ZWEITER AUFZUG


 Szene 1

(Vorsaal mit zwei Seiteneingängen im Forsthaus. 
Hirschgeweihe und düstere Tapeten mit Jagdstücken 
geben ihm ein altertümliches Ansehen und bezeichnen 
ein ehemaliges fürstliches Waldschloß. In der Mitte ein 
mit Vorhängen bedeckter Ausgang, der zu einem Altan 
führt. Auf einer Seite Ännchens Spinnrad, auf der 
andren ein großer Tisch, worauf ein Lämpchen brennt 
und ein weißes Kleid mit grünem Bande liegt) 

ÄNNCHEN 
(steht auf einem Fußtritt, hat das Bild des ersten 
Kuno wieder aufgehängt und Hämmer den Nagel 
fest. Agathe bindet einen Verband von der Stirn)
Schelm, halt fest! 
Ich will dich' lehren! 
Spukereien kann man entbehren 
In solch altem Eulennest. 

AGATHE 
Laß das Ahnenbild in Ehren! 

ÄNNCHEN 
Ei, dem alten Herrn 
Zoll ich Achtung gern; 
doch dem Knechte Sitte lehren, 
kann Respekt nicht wehren. 

AGATHE 
Sprich, wen meinst du? Welchen Knecht? 

ÄNNCHEN 
Nun, den Nagel! Kannst du fragen? 
Sollt' er seinen Herrn nicht tragen? 
Ließ ihn fallen! War das nicht schlecht? 

AGATHE
Ja, gewiß das war nicht recht,
Gewiß, gewiß, gewiß, das war nicht recht...

ÄNNCHEN
Ließ ihn fall'n, war das nicht schlecht?
Gewiß, gewiß, gewiß, das war recht schlecht!...

AGATHE 
Alles wird dir zum Feste, 
alles beut dir Lachen und Scherz! 
o wie anders fühlt mein Herz! 

ÄNNCHEN 
Grillen sind mir böse Gäste! 
immer mit leichtem Sinn 
tanzen durchs Leben hin, 
das nur ist Hochgewinn! 
Sorgen und Gram muß man verjagen!... 
immer mit leichtem Sinn! 

AGATHE 
Wer bezwingt des Busens Schlagen? 
Wer der Liebe süßen Schmerz? 
Stets um dich, Geliebter, zagen 
muß dies ahnungsvolle Herz...

ÄNNCHEN 
(besieht sich das Bild)
So, nun wird der Altvater wohl wieder ein
Jahrhundertchen festhängen! 
Da oben mag ich ihn recht gern leiden!

(zu Agathe gekehrt)

Aber du hast das Tuch schon abgebunden? 
Das Blut ist völlig gestillt?

AGATHE 
Sei ohne Sorgen, liebes Ännchen! 
Der Schreck war das schlimmste! 
Wo nur Max bleibt? 

ÄNNCHEN 
Nun kommt er gewiß bald. 
Herr Kuno sagte ja bestimmt, 
daß er ihn noch einmal heimsenden werde.
Unangenehm ist's freilich, 
in einem solchen verwünschten Schloß am Polterabend
fast mutterseelenallein zu sein, zumal,
wenn sich so ehrwürdige, 
längst vermoderte Herrschaften,
mir nichts, dir nichts von den Wänden herab bemühen.
Da lob ich mir die lebendigen und jungen! 

(Arie)

(mit lebhafter Pantomime)

Kommt ein schlanker Bursch gegangen, 
blond von Locken oder braun, 
hell von Aug' und rot von Wangen, 
ei, nach dem kann man wohl schauen. 
Zwar schlägt man das Aug' aufs Mieder 
nach verschämter Mädchen Art; 
doch verstohlen hebt man's wieder, 
wenn's das Bürschchen nicht gewahrt. 
Sollten ja sich Blicke finden, 
nun, was hat das auch für Not? 
Man wird drum nicht gleich erblinden, 
wird man auch ein wenig rot. 
Blickchen hin und Blick herüber, 
bis der Mund sich auch was traut! 
Er seufzt: Schönste! Sie spricht: Lieber! 
Bald heißt's Bräutigam und Braut. 
Immer näher, liebe Leuchten! 
Wollt ihr mich im Kranze sehn? 
Gelt, das ist ein nettes Bräutchen, 
und der Bursch nicht minder schön?... 

AGATHE 
Jetzt fühle ich mich um vieles leichter. 

ÄNNCHEN
So gefällst du mir, Agathe!
So bist du wie ich sein werde,
Wenn ich einmal Braut bin.

AGATHE
Wer weiß! Mein Brautstand ist nicht ganz Kummerlos,
Besonders, seit ich heute 
von dem Eremiten zurück kam,
Hat mir's wie ein Stein auf dem Herzen gelegen.
Jetzt fühle ich mich um vieles leichter.

ÄNNCHEN 
Wieso? Erzähle doch! 
Noch weiß ich nicht, wie dein Besuch abgelaufen ist, 
außer daß dir der fromme Mann 
diese geweihten Rosen geschenkt hat. 

AGATHE 
Er warnte mich vor einer unbekannten Gefahr. 
Nun ist seine Warnung ja in Erfüllung gegangen. 
Das herabstürzende Bild konnte mich töten! 

ÄNNCHEN 
Gut geklärt! 
So muß man böse Vorbedeutungen nehmen! 

AGATHE 
Die Rosen sind mir nun doppelt teuer. 

ÄNNCHEN 
Wie wär's, wenn ich sie vors Fenster setzte? 

AGATHE 
Tue das, liebes Ännchen! 

ÄNNCHEN 
Aber dann laß uns auch zu Bette gehn! 

AGATHE 
Nicht eher, bis Max dagewesen ist! 

(Ännchen geht ab) 

Szene 2

AGATHE 
Wie nahte mir der Schlummer, 
bevor ich ihn gesehn? 
Ja, Liebe pflegt mit Kummer 
stets Hand in Hand zu gehn! 
Ob Mond auf seinem Pfad wohl lacht? 
SEGUNDO ACTO


Escena 1

(Antesala con entradas laterales en la mansión 
forestal. Cornamentas de ciervo y trofeos de caza 
le dan una apariencia de antigüedad e indican 
que, en tiempos pasados, fue un palacio forestal. 
En el centro hay una salida que conduce a un 
balcón. A un lado está la rueca de Anita, en el 
otro una gran mesa, sobre la que arde una 
lamparita y hay un vestido con una banda verde)

ANITA
(Está subida a una escalera, ha vuelto a colgar el
cuadro del primer Kuno y está clavando el clavo. 
Ágata se quita una venda de la cabeza)
¡Canalla, quieres sostenerte! 
¡Ya te enseñaré yo! 
No queremos espectros 
en un viejo nido de lechuzas como éste. 

ÁGATA 
¡Deja el cuadro del antepasado en paz!

ANITA 
Al anciano señor 
le rindo homenaje con gusto; 
pero enseñarle buenas costumbres al criado 
no puede proporcionarle disgusto.

ÁGATA 
Habla, ¿a quién te refieres? ¿A qué criado?

ANITA 
¡Pues al clavo! ¿Por qué preguntas? 
¿Acaso no debería sostener a su señor? 
¡Dejarle caer!... ¿No es esa una mala acción?

ÁGATA
Ciertamente, no estuvo bien,
Claro, claro, no estuvo bien...

ANITA 
Le dejó caer, ¿no es esto una mala acción? 
Desde luego, ¡eso estuvo muy mal!

ÁGATA 
Todo se te vuelve fiesta, 
¡todo te proporciona risa y broma! 
¡De cuán distinta manera siente mi corazón!

ANITA 
¡Las tristezas son malos huéspedes para mí! 
Siempre con ánimo alegre 
bailar a través de la vida.
¡Éste es el mayor premio!
¡Hay que ahuyentar preocupaciones y penas!...
Siempre con ánimo alegre...

ÁGATA
¿Quién aplacará el latir de mi pecho? 
¿Quién el dulce dolor del amor? 
Siempre por ti, amado, 
tiene que temblar este corazón...

ANITA
(Mirando el cuadro) 
¡Así, me gusta ver al viejo allí arriba
por otros cien años!
¡Ahí, en alto no molesta!

(volviéndose a Ágata)

¿Ya te has quitado la venda?
¿Has dejado de sangrar?

ÁGATA
¡No te preocupes, Anita!
Ya ha pasó el susto.
¿Dónde estará Max?

ANITA 
Vendrá, con seguridad. 
El señor Kuno afirmó que 
lo mandaría otra vez a casa.
No es muy apetecible 
pasar la víspera de la boda
en un castillo embrujado como este,
sobre todo si los señores caballeros, 
ya difuntos desde hace mucho tiempo, 
bajan de las paredes sin avisar. 
¡Yo prefiero hombres jóvenes y bien vivos!

(aria)

(acompaña la canción con gestos)

Si un hermoso mancebo, 
con rizos rubios o castaños, 
de ojos claros y mejillas rojas, 
se me cruzase en el camino
¡ay, lo miraría con agrado! 
Ciertamente que bajaría los ojos
como conviene a una recatada doncella,
pero disimuladamente se volverían a levantar
cuando el caballerito no lo notara. 
Y si se encontrasen las miradas
¿qué habría de malo en ello? 
Ninguno quedaría ciego por ello, 
aunque se sonrojara un poco.
Una miradita aquí otra mirada allí
hasta que la boca se atreva a decir algo! 
Él suspira: ¡es la más bella! Ella dice: ¡Querido!
Pronto se llamarán novio y novia. 
¡Acercaos, amigos! 
¡Qué bella es la novia 
y el muchacho no es menos hermoso!...

ÁGATA 
¡Y el muchacho no es menos hermoso!

ANITA 
¡Así me gusta verte, Ágata!
¡Así de feliz estaré yo
si algún día me caso!

ÁGATA
¿Quién sabe?
Mi noviazgo no está libre de preocupaciones.
Sentía como una piedra en el corazón...
Pero desde que fui a ver al ermitaño, 
ya estoy más animada.

ANITA 
¿Qué te dijo? ¿Cuéntame?
Aún no me has contado nada de lo que te dijo,
excepto que te dio 
un ramo de rosas benditas.

ÁGATA
Me previno de un peligro desconocido. 
Ya se ha cumplido su aviso, 
el cuadro podía haberme matado al caer.

ANITA 
¡Bien dicho! 
Hay que hacer caso de los malos augurios.

ÁGATA 
Cuidaré las rosas aún con más cariño.

ANITA 
Estarían mejor si las sacaras al fresco de la noche. 

ÁGATA
¡Sí, ponlas tú, querida Anita!

ANITA
Y ahora acostémonos.

ÁGATA 
¡No sin haber visto otra vez a Max!

(Anita sale)

Escena 2

ÁGATA
¿Cómo se ha de acercar a mí el sueño,
antes de haberle visto?
¡Sí, el amor y las preocupaciones
muchas veces van de la mano!
¿Brillará la luna en el camino?
(sie öffnet die Altantüre, daß man 
eine Sternenhelle Nacht sieht)

Welch schöne Nacht! 

(sie erhebt in frommer Rührung ihre hände)

Leise, leise, Fromme Weise! 
Schwing dich auf zum Sternenkreise. 
Lied, erschalle! Feiernd walle 
mein Gebet zur Himmelshalle! 

(hinaussehend)

O wie hell die goldnen Sterne, 
mit wie reinem Glanz sie glühn! 
Nur dort in der Berge Ferne 
scheint ein Wetter aufzuziehn. 
Dort am Wald auch schwebt ein Heer 
dunkler Wolken dumpf und schwer. 
Zu dir wende Ich die Hände, 
Herr ohn' Anfang und ohn' Ende! 
Vor Gefahren uns zu wahren 
sende deine Engelscharen! 
Alles pflegt schon längst der Ruh? 
Trauter Freund, wo weilest du? 
Ob mein Ohr auch eifrig lauscht, 
nur der Tannen Wipfel rauscht; 
nur das Birkenlaub im Hain 
flüstert durch die hehre Stille; 
nur die Nachtigall und Grille 
scheint der Nachtluft sich zu freun. 
Doch wie? Täuscht mich nicht mein Ohr? 
Dort klingt's wie Schritte! 
Dort aus der Tannen Mitte 
kommt was hervor! 
Er ist's! Er ist's! 
Die Flagge der Liebe mag wehn! 
Dein Mädchen wacht noch in der Nacht! 

(sie winkt mit einem weißen Tuch)

Er scheint mich noch nicht zu sehn! 
Gott, täuscht das Licht 
des Monds mich nicht, 
so schmückt ein Blumenstrauß den Hut! 
Gewiß, er hat den besten Schuß getan! 
Das kündet Glück für morgen an! 
O süße Hoffnung, neu belebter Mut! 
All meine Pulse schlagen, 
und das Herz wallt ungestüm, 
süß entzückt entgegen ihm! 
Konnt ich das zu hoffen wagen? 
Ja, es wandte sich da Glück 
zu dem teuren Freund zurück, 
will sich morgen treu bewähren! 
Ist's nicht Täuschung? Ist's nicht Wahn? 
Himmel, nimm des Dankes Zähren 
für dies Pfand der Hoffnung an! 

Szene 3

(Max tritt ein, verstört, Ännchen 
gleich nach ihm, in Nachtkleiden)

AGATHE 
Bist du endlich da, lieber Max! 

MAX 
Meine Agathe!

(sie umarmen sich)

Ich komme nur auf wenige Augenblicke

AGATHE
Du willst doch nicht wieder fort?

MAX
Ich muß

AGATHE 
Du scheinst übel gelaunt. 
Wieder unglücklich gewesen? 

MAX 
Nein, nein! Im Gegenteil! Sieh! 
Den größten Raubvogel hab ich aus den Wolken geholt! 
Aber was ist das? Du bist verwunder?

AGATHE 
Nichts, so viel als nichts 

ÄNNCHEN 
Das Bild dort fiel herunter.
Halb war Agathe selbst schuld. 
Wer hieß ihr auch, 
schon nach sieben Uhr immer ans Fenster zu laufen! 

MAX 
(für sich)
Um sieben Uhr? Seltsam!
Um diese Zeit schoß ich den Bergadler.

AGATHE
Du redest mit dir selbst!
Was hast du?

MAX
Nichts! Nichts!
Ich muß wieder fort.

AGATHA
Aber was treibt dich?

MAX
Ich hatte noch einmal Jagdglück

AGATHE 
Noch einmal? 

MAX 
(ohne Agathe ansehen zu können)
Ja, doch, ja! 
Ich hab in der Dämmrung einen Sechzehnender geschossen; 
der muß noch hereingeschafft werden.

AGATHE 
Wo liegt der Hirsch? 

MAX 
Ziemlich weit, im tiefen Wald, 
bei der Wolfsschlucht. 

AGATHE 
Wie? Was? Entsetzen! 
Dort in der Schreckensschlucht? 

ÄNNCHEN 
Der wilde Jäger soll dort hetzen, 
Und wer ihn hört, ergreift die Flucht. 

MAX 
Darf Furcht im Herz des Weidmanns hausen? 

AGATHE 
Doch sündigt der, der Gott versucht! 

MAX 
Ich bin vertraut mit jenem Grausen, 
das Mitternacht im Walde webt, 
wenn sturmbewegt die Eichen sausen, 
der Häher krächzt, die Eule schwebt. 

(nimmt Hut, Jagdtasche und Büchse)

AGATHE 
Mir ist so bang, o bleibe! 
O eile nicht so schnell! 
Mir ist so bang! 

ÄNNCHEN 
Ihr ist so bang, o bleibe! 
O eile nicht so schnell! 

MAX 
(nach dem Altan schauend, düster für sich)
Noch trübt sich nicht die Mondenscheibe, 
Noch strahlt ihr Schimmer klar und hell; 
Doch bald wird sie den Schein verlieren... 

ÄNNCHEN
Willst du den Himmel observieren? 
Das wär, nun meine Sache nicht! 
(Abre la puerta de/ balcón, de tal manera que
puede verse la noche estrellada.)

¡Qué noche más hermosa!

(cruza las manos con devota emoción.)

¡Despacio, despacio, elévate dulce canción!
Lleva mi canto hasta el estrellado cielo.
¡Resuena, canción alegre! ¡Flota festivamente!
Lleva mi plegaria a la mansión celestial.

(Mirando hacia afuera)

¡Cuán claramente brillan las doradas estrellas!
Solamente allí en la lejanía, 
sobre los montes,
parece que se levanta una tempestad.
Allí, en el bosque, flota un ejército
de oscuras nubes sofocantes y pesadas.
¡A ti levanto yo las manos
Señor sin principio ni fin!
Para protegernos del peligro
¡envíanos tus legiones de ángeles!
El silencio hace ya tiempo que lo cubre todo;
Querido amado, 
¿dónde estás?
Aunque mis oídos escuchan ávidamente,
solamente murmuran las copas de los pinos;
solamente el follaje de los abedules en la arboleda
susurran en el silencio solemne.
Solamente el ruiseñor y el grillo
parece que se alegran del fresco aire nocturno.
¿Pero cómo? ¿No me engaña el oído?
¡Allí resuena como si fueran pasos!
¡Allí en medio de los pinos! ¡Alguien viene!
¡Es él! ¡Es él!
¡La bandera del amor debe ondear!
Tu amada vela ¡aún en la noche!

(agita un pañuelo blanco)

¡Parece que aún no me ha visto!
Si no me engaña la luz de la luna,
¡adorna su sombrero un ramo de flores!
¡Con certeza, él ha hecho el mejor disparo!
¡Es un buen presagio de felicidad para mañana!
¡Oh, dulce esperanza, mi ánimo renace!
¡Mi pulso se acelera
y mi corazón palpita impetuosamente,
con su dulce deseo!
¿Puedo atreverme a tener esperanza?
Sí, la suerte vuelve nuevamente
a favor de mi amado
¡y mañana le seguirá siendo fiel!
¿No es un engaño? 
¿No es una ilusión? 
¡Cielos, aceptad estas lágrimas de agradecimiento 
como prenda de esperanza! 

Escena 3

(Max entra, con la mirada perdida, 
Anita le sigue en camisón)

ÁGATA
¡Max! ¡Por fin has llegado!

MAX 
¡Ágata mía!

(se abrazan)

Sólo me quedaré un momento

ÁGATA 
¿Tienes que partir de nuevo?

MAXÁGATA 
Pareces enojado...
¿Otra vez has tenido mala suerte?

MAX 
No, ¡todo lo contrario! ¡Mira!
Conseguí esta enorme ave de las mismas nubes.
Pero ¿qué te ha pasado? ¿estás herida?

ÁGATA 
No, no ha sido nada.

ANITA 
Fue el cuadro que se cayó...
En parte fue culpa de Ágata
pues a las siete en punto
corrió para asomarse a la ventana.

MAX 
(para sí)
¡A las siete! ¿Qué extraño?
Esa fue la hora en que maté el águila.

ÁGATA
Estás hablando sólo.
¿Qué tienes?

MAX 
¡Nada, nada! 
¡Debo irme!

ÁGATA 
¿Qué te preocupa?

MAX 
He sido nuevamente afortunado con la caza.

ÁGATA
¿Otra vez?

MAX
(incapaz de mirar a Ágata)
Sí. ¡Un venado de dieciséis puntas! 
Lo derribé al atardecer.
Más tarde te lo traeré.

ÁGATA
¿Y dónde está?

MAX 
Bastante lejos, en el bosque,
¡junto al Desfiladero del Lobo!

ÁGATA 
¿Cómo? ¿Qué? ¡Horror! 
Allí, ¿en el desfiladero de los horrores?

ANITA 
El Cazador Negro dicen que caza allí, 
y quien le oye, emprende la huida.

MAX 
¿Acaso un cazador puede tener miedo?

ÁGATA
¡Peca aquel que tienta a Dios!

MAX 
Estoy familiarizado con los horrores que 
la media noche teje en el bosque, 
cuando los robles silban movidos por la tormenta,
el grajo grazna y la lechuza vuela. 

(Toma el sombrero, el morral y la escopeta.)

ÁGATA 
Tengo miedo, 
oh, ¡quédate! 
¡Oh, no te vayas tan rápidamente!

ANITA 
Tiene miedo, ¡oh, quédate! 
¡Oh, no te vayas tan rápidamente!

MAX
(Mirando por el balcón, lúgubremente para sí) 
Aún no está empañado el disco lunar, 
aún brilla su resplandor puro y claro; 
sin embargo pronto perderá su luz.

ANITA 
¿Quiere observar el cielo?...
¡Sin embargo eso no es cosa mía!
AGATHE 
So kann dich meine Angst nicht rühren? 

MAX 
Mich ruft von hinnen Wort und Pflicht! 

AGATHE, MAX, ÄNNCHEN 
Leb wohl! Lebe wohl! 

MAX 
(geht hastig fort, kehrt aber 
in der Tür noch einmal zurück)
Doch hast du auch vergeben 
Den Vorwurf, den Verdacht? 

AGATHE 
Nichts fühlt mein Herz als Beben, 
Nimm meiner Warnung acht! 

ÄNNCHEN 
So ist das Jägerleben! 
Nie Ruh? bei Tag und Nacht! 

AGATHE 
Weh mir, ich muß dich lassen! 
Denk an Agathes Wort! 

MAX 
Bald wird der Mond erblassen, 
Mein Schicksal reißt mich fort! 

ÄNNCHEN 
(zu Agathe)
Such, Beste, dich zu fassen! 

(zu Max)

Denk an Agathes Wort! 

(den Hut tief in die Augen 
drückend stürzt Max heftig ab)

Szene 4

(Furchtbare Waldsschlucht, größtenteils mit 
Schwarzholz bewachsen, von hohen Gebirgen rings 
umgeben. Von einem derselben stürzt ein Wasserfall. 
Der Vollmond scheint bleich. Zwei Gewitter vom 
entegegengsetzter, ganz verdorrter Baum, inwendig 
faul, so daß er zu glimmen scheint. Auf der andren 
Seite, auf einem knorrigen Ast eine große Eule mit 
feurig rädernden Augen. Auf andren Bäumen Raben 
und anderes Waldgevögel)

(Kaspar, ohne Oberkleid, doch mit Jagdtasche 
und Hirschfänger, ist beschäftigt, mit schwarzen 
Feldsteinen einen Kreis zu legen, in dessen Mitte 
ein Totenkopf liegt. Einige Schritte davon der 
abgehauene Adlerflügel, Giesskelle und Kugelform)

UNSICHTBARE GEISTER
Milch des Mondes fiel aufs Kraut!...
Uhui! Uhui! 
Spinnweb' ist mit Blut betaut!...
Uhui! Uhui! 
Eh' noch wieder Abend graut,...
Uhui! Uhui! 
Ist sie tot, die zarte Braut!...
Uhui! Uhui! 
Eh' noch wieder sinkt die Nacht, 
Ist das Opfer dargebracht! 
Uhui! Uhui! Uhui! 

Szene 5

KASPAR 
(DIE Uhr Schlägt ganz in der Ferne zwölf. Der 
Kreis von Steinen ist vollendet. Kaspar reißt heftig 
den Hirschfänger heraus und stößt ihn mitten in den 
Totenschädel, dann erhebt den Hirschfänger mit dem 
Totenkopf, dreht sich dreimal und ruft)
Samiel! Samiel! Erschein! 
Bei des Zaubrers Hirngebein! 
Samiel! Samiel! Erschein! 

(er stellt beides wieder in die Mitte des Kreises)

SAMIEL 
(tritt aus den Felsen)
Was rufst du? 

KASPAR 
(wirf sich neider)
Du weißt, daß meine Frist Schier abgelaufen ist... 

SAMIEL 
Morgen! 

KASPAR 
Verlängre sie noch einmal mir... 

SAMIEL 
Nein! 

KASPAR 
Ich bringe neue Opfer dir... 

SAMIEL 
Welche? 

KASPAR 
Mein Jagdgesell, er naht... 
Er, der noch nie dein dunkles Reich betrat! 

SAMIEL 
Was sein Begehr? 

KASPAR 
Freikugeln sind's, auf die er Hoffnung baut! 

SAMIEL 
Sechse treffen, sieben äffen. 

KASPAR 
Die siebente sei dein! 
Aus seinem Rohr lenk sie nach seiner Braut 
Dies wird ihn der Verzweiflung weihn, 
Ihn und den Vater... 

SAMIEL 
Noch hab ich keinen Teil an ihr! 

KASPAR 
(bange)
Genügt er dir allein? 

SAMIEL 
Das findet sich! 

KASPAR 
Doch schenkst du Frist? 
Und wieder auf drei Jahr', 
bring ich ihn dir zur Beute dar! 

SAMIEL 
Es sei. Bei den Pforten der Hölle! 
Morgen er oder du! 

(verschwindet unter dumpfen Donner)

Szene 6

KASPAR
(richtet sich langsam und erschöpft auf und trocknet 
sich den Schweiß von der Stirn. Der Hirschfänger mit 
dem Totenkopf ist verschwunden, an dessen Stelle 
kommt ein kleiner Herd mit glimmenden Kohlen, dabei 
einige Reisigbündel aus der Erde)
Trefflich bedient! 

(tut einen Zug aus der Jagdflasche

Gesegn' es, Samiel! 

(trinkt

Er hat mir warm gemacht! 
Aber wo bleibt Max? 
Sollte er wortbrüchig werden? 
Samiel, hilf! 
ÁGATA
¿No te conmueve mi temor? 

MAX
¡Me arrancan de aquí mi palabra y el deber! 

ÁGATA, MAX, ANITA
¡Adiós! ¡Adiós! 

MAX
(Sale apresuradamente, sin embargo 
en la puerta se vuelve de nuevo)
¿Podrás olvidar
los reproches, las sospechas? 

ÁGATA
Mi corazón está lleno de angustia. 
¡Ten en cuenta mis advertencias!

ANITA 
¡Así es la vida del cazador!
¡Sin descanso de día ni de noche! 

ÁGATA
¡Pobre de mí, tengo que dejarte marchar! 
¡Piensa en las palabras de Ágata! 

MAX
Pronto palidecerá la luna,
¡mi destino me arrastra de este lugar! 

ANITA
(A Ágata)
¡Sosiégate, querida! 

(A Max)

¡Piensa en las palabras de Ágata! 

(calándose el sombrero hasta 
los ojos, Max sale corriendo)

Escena 4

(Un desfiladero en el bosque de negros árboles y 
rodeado de montañas. De una de ellas cae una 
cascada. La luna llena brilla pálidamente. Dos 
tormentas se ciernen sobre el lugar procedentes 
de direcciones opuestas. Más adelante hay un 
árbol seco, destrozado por el rayo y podrido por 
dentro, que parece resplandecer. En el otro lado, 
sobre una nudosa rama está una gran lechuza 
con ojos llameantes, cuervos y otros pájaros)

(Gaspar con morral y cuchillo de monte está 
ocupado en hacer un círculo con guijarros negros 
alrededor de una calavera; un poco más adelante 
las alas del águila cortadas, una cuchara de 
fundidor y un molde para fundir balas)

VOCES DE ESPÍRITUS INVISIBLES
¡La leche de la luna cae sobre la hierba!...
¡Uhui! ¡Uhui! 
¡La tela de araña está rociada de sangre!...
¡Uhui! ¡Uhui!
Antes de que anochezca nuevamente...
¡Uhui! ¡Uhui!
¡Estará muerta la delicada novia!
¡Uhui! ¡Uhui!
Antes de que la noche descienda nuevamente, 
¡Se habrá ofrecido el sacrificio! 
¡Uhui! ¡Uhui!

Escena 5

GASPAR
(se oye, en la lejanía, un reloj que toca las 
doce de la noche. Gaspar saca violentamente el
cuchillo de monte y lo clava en la calavera; alza
el cuchillo con la calavera clavada en él, da tres
vueltas y grita) 
¡Samiel! ¡Samiel! ¡Aparece! ¡
Por el cráneo del hechicero! 
¡Samiel! ¡Samiel! ¡Aparece!

(Coloca nuevamente la calavera en el círculo)

SAMIEL
(saliendo de entre las rocas)
¿Por qué me llamas? 

GASPAR 
(Se arroja al suelo, servilmente) 
Tú sabes que mi plazo casi ha expirado. 

SAMIEL 
¡Mañana! 

GASPAR 
Prolóngamelo una vez más. 

SAMIEL 
¡No! 

GASPAR 
Te traigo nuevas víctimas...

SAMIEL 
¿Cuáles? 

GASPAR 
Mi compañero de caza, mira cómo se aproxima...
¡Él nunca penetró en tu tenebroso reino! 

SAMIEL 
¿Cuál es su deseo? 

GASPAR 
¡Balas encantadas, sobre las que funda su esperanza! 

SAMIEL 
Seis alcanzan el blanco, la séptima falla. 

GASPAR 
¡La séptima será tuya! 
Desde su escopeta se dirigirá a su prometida. 
Esto le hundirá en la desesperación, 
a él y al padre.

SAMIEL 
¡Pero no tengo poder sobre ella!

GASPAR 
(inquieto) 
¿No te basta con él?

SAMIEL 
¡Ya se verá!

GASPAR 
¿Me concedes pues un nuevo plazo? 
¿Nuevamente por tres años?
¡Al expirar te lo traeré como botín!

SAMIEL 
Sea. ¡Por las puertas del infierno! 
¡Mañana o él o tú! 

(Desaparece, se oyen truenos sordos)

Escena 6

GASPAR 
(Se levanta lentamente, agotado, y se seca el 
sudor de la frente. La calavera con el cuchillo de 
monte ha desaparecido; en su lugar aparece una 
pequeña hoguera con ardientes carbones junto a 
un haz de leña) 
¡Excelente servicio! 

(bebe un trago de su cantimplora) 

¡Por ti, Samiel! 

(Bebe) 

¡Me ha hecho entrar en calor! 
Pero ¿dónde está Max? 
¿No cumplirá su palabra? 
¡Ayúdame Samiel! 
(Kaspar geht, nicht ohne Beänstigung, im Kreise hin 
und her. Die Kohlen drohen zu verlöschen; er kniet zu 
ihnen nieder, legt Reis auf und bläst an. Die Eule und 
andere Vögel heben dabei die Flügel, als wollten sie 
anfachen. Das Feuer raucht und knistert. Max wird 
auf einer Felsenspitze, den Wasserfall gegenüber. 
Sichtbar und beugt sich in die Schlucht herab)

MAX 
Ha! Furchtbar gähnt 
Der düstre Abgrund, welch ein Graun! 
Das Auge wähnt 
In einen Höllenpfuhl zu schaun! 
Wie dort sich Wetterwolken ballen, 
Der Mond verliert von seinem Schein! 
Gespenst'ge Nebelbilder wallen, 
Belebt ist das Gestein! 
Und hier, husch, husch, 
Fliegt Nachtgevögel auf im Busch! 
Rotgraue narb'ge Zweige strecken 
Nach mir die Riesenfaust! 
Nein! Ob das Herz auch graust, 
Ich muß! Ich trotze allen Schrecken! 

(er klettert einige Schritte herab)

KASPAR 
(für sich)
Dank, Samiel! Die Frist ist gewonnen! 

(zu Max)

Kommst du endlich, Kamerad? 
Ist das auch recht, mich so allein zu lassen? 
Siehst du nicht, wie mir's sauer wird? 

MAX 
Ich schoß den Adler aus hoher Luft; 
Ich kann nicht rückwärts, 
mein Schicksal ruft! 

(Klettert einige Schritte, bleibt dann wieder stehen und 
blickt starr nach dem gegenüberstehenden Felsen... 
Der Geist seiner Mutter erscheint im Felsen)

Weh mir! 

KASPAR 
So komm doch, die Zeit eilt! 

MAX 
Ich kann nicht hinab! 

KASPAR 
Hasenherz! 
Klimmst ja sonst wie eine Gemse! 

MAX 
Sieh dorthin! Sieh! 

(er deutet nach dem Felsen wo man erblickt eine 
weißverschleierte Gestalt, die Hand erhebt)

Was dort sich weist, 
Ist meiner Mutter Geist! 
So lag sie in Sarg, so ruht sie im Grab! 
Sie fleht mit warnendem Blick! 
Sie winkt mir zurück! 

KASPAR 
(für sich)
Hilf, Samiel! 

(laut)

Alberne Fratzen! Hahaha! 
Sieh noch einmal hin, 
damit du die Folgen deiner feigen Torheit erkennst. 

(die verschleierte Gestalt ist verschwunden, man 
erblickt Agathes Gestalt. Mit aufgelösten Locken und 
wunderlich mit Laub und Stroh aufgeputzt. Sie gleicht 
völlig einer Wahnsinnigen und scheint im Begriff, sich 
in den Wasserfall herab zu stürzen)

MAX 
Agathe! Sie springt in den Fluß! 
Hinab! Hinab! Ich muß! 

(die Gestalt verschwindet. Max klimmt vollends 
herab; der Mond fängt an, sich zu verfinstern)

KASPAR 
(höhnisch für sich)
Ich denke wohl auch, daß du mußt! 

MAX 
Hier bin ich! Was hab' ich zu tun? 

KASPAR 
Zuerst trink! 
Die Nachtluft ist kühl und feucht. 

(wirf ihm die Jagdflasche, die Max weglegt)

Willst du selbst gießen? 

MAX 
Nein! Das ist wider die Abrede. 

KASPAR 
Fasse Mut! Was du auch hören und sehen magst,
Verhalte dich ruhig.

(mit eigenem heimlichen Grauen)

Was du auch hören und sehen magst, verhalte dich ruhig. 
Käme vielleicht ein Unbekannter, uns zu helfen, 
was kümmert's dich? 
Kommt andres, was tut's? 

MAX
(für sich)
O wie wird das enden?

KASPAR
Umsonst ist der Tod! Nicht ohne Widerstand schenken
vervorgene Naturen den Sterblichen ihre Schätze.
Nur wenn du mich selbst erzittern siehst, 
dann komm mir zu Hilfe und rufe, was ich rufen werde,
sonst sind wir beide verloren. 

(Max macht eine 
Bewegung des Einwurfs)

Still! Die Augenblicke sind kostbar!
Merk auf, damit du die Kunst erlernst. 

(er nimmt die Ingredienzen aus der 
Jagdtasche und wirf sie nach und nach hinein)

Hier erst das Blei. 
Etwas gestoßenes Glas von zerbrochenen Kirchenfenstern;
das findet sich! 
Etwas Quecksilber! 
Drei Kugeln, die schon einmal getroffen! 
Das rechte Auge eines Wiedehopfs! 
Das linke eines Luchses! Probatum est! 
Und nun den Kugelsegen! 

(in drei Pausen sich gegen die Erde neigend)

Schütze, der im Dunkeln wacht, 
Samiel, Samiel, hab acht! 
Steh mir bei in dieser Nacht, 
Bis der Zauber ist vollbracht! 
Salbe mir so Kraut als Blei, 
Segn es sieben, neun und drei, 
Daß die Kugel tüchtig sei! 
Samiel, Samiel, herbei! 

(die Masse in der Giesskelle fängt an zu gähren 
und zu zischen und gibt einen grünlichweißen Schein. 
Eine Wolke läuft über den Mondstreif, daß die ganze 
Gegend nur noch von dem Herdfeuer, den Augen 
der Eule und dem faulen Holz des Baumes erleuchtet 
ist. Kaspar gießt, läßt die Kugel aus der Form Fallen 
und ruft)
(Gaspar se pasea, no sin temor, de un lado a otro 
del círculo; los carbones amenazan con apagarse; 
se arrodilla junto a ellos, echa leña y sopla. La 
lechuza y otros pájaros mueven sus alas, como si 
quisieran avivarlo. El fuego chisporrotea. Max 
aparece sobre una roca situada frente a la 
cascada, inclinándose hacia el desfiladero.)

MAX 
¡Ay! Temible se abre el sombrío abismo
¡Qué espanto! 
¡Los ojos creen mirar! el abismo de los infiernos!
¡Cómo se amontonan allí las nubes de tormenta!...
¡La luna se oculta! 
Espectrales imágenes de niebla flotan en el fondo. 
¡Las rocas tienen vida! 
Y aquí - ¡husch, husch, fuera! - 
vuelan aves nocturnas entre los árboles! 
¡Las ramas grisáceas y nudosas 
alargan sus garras gigantescas hacia mí! 
¡No! ¡Aunque mi corazón se horrorice, 
tengo que hacerlo! 
¡Porfío a pesar de todos los horrores! 

(Desciende algunos pasos.) 

GASPAR 
(Para sí) 
¡Gracias, Samiel! ¡He ganado la prórroga! 

(A Max) 

¡Por fin vienes, camarada!
¿Te parece bien haberme dejado tan solo? 
¿No adviertes cómo he tenido que trabajar? 

MAX 
Yo abatí el águila que surcaba el alto espacio. 
¡No puedo volverme atrás! 
¡Me llama el destino!

(Desciende unos pasos, permanece de nuevo 
quieto y mira fijamente al frente. El espíritu de 
su madre aparece en las rocas) 

¡Ay de mí! 

GASPAR 
¡Ven de una vez, el tiempo apremia! 

MAX 
¡No puedo descender!

GASPAR 
¡Corazón de conejo! 
¡Tú, que siempre has trepado como una cabra!

MAX 
¡Mira allí! ¡Mira! 

(señala hacia la roca, sobre la que se ve una 
forma con un velo blanco que levanta la mano)

¡Aquella aparición es el espíritu de mi madre! 
Tal y como yace en su féretro... 
¡Así descansa en su tumba! 
¡Me suplica con una mirada llena de advertencias!
¡Me hace señas de que retroceda!

GASPAR
(Para sí) 
¡Samiel, ayúdame! 

(En voz alta) 

¡Caricatura ridícula! ¡Ja, ja, ja! 
Mira nuevamente y verás 
hasta donde te ha llevado tu cobarde estupidez. 

(La figura velada ha desaparecido, se ve la 
figura de Ágata con el cabello suelto y adornado 
extravagantemente con hojas y paja. Parece 
completamente loca y como si estuviera en 
situación de arrojarse por la cascada.)

MAX 
¡Ágata! ¡Va a saltar al río! 
¡Abajo! ¡Abajo! ¡Tengo que bajar! 

(La figura desaparece, Max desciende del 
todo, la luna se empieza a oscurecer.)

GASPAR
(Burlonamente para sí) 
¡Lo mismo pienso yo!...

MAX
Aquí estoy. ¿Qué tengo que hacer?

GASPAR
¡En primer lugar, bebe! 
El aire de la noche es fresco y húmedo. 

(Le ofrece su cantimplora que Max rechaza) 

¿Quieres fundirlas tú mismo?

MAX
No, no fue eso en lo que quedamos.

GASPAR
Oigas y veas lo que sea, 
permanece tranquilo. 

(sobreponiéndose a su propio miedo)

Aunque venga un desconocido a ayudarnos, 
¿qué puede esto importarte?
Si ocurre cualquier otra cosa ¡qué importa!
Un hombre listo sabe cuando no debe de ver nada.

MAX 
(para sí)
¿Cómo terminará esto?

GASPAR
No sin resistencia regalan los poderes ocultos 
sus tesoros a los mortales. 
Solamente cuando me veas a mí mismo en peligro,
entonces ayúdame y grita lo que yo gritaré, 
de otro modo estaremos perdidos ambos. 

(Max va a interrumpirlo, 
pero Gaspar se lo impide)

¡Silencio!¡Unos segundos son preciosos! 
Presta atención, para que aprendas este arte. 

(Saca los ingredientes de su morral y los 
va echando poco a poco en el crisol.) 

Aquí está el plomo. 
Algo de cristal molido de vidrieras de iglesia;
se encuentran fácilmente...
Algo de mercurio. 
Tres balas que ya acertaron una vez. 
¡El ojo derecho de una abubilla, 
el izquierdo de un lince! ¡Probatum est! 
¡Y ahora la bendición de las balas! 

(Se inclina hacia la tierra deteniéndose) 

Cazador, que velas en las tinieblas, 
¡Samiel, Samiel, cuídanos! 
¡Ayúdame en esta noche, 
hasta que el sortilegio haya terminado!
¡Bendice las hierbas y el plomo, 
bendice por siete, nueve y tres veces, 
para que las balas sean eficaces! 
¡Samiel, Samiel, aquí! 

(La masa del crisol empieza a hervir y a borbotar 
lanzando un resplandor verde lechoso. Una nube 
oculta la luna, de manera que todo el lugar se 
encuentra solamente iluminado por el fuego del 
hogar, los ojos de la lechuza y la madera podrida 
del árbol. Gaspar vierte la masa de fundición, 
sacando las balas del molde una a una) 
Eins! 

ECHO 
(wiederholt)
Eins! 

(Waldvögel kommen herunter, setzen sich 
um das Feuer, hüpfen und flattern)

KASPAR 
(gießt und zählt)
Zwei! 

ECHO 
Zwei! 

(ein schwarzer Eber raschelt durchs 
Gebüsch und jagt wild vorüber)

KASPAR 
Drei! 

ECHO 
Drei! 

(ein Sturm erhebt sich, beugt und bricht 
Wipfel der Bäume, jagt Funken vom Feuer...

KASPAR 
Vier! 

ECHO 
Vier! 

(Man hört Rasseln, Peitschengeknall und 
Pferdegetrappel. Vier feurige, funkenwerfende 
Räder rollen über die Bühne)

KASPAR 
(immer ängstlicher, zählt)
Fünf! 

ECHO 
Fünf! 

(Hundegebell und Wiehern in der Luft. Nebelgestalten 
von Jägern zu Fuß und zu Roß, Hirschen und Hunden 
ziehen in der Höhe vorüber)

UNSICHTBARE GEISTER
Durch Berg und Tal, durch Schlund und Schacht, 
durch Tau und Wolken, Sturm und Nacht! 
Durch Höhle, Sumpf und Erdenkluft, 
durch Feuer, Erde, See und Luft.
Ja ho! Wauwau! ho! ho! ho! ho! ho! ho! ho! ho! 

KASPAR 
Wehe, das wilde Heer! 
Sechs! Wehe! 

ECHO 
Sechs! Wehe!

(der ganze Himmel wird schwarze Nacht; die Gewitter 
treffen furchtbar zusammen. Flammen schlagen aus 
der Erde. Irrlichter zeigen sich auf den Bergen...)

KASPAR 
(zuckend)
Samiel! Samiel! Hilf! 

(er wird zu Boden geworfen)

Sieben! 

ECHO 
Sieben! 

(Max, gleichfalls vom Sturm hin und hergeschleudert, 
faßt einen Ast des verdorrten Baumes)

MAX 
Samiel! 

(in demselben Augenblick fängt das Ungewitter an sich 
zu beruhigen, an der Stelle des verdorrten Baums steht 
der schwarze Jäger, nach Maxens Hand fassend)

SAMIEL 
Hier bin ich! 

(Max schlägt ein Kreuz und stürzt zu Boden. Es schlägt 
eins. Plötzlich Stille. Samiel ist verschwunden. Kaspar 
liegt noch mit dem Gesicht zu Boden. Max richtet sich 
konvulsivisch auf)
¡Una!

EL ECO
(Repite) 
¡Una! 

(Los pájaros del bosque descienden, se
posan en torno al círculo, saltan y aletean.)

GASPAR
(saca otra bala y cuenta) 
¡Dos!

EL ECO 
¡Dos! 

(Un jabalí negro atraviesa 
la maleza y huye salvajemente.)

GASPAR
¡Tres!

EL ECO 
¡Tres! 

(Se levanta una tormenta, dobla y rompe las 
copas de los árboles, lanza chispas de fuego, etc.)

GASPAR
¡Cuatro!

EL ECO 
¡Cuatro! 

(restallar de látigos y galope de caballos, 
cuatro ruedas de fuego cruzan la escena, 
sin que se pueda divisar el carro.)

GASPAR
(Cada vez más atemorizado, cuenta) 
¡Cinco!

EL ECO 
¡Cinco!

(Ladridos de perros y relinchos llenan el aire; 
figuras de niebla de cazadores a pie y a caballo, 
ciervos y perros pasan por las alturas.)

ESPÍRITUS INVISIBLES
¡A través del monte y el valle, de gargantas y simas,
a través del rocío y nubes, de la tormenta y la noche! 
A través de cavernas, pantanos y abismos, 
a través del fuego, tierra, mar y aire.
¡Jaho! ¡Wauwau! ¡Ho! ¡Ho! ¡Ho!

GASPAR 
¡Horror, las mesnadas salvajes! 
¡Seis! ¡Ay!

EL ECO 
¡Seis! ¡Ay! 

(el cielo se oscurece de repente, las tormentas  
se encuentran y descargan con terribles rayos y 
truenos; fuegos fatuos aparecen en los montes...) 

GASPAR 
(Vacilando y gritando) 
¡Samiel! ¡Samiel!

(Es arrojado el suelo) 

¡Ayúdame! ¡Siete!

EL ECO 
¡Siete!

(Max, tambaleándose por el viento, se 
agarra ala rama de un roble a punto de caer)

MAX
¡Samiel!

(En este mismo instante empieza a apaciguarse la 
tempestad, en el lugar del árbol podrido está el 
Cazador Negro cogiendo la mano de Max.)

SAMIEL
¡Aquí estoy!

(Max hace la señal de la cruz y cae el suelo. Se 
oye dar la una. Silencio repentino. Samiel ha 
desaparecido. Gaspar yace con el rostro hacia el 
suelo. Max se levanta entre convulsiones.)
DRITTER AUFZUG


 Szene 1

(Max kommt mit Kaspar)

MAX 
Hast du noch von den Glückskugeln?

KASPAR 
Drei nahm ich, vier für dich! 
Kann ein Bruder redlicher teilen? 

MAX 
Ich habe nur noch eine! 
Der Fürst hatte mich ins Auge gefaßt. 
Drei Schüsse hab ich getan zum Erstaunen. 
Was hast du denn mit den Kugeln angefangen? 

KASPAR 
Da sieh, nach den Elstern hab ich zwei verschossen. 

MAX 
Bist du toll? 

KASPAR 
Ich noch eine, du noch eine!...
Die heb dir fein auf zu dem Probeschuß. 

MAX 
Gib mir deine dritte! 

KASPAR 
Nein mag nicht! 

MAX 
Kaspar!

(ein fürstlicher Jäger tritt ein)

JÄGER
(zu Max)
Max, der Fürst verlang euch,
Aber augenblicklich!
Es ist ein Streit enstanden, wie weit euer Gewehr trifft.

MAX
Gleich

(der Jäger geht ab. Zu Kaspar, dringend)

Gib mir die dritte!

KASPAR 
Und wenn du mir zu Füßen fielst!

MAX 
Schuft! 

 (ab) 

KASPAR 
Geschwind die letzte Kugel verbraucht. 

(er ladet) 

Die siebente, die Teufels Kugel,  
die hebt er mir schon zum Probeschuss auf! 

(legt im Abgehen an; man hört 
alsbald den Schuß fallen) 

Wohl! Bekomm's der schönen Braut! 

(Geht ab) 

Szene 2

(Agathes Stübchen, altertümlich, doch niedlich verziert. 
An einer Stelle ein kleiner Hausaltar, worauf in einem 
Blumentopf ein Strauß weißer Rosen, von dem durchs 
Fenster hereinfallenden Sonnenstrahl beleuchtet)

AGATHE 
(bräutlich und blendend weißt, mit grünem 
Bande, gekleidet, kniet an dem Altar)
Und ob die Wolke sie verhülle, 
die Sonne bleibt am Himmelszelt; 
es waltet dort ein heil'ger Wille, 
nicht blindem Zufall dient die Welt! 
Das Auge, ewig rein und klar, 
nimmt aller Wesen liebend wahr! 
Für mich auch wird der Vater sorgen, 
dem kindlich Herz und Sinn vertraut, 
und wär' dies auch mein letzter Morgen, 
rief' mich sein Vaterwort als Braut: 
Sein Auge, ewig rein und klar, 
nimmt meiner auch mit Liebe wahr! 

Szene 3

ÄNNCHEN 
(tritt ein, geschmückt, doch nicht 
mit Blumen oder Zweigen)
Ei, du hast dich dazugehalten! 
Aber du bist ja so wehmütig?
Ich glaube gar, du hast geweint? 
Brauttränen und Frühregen währen nicht lange,
Sagt das Sprichwort.
Nun, das weiß der Himmel, 
Regen genug hat's gegeben! 
Oft dacht' ich', 
der Sturm würde das alte Jagdschlößchen 
ganz über den Haufen blasen!

AGATHE 
Und Max war in diesem schrecklichen Wetter im Walde! 
Zudem habe ich so quälende Träume gehabt. 

ÄNNCHEN
Träume? Ich habe immer gehört, 
was einem vor dem Hochzeitstage träumt, 
muß man sich merken. 
Solche Träume sollen wie Laubfrösche 
das ganze liebe Ehestandwetter verkündigen.
Was träumtest du denn?

AGATHE
Es klingt wunderbar. Mir träume,  
ich sei in eine weiße Taube verwandelt und fliege von Ast; 
Max zielte nach mir, ich stürzte;  
aber nun war die weiße Taube verschwunden,  
ich war wieder Agathe,  
und ein großer schwarzer Raubvogel  
wälzte sich seinem Blute. 

ÄNNCHEN
(Klatscht in die Hände)
Allerliebst! Allerliebst!

AGATHE
Wie kannst du dich nur über so etwas freuen?

ÄNNCHEN
Nun, der schwarze Raubvogel... 
da hast du ja die ganze Bescherung: 
du arbeitetest noch spät an dem weißen Brautkleide 
und dachtest gewiß vor dem Einschlafen 
an deinen heutigen Staat. 
Da hast du die weiße Taube! 
Du erschrakst vor den Adlerfedern auf Maxens Hut, 
es schauert dir überhaupt vor Raubvögeln; 
da hast du den schwarzen Vogel!

AGATHE
Deine Liebe zu mir macht dich dazu, liebes, 
fröhliches Ännchen! Gleichwohl...
Hast du nie gehört, daß Träume in Erfüllung gingen?

ÄNNCHEN 
Freilich, alles kann man nicht verwerfen! 
Ich selbst weiß da ein grausenerregendes Beispiel! 

Einst träumte meiner sel'gen Base, 
die Kammertür eröffne sich, 
und kreideweiß ward ihre Nase, 
denn näher, furchtbar näher schlich 
ein Ungeheuer 
mit Augen wie Feuer, 
mit klirrender Kette... 
Es nahte dem Bette, 
in welchem sie schlief, 
ich meine die Base 
mit kreidiger Nase, 
und stöhnte, ach! so hohl! 
Und ächzte, ach! so tief! 
Sie kreuzte sich, rief 
nach manchem Angst- und Stoßgebet: 
Susanne, Margaret! Susanne! Margaret! 
Und sie kamen mit Licht, 
und, denke nur, und Erschrick mir nur nicht! 
Und, graust mir doch! Und, 
der Geist war: Nero, der Kettenhund! 
TERCER ACTO


Escena 1

(entran Gaspar y Max)

MAX
¿Tienes aún alguna bala mágica?

GASPAR 
Yo tomé tres, ¡cuatro fueron para ti! 
¿Se puede repartir de una manera mas honrada?

MAX 
¡Solamente me queda ya una! 
El príncipe prestaba su atención en mí,
así que hice tres disparos para deslumbrarle. 
¿Qué has hecho con tus balas?

GASPAR 
Con dos he disparado a las urracas.

MAX 
¡Estás loco!

GASPAR 
Yo tengo aún una, tú otra...
Ésta la guardo para el concurso de tiro.

MAX 
¡Dame tu tercera bala!

GASPAR 
¡No quiero.!

MAX 
¡Gaspar!

(entra un montero del príncipe)

MONTERO
(a Max)
¡El príncipe os reclama, pero al instante! 
Se ha originado una disputa 
sobre qué distancia alcanzan vuestros disparos.

MAX 
Al momento. 

(El montero sale. Max dice a Gaspar) 

¡Dame la tercera!

GASPAR 
¡Aunque te arrojaras a mis pies!

MAX 
¡Traidor! 

(Sale)

GASPAR
¡Inmediatamente tengo que utilizar la sexta bala!

(carga la escopeta)

Él utilizará la séptima para el concurso de tiro, 
¡la bala del diablo!

(Otea el horizonte y 
dispara) 

¡Por la bella novia!

(sale)

Escena 2

(Dormitorio de Ágata. Anticuado, pero adornado 
de una forma encantadora. Un pequeño altar, 
sobre él, en un florero, un ramo de rosas blancas 
iluminadas por un rayo de sol)

ÁGATA
(Vestida de novia, de blanco con una 
banda verde, está arrodillada ante el altar)
Aunque las nubes lo oculten, 
el sol permanece en el firmamento; 
allí gobierna una Voluntad Divina, 
¡el mundo no sirve a un azar ciego! 
La mirada eternamente pura y clara 
¡mira con amor sobre todas las criaturas! 
También el Padre cuida de mí, 
y en Él confío con corazón y mente de niña, 
y aunque ésta fuera mi última mañana 
y me llamara su paternal palabra
su mirada eternamente pura y clara, 
¡velaría por mí con amor!

Escena 3

ANITA
(Entra vestida magníficamente, 
pero sin flores) 
¡Me has hecho apresurarme! 
Pero ¿parece que has llorado?
Según el refrán, 
las lágrimas de una novia
y la lluvia matinal no duran demasiado.
¡Y vaya que si ha llovido!
Anoche, más de una vez, 
me dio la impresión
que las tormenta derribaría
nuestra casa.

ÁGATA 
¡Max estaba en el bosque durante la tormenta!
¡He tenido unos sueños tan atormentadores!

ANITA 
¿Sueños? 
Oh, los sueños del día antes de la boda
dicen que son importantes.
Al igual que las ranas predicen la lluvia,
los sueños nos previenen 
de los avatares de la vida matrimonial.

ÁGATA
Soñaba que era una blanca paloma. 
Que revoloteaba entre las ramas.
Max me disparaba, yo caía...
Pero de repente, 
me convertía nuevamente en Agata, 
y un ave de rapiña negra 
se retorcía en medio de un charco de sangre.

ANITA
(aplaudiendo)
¡Muy bien! ¡Muy bien!

ÁGATA
¿Cómo? ¿Te alegras de un sueño así?

ANITA 
Uhmm... El ave de rapiña negra.... 
¡Bien, te lo explicaré todo!
Pensaste, antes de dormirte, 
en tu blanco traje nupcial... ves...
¡Ahí tienes la paloma blanca!
Te asustaste de las plumas del águila
que Max llevaba en el sombrero...
¡Ahí tienes el ave de rapiña!
¿No soy una buena intérprete de sueños?

ÁGATA
Dices eso para tranquilizarme
querida y dulce Anita...
¿No has oído nunca que los sueños se cumplen?

ANITA
Desde luego, no se los puede ignorar.
Yo misma sé un caso horripilante. 

Una vez soñaba una difunta tía, 
que la puerta de su cámara se abría, 
y blanca como la pared se volvió su nariz, 
pues cerca, espantosamente cerca, 
se deslizaba un monstruo 
con ojos como de fuego, 
con cadenas chirriantes se acercaba a la cama, 
en la que dormía. 
Me refiero a mi tía 
con la nariz blanca como la pared;
y ella se quejaba, ¡ay! ¡de una manera tan honda! 
y gemía, ¡ay! ¡tan profundamente! 
Se santiguaba y gritaba 
después de muchos rezos y jaculatorias: 
¡Susana, Margarita! ¡Susana! ¡Margarita! 
Y vinieron con una luz 
y, ¡no vayas a asustarte!
y, ¡me horrorizo tan sólo de recordarlo!
el fantasma era: 
¡Nerón, el perro guardián!  
(Agathe wendet sich unwillig ab) 

Du zürnest mir? 
Doch kannst du wähnen, Ich fühlte nicht mit dir? 
Nur ziemen einer Braut nicht Tränen! 

Trübe Augen, Liebchen, taugen 
einem holden Bräutchen nicht. 
Daß durch Blicke Sie erquicke 
und beglücke und bestricke, 
alles um sich her entzücke, 
das ist ihre schönste, schönste Pflicht. 
Laß in öden Mauern Büßerinnen trauern, 
dir winkt ros'ger Hoffnung Licht! 
Schon entzündet sind die Kerzen 
zum Verein getreuer Herzen! 
Holde Freundin, zage nicht! 

Nun muß ich aber auch geschwind den Kranz holen.
Horch, da kommen die Brautjungfern schon. 

(Brautjungfern, in ländlicher Feiertracht, doch 
gleichfalls ohne Kranz und Blumen, treten ein)

Guten Tag, liebe Mädchen!
Da singt immer die Braut an.
Ich komme gleich wieder.

(ab)

Szene 4

ERSTE JUNGFER 
Wir winden dir den Jungfernkranz 
mit veilchenblauer Seide; 
wir führen dich zu Spiel und Tanz, 
zu Glück und Liebesfreude! 

ALLE 
(einen Ringelreihn um Agathe tanzend)
Schöner grüner, schöner grüner Jungfernkranz! 
Veilchenblaue Seide! 
Veilchenblaue Seide! 

ZWEITE JUNGFER 
Lavendel, Myrt, und Thymian, 
das wächst in meinem Garten; 
wie lang bleibt doch der Freiersmann? 
Ich kann es kaum erwarten. 

ALLE 
Schöner grüner, schöner grüner Jungfernkranz! 
Veilchenblaue Seide! 
Veilchenblaue Seide! 

DRITTE JUNGFER 
Sie hat gesponnen sieben Jahr, 
den goldnen Flachs am Rocken; 
die Schleier sind wie Spinnweb klar 
und grün der Kranz der Locken. 

ALLE 
Schöner grüner, schöner grüner Jungfernkranz! 
Veilchenblaue Seide! 
Veilchenblaue Seide! 

VIERTE JUNGFER 
Und als der schmucke Freier kam, 
war'n sieben Jahr' verronnen; 
und weil sie der Herzliebste nahm, 
Hat sie den Kranz gewonnen. 

ALLE 
Schöner grüner, schöner grüner Jungfernkranz! 
Veilchenblaue Seide! 
Veilchenblaue Seide! 

Szene 5

ÄNNCHEN 
(tritt mit einer zugebundenen runden Schachtel ein)
Nun, da bin ich wieder! 
Aber fast wär' ich auf die Nase gefallen. 
Kannst du dir's denken, Agathe? 
Der alte Herr Kuno hat schon wieder gespukt. 

AGATHE
(beklommen)
Was sagst du?

ÄNNCHEN
Daß ich über das alte Bild 
fast die Beine gebrochen hätte. 
Es ist diese Nacht zum zweiten Mal 
von der Wand gefallen.

AGATHE 
Fast könnte es mich ängstigen! 

ÄNNCHEN 
Du zitterst auch vor einer Spinne! 
In einer so tollen Nacht, 
wo alle Pfosten zittern und kraken,
ist's da zu verwundern?
Nun frisch' noch einmal das Ende des Liedchens! 

(sie schneidet den Bindfaden entzwei, kniet tändelnd 
vor Agathe nieder und überreicht ihr die Schachtel, 
während sie mit den andren singt)

CHOR 
Schöner grüner, schöner grüner Jungfernkranz! 
Veilchenblaue Seide... 

AGATHE
(öffnet und fährt zurück)
Ach!

(alle außer Ännchen, die noch kniet, 
fahren gleichfalls erblassend zurück)

ÄNNCHEN 
Nun, was ist denn?

(Agathe nimmt den Kranz heraus; 
es ist ein silberner Totenkranz)

Eine Totenkrone! Himmel, das ist...

(aufspringend und ihre Verlegenheit verbergend)

Nein, das ist nicht zum Aushalten! 
Da hat die alte halbblinde Botenfrau,
oder die Verkäuferin gewiss die Schachteln vertauscht.
Aber was fangen wir nun an? 

(sie macht schnell die Schachtel zu und verbirgt sie)

Weg damit! Einen Kranz müssen wir haben! 

AGATHE 
Vielleicht ist dies ein Wink von oben; 
der fromme Eremit gab mir die weißen Rosen 
so ernst und bedeutend; windet daraus die Brautkrone. 

ÄNNCHEN 
(nimmt die Rosen schnell aus dem Blumentopf 
und verschlingt sie zu einem Kranz)
Ein herrlicher Einfall! 
Sie verschlingen sich wie von selbst 
und stehen dir allerliebst!

(sie setzt den Kranz Agathe auf)

Doch nun laßt uns auch gehen,
unsere Begleiter werden schon ungeduldig!
Singt! Singt doch! 

DIE JUNGFERN, ÄNNCHEN 
Schöner grüner, schöner grüner Jungfernkranz! 
Veilchenblaue Seide! 
Veilchenblaue Seide! 

(abgehen)

Szene 6

(eine romantisch schöne Gegend. An einer Seite die 
fürstlichen Jagdgezelte, worin vornehme Gäste und 
Hofleute, alle Brüche auf den Hüten, bankettieren. 
Auf der andern Seite sind Jäger und Treibleute 
gelagert, welche gleichfalls schmausen; hinter ihren 
Hirsche. Eber und anderes erlegtes Wildpret in Haufen 
aufgetürmt)

(Ottokar im Hauptzelt an der Tafel; am untersten 
Platz Kuno. Max, in Kunos Nähe, doch außerhalb, 
auf seine Büchse gestützt. Auf der entgegengesetzten 
Seite Kaspar, hinter einem Baum lauschend)
(Ágata se vuelve indignada)

¿Te has enojado conmigo? 
¿Acaso puedes suponer, que no sufro contigo? 
¡No convienen las lágrimas a una novia!

Los ojos tristes, queridita, 
no convienen a una bella novia. 
Que con su mirada recree, haga feliz y cautive 
a todo lo que haya a su alrededor, 
¡Ese es su más bello, su más bello deber!
Deja que en las desiertas celdas 
hagan penitencia las pecadoras.
¡A ti te llama la rosada luz de la esperanza! 
¡Ya están encendidas las velas 
para unir a dos leales corazones! 
¡Bella amiga, no vaciles! 

¡Ahora tengo que ir a buscar tu corona de flores!
¡Escucha, ahí vienen tus damas de honor! 

(Las damas de honor entran con vestidos 
regionales de fiesta, pero sin ramos de flores) 

¡Buenos días, queridas amigas!
Entretened a la novia con vuestros cantos, 
Yo vuelvo enseguida.

(sale)

Escena 4

PRIMERA DAMA DE HONOR
Tejemos tu corona de novia 
con seda azul violeta.
¡Te acompañaremos al canto y a la danza, 
a la felicidad y a la alegría del amor!

TODAS 
(Bailando en corro alrededor de Ágata) 
¡Bella y verde, bella y verde corona de novia! 
¡De seda azul violeta! 
¡De seda azul violeta!

SEGUNDA DAMA DE HONOR 
Lavanda, mirto y tomillo 
crecen en mi jardín; 
¿Cuánto tiempo estará ausente aún el novio? 
¡Apenas puedo esperar!

TODAS 
¡Bella y verde, bella y verde corona de novia! 
¡De seda azul violeta! 
¡De seda azul violeta!

TERCERA DAMA DE HONOR 
Ha tejido durante siete años 
el lienzo de oro de la falda: 
el velo es tan sutil como una tela de araña 
y la corona para sus rizos es verde.

TODAS 
¡Bella y verde, bella y verde corona de novia! 
¡De seda azul violeta! 
¡De seda azul violeta!

CUARTA DAMA DE HONOR
Y cuando llegue el arrogante novio, 
habrán pasado siete años; 
y cuando tome a la amada de su corazón 
habrá ganado una corona para ella.

TODAS 
¡Bella y verde, bella y verde corona para la novia!
¡De seda azul violeta! 
¡De seda azul violeta!

Escena 5

ANITA 
(entra con una caja, redonda) 
Ya estoy de nuevo aquí. 
Pero he estado a punto de tropezar.
¿Sabes, Ágata?
El viejo Kuno ha vuelto a hacer de las suyas.

ÁGATA
(con angustia)
Pero ¿qué dices?

ANITA
Que casi me parto una pierna
al tropezar con el retrato de ese viejo.
Es la segunda vez que se cae de la pared,
desde ayer por la tarde.

ÁGATA
¡Es como para asustarse!

ANITA
¡Tú te asustas hasta de una araña!
Aunque no me extraña, 
con el temporal hizo ayer,
que hizo crujir todas las vigas del techo.
¡Pero alegres, nuevamente cantemos la canción! 

(Corta las ataduras de la caja, y se la ofrece 
a Ágata arrodillándose ante ella, mientras las 
otras cantan.)

DAMAS DE HONOR
¡Bella y verde, bella y verde corona de novia! 
¡De seda azul violeta!...

ÁGATA
(abre la caja y retrocede)
¡Ah!

(todas las demás, excepto Anita que 
sigue de rodillas, la imitan)

ANITA
¿Qué ocurre?

(Ágata saca de la caja una 
corona mortuoria)

¡Una corona de muerto! ¡Dios mío, es...

(se levanta)

Esto ¡esto no se puede tolerar!. 
La anciana recadera o la vendedora 
han confundido las cajas.
¿Qué haremos ahora?

(cierra la caja)

¡Llevaos eso! ¡Necesitamos una corona!

ÁGATA 
El ermitaño me dio las rosas blancas. 
¡Quizás fue una advertencia!
¡Trenzad con ellas la corona de novia!

ANITA
(Toma las rosas del jarrón y las une 
formando una corona)
¡Una idea preciosa! 
Se enlazan muy bien...
¡Te sentarán maravillosamente! 

(pone la corona en la cabeza de Ágata)

¡Y ahora vayamos, 
nuestros acompañantes se impacientan! 
¡Cantad! ¡Cantad!

DAMAS DE HONOR, ANITA
¡Bella y verde, bella y verde corona de novia! 
¡De seda azul violeta! 
¡De seda azul violeta!

(salen todas)

Escena 6

(Un paraje romántico y bello. En un lado la 
tienda de caza del príncipe, donde se celebra un 
banquete, al que asisten huéspedes distinguidos y 
cortesanos, todos con plumas en el sombrero. En 
el otro lado se encuentran acampados cazadores 
y ojeadores; detrás de ellos ciervos, jabalíes y 
otros animales salvajes, como botín de caza.

(Ottokar, sentado a la mesa; en el último 
lugar Kuno. Max cerca de Kuno, pero ya fuera 
y apoyándose en su escopeta. En el lado opuesto
Gaspar detrás de un árbol espiando.)
JÄGERNCHOR 
Was gleicht wohl auf Erden dem Jägervergnügen? 
Wem sprudelt der Becher des Lebens so reich? 
Beim Klange der Hörner im Grünen zu liegen, 
den Hirsch zu verfolgen durch Dickicht und Teich, 
ist fürstliche Freude, ist männlich Verlangen, 
Erstarket die Glieder und würzet das Mahl. 
Wenn Wälder und Felsen uns hallend umfangen, 
Tönt freier und freud'ger der volle Pokal! 
Jo, ho! Tralalalala! 
Diana ist kundig, die Nacht zu erhellen, 
wie labend am Tage ihr Dunkel uns kühlt. 
Den blutigen Wolf und den Eber zu fällen, 
der gierig die grünenden Saaten durchwühlt, 
ist fürstliche Freude, ist männlich Verlangen, 
Erstarket die Glieder und würzet das Mahl. 
Wenn Wälder und Felsen uns hallend umfangen, 
Tönt freier und freud'ger der volle Pokal! 
Jo, ho! Tralalalala! 

OTTOKAR 
Genug der Freuden des Mahles, 
liebe Freunde und Jagdgenossen! 
Und nun noch zu etwas Erstem.
Ich genehmige sehr gern die Wahl, 
mein alter wackerer Kuno, getroffen habt. 
Der von Euch erwählte Eidam gefällt mir. 
Sagt ihm, daß er sich bereit halte.

KASPAR
Hilf, Samiel!

(klettert auf den Baum und sieht sich um)

OTTOKAR
Wo ist die Braut? 

KUNO 
Der Zeit nach muß meine Tochter bald hier sein. 
Doch wollt Ihr mir gnädig Gehör schenken, Herr Fürst, 
so laßt den Probeschuß vor ihrer Ankunft ablegen. 
Der gute Bursch hat seit einiger Zeit gefehlt. 
Ich fürchte, die Gegenwart der Braut könne ihn 
in Verwirrung setzen. 

OTTOKAR 
Wer weiß, Alter, 
ob's uns beiden am Hochzeitstag besser gegangen wäre?

(zu Max) 

Max einen Schuß, wie heut früh deine drei ersten, 
und du bist geborgen! 

(nachdem er sich umgeschaut)

Siehst du dort auf dem Zweig die weiße Taube? 
Die Aufgabe ist leicht. 

MAX
Noch einmal und nimmer wieder

OTTOKAR
Schieß! 

(Max legt an. I n dem Augenblick, da er losdrücken 
will, tritt Agathe mit Ännchen, den Brautjungfern, 
dem Eremit und einem Zug von Landleuten zwischen 
den Bäumen heraus, wo die weiße Taube sitzt)

AGATHE 
Schieß nicht, Max! Ich bin die Taube! 

(die Taube flattert auf und nach dem Baum, von 
welchem Kaspar eilig herabklettert. Max folgt mit dem 
Gewehr. Der Schuß fällt, die Taube fliegt fort. Sowohl 
Agathe als Kaspar schreien und sinken. Hinter der 
ersten tritt der Eremit hervor, faßt sie auf und verliert 
sich dann wieder unter dem Volk. Dies alles ist das 
Werk eines Augenblicks)

HOFLEUTE, JÄGER, LANDLEUTE 
Schaut, o schaut! 
Er traf die eigne Braut! 
Der Jäger stürzte vom Baum! 
Wir wagen's kaum. 
Nur hinzuschaun! 
O furchtbar Schicksal, o Graun! 
Unsre Herzen beben, zagen! 
Wär' die Schreckenstat geschehn'? 
Kaum will es das Auge Wagen, 
wer das Opfer sei, zu sehn. 

(Ottokar und seine nähern Umgebungen sind zu Agathe 
geeilt, geringere Jäger zu Kaspar. Agathe wird auf eine 
Rasenhöhung gebracht. Max liegt vor ihr auf den 
Knien)

AGATHE 
(erwacht aus schwerer Ohnmacht)
Wo bin ich? 
War's Traum nur, daß ich sank? 

ÄNNCHEN 
O fasse dich! 

MAX, KUNO 
Sie lebt! 

MAX, KUNO, CHOR 
Den Heil'gen Preis und Dank! 
Sie hat die Augen offen! 

KUNO
(auf Kaspar deutend)
Hier dieser ist getroffen, 
Der rot vom Blute liegt! 

KASPAR 
(sich kramphaft krümmend)
Ich sah den Klausner bei ihr stehn; 
Der Himmel siegt! 
Es ist um mich geschehn! 

AGATHE 
(sich nach und nach erholend und aufstehend)
Ich atme noch, der Schreck nur warf mich nieder. 
Ich atme noch die liebliche Luft, ich atme noch! 

KUNO 
Sie atmet frei! 

MAX 
Sie lächelt wieder! 

AGATHE 
O Max!... 

MAX 
Die süße Stimme ruft! 

AGATHE
O Max, ich lebe noch!

MAX
Agathe, du lebest noch!

ALLE
Den Heil'gen Preis und Dank!

(Samiel kommt hinter Kaspar aus der 
Erde, von den Andern ungesehn)

KASPAR 
(Samiel erblickend)
Du, Samiel, schon hier? 
So hieltst du dein Versprechen mir? 
Nimm deinen Raub! Ich trotze dem Verderben! 

(die geballte Faust drohend gegen Himmel hebend)

Dem Himmel Fluch! Fluch dir! 

(stürzt unter heftigen Zuckungen 
zusammen: Samiel verschwindet)

CHOR 
Ha! Das war sein Gebet im Sterben? 

KUNO, CHOR 
Er war von je ein Bösewicht! 
Ihn traf des Himmels Strafgericht! 

CHOR 
Er hat dem Himmel selbst geflucht! 

KUNO, CHOR 
Vernahmt ihr's nicht? 
Er rief den Bösen! 
CAZADORES
¿Qué puede igualar en la tierra al placer de la caza? 
¿Qué colma más la copa de la vida? 
Ocultarse hasta esperar el toque del cuerno,
perseguir al ciervo por espesuras y estanques, 
es una alegría principesca, un placer para el hombre,
fortalece los miembros y sazona la comida.
Cuando los bosques nos rodean, 
brilla con más alegría y libertad la copa de la vida! 
¡Jo, Ho! ¡Tralalalala! 
Diana es experta en iluminar la noche 
y refrescar el día con su fresca sombra. 
Abatir al sanguinario lobo y al jabalí, 
que ávidamente revuelve las tiernas siembras, 
es alegría principesca, un placer para el hombre, 
fortalece los miembros y sazona la comida. 
Cuando los bosques nos rodean 
brilla con más alegría y libertad la copa de la vida! 
¡Jo ho! ¡Tralalalala! 

OTTOKAR
¡Ya nos hemos divertido bastante 
con las alegrías de la comida, 
apreciados amigos y compañeros de caza! 
Ahora hablemos de asuntos serios.
Y tú, honrado Kuno:
¡me gusta tu yerno!
Dile que se prepare para la prueba.

GASPAR
¡Ayúdame Samiel!

(trepa a un árbol y otea el horizonte)

OTTOKAR
¿Dónde está la novia?

KUNO 
Mi hija llegará de un momento a otro.
Si quisierais darme vuestro consentimiento, príncipe, 
llevaría a cabo la prueba de tiro antes de su llegada. 
Últimamente la puntería de este joven 
no ha sido muy buena
y la presencia de la novia podría perturbarle.

OTTOKAR
Quien sabe, viejo amigo, si a nosotros 
en el día de nuestra boda nos hubiera ido mejor.

(A Max) 

Bien, joven cazador, otro disparo como 
los tres que hiciste esta mañana y habrás vencido 

(Después de mirar en torno suyo.) 

¿Ves aquella paloma blanca en el árbol? 
El blanco es fácil

MAX
Una vez más y nunca más

OTTOKAR
¡Dispara!

(Max apunta. En el momento que va a apretar 
el gatillo, entra Ágata, Anita, el ermitaño y su 
séquito de entre los árboles, cerca de donde está 
posada la paloma blanca.)

ÁGATA
¡No dispares, Max! ¡Yo soy la paloma!

(La paloma revolotea alrededor del árbol 
del que desciende apresuradamente Gaspar. 
Max la sigue con el arma y dispara. La paloma
huye. Tanto Ágata como Gaspar caen. El 
ermitaño se acerca a Ágata, la mira y 
desaparece entre el pueblo. Todo esto sucede 
en unos instantes.)

CORTESANOS CAZADORES, CAMPESINOS 
¡Mirad, oh mirad! 
¡Alcanzó a su propia novia!
¡El cazador cayó del árbol!
¡Apenas nos atrevemos, a mirar! 
¡Oh terrible destino, oh espanto! 
¡Nuestros corazones se estremecen, 
cesan de latir!
¿Será posible que haya sucedido este crimen?
Apenas se atreven los ojos  
a mirar quién ha sido la víctima. 

(Ottokar y otros varios se dirigen hacia Ágata; 
otros hacia Gaspar. Traen a Ágata sobre una 
elevación cubierta de césped. Max se arrodilla 
ante ella.)

ÁGATA
(Despertando de su profundo desmayo)
¿Dónde estoy? 
¿Ha sido solamente un sueño?...

ANITA
¡Tranquilízate!

MAX, KUNO
¡Vive!

MAX, KUNO, CORO
¡Gracias y alabanzas sean dadas al Santísimo!
¡Ha abierto los ojos!

KUNO
(inclinándose hacia Gaspar) 
A éste es al que han acertado.
¡Yace entre su roja sangre!

GASPAR
(Retorciéndose convulsivamente) 
¡He visto al ermitaño junto a ella!
¡El cielo ha vencido! 
¡Es mi fin!

ÁGATA
(Recobrándose poco a poco y levantándose)
Aún respiro, fue el susto lo que me hizo caer. 
Aún respiro el delicioso aire... ¡aún respiro!

KUNO
¡Respira normalmente!

MAX 
¡Nuevamente sonríe!

ÁGATA
¡Oh, Max!...

MAX 
¡Oigo de nuevo tu dulce voz!

ÁGATA 
¡Oh Max, aún vivo!

MAX 
¡Ágata, aún vives!

TODOS 
¡Gracias y alabanzas sean dadas al Santísimo! 

(Samiel sale de la tierra detrás 
de Gaspar, invisible para los demás)

GASPAR 
(Ve a Samiel) 
Samiel, ¿ya estás aquí?  
¿Así mantienes tu promesa? ¡Toma tu botín!  
¡Yo porfío en la destrucción!  

(Levanta su puño cerrado, amenazando al cielo) 

¡Maldito sea el cielo! ¡Maldito! 

(Muere entre violentas convulsiones, 
Samiel desaparece)

CORO 
¡Ay! ¿Ésa ha sido su oración a la hora de la muerte?

KUNO, CORO 
¡Siempre fue un malvado! 
¡Le ha alcanzado la justicia divina!

ALGUNOS 
¡Ha maldecido al propio cielo!

KUNO, CORO 
¿Acaso no lo oísteis? 
¡Llamó a Satanás! 
OTTOKAR 
Fort! 
Stürzt das Scheusal in die Wolfsschlucht! 

(einige Jäger tragen den Leichnam fort)

(zu Max)

Nur du kannst dieses Rätsel lösen; 
Wohl schwere Untat ist geschehn! 
Weh dir, wirst du nicht alles treu gestehn! 

MAX 
Herr, unwert bin ich Eurer Gnade; 
Des Toten Trug verlockte mich, 
Daß aus Verzweiflung ich vom Pfade 
Der Frömmigkeit und Tugend wich; 
Vier Kugeln, die ich heut verschoß, 
Freikugeln sind's, die ich mit jenem goß. 

OTTOKAR 
So eile, mein Gebiet zu meiden, 
Und kehre nimmer in dies Land! 
Vom Himmel muß die Hölle scheiden, 
Nie, nie, empfängst du diese reine Hand! 

MAX 
Ich darf nicht wagen, 
Mich zu beklagen; 
Denn schwach war ich, 
Obwohl kein Bösewicht. 

KUNO 
Er war sonst stets getreu der Pflicht! 

AGATHE 
O reißt ihn nicht aus meinen Armen! 

JÄGERN 
Er ist so brav, voll Kraft und Mut! 

BAUERN
O er war immer treu und gut. 

ÄNNCHEN, KUNO, CHOR 
Gnädigen Herr' o habt Erbarmen! 

OTTOKAR 
Nein, nein, nein! 
Agathe ist für ihn zu rein! 

(zu Max)

Hinweg, hinweg aus meinem Blick! 
Dein harrt der Kerker, 
kehrst du je zurück! 

(der Eremit tritt auf. Alles weicht ehrerbietig zurück 
und begrüßt ihn demutsvoll, selbst der Fürst entblößt 
sein Haupt)

EREMIT 
Wer legt auf ihn so strengen Bann? 
Ein Fehltritt, ist er solcher Büßung wert? 

OTTOKAR 
Bist du es, heil'ger Mann, 
Den weit und breit die Gegend ehrt? 
Sei mir gegrüßt, Gesegneter des Herrn! 
Dir bin auch ich gehorsam gern. 
Sprich du sein Urteil; deinen Willen 
Will treulich ich erfüllen. 

EREMIT 
Leicht kann des Frommen Herz auch wanken 
Und überschreiten Recht und Pflicht, 
Wenn Lieb' und Furcht der Tugend Schranken, 
Verzweiflung alle Dämme bricht. 
Ist's recht, auf einer Kugel Lauf 
Zwei edler Herzen Glück zu setzen? 
Und unterliegen sie den Netzen, 
Womit sie Leidenschaft umflicht, 
Wer höb' den ersten Stein wohl auf? 
Wer griff' in seinen Busen nicht? 
Es finde nie der Probeschuß mehr statt! 

(mit finsterem Blick auf Max)

Ihm, Herr, der schwer gesündigt hat, 
Doch sonst stets rein und bieder war, 
Vergönnt dafür ein Probejahr! 
Und bleibt er dann, wie ich ihn stets erfand, 
Dann werde sein Agathes Hand! 

OTTOKAR 
Dein Wort genüget mir. 
Ein Höhrer spricht aus dir. 

ALLE 
Heil unserm Herrn, er widerstrebet nicht 
dem, was der fromme Klausner spricht! 

OTTOKAR 
(zu Max)
Bewährst du dich, wie dich der Greis erfand, 
Dann knüpf ich selber euer Band! 

MAX 
Die Zukunft soll mein Herz bewähren, 
Stets heilig sei mir Recht und Pflicht! 

AGATHE 
(zu Ottokar)
O lest den Dank in diesen Zähren,
Das schwache Wort genügt ihm nicht! 

OTTOKAR, EREMIT 
Der über Sternen ist voll Gnade, 
Drum ehrt es Fürsten, zu verzeihn! 

KUNO 
(zu Max und Agathe)
Weicht nimmer von der Tugend Pfade, 
Um eures Glückes wert zu sein! 

ÄNNCHEN 
(zu Agathe)
O dann, geliebte Freundin, schmücke 
Ich dich aufs neu zum Traualtar! 

EREMIT 
Doch jetzt erhebt noch eure Blicke 
Zu dem, der Schutz der Unschuld war! 

(er kniet nieder und erhebt die Hände. Agathe, Kuno,
Max, Ännchen und mehrere des Volkes folgen seinem 
Beispiel)

ALLE 
Ja, laßt uns zum Himmel die Blicke erheben 
Und fest auf die Lenkung des Ewigen baun! 

AGATHE, ÄNNCHEN, MAX, OTTOKAR, KUNO, EREMIT 
Wer rein ist von Herzen und schuldlos im Leben, 
Darf kindlich der Milde des Vaters vertraun! 

ALLE 
Ja, laßt uns die Blicke erheben 
Und fest auf die Lenkung des Ewigen baun, 
Fest der Milde des Vaters vertraun! 
Wer rein ist von Herzen und schuldlos im Leben, 
Darf kindlich der Milde des Vaters vertraun! 



 
OTTOKAR 
¡Fuera! 
¡Arrojad a ese monstruo al Desfiladero del Lobo! 

(Algunos cazadores se llevan el cadáver.)

(A Max) 

Solamente tú puedes solucionar este enigma.
¡Ha tenido lugar un delito atroz! 
¡Ay de ti, si no cuentas toda la verdad!

MAX 
¡Señor, soy indigno de vuestra gracia.
Me tentaron los engaños del muerto, 
de tal manera que me desvié, por desesperación, 
de la senda de la piedad y la virtud; 
las cuatro balas que he disparado hoy, 
son balas encantadas, que había fundido con él.

OTTOKAR
¡Apresúrate a abandonar la región, 
y no vuelvas jamás a este país! 
¡Hay que separar el infierno del cielo, 
jamás, jamás, recibirás esta mano pura!

MAX 
No me atrevo, 
a quejarme; 
pues fui débil, 
aunque no un malvado.

KUNO 
¡Constantemente fue fiel a su deber!

ÁGATA 
¡Oh, no lo arranquéis de mis brazos!

CAZADORES 
¡Es bravo, lleno de fuerza y valor!

CAMPESINOS 
¡Oh, siempre fue fiel y bueno!

ANITA, KUNO, CORO
¡Señor, tened piedad!

OTTOKAR 
¡No, no, no! 
¡Ágata es demasiado pura para él! 

(A Max) 

¡Fuera, fuera de mi vista! 
¡Si alguna vez vuelves, 
te espera la prisión!

(el Ermitaño entra. Todos se retiran llenos 
de respeto y le saludan, incluso el príncipe 
se descubre.) 

EL ERMITAÑO
¿Quién lanza sobre él tan severo destino? 
¿Un paso en falso, merece acaso este castigo?

OTTOKAR
¿Eres tú el santo varón 
al que reverencia toda la región? 
¡Te saludo, bendito del Señor! 
Te obedezco con agrado. 
Pronuncia tu sentencia; 
cumpliré tu voluntad con alegría.

EL ERMITAÑO 
Fácilmente puede flaquear el piadoso corazón 
y pasar sobre la justicia y el deber, 
cuando el amor y el miedo, fronteras de la virtud,
rompen todas las barreras por desesperación. 
¿Acaso es justo colocar en el curso de una bala 
la felicidad de dos nobles corazones? 
Y si sucumben a la pasión, 
¿quién arrojará la primera piedra? 
¿Quién no tendrá presente sus propios pecados?
¡Por esto nunca más deberá tener lugar 
el concurso de tiro! 

(lanzando a Max una mirada llena de reproches) 

A él, Señor que ha pecado gravemente, 
pero que siempre ha sido puro y virtuoso, 
¡concédele un año de prueba! 
Y si permanece como siempre lo he conocido,
¡que sea suya la mano de Ágata!

OTTOKAR
Tu palabra me basta.
Uno más alto habla a través de ti.

TODOS 
¡Viva nuestro príncipe, 
no rechaza lo dicho por el piadoso ermitaño!

OTTOKAR
(A Max) 
¡Si logras que el anciano te perdone, 
entonces yo mismo os uniré!

MAX 
¡El futuro protegerá mi corazón, 
la justicia y el deber serán siempre sagrados para mí!

ÁGATA
(A Ottokar) 
¡Oh, mira mi agradecimiento en estas lágrimas;
no son suficientes las débiles palabras!

OTTOKAR, EL ERMITAÑO
¡El que se encuentra sobre las estrellas es piadoso,
por eso el perdonar honra a los príncipes!

KUNO
(A Max y a Ágata) 
¡No os apartéis jamás de la senda de la virtud, 
para ser dignos de vuestra felicidad!

ANITA
(A Ágata) 
Entonces, querida amiga, cuando llegue el día,
¡te adornaré nuevamente para tu boda!

EL ERMITAÑO
¡Y ahora elevad vuestra mirada hacia Aquél, 
que ha sido protector de la inocencia! 

(Se arrodilla y levanta las manos. Agata, Kuno,
Max, Anita y mucha gente del pueblo siguen su 
ejemplo.) 

TODOS 
¡Sí, elevemos hacia el cielo nuestra mirada y 
actuemos rectamente bajo la protección del Eterno!

ÁGATA, ANITA, MAX, OTTOKAR, KUNO, EL ERMITAÑO 
¡El puro de corazón y aquel que está libre de culpa,
puede confiar como un niño en la bondad del Padre!

TODOS
¡Sí, elevemos nuestras miradas y 
actuemos rectamente bajo la protección del Eterno,
confiemos firmemente en la clemencia del Padre!
¡El puro de corazón y aquel que está libre de culpa,
puede confiar como un niño en la bondad del Padre!



Traducido por:  Trinidad Nájera
Escaneado por: Antonio Luna García de la Infanta. 2000