbeer und
Myrte bekränzt, sich hinabneigend)
Keiner wie du so hold zu werben weiß!

SACHS 
(zum Volk gewandt, auf 
Walther und Eva deutend)
Den Zeugen, denk es, wählt ich gut:
tragt ihr Hans Sachs drum üblen Mut?

DAS VOLK 
(in jubelnder Bewegung)
Hans Sachs! Nein! Das war schön erdacht!
Das habt Ihr einmal wieder gut gemacht!

DIE MEISTERSINGER 
(feierlich sich zu Pogner wendend)
Auf, Meister Pogner! 
Euch zum Ruhm,
meldet dem Junker sein Meistertum!

POGNER 
(mit einer goldenen Kette, dran 
drei große Denkmünzen, zu Walther)
Geschmückt mit König Davids Bild,
nehm ich Euch auf in 
der Meister Gild!

WALTHER
Nicht Meister! - Nein!

(Er blickt zärtlich auf Eva.)

Will ohne Meister selig sein! ­

(Alles blickt mit großer 
Betroffenheit auf Sachs.)

SACHS 
(auf Walther zuschreitend und ihn
bedeutungsvoll bei der Hand fassend)
Verachtet mir die Meister nicht,
und ehrt mir ihre Kunst!
Was ihnen hoch zum Lobe spricht,
fiel reichlich Euch zur Gunst.
Nicht Euren Ahnen, noch so wert,
nicht Eurem Wappen, 
Speer noch Schwert, 
daß Ihr ein Dichter seid,
ein Meister Euch gefreit,
dem dankt Ihr heut Eu'r höchstes Glück.
Drum, denkt mit Dank Ihr dran zurück,
wie kann die Kunst wohl unwert sein,
die solche Preise schliessest ein? 
Das unsre Meister sie gepflegt
grad recht nach ihrer Art,
nach ihrem Sinne treu gehegt,
das hat sie echt bewahrt:
blieb sie nicht adlig, wie zur Zeit,
da Höf und Fürsten sie geweiht,
im Drang der schlimmen Jahr
blieb sie doch deutsch und wahr;
und wär sie anders nicht geglückt,
als wie, wo Alles drängt und drückt,
Ihr seht, wie hoch sie blieb im Ehr: 
was wollt Ihr von den Meistern mehr?
Habt Acht! 
Uns dräuen üble Streich: -
zerfällt erst deutsches Volk und Reich,
in falscher welscher Majestät
kein Fürst bald mehr sein Volk versteht,
und welschen Dunst mit welschem Tand
sie pflanzen uns in deutsches Land;
was deutsch und echt, wüßt keiner mehr,
lebt's nicht in deutscher Meister Ehr.
Drum sag ich Euch:
ehrt Eure deutschen Meister!
Dann bannt Ihr gute Geister;
und gebt Ihr ihrem Wirken Gunst,
zerging in Dunst
das heil'ge röm'sche Reich,
uns bliebe gleich
die heil'ge deutsche Kunst!

(Während des folgenden Schlussgesanges
nimmt Eva den Kranz von Walthers Stirn
und drückt ihn Sachs auf; dieser nimmt 
die Kette aus Pogners Hand und hängt 
sie Walther um. Nachdem Sachs das Paar
umarmt, bleiben Walther und Eva zu beiden
Seiten an Sachsens Schultern gestützt;
Pogner läßt sich, wie huldigend, auf ein
Knie vor Sachs nieder. Die Meistersinger
deuten mit erhobenen Händen auf Sachs,
als auf ihr Haupt. Alle Anwesenden ­
schließlich auch Walther und Eva ­
schließen sich dem Gesange des Volkes an.)

VOLK
Ehrt eure deutschen Meister,
dann bannt ihr gute Geister;
und gebt ihr ihrem Wirken Gunst,
zerging in Dunst
das heil'ge röm'sche Reich,
uns bliebe gleich
die heil'ge deutsche Kunst!

(Das Volk schwenkt begeistert Hüte und
Tücher; die Lehrbuben tanzen und 
schlagen jauchzend in die Hände.)

Heil! Sachs!
Nürnbergs teurem Sachs!



EVA
(a Walther, mientras 
le ciñe una guirnalda 
de mirto y laurel)
¡No hay mejor pretendiente que tú!

SACHS
(vuelto al pueblo, señalando 
a Walther y a Eva)
Creo que elegí un buen testigo:
¿reprenderéis a Hans Sachs por esto?

PUEBLO
(en jubiloso movimiento)
¡No Hans Sachs! ¡Muy bien pensado!
¡Habéis obrado como convenía!

MAESTROS 
(volviéndose solemnes a Pogner)
¡Vamos, maestro Pogner! 
¡Honraos en conferir al caballero 
su dignidad de maestro!

POGNER
(con una cadena de oro, de la que
cuelgan tres medallones, a Walther)
¡Ornado con la imagen del rey David,
ingresad en nuestra corporación 
de maestros cantores!

WALTHER
¿Yo, maestro?... ¡No!

(Mira tiernamente a Eva)

¡Quiero ser feliz sin magisterios!...

(Todos miran con gran 
consternación a Sachs)

SACHS
(avanza hacia Walther y le toma 
una mano con grave ademán)
¡No despreciéis el arte magistral!
Ya veis cómo os han ensalzado
al escuchar el canto que anhelaban.
No es vuestra noble cuna, 
ni vuestros blasones, lanza y espada,
lo que hace que un maestro 
os tome por yerno, 
sino que seáis un poeta:
¡a eso podéis agradecer vuestra dicha!
Por ello, pensad ahora con gratitud:
¿cómo puede carecer de valor un arte
que ofrece y entrega tal premio?
Nuestros maestros lo han cultivado
y manteniéndose fieles a su sentido,
lo han conservado auténtico.
Y si no se ha conservado tan noble,
en el transcurso de los siglos,
como cuando príncipes y corte
a él se consagraban,
a pesar del embate del tiempo
se ha conservado alemán y verdadero:
y si no hubiera sido así, 
¡Ved cuán honrado aún subsiste!
¿Qué más queréis de los maestros?
¡Tened cuidado, se ciernen 
sobre nosotros grandes males!
Si el pueblo y el imperio alemanes,
decayeran bajo una extraña Majestad,
ningún príncipe velaría por su pueblo:
y modos de extranjera trivialidad
brotarían en la alemana tierra.
Nunca nadie sabría lo que es alemán
si no alentase del honor 
de los maestros alemanes.
Os digo, pues, de nuevo:
¡Honrad a los maestros alemanes,
y conjuraréis a los buenos espíritus!
¡Y si os mostráis fiel a su influjo,
aunque se esfume como el humo
el Sacro Imperio Romano Germánico,
siempre existirá floreciente
el Sacro Reino del Arte Alemán!

(Al tiempo de decir los últimos versos,
Eva toma la corona de la frente de
Walther y se la coloca a Sachs. Este
toma la cadena de manos de Pogner 
y la ciñe a Walther. Después de que
Sachs abraza a la pareja, Walther 
y Eva quedan a ambos lados de él.
Pogner, hinca la rodilla ante Sachs,
como homenaje. Los maestros
cantores expresan cómo reconocen en
Sachs a su guía. Todos los presentes
se unen al canto del pueblo. También
finalmente Eva y Walther.)

PUEBLO
¡Honrad a los maestros alemanes,
y conjuraréis a los buenos espíritus!
Y si os mostráis fieles a su influjo,
aunque se esfume como el humo
el Sacro Imperio Romano Germánico,
siempre existirá floreciente
el Sacro Reino del Arte Alemán!

(El pueblo agita, entusiasmado,
sombreros y pañuelos; los
aprendices danzan y aplauden)

¡Salve, Sachs!
¡Gloria al gran Sachs de Núremberg!



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Josep Francesc Pertusa 2000